Beschäftigungsverbot-Mutterschutz ab 12ter Woche, Erziehungsgeld?

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Beitrag von 3.belly 12.01.11 - 19:14 Uhr

Hallo!

Ich arbeite in einem ambulanten Pflegedienst, bin momentan in der 10ten Woche und habe heute meine Schwangerschaft bekannt gegeben.

Meine Chefin meinte nun ich solle mich ab Februar für den Rest der Schwangerschaft krank schreiben lassen, da sie mich nicht mehr bei den Patienten einsetzen kann und darf wegen der Mutterschutz-Vorschriften.

Ich würde dann über die Krankenkasse mein "Gehalt" beziehen.

Wie wirkt sich aber dies auf das Erziehungsgeld aus, da ich ja 6 Monate vor der Geburt kein Gehalt sondern Krankengeld beziehe?

Und kann ich mich wirklich so einfach krank schreiben lassen oder gibt es sonst noch irgendwelche Konsequenzen welche mir jetzt im Moment gar nicht bewußt sind?

Ich bin jetzt total perplex und überrumpelt, da ich eigentlich damit gerechnet habe noch bis Anfang Juli zu arbeiten.
#gruebel

Wer kann mir helfen?!

Beitrag von ida-calotta 12.01.11 - 19:19 Uhr

Hallo!

Wenn du dich krank schreiben lässt bekommst du nach 6 Wochen nur noch Krankengeld und auch anhand dessen wird dein Elterngeld berechnet! Also Finger weg davon.
Wenn du in deinem Job nicht mehr arbeiten kannst/darfst muss in erster Linie dein AG dafür sorgen dir einen angemessen Arbeitsplatz zu beschaffen (z.B. nur noch Büroarbeit). Ansonsten bleibt dir nur der Gang zum FA und ihm deine Sorgen/Probleme schildern. Er kann dir ebenfalls ein BV aussprechen. Bei einem BV bekommst du dein GEhalt normal weiter.

LG Ida

Beitrag von zwillinge2005 12.01.11 - 19:24 Uhr

Hallo,

wenn Du nicht krank bist, lass Dich bitte auch nicht krank schreiben!

Wenn Dir Deine Chefin keinen Mutterschutz-Konformen Arbeitsplatz anbieten kann, muss sie Dir eine Beschäftigungsverbot ausprechen. Das Gehalt muss Sie Dir weiter bezahlen wie bisher, aber das bekommt SIE von der KK zurück.

Dann bleibt auch Dein Elterngeld unbeeinträchtigt.

Wirst Du SS-bedingt krank geschrieben, bleibt das Elterngeld auch unbeeinträchtigt (der Berechnungszeitraum verschiebt sich).

Du solltest aber ein BV bekommen durch den AG:

LG, Andrea

Beitrag von 3.belly 12.01.11 - 19:50 Uhr

Vielen lieben Dank für Eure Antworten!

Leider ist es in unserem kleinen, nur 8 Mann/Frau starken Betrieb nicht möglich mich im Büro einzusetzen und auch noch gleichzeitig eine Ersatzkraft für mich zu beschäftigen.

Mir liegt unsere Firma am Herzen, die aus einer tollen Chefin und super Kollegen besteht.


Krank bin ich nicht, auch wenn eine Frühschwangerschaft mit Job und 2 kleinen Kindern echt an die Substanz geht. Ich wäre bis zum Ende in die Arbeit gegangen!

Dann werd ich nun also mal meinen FA wg. Beschäftigungsverbot fragen.

Nochmals DANKE!

Beitrag von reddevil3003 12.01.11 - 21:27 Uhr

du brauchst ein Beschäftigungsverbot (kriegste vom frauenarzt), dann bekommst du auch das volle elterngeld.

Beitrag von susannea 12.01.11 - 22:23 Uhr

Definitv nciht krankschreiben lassen. Entweder sie oder der Arzt kann je nach Grund eine BV aussprechen, dann gibts normales Gehalt weiter und somit auch das Eltenrgeld in normaler Höhe!

Beitrag von sternschnuppe215 13.01.11 - 13:30 Uhr

Krankengeld wird NICHT beim Elterngeld angerechnet

Dein AG kann Dir BV aussprechen!!! oder dann der FA!

dann bekommst Dein Gehalt bis Ende Muschu vom AG, der bekommts 100% von KK erstattet (alles über U2 Umlage)