Ständig Sohn im Ehebett

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von blairwitch 12.01.11 - 20:48 Uhr


Hallo,

etwas stört mich und ich möchte mal wissen, wie andere das sehen: bei meinem Freund schläft ständig der 11jährige Sohn im Ehebett (außer wenn ich ab und zu da bin).

Kein Wunder, dass der Junge Schwierigkeiten mit Ein- oder Durchschlafen hat, wenn er in seinem Zimmer oder bei seiner Mutter am Wochenende schlafen soll. Ich finde es nicht normal und notwendig, ein 11jähriges Kind ständig im Ehebett zu haben. Nachts muss ja auch mal ein persönlicher Freiraum da sein.

Meine Kinder schlafen ja auch in ihren eigenen Betten, und das schon immer. Die sind auch keine emotionalen Krüppel geworden.

VG
P.

Beitrag von mamamia-1979 12.01.11 - 20:53 Uhr

Wow


Also ich gehöre nun echt zu den totalen Fb freund aber mit 11 Jahren das würde bei mir echt zu weit gehen. Ausnahmen bestätigen die regel. Hast du mal darüber mit ihm gesprochen?


Beitrag von blairwitch 12.01.11 - 20:58 Uhr


Ja, schon, es gibt auch einen Grund dafür: der Junge ist ein bisschen anders als andere - in der Schule hat man gesagt, er hätte autistische Züge.

Jedoch ist er schon so vernünftig um zu verstehen, was normal ist und was nicht und andere Regeln gelten ja auch und werden ernst genommen.

Ich habe mit meinem Freund darüber gesprochen. Er sagt, versteht mich, benötigt dafür jedoch Zeit - aber das geht schon 1,5 Jahre so. Ich will ihm auch nicht vorschreiben, was er macht, aber ich darf sagen, was ich meine, oder?

Gruß

Beitrag von nick71 12.01.11 - 22:35 Uhr

"Ich habe mit meinem Freund darüber gesprochen. Er sagt, versteht mich, benötigt dafür jedoch Zeit - aber das geht schon 1,5 Jahre so."

Das ist für mich ne Ausrede...offensichtlich ist dein Freund nicht recht gewillt, seinen Sohn umzuquartieren.

"Ich will ihm auch nicht vorschreiben, was er macht, aber ich darf sagen, was ich meine, oder?"

Das hast du doch schon oft genug getan. Meinst du, durch permanentes predigen wird sich was ändern?

Ich verstehe dein Problem auch nicht so wirklich. Es geht dir ja, wie du schreibst, nicht ums Kindeswohl, sondern um persönlichen Freiraum (so hast du dich zumindest ausgedrückt). Schreibst aber weiter, dass der Sohn eh nicht im Bett deines Freundes schläft, wenn du da bist. Warum stört es dich dann?

Beitrag von ayshe 13.01.11 - 08:36 Uhr

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Ich verstehe dein Problem auch nicht so wirklich. Es geht dir ja, wie du schreibst, nicht ums Kindeswohl, sondern um persönlichen Freiraum (so hast du dich zumindest ausgedrückt). Schreibst aber weiter, dass der Sohn eh nicht im Bett deines Freundes schläft, wenn du da bist. Warum stört es dich dann?
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Verstehe ich auch nicht.

Aber so wie es aussieht, akzeptiert der Junge ja doch, daß er eben NICHT dort schläft, wenn sie da ist.

Beitrag von ayshe 13.01.11 - 08:34 Uhr

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Ja, schon, es gibt auch einen Grund dafür: der Junge ist ein bisschen anders als andere - in der Schule hat man gesagt, er hätte autistische Züge.
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Vll sollte man dann dein "Problem" lieber mit einem Fachmann besprechen.

Auch wenn er andere Regeln akzeptiert, kann man ja nicht wissen, wie die Zurückweisung von nächtlicher Nähe sich auswirkt.

Beitrag von barebottom 12.01.11 - 20:58 Uhr

Hi du,

ich wohne alleine und meine Kinder schlafen selten bei mir, d.h. auf der anderen, leeren Seite des Ehebettes. Ich möchte das nicht, denn ich lese abends noch oder schaue fern im Bett. #hicks Außerdem haben die beiden ja ihre eigenen Betten.

Nur wenn einer der beiden krank ist, oder wenn einer der Jungs auswärts nächtigt erlaube ich das ausnahmsweise.

Ansonsten finde ich das nicht normal.

LG #blume

Beitrag von blairwitch 12.01.11 - 21:00 Uhr


Danke für Deine Antwort, so handhabe ich das auch und es klappt sehr gut.

Mein großer Sohn hätte das von sich aus schon abgelehnt, weil er es peinlich fände.#winke

Beitrag von barebottom 12.01.11 - 21:02 Uhr


Ja mein Großer ist 13 und der fände das sicher auch peinlich, falls das rauskäme.

