waldkindergarten oder lieber nicht

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von agra 12.01.11 - 10:59 Uhr

huhu

mein sohn ist grad 2 geworden und soll für 3 tage in eine Kindergarten vorgruppe.

eigentlich hat er schon einen platz in einem evangel. kiga.

aber nun habe ich von der gruppe im waldkiga gehört.und bin nun am überlegen...

was haltet ihr von waldkiga?
und woher weiß ich dass meinem sohn das auf dauer gefällt immer draußen zu sein?
an einem probetag kann man das wohl nicht rausfinden oder?

habt ihr da erfahrungen

würd mich freuen

Beitrag von marjatta 12.01.11 - 11:04 Uhr

Ich denke, dass ich so eine Entscheidung von seinem Bewegungsdrang abhängig machen würde. Die Kleinen sind dort meist viel zu Fuß unterwegs und entdecken die Welt eben durch die Natur.

Wenn ich so eine Alternative hätte, würde ich sie wohl gerne nutzen, allein schon, weil sie viel an der frischen Luft sind. Hab mangels solcher Alternative den Kiga ausgesucht, wo sie besonders viel draußen sind und einen guten Spielplatz haben. Im Winter ist es halt blöd, wenn es so kalt ist, wie jetzt im Dezember.

Gruß
marjatta

Beitrag von marlene75 12.01.11 - 11:07 Uhr

Hi! Ich hätte das sofort gemacht, war aber wegen der Öffnungszeiten nicht möglich. Wenn es zu kalt ist oder regnet haben sie einen Bauwagen öä und ganz ehrlich: mein Sohn liebt seinen Kiga und trotzdem will er an manchen Tagen nicht hin - das geht Dir da so wie dort.
ich würd's machen....

Beitrag von rmwib 12.01.11 - 11:11 Uhr

HUHU

wissen muss man es natürlich selber, mir gefällt das nicht mit so einem Waldkindergarten #schwitz.

GLG

Beitrag von bine3002 12.01.11 - 11:13 Uhr

1. Du wirst nie sicher wissen, dass deinem Sohn der ausgesuchte Kindergartenplatz immer gefällt. Aber ein Kindergarten muss ja auch nicht immer gefallen, manchmal ist e gut, wenn etwas nicht gefällt und man trotzdem damit umgehen muss. Wichtig ist dabei nur die Begleitung der Erzieherinnen und deswegen sind die auch der wichtigste Faktor: Vertraust Du ihnen, teilen sie deine Ansichten usw.

2. Draussen zu sein ist für Kinder weit weniger "schlimm" als wir es manchmal annehmen. Mit der richtigen Kleidung friert auch eine Frostbeule nicht. Außerdem gibt es einige Tricks wie Tee und Taschenwärmer und die Kinder machen an kalten Tagen auch vermehrt Bewegungsspiele, fahren Schlitten usw. Die frieren wirklich nicht.

3. Ein Waldkindergarten ist toll. Viel frische Luft, viel Bewegung und wilde Kinder können sich richtig austoben. Es gibt sehr viel weniger sog. "Problemkinder". Na ja und die doofen Argumente, dass Waldkinder ja auch mal in die Schule müssen... sind wirklich doof. Meine Tochter macht in ihrem Kindergarten sehr vieles, was andere auch machen. Nur macht sie es eben draussen. Sie malt auf einem Baumstumpf, sie spielt mit Naturmaterialien, sie baut Hütten, sie benutzt Werkzeug (Säge, Hammer usw.), sie baut Brücken, sie klettert am Seil oder benutzt es als Schaukel, es gibt Bewegungs- und Fingerspiele, sie singen, haben einen Morgen- und Schlusskreis. Bücher, Schere und Kleber sind immer dabei. Sie machen längere Spaziergänge oder halten sich an ihren Waldplätzen auf. Das ist das z. B. die Lehmgrube bei Regen oder der Bachplatz im Sommer oder das Walddorf mit selbstgenbauten Hütten usw. Und weil das noch nicht reicht, gibt es für unsere Waldkinder sogar noch ein festes Haus mit einem Gruppenraum, Bauecke, Ruheraum, Küche, Bad und Garderobe, wo wir sie morgens abgeben und mittags wieder abholen. Dort gibt es auch Mittagessen. Manchmal sind die Kinder im "Stadthaus", dem die Waldgruppe angehört. Das gefällt den Kids gar nicht und sie sind danach immer total aufgedreht.

Ich würde meine Tochter immer wieder in einen Waldkindergarten geben.

