41 Grad und der Arzt sagt, senken ist nicht unbedingt nötig, stimmts?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sally14 12.01.11 - 21:44 Uhr

Hallo,
meine Tochter hat seit Ende November Husten, zwischendurch mal ein paar Tage abends 38,2, immer gut drauf. Sie fünf verschiedene Hustensäfte in der Zeit vom Kinderarzt bekommen, der Husten ging nicht weg. Gestern morgen hatte sie dann plötzlich 38,0, wir wieder zum Kinderarzt und der sagte, dass ihr Ohr leicht rot wäre und jetzt müsse die Lunge geröngt werden.
War Gott sei Dank alles in Ordnung. Dann hat er ihr noch ein Antibiotikum verschrieben.
Ihr Fieber ging dann gestern mit Fieberzäpfchen Ibuprofen nur so bis knapp über 39.
Heute morgen hatte sie dann 38,6 und wir haben um 8.40 Uhr ein Ibuprofen-Zäpfchen gegeben, da sie um 13.30 Uhr Schüttelfrost bekam und schon mit dem Ohrthermometer 39,5 hatte und auch fantasierte, habe ich gleich wieder ein Zäpfchen gegeben, das war aber 1 Std. eher als ich durfte. Ich habe dann beim Arzt nachgefragt und man sagte mir, ich solle dann das nächste Zäpfchen drei Stunden später geben, weil nicht mehr als drei Zäpfchen am Tag gegeben werden dürfen.
SIe hatte 20 Min. nach dem Zäpfchen noch um die 40 Grad.

Das Fieber ging nur kurz runter und um 15.40 hatte sie schon wieder 40 Grad, ich habe dann bei der Notdienstärztin gefragt und man sagte mir, ich solle 200 mg Paracetamol geben, das hat erst nach einer Stunde gewirkt und unter 39,8 ging das Fieber nicht. Es war 18.30 Uhr, aber wir hätten erst um 23 Uhr wieder Ibuprofen geben könnten. Sie hatte im Po gemessen um die 40,2.

Wir sind dann mit ihr zum Krankenhaus gefahren, wo der Notdienst ist und der Arzt dort hielt uns einen längeren Vortrag über FIeber und das Fieber nicht gefährlich sei, auch nicht so sehr bei Fieberkrampfkindern. Wir könnten theoretisch einfach fiebern lassen, über 41 ginge das Fieber nicht, das würde der Körper selbst regulieren, es wäre aber auch kein Problem, ausnahmsweise 4 Zäpfchen Ibuprofen zu geben, wenn es nötig wäre und wir dann besser schlafen könnten. Er fand keine Entzündungszeichen bei ihr und machte auch den Bluttest, ob es eine bakterielle Infektion ist, der CAP war aber nur bei 13 und es liegt keine Entzündung vor. Er sagte, wir könnten dann das Antibiotikum absetzen.

Hat er mit allem Recht? Sie hatte vorhin wieder über 40 Grad Fieber und wir haben ihr noch ein Zäpfchen gegeben, aber ich bin unsicher, ob das richtig war.

Was meint ihr?

1? Kann man wirklich mehr als 3 Zäpfchen Ibuprofen 125 mg bei einer dreijährigen geben?

2) Ist Fieber wirklich ungefährlich? Im Internet findet man dazu ganz andere Aussagen

3) Wäre es besser das ANtibiotikum abzusetzen oder vorbeugend einzunehmen?

Vielen Dank für Eure Meinungen!!!
Sally

Beitrag von bienschenn 12.01.11 - 21:52 Uhr

Hatte sie schon das Dreitagefieber? Als mein kleiner
Mann es hatte, war es auch nicht wirklich zu senken,

Beitrag von janamausi 12.01.11 - 21:58 Uhr

Hallo,

meine Tochter hatte in dem Alter auch immer sehr hohes Fieber (41 Grad waren keine Seltenheit).

Wir haben dann wenn es nötig war Paracetamol und Ibuprofen im Wechsel gegeben und auch viel mit Wadenwickel (die helfen super bei hohem Fieber!) gemacht.

