Was wäre euch eine "schmerzfreie" Geburt wert??

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von sarosina1977 12.01.11 - 09:21 Uhr

Liebe Runde.

Ich habe mich gestern abend mit einem Bekannten von mir unterhalten, der selbst Hypnoanalytiker ist und viel mit Hypnose macht. Wir kamen auf das Thema Geburt, Schmerz und Stress und dass auch ich zu den Frauen gehöre, die die Geburt vom ersten Kind als wahnsinnig strapaziös, teilweise sogar lebensbedrohlich, in Erinnerung haben. Ich bin gerne schwanger, ich bin gerne Mutter, das Kinder-Machen ist toll, das Kinder-Haben auch - aber das Kinder-Kriegen...davor habe ich doch erheblich Bammel, zumal ich damals bei meiner Tochter eigentlich total entspannt und freudig der Geburt entgegensah, mich gut vorbereitet fühlte - und dann wurde das doch ziemlich schlimm. Das hat mich ein wenig in meinem Glauben erschüttert.

Er verwies mich an einen Kollegen/Geburtshelfer in der Schweiz, der sich auf sanfte Geburt spezialisiert hat. Er wirbt damit, dass man mit Hypnose in der Lage sei, alte Erinnerungen an vorherige Geburten zu "löschen" und sich so zu programmieren, dass man eine schnelle, natürliche Traumgeburt mit wenig Schmerz und Komplikationen erleben kann. Die Videos auf seiner Website sind wirklich beeindruckend...

Dieses System, das er anwendet, wirkt überzeugend, natürlich, stressfrei und weckt die Hoffnung in mir, eine schöne und nicht so stressige Geburt erleben zu dürfen.

Der Preis ist allerdings heiß: Ein Wochenendkurs (verteilt auf zwei Samstage hintereinander ) kostet umgerechnet 600 Euro. Hinzu kommen ja dann noch die Fahrtkosten und wenn man so lange anreist, muss man ja noch übernachten. Und das Ganze hat man dann zwei Mal hintereinander - außer, man bleibt gleich ne Woche dort und macht Urlaub...??!

Angeblich beteiligen sich die Kassen an diesem Kurs. Fragt sich nur, ob das die deutschen Kassen bei einem Schweizer Kurs auch tun. Müsste man noch klären.

Ich weiß nicht, ob es hier erlaubt ist, einen Link zu der Website zu pflanzen.

Wer mag, kann mich ja antexten - dann schicke ich den Link.

Freue mich auf regen Austausch.

Beitrag von mick68 12.01.11 - 09:26 Uhr

guten morgen,

also ich habe davon letztens im i-net gelesen und fand es auch sehr interessant. ich habe mir das buch dazu bestellt "hypnobirthing". weiß jetzt allerdings nicht den autoren.

ich hab es noch nicht bekommen, deshalb kann ich dir noch nicht sagen, was da so drin steht. aber beim weiteren googlen hab ich gesehen, dass es wirklich kurse gibt dazu. allerdings sind diese eben sehr teuer, wie du schon bemerkt hast. deshalb hatte ich mich erst mal für das buch entschieden, weil man sich das auch selbst antrainieren kann.

ich hab auch voll schiss vor der geburt. nachdem ich dann gestern beim info-abend im kh war, hab ich noch mehr schiss, obwohl eigentlich alles sehr schön und sauber und familär und gemütlich war. trotzdem kamen auch bei mir alte erinnerungen wieder hoch.

glg mick

Beitrag von lucas2009 12.01.11 - 09:33 Uhr

Huhu,
ich weiß immer nicht was ich von sowas halten soll. Hört sich immer sehr gut an alles und man möchte das ja uch glauben, aber ich bin bei solchen Preisen eben immer SEHR skeptisch. Allerdings muss ich auch sagen, das ich mich niemals hypontisieren lassen würde.
Ich wünsche dir, das du dieses mal eine wunderschöne Geburt haben wirst, egal auf welchen Weg.

