Wer braucht Mut zur natürlichen Abgang statt AS?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von laila1984 12.01.11 - 21:42 Uhr

HI,

Ich hatte eine MA und habe auf den natürlichen Abgang gewartet.

Wenn jemand auch vor hat das zu machen, kann ich weiter helfen..

Heutzutage geht fast jeder nach einer FG bzw Missed abortion zur AS.

Die wenigsten wissen dass es auch ohne geht..



lg Laila 9+3 SSW

Beitrag von laila1984 12.01.11 - 21:51 Uhr

ANtworten bitten per Mail,

bin nicht jeden TAg hier, und finde die Frage sonst nicht mehr.
Ich stelle hier die Frage, weil ich mir gewünscht hätte, dass ich während meiner FG jemanden gehabt hätte, der mir Mut zum Warten gegeben hätte...

lg

Beitrag von anja570 13.01.11 - 01:35 Uhr

Hallo,

ich hatte mehrere FG mit AS und eine natürliche FG.

Es gibt hier immer wieder Frauen, die nicht zur AS gehen.

Aber nicht jede Frau hat die Kraft zu warten und ihrem Körper zu vertrauen, viele möchten schnell abschließen und nicht jede FG ist ohne AS möglich.

Jede muss die Entscheidung für sich treffen und ihr muss es damit gutgehen.

LG
Anja

Beitrag von tammi04 13.01.11 - 10:13 Uhr

Hat das echt was mit Kraft zu tun? Manche müssen schlicht und einfach arbeiten und wollen nicht auf der Arbeit plötzlich tierisch losbluten.

Das war für mich der Grund zur AS.

Beitrag von tammi04 13.01.11 - 10:14 Uhr

PS: Sorry für die patzige Antwort, aber ich finde es echt unangemessen, anderen mangelnde Kraft und mangelnden Mut zu unterstellen.

Beitrag von birgitsp 13.01.11 - 10:28 Uhr

Du brauchst Dich nicht für Deine Antwort zu entschuldigen, sowas in der Art dachte ich mir auch.
Ich finde, es gibt keine 'bessere' oder 'schlechtere' Entscheidung, sondern jeder muss es für sich entscheiden, und dann ist es auch richtig so.

Und im übrigen, es gehört auch Mut dazu, sich für die AS bzw. Kürretage zu entscheiden.... und viel Kraft braucht man auch in jedem Fall...

LG
Birgit

Beitrag von anja570 13.01.11 - 14:11 Uhr

Ich habe hier niemandem mangelnde Kraft oder mangelnden Mut unterstellt, wenn die Entscheidung für die AS fällt.

Aber ich habe hier schon sehr oft gelesen:"Ich habe nicht die Kraft zu warten und will schnell abschließen".

Anhand Deiner Antwort lese ich aber, dass Du noch nie eine FG ohne AS hattest.
Ich kenne beide Varianten und weiß, wie eine natürliche FG abläuft.

Die meisten FÄ leisten halt ganze Aufklärungsarbeit im dramatisieren und sind sehr schnell mit einer Überweisung zur AS, aber nicht darüber, wie eine natürliche FG abläuft.
Wer sagt Dir denn, dass die Blutungen plötzlich am Tage auf Arbeit kommen und Dich überraschen?

Auch ich hatte mal eine FÄ, die alle Frauen sofort zu einer AS oder auch anderen OP´s drängt und nicht die Wahl lässt, alles nur sehr dramatisch darstellt. Sie war schon älter und hat es in ihrer Ausbildung nicht anders gelernt, selbst die OÄ im KH ließ mir die Wahl.
Für mich was das ein Grund zum wechseln, die neue FÄ ließ mir die Wahl und es trat nicht so ein, wie es von der anderen FÄ dargestellt wurde.

Die Blutungen treten meist in der Nacht ein, wenn man sowieso zu Hause ist und die Beschwerden bzw. Schmerzen waren ohne Schmerzmittel gut auszuhalten, nicht schlimmer wie bei der 1. FG, die ich davor mit AS hatte. Mir ging es nur 1 Tag richtig schlecht, danach besser.

Meine 2 letzten FG waren eine MA, da wurde von mehreren FÄ zur AS geraten und ich habe mir mehrere Meinungen eingeholt.
Ich bin aber nicht sicher, ob die letzte FG nicht auch ohne AS möglich gewesen wäre, sie lief anders ab, als die vorletzte FG.

Eine AS ist eine OP, die nicht ohne Risiken ist, das sollte dabei auch nicht vergessen werden. Mit der Narkose hatte ich keine Probleme, aber es können dabei Verletzungen der Gebärmutterschleimhaut passieren, die eine Einnistung erschweren und im schlimmsten Fall ist eine erneute SS überhaupt nicht mehr möglich.
Ich habe mir den Aufklärungsbogen sehr genau durchgelesen und Fragen dazu gestellt, nicht nur blind vertraut und sofort unterschrieben.

