Nackenfaltenmessung pro und contra...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sonnen.kind.79 12.01.11 - 18:47 Uhr

mein FA hat mich aufgefordert, mir gedanken zu machen, ob ich die nackenfaltenmessung machen lassen möchte oder nicht. für mich steht aber fest, dass ich das kind so annehme, wie es kommen möchte. trotzdem bin ich natürlich jetzt ein wenig unsicher... #gruebel

Wie habt ihr das gemacht? Wie steht ihr dazu?

Vielen Dank für eure hilfe
#liebdrueck

Beitrag von klonoa25 12.01.11 - 18:48 Uhr

Wenn du dir ja eigentlich sichefr bist das du das Kind animmst egal wie es kommt, dann brauchst du auch keine NFM zu machen, denn dann wäre es ja rausgeschmissenens Geld.

Beitrag von angeldragon 12.01.11 - 18:51 Uhr

näää hätte mein baby auch geliebt egal wie

aber wen du bescheid weißt kannst du dich gegebenenfalls auf die krankheit vorbereiten und die ärzte wissen nach der geburt sofort wie sie mit dem kleinen umgehen müssen um ihm ein bestmöglichen start ins leben zu garantieren #winke#winke#winke

Beitrag von johanna71 12.01.11 - 19:06 Uhr

Naja, hauptsächlich geht es bei der Berechnung um Trisomie 21, und darüber wissen die meisten Ärzte schon einigermaßen Bescheid:-).

Beitrag von tonip34 12.01.11 - 19:22 Uhr

Nicht nur 21, das waere wahrscheinlich noch eher eine gute Diagnose ...schlimmer ist 13 ...16..und diese Kinder haben eine ganz geringe CHnace ueberhaupt zu leben

Beitrag von johanna71 12.01.11 - 19:49 Uhr

Das stimmt natürlich.
Aber Kinder mit diesen Trisomien gehen meistens als Fehlgeburt ab oder werden wegen massiver Schäden im Ultraschall entdeckt.

Beitrag von tonip34 13.01.11 - 11:11 Uhr

Das stimmt, obwohl ich auch schon einige in der Praxis hatte die einige Monate gelebt haben..

Beitrag von honeybaer 12.01.11 - 18:54 Uhr

Hallo

Also ich hab die NFM am Montag machen lassen, nu hab ich aber auch schon eine FG hinter mir und würde die NFM immer wieder machen, denn sie tut nicht weh und hat kein Risiko außer das man vielleicht weitere Untersuchungen machen lassen muss, wenn die NF nicht so optimal ist..

LG

Beitrag von johanna71 12.01.11 - 19:08 Uhr

...wobei die weiteren Untersuchungen aber durchaus ein Risiko beinhalten, und nach Fehlgeburt erst recht.

Beitrag von meandco 12.01.11 - 18:56 Uhr

also wenn du das so siehst würd ich mir das geld eher für ne fd sparen.

obwohl laut meinem neuen zusatzarzt für sonderuntersuchungen in der ss ist es so, dass ne gut nf schon den großteil aller organschäden ausschließt. das gilt aber wirklich nur für die messung am us.

der bluttest ist ein wert der wahrscheinlichkeitsrechnung. damit wird ermittelt mit welcher wahrscheinlichkeit was nicht stimmen könnte. egal was das ergebnis ist, du kannst dich immer danach richten: wenn du mit einem fuß auf ner eingeschalteten herdplatte stehst und mit einem im gefrierschrank hast du statistisch gesehen warme füße ...

also meine entscheidung aufgrund der tatsache dass sich meine kinder sowieso immer austragen würde: nf messen ja, bluttest nein

lg
me

Beitrag von silas.mama 12.01.11 - 18:57 Uhr


Aus dem Grund habe ich es nicht machen lassen!

LG & alles Gute, Katrin.

Beitrag von martinchen85 12.01.11 - 18:57 Uhr

Wir wollten das Baby auf JEDEN Fall so annehmen wie es ist.
Haben daher die NFM nicht gemacht.
Denn das Ergebnist ist ja nicht 100% aussagekräftig.
Das Ergebnis könnte einem dann die SS über sehr verunsichern, obwohl das Baby vielleicht gesund ist.
Wir haben uns aber entschlossen, das Organscreening machen zu lassen, damit man einen eventuellen Herzfehler sehen könnte. Dann wären wir in ein anderes KH gegangen zum entbinden.

Es ist halt die Frage...wie geht man persönlich mit dem Ergebnis um.
Und das könnt nur ihr entscheiden, weil ihr euch am besten kennt.

Alles Gute!