Lg #blume

Beitrag von kutschelmutschel 12.01.11 - 21:03 Uhr

hui, is ja schon ganz schön krass #schock

meine beiden schlafen von anfang an schon in ihren eigenen betten und dabei bleibt es auch ;-)

ausnahmen gibt es nur, wenn eins der beiden bei oma schläft, dann darf das andere im geschwisterbett schlafen...oder bei mir :-D

Beitrag von blairwitch 12.01.11 - 21:12 Uhr


Ich danke Dir auch für Deine Meinung. #winke

LG
P.

Beitrag von AutistischeZüge 12.01.11 - 22:30 Uhr

Hm, du schreibst aber der Sohn hätte autistische Züge. Ist er in psychiatrischer Behandlung? Ist ja schon ein Sonderfall!! Autisten haben doch eher Probleme mit Nähe, oder? Hast du darüber mal mit deinem Freund gesprochen? Warum der Sohn das will? Von wem ging das aus? Oder hast du Angst, da stimmt was zwischen den beiden nicht?

Beitrag von mitti8 12.01.11 - 22:51 Uhr

Wenn er autistische Züge hat, heißt das nicht, dass er Autist ist. Da liegt noch einiges dazwischen. Der Sohn meiner Freundin hat auch autistische Züge. Er knuddelt gerne, auch mit mir. Wenn er mir zum Beispiel etwas zeigen will, setzt er sich dazu oft auf meinen Schoß, schmiegt sich ganz eng an mich und erklärt mir dabei das, was er mir zeigen wollte. Bei ihm zeigen sich die autistischen Züge zum Beispiel dadurch, dass er niemanden in die Augen schaut. Es kommt auch vor, dass er sich ganz dicht zu jemanden hin stellt, mit der Person zu sprechen beginnt, ihr während des ganzen Gesprächs jedoch nicht in die Augen sieht, sondern meist auf die Schulter, die Hände oder den Boden.

Beitrag von blairwitch 13.01.11 - 18:08 Uhr


Hallo Du,
ja er ist schon psychiatrisch untersucht worden und dann gibt es dieses Jahr einige Termine in einer speziellen Autistenbehörde. Aber der Junge hat Bedürfnis nach Körperkontakt, hat auch keine Scheu vor fremden Personen.

Was mich befremdet, ist diese extrem starke Vaterfixierung, die durch das Klammern und bestimmte Aussagen immer wieder deutlich wird. Das ist lt. meinem Freund schon so gewesen, als die Kindsmutter noch da war. Die Trennung ist jetzt 2 Jahre her und ich meine, man könnte das "im Ehebett schlafen" nun behutsam enden lassen, z. B. feste Tage einführen und ihn loben, wenn es allein geklappt hat. Das Problem ist, dass der Junge ja gar nicht mehr ohne Fernsehgeräusche, Licht und Selbstgespräche schlafen kann. Er läuft dann mehrmals nachts herum und ist praktisch die Nacht stundenlang hellwach.

Etwas stimmt doch da nicht, das ist für alle anstrengend.

VG
P.

Beitrag von susasummer 12.01.11 - 23:01 Uhr

Unsere 6jährige hat auch noch nicht besonders viel zeit in ihrem Bett verbracht.
Und wenn sie nicht bei uns schläft,liegt sie bei ihrem Bruder.Sie kann oder will absolut nicht alleine schlafen.Nur selten mal.
Mit 11 hoffe ich mal,das es vorbei ist.
lg Julia

Beitrag von tollelolle 13.01.11 - 07:08 Uhr

Ich weiß ja nicht, wie lange die Trennung deines Freundes von seiner Frau her ist. Vielleicht braucht der Junge das im Moment, ich meine die Nähe. Schon mal was von Verlustängsten gehört??? Als ich mich vor 7 Jahren von meinem Ex-Mann getrennt habe, schlief mein Sohnemann (damal auch 11) auch ne Zeit lang mit bei mir... hatte ja noch das Doppelbett. Das hörte dann nach einer Zeit wieder auf und er schlief wieder bei sich. Heut ist er 18 und es hat uns nicht geschadet...;-)

Beitrag von ayshe 13.01.11 - 08:32 Uhr

Hallo,

ich gehöre zu den FB-Befürwortern, meine Tochter schlief auch 4,5 Jahre bei uns, aber dann war es ihr genug.

Und das ist eben der Punkt.
Dieser 11-Jährige hat scheinbar keineswegs genug.
Ich kenne nur Kinder, die auch von selbst ausgezogen sind, alle so mit max. 4 Jahren.

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Ich finde es nicht normal und notwendig, ein 11jähriges Kind ständig im Ehebett zu haben.
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"Normal" finde ich es mit 11 auch nicht wirklich, eigentlich hätte er sich längst gelöst haben sollen.
"Notwendig" scheint es aber für ihn zu sein.

Ehrlich gesagt, gehe ich davon aus, daß er seine psychischen Gründen und Probleme, die ihn so klammern lassen.

Ich würde mir an eurer Stelle lieber Sorgen um ihn machen und der Sache auf den Grund gehen, es müssen Gründe da sein, vllt auch nur die Trennung der Eltern.