Versicherungsaufsichtsgesetz

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Beitrag von buasch30 12.01.11 - 11:51 Uhr

http://www.versicherungsgesetze.de/versicherungsaufsichtsgesetz/0089.htm

Interessant zu lesen, was aus den Sparguthaben und der Altersvorsorge mal werden könnte - nämlich Totalverlust! Und das ganze legalisiert von unserer Gesetzgebung. Die Aussichten in diesem Land werden immer toller.

Beitrag von zeitblom 12.01.11 - 12:30 Uhr

Stimmt! Pleiten sollten verboten werden, ebenso Ueberschwemmungen, Erdbeben und Sonnenuntergaenge....

Beitrag von buasch30 12.01.11 - 13:13 Uhr

Machst wohl gern den Pausenclown hier? Aber diese Rolle füllst du perfekt aus.

Beitrag von adalgisa 12.01.11 - 13:38 Uhr

Neee, jetzt willst Du doch nicht ernsthaft die Clowns beleidigen, oder? #schock

Beitrag von zeitblom 12.01.11 - 13:52 Uhr

ja, danke und voellig gratis....

Beitrag von adalgisa 12.01.11 - 13:36 Uhr

"Pleiten sollten verboten werden, ebenso Ueberschwemmungen, Erdbeben und Sonnenuntergaenge.... "

Überschwemmungen, Erdbeben und Sonnenuntergänge sind Naturphänomene, Pleiten hingegen wirtschaftlich oder durch Missmanagement bedingt #aha

Aber was werfe ich hier überhaupt Perlen ...

Beitrag von zeitblom 12.01.11 - 13:53 Uhr

wenn's wenigstens Perlen waeren....

Beitrag von adalgisa 12.01.11 - 16:31 Uhr

"wenn's wenigstens Perlen waeren.... "

Ab einem IQ von 30 aufwärts kann man Holzkugeln von Perlen unterscheiden...

Beitrag von .doctor-avalanche. 12.01.11 - 15:04 Uhr

Das Risiko hat jeder, der in irgendeiner Form Geld als Anlage in ein Unternehmen oder deren Leistungen steckt, dass diese Unternehmen eben auch pleite gehen können.

Das ist bedauerlich für den Betroffenen aber das Leben ist leider kein Tanzpalast.

Beitrag von buasch30 12.01.11 - 16:10 Uhr

Hiermit wird Banken und Versicherungen ein Freibrief erteilt, eingezahlte Kundengelder, die überwiegend als Altersvorsorge gedacht sind, in riskanten Spekulationsgeschäften zu verzocken - notfalls bis zum Totalverlust. Und der Gesetzgeber hält dabei schützend seine Hand darüber und legalisiert das auch noch. Sicher, jetzt kommst du und sagst, dann mach doch solche Anlagen nicht. Hab ich aber nicht gewußt, als ich vor 20 Jahren meine Altersvorsorge in gutem Glauben abgeschlossen habe, das diese nun, seit es diesen Paragraph 89 gibt, ganz legal verzockt werden kann. Und was den Rückkaufwert bei einer Kündigung betrifft, brauch ich dir wohl auch nicht zu sagen. Da gibts ein Urteil des BGH, welches den Versicherungen das Recht zuspricht, nur die Hälfte des eingezahlten Kapitals auszahlen zu müssen. Dieses Urteil wäre auch sehr diskussionswürdig. Du sagts, das ist Risiko. Ich sage, so eine Gesetzgebung hat mit einem Rechtsstaat nicht mehr viel zu tun.

Beitrag von .doctor-avalanche. 12.01.11 - 16:50 Uhr

Keiner zwingt dich zu dieser Form der Geldanlage. Du verlangst 100% Sicherheit und das auch noch zu einem guten Zins.

Wenn Du mehr Sicherheit willst, leg Dein Geld in Bundesanleihen an oder pack es auf ein Sparbuch. Wenn Deine Verträge 20 jahre alt sind, bekommst du auch deine EInlage plus der bisherigen Zinsen raus und kannst umschichten auch sicherere Anlagen.