LG

Beitrag von kiki-2010 12.01.11 - 10:03 Uhr

Mag ja sein, dass das funktioniert aber man kann auch mit anderen Entspannungstechniken und Körperbewusstsein (Yoga etc.), einer guten Beratung während der SS (Hebamme oder Arzt) und einem sicheren Umfeld, in dem man sich wohlfühlt, eine stressfreie Atmosphäre aufbauen und damit locker und relaxed dem Ereignis entgegensehen.

Es kommt doch in erster Linie auf die eigene Einstellung an. Zumal nicht jede Frau mit einer dramatischen ersten Geburt ein Trauma davon trägt. Ich lag auch über 30 Stunden in den Wehen und am Ende wurde dann hektisch unter Vollnarkose ein Not-KS daraus. Ok, es war halt so, es muss diesmal nicht so sein, es ist gut das zu wissen. Und ich bin genug informiert, WARUM es damals so passierte. Ich bin deswegen nicht ängstlich, und die Schmerzen (und davon hatte ich einige...), die vergisst man so schnell.

Heute weiß ich, dass ich entspannter an die Sache rangehen muss, ohne Druck. Ich habe meinen Körper besser verstehen gelernt und vertraue besser meiner Intuition.

Gestärkt in das Geburtserlebnis zu gehen, das ist das Wichtigste. Dafür muss man, meiner Meinung nach, keine negativen Erlebnisse "löschen" sondern darüber sprechen und sie verstehen. Denn Ängste entstehen meist nur aus Unwissenheit!

Ich glaube, mit solchen Hypnose-Sessions usw., da wird viel Geld mit den Ängsten der Menschen gemacht. Weil sie suggeriert bekommen, dass sie nicht alleine mit ihrer Situation fertig werden könnten. Dabei sind gerade wir Frauen in dazu in der Lage! Man muss sich nur selber vertrauen! Dazu braucht man keinen Hypnotiseur! Meist reichen gute Gespräche mit einer kompetenten Hebamme oder einem einfühlsamen Arzt auch aus.

Alles Gute!

Kiki ET-15

Beitrag von gingerbun 12.01.11 - 11:11 Uhr

Hallo,
ich denke man muss in erster Linie daran glauben und sich darauf voll und ganz einlassen. Für mich käme es nicht infrage dahinzureise und das Geld noch auszugeben. Wenn ich bedenke wie hart die Geburt meiner Tochter war sind es doch nur Bruchteile meines Lebens wenn ich alles betrachte. Ausserdem rückt das alles so in den Hintergrund. Nee, für mich wäre das nichts. Ich gehe hin - bekomme das Kind mit alldem was dazugehört und gut ist das :-)
Meine Oma und meine Mutter habens auch geschafft - und das ohne Mann und PDA..!
Britta

Beitrag von pepples123 20.01.11 - 15:56 Uhr

Hallo sarosina!

Leider kann ich auf deiner VK nicht sehen, woher du kommst. Aber es gibt mittlerweile auch in D Kursleiter, die bedeutend weniger für einen Kurs verlangen und dann auch die Anfahrt viel geringer wäre..

Ich habe bei der 2. Geburt eine nahezu schmerzlose HypnoBirthing Geburt erleben dürfen und habe dann daraufhin die Hypnose-Ausbildung in Deutschland und die Hypnobirthing-Ausbildung in der Schweiz gemacht.

Hier bei urbia habe ich einen Club:
http://www.urbia.de/club/Nat%FCrliche+Geburt+%2D+sanft+und+schmerzreduziert
Und hier meine HP: http://reine-geburt.de/
Würde mich freuen, dich dort wieder zu treffen.

Alles Liebe für dich und dein Baby #verliebt
Steffi

Beitrag von pepples123 20.01.11 - 15:58 Uhr

Übrigens mache ich auch Geburtsbegleitung und ich durfte auch schon schmerzfreie Geburten begleiten ;-)
Und wegen dem "hpynotieren lassen": wir sind täglich ständig hypnotischen Situationen ausgesetzt: bei eintönigen Bus/Autofahrten, beim Buch-lesen und vertieft sein, kurz vor dem Einschlafen, beim Fernseh schauen....