Beitrag von lissycat 12.01.11 - 11:52 Uhr

Hallo,

also unser kleiner soll auch in den waldkindergarten - und ich glaub schon, daß ihm das gefällt immer draußen zu sein. die kinder fühlen sich da einfach freier und sie genießen die freiheit.

unserer ist sowieso so ein richtiges draussen-kind, er steht morgens auf und will schon raus, egal welches wetter. ich denke, das liegt in unserer natur, daß wir uns draußen wohl fühlen, wir werden nur zu drinnen-menschen erzogen oder erziehen uns aus faulheit selber dazu.

und wenn sehr schlechtes wetter ist, dann sind die kinder normalerweise eh drinnen, unser waldkindergarten hat da einen bauwagen, in dem die kinder basteln usw. können.

außerdem werden die kinder im waldkindergarten nicht so kirchlich erzogen - ich weiß ja nicht wie du dazu stehst, sodern lernen mit der natur zu leben.

ich hoffe dir bei der entscheidung ein wenig geholfen zu haben

viele grüße;-)

Beitrag von derhimmelmusswarten 12.01.11 - 12:00 Uhr

Für mich wäre das nix, da ich dauernd Angst hätte, dass meine Tochter sich erkältet etc. Es kommt ganz auf dein Kind an. Der Sohn meiner Freundin, der auf einem Bauernhof groß wird, wäre sicher begeistert.

Beitrag von bine3002 12.01.11 - 12:45 Uhr

Der "Krankenstand" ist im Waldkindergarten genauso hoch wie in jedem anderen Kindergarten. Meine Tochter war im ersten Jahr genau 4 Tage krank. Im 2. Jahr war sie wirklich häufiger erkältet, allerdings ging das allen Kindern im Umkreis so, offensichtlich handelete es sich einfach um einen sehr hartnäckigen Virus.

Beitrag von miamotte 12.01.11 - 12:17 Uhr

Hallo,

für meine Tochter wäre das auch nichts, sie kann es schon nicht leiden Barfuß durch´s Gras zu laufen (im Sommer natürlich) und mit dem Schnee hatte sie Anfangs auch so ihre Probleme. In der Kita in der sie ist gehen sie viel raus, eigentlich täglich wenigstens mal für einen Moment. Das tut ihr gut und gefällt ihr auch, aber ich bin mir fast sicher das sie einen Walkindergarten nicht so sehr mögen würde.

LG
Katharina

Beitrag von 2001-2004-2009 12.01.11 - 12:38 Uhr

Prinzipell ist es bestimmt ne alternatve, aber. Anfangs denke ich, sind die Kinder öfter krank. Sicher, sie gewöhnen sich dran, aber da brauch das eine Kind vielleicht 8 Wochen und ein anderes 6 Monate. Das wäre mir schon zu anstrengend und dann allein die Zeckengefahr. Das wäre mir auf dauer sicher das größte grauen.
In unserer Kita gehen sie auch viel raus. Aber am ANnfang legen sie die Mäuse eben auch hin, wenn sie nicht mehr können. Was machen die da in so ner KiTa???? Da muß doch die ganze Gruppe zusammen bleiben, oder? mir wäre es dann doch zu speziell, aber es gibt bestimmt ganz ganz ganz viele Mamas die das SOFORT machen würde.

LG

Beitrag von chipmunky 12.01.11 - 13:25 Uhr

also ich finde unseren Waldkindergarten super! Finja geht dort nun seit 1,5 Jahren hin und ist nach wie vor begeistert. Natürlich muss es auch mit den Erziehern stimmen.
Was das Kranksein angeht ist es bei uns so, dass die Kids deutlich seltener krank sind. Finja war vor dem KiGa ständig krank mit Bronchitis etc., seitdem sie da ist hatte sie 2x eine Bronchitis und das nur leicht #pro
Die Kids sind draußen, daher vermehren sich die Keime deutlich wneiger, die Frische Luft und die Bewegung härtet auch ab.
Sie sind wirklich viel in Bewegung, machen große Spaziergänge, aber nur so dass auch alle Kids mitkommen, wenn ein kind anfangs das noch nicht schafft, wird sich an das angepasst, außerdem können sie notfalls auch mal auf dem Bollerwagen der meist dabei ist ausruhen. Bei sehr kalten Temperaturen oder tagelangen Dauerregen haben sie einen Bauwagen und auch einen Raum im Kindergarten. Sie sind bis 13:00 draußen, danach gehts zum Mittag rein und dann wird bis 15 uhr gebastelt, gemalt oder getobt im Kindergarten.
Ich bin absoluter Befürworter, vorausgesetzt dein Kind ist gerne draußen ;-)