Clomifen obwohl alles i.O.???

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Beitrag von gelb0101 12.01.11 - 19:01 Uhr

Hallo,

ich war heute bei meiner FÄ und die meinte, dass wir es demnächst mal mit Clomifen versuchen sollten. Jetzt bin ich etwas verwirrt, weil ich einen ganz normalen Zyklus (26-30) habe und auch so ziemlich in der Mitte (ZT 14-16) den ES, den ich auch merke.
Ich dachte, Hormone nimmt nur, um etwas zu regeln, dass nicht stimmt?!?

Achso, wir sind nun im mittlerweile 34. ÜZ, habe im letzten Nov. eine BS hinter mich gebracht (alles supi, nur ein bisschen Endometriose entfernt), SG von vor einem Jahr gut.

So, und jetzt kommt ihr. #winke Ich freu mich auf eure Erfahrungen und Meinungen! (So langsam hab ich keine Geduld mehr!)

Beitrag von muckel777 12.01.11 - 19:10 Uhr

Hm da kann ich auch nicht viel zu sagen.
Aber die Endometriose kann ja den Kinderwunsch beeinträchtigen. (Sterilität, schwierig schwanger zu werden) Hatte auch mal den Verdacht als mir der Blinddarm entfernt wurde durch die Bauchspiegelung. Was wurde denn dazu gesagt zu Deiner Endometriose?
Das Clomi ist ja zum Heranreifen der Eibläschen gedacht.
Ich habe das bekommen, da ich PCO (Polyzistisches Ovarsyndrom habe) und unregelmäßige Zyklen.
Frage doch mal genau deinen FA warum du dies bekommen sollst?

Lg

Beitrag von muckel777 12.01.11 - 19:14 Uhr

Habe Dir mal was rausgesucht, Achtung lang!!!

Die Behandlung mit Clomifentabletten
Wann werden Clomifentabletten eingesetzt?

Clomifen kommt im Rahmen einer Fruchtbarkeitsbehandlung zum Einsatz. Es ist häufig Teil der ovariellen Stimulationstherapie, die zum Beispiel beim PCO-Syndrom angewendet wird. Unter ovarieller Stimulationstherapie fasst man alle Behandlungsmethoden zusammen, bei denen Hormone verabreicht werden, um das Heranreifen von Eibläschen in den Eierstöcken und einen Eisprung stimulieren. Häufig folgt auf solch eine Stimulation eine Insemination (Samenübertragung).
Wie wirkt Clomifen?

Clomifen wirkt auf die Hirnanhangsdrüse ein und stimuliert diese, vermehrt LH und FSH zu produzieren. Die verstärkte Ausschüttung dieser Hormone soll dann den Eisprung auslösen. Wie genau Clomifen im Gehirn wirkt, ist noch nicht restlos aufgeklärt. Wahrscheinlich ist aber, dass in der Hirnanhangsdrüse die Rezeptoren für Östrogen blockiert werden. Weil die heranreifenden Eibläschen das - vermeintlich fehlende - Östrogen produzieren, wird vermehrt LH und FSH ausgeschüttet, um den Reifungsprozess zu beschleunigen und zu verstärken.
Ablauf der Behandlung

Der größte Vorteil einer Behandlung mit Clomifen ist die einfache Handhabung: Im Gegensatz zu vielen anderen Präparaten wird das Präparat als Tablette eingenommen; Spritzen sind nicht erforderlich.
Wann und wie beginnt die Behandlung?

In der ersten Zykluswoche, zwischen dem dritten und fünften Zyklustag, wird mit der Einnahme von Clomifen begonnen. Die genaue Dosis wird zuvor vom Arzt festgelegt, in der Regel wird täglich eine Tablette mit 25 bis 50 Milligramm eingenommen. In seltenen Fällen liegt die Dosis darüber.
Wie lange dauert die Behandlung?

Clomifen wird fünf Tage hintereinander eingenommen. Etwa eine Woche nach Einnahme der letzten Tablette sollte - bei Erfolg - der Eisprung einsetzen. Tritt er 20 Tage nach der Einnahme noch nicht auf, wird die nächste Regelblutung abgewartet oder ausgelöst und nach Beginn des nächsten Zyklus die Behandlung mit Clomifen fortgesetzt.

Während der Einnahme wird das Reifen der Eibläschen vom Arzt überwacht. Das geschieht durch mehrere Ultraschall-Untersuchungen zu Beginn und zum Ende der Einnahmezeit. Dadurch lässt sich die Menge der heranreifenden Eibläschen kontrollieren und die Clomifen-Dosis wird gegebenenfalls angepasst.

Ab dem zwölften Zyklustag wird außerdem alle zwei Tage eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt, um den Eisprung zu überprüfen. Nur so kann bestimmt werden, ob tatsächlich ein Eisprung stattfindet oder stattgefunden hat.

Der Körper reagiert sehr individuell und unterschiedlich, häufig auch von Zyklus zu Zyklus, auf Clomifen. Um die Wirksamkeit der Behandlung zu überprüfen, werden deshalb in jedem Einnahme-Intervall die Ultraschall-Untersuchungen durchgeführt. Außerdem erfolgt jedes Mal eine Blutuntersuchung, bei der die Hormonkonzentration im Blut genau bestimmt wird.

Beitrag von carlar 12.01.11 - 19:47 Uhr

Hallo,

also ganz ehrlich; im 34. ÜZ solltest du dich endlich an eine Kiwu-Klinik wenden. Da ist ein Frauenarzt definitiv überfordert. Und du tust dir nichts gutes, wenn du ohne Grund Clomifen oder andere Hormone nimmst. und dass dein arzt überfordert ist, merkt man ja schon daran, dass er dir das einfach so mal verschreiben will.

lg #winke

Beitrag von diekleene581 12.01.11 - 21:03 Uhr

hey... der FA will dir hormone geben und deinen zyklus etwas zu unterstützen. bei mir machen wir das auch gerade. ich kriege auch clomi und menopur in kombination, dann wird der ES ausgelöst. dadurch konnten wir einfach erreichen das ich diesen monat 2 tolle follis habe und damit natürlich die chance erhöhe schwanger zu werden. vlt sogar mit zwillis :-p das will sie bei dir denke ich auch machen.
trotzdem würde ich mich nach so langer zeit auch eher an eine kiwuklinik wenden. drück dir die daumen #winke

Beitrag von gelb0101 12.01.11 - 21:08 Uhr

Danke euch...
Na ja, sie sagte, dass es zur Unterstützung des ES sein soll. Wie auch immer das geht, wenn der ja regelmäßig stattfindet...

Ich habe auch abgelehnt, denn ich will mir und meinem Körper doch erstmal noch etwas Gutes tun. Ich habe durch einen netten Kontakt hier die Empfehlung für eine Osteopathin bekommen, die gerade eine Studie durchführt, inwiefern diese alternative Therapie etwas für den Kinderwunsch tun kann. Es gab wohl schon zahlreiche Erfolge. Na ja, wenn es da nicht klappt, habe ich mir auf jeden Fall mal Entspannung gegönnt und dann steht wohl doch als nächstes die Kiwu-Klinik an.

Ich werde eure Unterstützung wohl noch ein Weilchen brauchen. Aber manchmal bin ich echt verzweifelt nach der langen Zeit und könnte nur heulen. (Je nach Zyklusphase, das kennt ihr sicher ;-) )