Umgangsregelung Säugling + Umgang mit 4,5 jährigem + andere Probleme

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von mini-sumsum 12.01.11 - 09:42 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe zur Zeit einige Differenzen mit dem Kindsvater (Großer 4,5 / Kleiner 1 Monat). Und ich merke selbst, wie es anfängt zu Lasten der Kinder zu gehen (auch meinerseits), und das möchte ich keinesfalls.

Kurz zur Situation. Ich war mit meinem Mann 10 Jahre verheiratet. Wir hatten einen Sohn. Allerdings war sämtlicher Umgang mit ihm für meinen Mann eher lästige Pflicht; er wollte lieber ein Singleleben führen, was natürlich als Ehemann und Vater nicht geht. Ich habe ihm viele Freiheiten eingeräumt; aber es reichte ihm nicht. Wir beschlossen, es erstmal mit einer räumlichen Trennung zu versuchen, verbrachten aber weiterhin Zeit miteinander und er konnte seinen Sohn theoretisch jeden Nachmittag sehen.

Nach einer feuchtfröhlichen Familienfeier landeten wir noch ein letztes Mal zusammen im Bett. Daraus ist unser zweiter Sohn entstanden. Er sagte mir, dass er zwar nicht begeistert ist, wir es aber nochmal versuchen sollten. Also zog er wieder bei mir ein. Allerdings war er plötzlich jeden Abend auf Achse. Wie ich später erfuhr, hatte er bereits eine neue Beziehung zu einer Frau. Diese hat bereits 4 Kinder.

Bei uns erfolgte also die endgültige Trennung und er zog sofort bei ihr ein.

Seitdem ist das Umgangsrecht für den Großen wie folgt geregelt: Er holt ihn alle 14 Tage übers WE, sowie jeden Mittwoch (nach dem Kindergarten) von 16 - 19 Uhr. Und in dieser Zeit ist er natürlich der "Sonnenschein-Papa". Mehr als Umgang wollte er in dieser Zeit nie haben. Sprich: Er wollte sich um nichts kümmern, keine Arztbesuche,Sportaktivitäten, Kindergarten, etc.


Er sagte mir auch, dass er auf das Sorgerecht für beide verzichten will, sobald der Kleine auf der Welt ist. Ich verließ mich drauf, und reichte bei meinem AG 14 Monate Elternzeit an.

Seit einiger Zeit habe ich ebenfalls einen neuen Partner; wir wohnen bereits zusammen und er kümmert sich um die Kinder, als wären es seine eigenen. Und seit mein (Noch-)Mann dies mitbekommen hat, dreht er am Rad und kann das überhaupt nicht akzeptieren. "Was sollen denn die Leute denken wenn jetzt plötzlich jemand anders die Vaterrolle voll ausfüllt?

Seinen zweiten Sohn hat er 4 Wochen nachdem er auf der Welt war das erste Mal für 15 Minuten bei mir besucht.

Und jetzt behauptet er plötzlich, ich würde ihm keine Möglichkeiten lassen, sich um seine Kinder zu kümmern! Und er würde jetzt auch nicht mehr aufs Sorgerecht verzichten; sonst könnte mein neuer Partner ja schließlich die Kinder adoptieren (so ein Quatsch).

Jedenfalls tut er grad so, als wäre er immer ein Vorzeige-Papa gewesen. Und als wenn ich ihm auf einmal alles vorenthalten würde. Die einzige Sache, der ich nicht zugestimmt habe ist, dass er seinen zweiten Sohn (4 Wochen alt) beim ersten Treffen direkt mitnimmt.

Nun erwartet er von mir, dass ich Umgangsregelungen vorschlage, sowie ihn bei ALLEN Entscheidungen, die die Kinder betreffen, bei allen Aktivitäten, etc. beteilige... Klar fänd ich es toll für die Kinder, wenn sie wirklich einen Vater hätten, der sich kümmert. Aber es ist nunmal aus den falschen Motiven, und außerdem möchte ich meinen Ex natürlich auch nicht täglich um mich haben.

Muss ich seinen "Forderungen" trotzdem nachgeben? Und wenn ja in welchem Umfang? Und wie könnte eine feste Umgangsregelung für unseren zweiten Sohn aussehen?`Klar ist für mich, dass er ihn erstmal nur bei mir besuchen kann; zum einen, weil er noch so klein ist, und zum anderen, weil ich zunächst sehen will, inwieweit er sich wirklich um ihn bemüht. Genügt es hierbei, ihm einen Termin pro Woche anzubieten?

Bei welchen Entscheidungen die Kinder betreffend MUSS ich ihn rechtlich gesehen ins Boot holen?

Bin zur Zeit wirklich sehr verärgert. Denn nach außen stellt er es so dar, als würde es ihm wirklich um die Kinder gehen... Dabei ist es lediglich die Tatsache, dass mein Partner nach außen hin auf keinen Fall eine Vaterrolle übernehmen soll....

Wer kann mir ein paar Tips oder Erfahrungswerte mitgeben?

Habe schon überlegt, ob ich ihn wirklich bei jeder Kleinigkeit mit einbinden soll, also beim jeden Arztbesuch, beim Logopäden, bei Kindergartenaktivitäten, bei Einkäufen für die Kinder, Fahrten zum Sportverein, etc. Einfach damit er merkt, dass er genau das nie wollte.... Aber ich will ihn ja auf der anderen Seite auch nicht wieder jeden Tag um mich haben... Was meint ihr?

LG
mini-sumsum

Beitrag von karna.dalilah 12.01.11 - 14:35 Uhr

Habe schon überlegt, ob ich ihn wirklich bei jeder Kleinigkeit mit einbinden soll, also beim jeden Arztbesuch, beim Logopäden, bei Kindergartenaktivitäten, bei Einkäufen für die Kinder, Fahrten zum Sportverein, etc. Einfach damit er merkt, dass er genau das nie wollte.... Aber ich will ihn ja auf der anderen Seite auch nicht wieder jeden Tag um mich haben... Was meint ihr?

Mache das mal eine Weile... zeige ihm wie toll sich auch der LG um die Kinder kümmert. Verlange von ihm, dass er an den Aktivitäten teilnimmt bzw sie übernimmt. Gönne dir den Spass :-D

Beitrag von xxtanja18xx 12.01.11 - 16:22 Uhr

Naja, wenn ihr Verheiratet seid, hat er doch sowieso das halbe Sorgerecht...

Würde ihm dann auch mehr verantwortung geben, wenn er da ja sooo drauf pocht....mal sehen wie langer der Herr das durchhält ;-)