Beitrag von daniel1012 12.01.11 - 19:00 Uhr

'Hallo sonnen.kind.79,

also ich habe sie bei beiden Kindern nicht machen lassen, aus dem einfachen Grunde:

Wir haben unsere Kinder mit Liebe gezeugt und sie sollten dann auch in Liebe aufwachsen dürfen. Egal ob gesund oder krank. Diese Entscheidung haben wir gemeinsam getroffen. Ich selbst habe eine körperliche Behinderung (Haut und Muskelerkrankung), kann aber laufen, denken (Schulabschluss FORQ und Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten), also warum sollte ich meinen Kindern keine Chance geben, auch wenn sie nicht gesund wären. Ich lebe mein Leben, laufe mit meinen Kinder durch den Wald, gehen auf den Spielplatz, gehen Schwimmen, alles was eine gesunde Mama auch macht, außer das i´net rennen kann, aber meine Kinder sind damit groß geworden und wissen das Mama nicht hinterher kommt. Dafür ist dann halt Papa zuständig. :-p.
Soweit ich mich erinnere, gibt diese Nackentranzparenzmessung nur auf Down-Syndrom eine Erkenntnis. Wäre dies dabei herausgekommen, hätte ich sie definitiv bekommen. Dies wäre für mich kein Grund gewesen mich anders zu entscheiden.

Anders sieht es da bei offenem Rücken oder ähnliches aus, wo Kinder echt stark mit dem Leben zu kämpfen hätten. Leider gibt es sowas im Leben.
Bei meiner Mutter war es damals so, sie verlor meinen Bruder dann aber in der 21 SSW. Er hätte aber nicht überlebt wenn er zeitgerecht geboren worden wäre. Der Körper und die Versorgung meiner Mutter hielten ihn bis zur 21 SSW am Leben.

Fakt, wenn du das Kind eh bekommen möchtest, würde ich diese Untersuchung nicht machen lassen, denn es würde dich nur verrückt machen die ganze SS über.

LG Nadine mit 2Kids gleich im Bett;-)

Beitrag von johanna71 12.01.11 - 19:04 Uhr

Ich finde, die Nackenfaltenmessung nur dann sinnvoll, wenn man bei einer Trisomie21 einen Abbruch möchte und bereit ist, die Entscheidung für oder gegen eine Fruchtwasseruntersuchung von einer Wahrscheinlichkeitsberechnung abhängig zu machen.

Wenn du dein Kind eh bekommen willst, dann spar dir lieber die Wahrscheinlichkeitsangabe.

Beitrag von mitinaxxx 12.01.11 - 19:05 Uhr

Hallo,
da ich in meiner nächsten Familie 3 geistig gehinderte Menschen habe und daher weiß, was das für eine Familie bedeuten kann habe ich die NFM machen lassen. Mein Arzt hat mir geraten mir im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, wie ich mit einer negativen Nachricht umgehen will.
Da ich seit meiner Kindheit fast täglich mit meinen behinderten Familienmitgliedern und deren Familien zu tun habe, war für mich ganz klar, dass ich den Hut davor ziehen, wenn sich jemand bewusst FÜR ein behindertes Kind entscheidet aber dass ich für mich und meine Familie dies auf keinen Fall möchte. Daher hätte ich ein Kind abgetrieben, wenn es eine Behinderung gehabt hätte!

Beitrag von anyca 12.01.11 - 19:19 Uhr

Wenn Du das Kind so nehmen willst, wie es ist, ist die NFM überflüssig. Ich habe sie in beiden Schwangerschaften nicht machen lassen.

Beitrag von neomadra 12.01.11 - 19:23 Uhr

ich hab sie machen lassen und würde es immer wieder tun.

muss ganz ehrlich gestehen, dass ich die argumentation "ich habs nicht machen lassen weil ich mein kind auch angenommen hätte, wenn es krank gewesen wäre" nicht ganz verstehe.

ich hätte auch nicht abgebrochen wenn bei der nfm etwas negatives bei rumgekommen wäre - und wollte sie trotzdem machen lassen.

ich sehe den sinnzusammenhang nicht.
ich kann doch auch einfach wissen wollen, was los ist - und mich dann ggf drauf vorbereiten.

allerdings ist es schon so, wie viele sagen: die nfm und die dazugehörige blutanalyse gibt nur eine wahrscheinlichkeit an.
jedoch konnte bei mir durch diese untersuchung trisomie 13 und 18 ausgeschlossen werden, da dann - laut dem arzt - organschäden hätten festgestellt werden müssen. das ist natürlich eine beruhigende sache.

ich fand die nfm sehr spannend, ein langer, ausführlicher ultraschall - der wesentlich besser war als beim gyn - inkl organscreening, vielen erklärungen und informationen. alleine schon dafür hat es sich gelohnt :-)

aber es ist immer ansichtssache - die nfm ist keine notwendigkeit, sondern eine subjektive entscheidung.