Beitrag von tammi04 13.01.11 - 15:11 Uhr

Hallo Anja,
niemand sagt mir, dass die Blutung plötzlich am Tag käme. Aber es sagt mir auch niemand, dass sie immer in der Nacht kommt. Es gibt genügend Fälle, in denen das nicht so ist. Ich pendle und bin jeden Tag an die elf Stunden unterwegs, Dienstreisen nicht eingerechnet - damit habe ich eine gute Chance, das die Blutung tagsüber beginnt.

Keine Sorge, ich habe mir den Aufklärungsbogen jedes Mal durchgelesen, und mein Frauenarzt hat mir die verschiedenen Möglichkeiten erläutert und mir die Wahl überlassen. Ich habe mich bewusst für eine AS entschieden. Auch der natürliche Weg hat seine Risiken (Entzündungen, Rückstände), und die scheinen mir größer. Auch auf diesem Weg kann es passieren, dass keine weiteren SS mehr möglich sind.

Die Natur macht leider auch nicht alles richtig. Sonst wären wir ja nicht hier.

Grüße, Tammi

Beitrag von anja570 13.01.11 - 15:22 Uhr

Hallo Tammi,

deshalb hatte ich 2 Wochen nach dem natürlichen Weg einen Kontroll-US, um nochmal zu kontrollieren, ob noch Rückstände da sind.
Sollte es dann welche geben, was mir nicht passiert ist, ist eine AS auf jeden Fall notwendig.

Nein die Natur macht nicht alles richtig und ich schrieb nicht umsonst, jede trifft die Entscheidung für sich und ihr muss es damit gutgehen.

LG
Anja

Beitrag von lieke 13.01.11 - 16:18 Uhr

Hallo,

man braucht nicht mal einen 11 Stunden Arbeitstag. Vor versammelter Mannschaft zu Hause beim Kochen plötzlich ne FG ist auch ganz schön blöd. Da kann man sich noch so viel Mühe geben, es vor den Kindern zu verbergen. Mal eben ne FG ist ja auch keine Routine, auch, wenn es nicht die erste ist.

Ich finde, man soll vor allem die Situationen nicht vergleichen. Der eine hat Angst vorm abwarten, der andere vor der Narkose. "mutig" wird dann schnell relativ. Kurzum, diese ganze Diskussion ist irgendwie sinnlos, auch wenn das Anliegen der TE sicherlich ein Gutes war. Es war unglücklich ausgedrückt, sollte aber einfach nur darauf hinweisen, dass nicht immer eine AS nötig ist.

Lg an alle,
Lieke

Beitrag von rachel07 13.01.11 - 10:33 Uhr

Ich hatte einen natürlichen Abgang. Mein FA hat mich dahingehend unterstützt. Allerdings hatte ich schon Blutungen und bekam Methergin zum Zusammenziehen der Gebärmutter.
Mir persönlich war es so auch lieber, so hatte ich Zeit, mich von der Schwangerschaft zu verabschieden und das Vertrauen in meinen Körper zu stärken. Ich brauchte das.

LG

Beitrag von sterretjie 13.01.11 - 10:51 Uhr

Ich muß sagen das ich persönlich froh war eine natürliche Abgang gehabt zu haben statt eine AS... aber es ging auch ohne AS. Allerdings muß ich sagen das ich nicht 11 Wochen darauf hätte warten können. Das hätte mich total zerstört. Von Anfang der Blutung bis zu Abgang verging bei mir 1,5 Wochen, länger hätte ich es wahrscheinlich auch nicht geschafft.

Allerdings finde ich sehr oft das FÄ uns zwingen zu einer AS ohne zu sagen das es auch ohne geht und daher finde ich es gut es hier mal anzusprechen.

So wissen wir das wir eventuell eine Wahl habe in diese unglaublich traurige und schwierige Zeit.

Lg Shani

Mit einem #stern im Herz und einem #ei im Bauch.

Beitrag von sonnenstrahl70 13.01.11 - 11:18 Uhr

Bei all meinen FG hatte ich einen natürlichen Abgang keine AS - es war auch immer alles abgegangen, so das im Nachhinein auch keine AS nötig war.

Im Nachhinein bin ich sehr froh darüber so entschieden zu haben - ich konnte für mich besser Abschied nehmen... und ich weiss nicht ob mein Körper 9 AS verkraftet hätte....

nun ist es mir doch noch möglich erneut wieder schwanger zu werden...
eine #kerze für all eure #stern

Beitrag von mausini74 13.01.11 - 14:56 Uhr

Hallo,

ich habe 4 Wochen auf einen natürlichen Abgang gewartet, weil ich ihn mir für mich und meinen Körper gewünscht hätte.

Leider passierte nichts. Es war defintiv eine MA = verhaltene Fehlgeburt. In der 12.Woche sah mein Baby im US noch genauso aus wie in der 8.Woche, als ich zum 1.Mal beim FA war. Es wäre wohl auch nicht mehr von selber abgegangen und so musste ich eine AS machen lassen. Es war sehr schlimm für mich, aber ich habe dann eingesehen, dass es nicht anders ging. Kann auch gefährlich werden, wenn man zulange wartet.

Die AS ist bei mir 1,5 Wochen her und ich bin noch sehr traurig. Das einzig gute an der AS ist, dass unser Baby beerdigt wird, das beruhigt mich sehr.

Liebe Grüsse,
mausini