Probier es mal mit Wadenwickel, da bekommst Du gut das hohe Fieber runter und schaffst es die Fiebermittel nicht so häufig geben zu müssen. Auch mit viel trinken kriegt man das hohe Fieber runter.

Gerade bei Fieber um die 41 Grad finde ich Wadenwickel und viel trinken besser, weil da das Fieber schneller sinkt als irgendein Fiebermittel.

Wenn der Arzt durch Bluttest festgestellt hat, dass deine Tochter keine bakterielle Infektion hat, brauchst Du auch das Antibiotikum nicht geben. Das nützt dann gar nichts.

Gute Besserung
LG janamausi

Beitrag von sternchen7778 12.01.11 - 22:23 Uhr

Hallo,

bitte sei vorsichtig mit fiebersenkenden Medikamenten und Wadenwickeln in Kombination. Die können ruckzuck den Kreislauf der Kleinen zum zusammenbrechen bringen! Unsere Kinderklinik hat uns damals geraten, die Kleinen max. mit den Händen und Handgelenken in Wasser planschen zu lassen, das 1-2 Grad kühler wie die Körpertemperatur ist.

LG, #stern

Beitrag von zahnweh 12.01.11 - 22:06 Uhr

Hallo,

meine hatte kürzlich fast 40°C Fieber (39,9)

Unser Kinderarzt untersuchte sie und sagte folgendes:
- Fiebersenkendes erst mal weglassen.
- der Körper hat das Fieber als Schutz, um die Krankheit besser bekämpfen zu können
- das ständige rauf und runter durch die Senkenden Mittel schlauchen und stressen den Körper u.U. weit mehr, als sie helfen.

ich solle sie beobachten und bei ihr im Zimmer schlafen. Das Fieber selbst ist nicht gefährlich. Die Krankheit, die dahinter steckt schon eher.

Fiebermittel sollte ich nur dann geben, wenn das Fieber bei über 40,5 angekommen ist oder sie sich vom wesen her verändert. Sonst fiebern lassen und dabei bleiben.

4 Tage hat das hohe Fieber Zeit zu bleiben. Sollte sich am Morgen des 5.Tages es nicht von selbst gesunken sein, sollten wir unbedingt noch mal zum Feiertagsarzt gehen, da dann anzunehmen ist, dass es kein einfacher Virusinfekt, sondern was anderes der Auslöser ist.

Bei Wadenwickel warmes! Wasser verwenden. Bei 40°C Fieber sollte das Wasser mindestens 30°C oder mehr haben. alles andere sei für den Körper eine zu große Belastung.

Nach zwei Tagen 39,9°C stand sie morgens auf und war fit.

Von alten Geschichten meiner Großeltern/Großtanten, als es noch keinen Arzt in der Gegend gab, wurde Fieber oft ausgeschwitzt und mit diesem die Krankheit. Ja, es war einige male knapp - aber das lag nicht am Fieber, sondern an der Krankheit, die es ausgelöst hat.
Und als es später Fiebersenkende Mittel gab (jetzt bei den Enkeln) stellen sie immer wieder fest: wenn das Fieber gelassen wird, ist es oft schneller wieder weg, als mit Senkenden Mitteln. Aber zum Arzt gehen, um die URSACHE abklären zu lassen, sollte man schon.

Beitrag von germany 13.01.11 - 07:35 Uhr

Ich stimme dir voll und ganz zu!

Deine Kids werden dir später dankbar sein wegen ihres super immunsystems und dafür das ihr Körper ohne Medis ganz gut auskommt.

Das künstliche senken des Fiebers hat ja meist zur Folge das es sehr schnell wieder steigt und die Krankheit dauert tatsächlich länger und verläuft meist schwieriger als ohne Fieber, weil der Körper einfach keine Chance bekommt die Viren zu bekämpfen. Die vermehren sich dann lustig weiter und alles wird noch schlimmer.


Außerdem kann die dauerhafte Gabe von fiebersenkenden Mitteln zu Nieren-und Leberschäden führen.

Mein Kind hat nur 1 mal was gegen Fieber bekommen und das weil es ihm ri´chtig, richtig schlecht ging.