Beitrag von johanna71 12.01.11 - 19:44 Uhr

Für mich liegt der Sinnzusammenhang da, dass man sich ja doch sehr große Sorgen macht und Angst hat, wenn man ein schlechtes Ergebnis bekommt; auch wenn man ein behindertes Kind akzeptieren würde, gewünscht hat man sich ja doch ein gesundes.

Manchmal wird man diese Ängste nur los, wenn man hinterher eine Fruchwasseruntersuchung machen lässt. Und die hat immerhin ein etwa 0,5%iges Risiko einer FG. Ob sich das lohnt, wenn man das Kind eigentlich auf jeden Fall behalten wollte?

Und das andere Problem ist, sollte bei der FU eine Trisomie21 rauskommen, steht man eben doch vor der Entscheidung, was man weiter macht; locker "jetzt bereite ich mich mal vor" sagt sich da auch eventuell nicht so leicht.

Mir jedenfalls hätte es keine Vorteile gebracht, wenn ich es vorher gewusst hätte.
Dass du ein gutes Ergebnis bekommen hast, ist natürlich klasse:-).

Beitrag von anyca 12.01.11 - 20:33 Uhr

"ich sehe den sinnzusammenhang nicht.
ich kann doch auch einfach wissen wollen, was los ist - und mich dann ggf drauf vorbereiten. "

Mit einer Wahrscheinlichkeit alleine kannst Du Dich aber auf gar nichts vorbereiten - und mit einer Fruchtwasseruntersuchung gehst Du ein Fehlgeburtsrisiko ein.

Beitrag von marika333 12.01.11 - 19:29 Uhr

Haben uns auch GEGEN die Messung entschieden,weil bei uns auch feststand-egal was dabei rauskommen würde-wir bekommen das Kind!

Also,wenn deine Einstellung ähnlich ist dann lass es!#winke

Man macht sich nacher nur unnötig Sorgen,wie ja meine Vorrdnerinnen hier auch schon gesagt haben...ist ja auch nur n TREND der da abgegeben werden kann -100% sicher ist die Aussage ja auch nicht...

Alles Gute #klee

marika ET-4#verliebt

Beitrag von vubub 12.01.11 - 19:42 Uhr

Hi,

bei der Nackenfaltenmessung misst der FA die Nackenfalte mit dem Ultraschallgerät. Diesen Wert kann er dann in einer Tabelle ablesen und dir eine Wahrscheinlichkeit für eine Krankheit nennen, z. B. 1 von 800 Frauen mit diesem Wert hat ein krankes Kind zur Welt gebracht.
Und genau da lag für uns das Problem:

Wir wollten uns nicht aufgrund von einer Wahrscheinlichkeit verrückt machen. Was fängt man hinterher mit so einem Wert an? Trifft man daraufhin irgendeine Entscheidung? Wir waren uns einig darüber, dass wir es dann lieber gar nicht wissen wollen.

Viele Ärzte raten bei einem risikoreichen Wert dann zu einer Fruchtwasseruntersuchung. Während die Nackenfaltenmessung ja am Utraschallgerät gemacht wird und daher für das Ungeborene kein Risiko mit sich bringt, ist die Fruchtwasseruntersuchung mit einem Risiko verbunden. Soweit ich weiß, kann es dadurch zu einer Fehlgeburt kommen.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

LG, vubub

Beitrag von winter2010 12.01.11 - 19:49 Uhr

Wir haben uns ganz bewusst gegen die NFM entschieden. Ich und mein Mann sind der Meinung, dass wir nicht das Recht über Leben und Tod haben. Wir nehmen unser Baby so an, wie es ist. Schließlich ist unsere Liebe schon jetzt grenzenlos zu unserem absoluten Wunschbaby.

Jeder sollte es für sich entscheiden und mit den darausfolgenden Konsequenzen umgehen können.

Liebe Grüße Winterfrau mit #stern und Minimaus 12 SSW

Beitrag von gingerbun 12.01.11 - 21:04 Uhr

Da ich genauso denke wie Du hab ich mir das geschenkt. Ich hätte mit einem negativen Ergebnis nichts anfangen können, von daher..

Beitrag von sonnen.kind.79 16.01.11 - 17:31 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten und für's Erfahrungen-austauschen!!!!!! #aha

Werd die Nackenfatenmessung nicht machen lassen! Hab mich aber entschieden, dass ich das Organscreening machen lasse, um gegebenenfalls in einem anderen KH zu entbinden, falls es da irgendwelche Probleme zeigen würde - wovon wir ja nicht ausgehen!!!

Vielen Dank noch mal und alles Gute!!
#liebdrueck