Kinderbetreuungskosten absetzbar, wenn Betreuung durch Angehörige?

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Beitrag von mary31 12.01.11 - 19:02 Uhr

Hi,

mein Mann und ich sind beide berufstätig (ich in TZ) und unser großer Sohn (bald 4) geht in den Kindergarten die ganze Woche und der Kleine ( fast 2) zur Tagesmutter, aber nur wenn ich arbeite (also an 3 Tagen).

Meine Mutter (Rentnerin) übernimmt die "Randstundenbetreuung", d.h. sie unterstützt mich morgens (meine Eltern wohnen gegenüber) für mind. 1 Stunde und auch sehr oft mittags und nachmittags, nach Kindergarten und Tagesmutter oder bei außerplanmäßigen Arbeitseinsätzen.

Weil meine Eltern nur eine kleine Rente bekommen und ich finde, das die Betreuungsleistung meiner Mutter nicht unbedingt selbstverständlich ist, habe ich überlegt, offiziell mit ihr einen Vertrag über die Stunden zu machen, sie so zu vergüten wie die Tagesmutter und das "Gehalt" auch zu überweisen. Die Kinderbetreuungskosten möchte ich dann natürlich steuerlich geltend machen. Gedacht hatte ich an einen Betrag von 200 Euro für 40 Betreuungsstunden im Monat.

Meine Mutter ist allerdings keine ausgebildete Tagesmutter oder gelernte Erzieherin.

Geht das so? Natürlich würden meine Eltern das auch in ihrer Steuererklärung angeben müssen, das ist klar. Ich denke mal das doch viele Omas ihre Enkel mitbetreuen und sicherlich auch so mancher das nicht immer für selbstverständlich ansieht und umsonst macht....

LG Mary

Beitrag von kati543 12.01.11 - 21:29 Uhr

Ja, das geht. Aber deine Mutter hätte dann einen Minijob. Inwieweit sie dadurch Probleme mit ihrer Rente bekommt, weiß ich nicht. Du müsstest natürlich deine Mutter bei der Minijobzentrale anmelden und Krankenversicherung (13%), Rentenversicherung (15%) und Steuerpauschale (2% - sie wird das ja sicher über die Pauschale laufen lassen) zahlen. Das müsste weitaus mehr sein, als du in deiner Steuererklärung am Ende "sparst".
Nein, nicht alle Großeltern können ihre Enkel einfach so betreuen, weil meistens schon die Kraft fehlt. Die, die es (kostenlos) können, machen das aus Liebe zu ihrer Familie. Manche Großeltern werden sicherlich auch "bezahlt". Aber eigentlich sollte da ein besserer Weg gefunden werden, als dieser.
Also letztendlich mußt du das durchrechnen. Allermeistens ist es ein Nullsummenspiel - viel Papierkram und Arbeit und nichts kommt raus. Es gibt Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, dass deine Mutter das machen kann - z.B. musst du mit ihr einen richtigen Vertrag schließen.

Beitrag von inblack 12.01.11 - 22:36 Uhr

Vielleicht kannst du hier noch etwas entnehmen:
http://www.welt.de/finanzen/article1186264/Omas_Kinderbetreuung_ist_bares_Geld_wert.html