Das mit dem Rückkaufswert gab es schon immer und ist sogar vor einigen Jahren etwas verbraucherfreundlicher gestaltet worden als man gesetzlich festgelegt hat, dass die versicherer auch bei wenigen Jahren Laufzeit einen Mindestsatz an Auszahlung gewährleisten müssen. Vorher hat du z:B in den ersten 5 oder 6 jahren wenig bis gar nix bekommen, wenn du eine kapitallebensversicherung gekündigt hast

Ich finde zwar manches auch nicht in dem Sinne "gerecht", nur, wenn jetzt jede Geldanlage staatlich abgesichert sein soll, wo kämen wir dahin?

Ich fand es schon reichlich zweifelhaft, dass Merkel und Steinbrück seinerzeit deutsche Sparer, die in isländsichen Geldhäusern ihr geld hatten, nach deren Pleite, eine Garantie der Einlagen gegeben hat. Warum soll ich als Steuerzahler dafür aufkommen?

Beitrag von buasch30 12.01.11 - 17:29 Uhr

Wir reden aneinander vorbei. Mir geht es in keiner Weise darum, das der Steuerzahler für meine Versicherung aufkommen soll oder das sie staatlich abgesichert werden soll. Wo hab ich das verlangt?
Sondern einzig und allein darum, das mit meinen Einlagen seriös gewirtschaftet wird. Dies sollte in einem Gesetz festgelegt werden, aber hier läuft es genau anders rum.
Wenn du es bereits als Erfolg siehst, das der Anleger nach 5 Jahren einige Peanuts rausbekommt - womit begründest du das? Für mich ist das Diebstahl.

Beitrag von flitzkacke 12.01.11 - 21:04 Uhr

Was genau definieren wir denn als "seriös gewirtschaftet"?
Wenn aus deiner Einlage nichts verschwindet, oder möchtest du auch noch Rendite und wenn ja, wieviel?

Beitrag von buasch30 13.01.11 - 08:33 Uhr

Lies dir den Link im Ausgangsthread nochmal durch. Vielleicht kapierst du dann, was gemeint ist.
Es geht nicht darum, ob ich 2 % im Plus oder 5 % im Minus bin. Es geht einzig und allein darum, das die Versicherung die Auszahlung verweigern kann. Im Klartext: Du hast keinen Anspruch darauf, irgendwas von deinen eingezahlten Einlagen zurück zu bekommen. Die Einzahlungspflicht bleibt davon unberührt.

Beitrag von .doctor-avalanche. 13.01.11 - 09:22 Uhr

Sorry, aber so habe ich den Paragraphen nicht verstanden. Vielmehr verstehe ich ihn dahingehend, dass Versicherungsunternehmen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten unter Behördenaufsicht temporär ihre Auszahlungen beschränken.

Dass Du generell einen Auszahlungsanspruch Deiner Einlagen verlierst, davon lese ich da nichts. Außerdem entscheiden das die betroffenen Unternehmen nicht nach Ihrem Gusto.

BTW: hast Du denn nun endlich Deine Lebensversicherung gekündigt und Dich nach etwas sichereren Anlagequellen erkundigt?

Beitrag von zeitblom 14.01.11 - 12:33 Uhr

"Du hast keinen Anspruch darauf, irgendwas von deinen eingezahlten Einlagen zurück zu bekommen"

Waer doch auch voellig ok: Kapitalisten gehoeren enteignet!

Beitrag von zeitblom 12.01.11 - 16:58 Uhr

Nenne mir bitte eine Anlageform, die nicht als "riskantes Spekulationsgeschäft" disqualifiziert werden kann.

So wie Du moeglicherweise einen Anlagefehler begangen hast, so werden auch andere Fehler begehen, zumal keiner die beruehmte Glaskugel hat. Aber die "verzocken"!? Die Zeit, die der Normalverbraucher sich nimmt, um ueber seine Geldentscheidungen nachzudenken und zu informieren, ist in der Regel geringer, als bei der Wahl des neuen Fernsehers.

Im uebrigen scheint mir Clown das Gesetz gerade eher zum Anlegerschutz da zu sein, naemlich um Massnahmen treffen zu koennen, bevor der Zug voellig gegen die Wand gekracht ist.

Beitrag von buasch30 12.01.11 - 17:30 Uhr

Wenn das Gesetz für dich dem Anlegerschutz dient, dann fasse das mit dem Clown bitte ab sofort als Lob auf.

Beitrag von adalgisa 12.01.11 - 18:30 Uhr

#rofl

Herrlich!#huepf

Beitrag von adalgisa 12.01.11 - 16:33 Uhr

Wo Du Recht hast, hast Du aber auch wirklich Recht...

;-)