Und einmal bekam er ein Schmerzmittel wiel er schreckliche Ohrenschmerzen hatte.



Ansonsten lasse ich fiebern und das er Fieber hat ist selten. Er ist auch in 6 Jahren fast nie krank gewesen und ernsthaft krank sowieso noch nie.





lG germany

Beitrag von bienemaja1979 12.01.11 - 22:16 Uhr

#nananastop!!! NICHT das Antibiotikum absetzen! Der CRP ist bei 13(unter bereits erfolgter Antibiotikagabe) Ein CRP-Wert bis maximal 5 ist normal. Der Wert ist bei Deinem Kind also erhöht, ist zwar nicht mehr so hoch - aber Deine Tochter hatte ja auch schon Antibiotikum bekommen.

Also schön weitergeben!!!

Deine Tochter hat gerötete Ohren, also eine beginnende MOE. Wenn das Fieber so hoch bleibt, dann morgen lieber nochmal zum KIA, kann sein das das AB dann nicht richtig greift. Bakterienart bestimmen lassen! Und AB dann ggf. umstellen lassen.

LG
Maja

Beitrag von janamausi 12.01.11 - 22:21 Uhr

Hallo,

oh, ich hab ihr geraten das AB abzusetzen weil sie geschrieben hat, dass der CRP-Wert "nur" bei 13 liegt und keine Entzündung vorliegt. Daher bin ich davon ausgegangen, dass der Wert normal ist und nicht erhöht ist.

LG janamausi

Beitrag von bienemaja1979 12.01.11 - 22:42 Uhr

Hallo,
mir ging es letztens bei einem Wert von 19 so hundeelend-mit Fieber und Muskelschmerzen. Hab dan AB bekommen und nächsten Tag wurde es besser.

Bin Arzthelferin und komme aus der Chirurgie, Lungenfacharzt und jetzt Röntgenpraxis, da haben wir natürlich tgl mit Entzündungsprofilen zu tun gehabt.

Verstehe ich nicht, dass der Arzt ihr so etwas gesagt hat - aber seit ich meine Tochter habe und die in den letzten Monaten auch des öfteren mal krank war und ich deswegen auch öfter mal zur Notfallpraxis musste...da hab ich so einige schoten erlebt und wenn man nicht aus dem med. bereich kommt, dann glaubt man das natürlich.
meine tochter hatte z.b. eine lungenentzündung akut mit hoch fieber, schüttelfrost, erbrechen- im röntgenbild nachgewiesen und trotzdem sollte sie nicht auf lungenentzündung behandelt werden, usw.....

lg
maja

Beitrag von jenny133 12.01.11 - 22:50 Uhr

Hallo Sally

mit eurem speziellen Problem wegen der Krankheit würde ich nochmal einen anderen Arzt aufsuchen für eine Zweitmeinung. Also was die Medikamentierung betrifft.

Wegen dem Fieber im speziellen: Nico hat wenn er fiebert auch immer über 40 Grad. Tagsüber kontrolliere ich engmaschig und wenn er zum hohen Fieber schlapp ist und es weiter steigt gebe ich ab 40,5 Grad fiebersenkende Mittel. Bei uns helfen die Nurofen Zäpfchen am Besten - das klappt auch, wenn die Paracetamol nichts nützen.
Nachts senke ich ab 40 Grad weil ich da eben nicht alle halbe Stunde wecken möchte zum nachschauen.

Über 41 Grad Fiebern lassen würde ich ihn niemals. Ein normaler Körper kann das evtl. regulieren, aber bei manchen Menschen/Kindern kann das wirklich problematisch werden.

1.) Die Tagesdosis (egal welcher Tablette) und die Abstände würde ich nicht verändern, denn das könnte den Nieren der Kinder schaden
2.) hab ich ja schon weiter oben beantwortet
3.) Ich würde das Antibiotikum jetzt erstmal weiter geben, falls sich ihr Zustand morgen aber nicht bessert umgehend mit einem anderen Arzt nochmal Rücksprache halten!

LG und Gute Besserung!!!

Melanie (mit Nico 3 Jahre)