Ambulante Geburt

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von nozha 12.01.11 - 22:13 Uhr

Hallo ich interesiere mich für eine Ambulante Geburt.
Hat jemand damit Erfahrung gemacht??
Was muss man dafür für Voraussetzung haben??
Kann man das mit der Hebamme besprechen ( ist keine Beleghebamme)
oder sollte man das mit der FA besprechen??

Vielen lieben Dank schon mal Gute Nacht

Beitrag von anyca 12.01.11 - 22:26 Uhr

Du brauchst eine Nachsorgehebamme, die täglich ins Haus kommt, und am besten einen Kinderarzt, der zur U2 einen Hausbesuch macht.

Mit dem FA besprechen mußt Du da nichts, es entscheidet sich ja eh erst nach der Geburt, ob alles so glatt gelaufen ist, ob Du gleich heimkannst oder nicht.

Beitrag von mini-sumsum 13.01.11 - 09:03 Uhr

Hi,

ich hatte vor 4 Wochen eine ambulante Entbindung. Geplant war es von mir im voraus, aber man muss ja abwarten, wie die Geburt so verläuft und es allen hinterher geht. Von daher muss man das vorher mit niemandem absprechen.

Eine Nachsorgehebamme ist in meinen Augen wichtig, aber keine Voraussetzung für die ambulante Entbindung (ich hatte z.B. keine, ist aber auch mein zweites Kind).

Du solltest vorher nach einem Kinderarzt schauen, der die U2 macht (ca. 72 Std nach Geburt).

Ansonsten waren in meinem KH die Voraussetzungen: Kind ist munter, Mutter ist kreislaufstabil und hatte keine größeren Blutungen unter der Geburt und danach.

Bei uns lief alles sehr fix ab. Wir waren um 10:15 im KH, um 12:00 war mein Sohn auf der Welt, und um 16 Uhr saßen wir bereits wieder zu Hause.

Ich würd's immer wieder so machen; denn ich hasse diese KH-Atmosphäre.

LG
mini-sumsum + Großer (4,5) und Kleiner (1 Monat)

Beitrag von coco74 13.01.11 - 10:34 Uhr

Hallo,

"Du solltest vorher nach einem Kinderarzt schauen, der die U2 macht (ca. 72 Std nach Geburt)."

Die U2 ist zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag fällig und kann bei jedem x-beliebigem Kinderarzt gemacht werden. Sie muss also nicht direkt am dritten Lebenstag gemacht werden und wenn Du Dich fit genug fühlst, kannst Du auch selber hingehen. Einfach anrufen und einen Termin geben lassen! Bei uns jedenfalls gibt es so gut wie keine Kinderärzte, die Hausbesuche für die U2 machen.

LG
Corinna

Beitrag von yve1978mar1965 13.01.11 - 09:46 Uhr

Es gibt wie immer Vor und Nachteile!

Vorteil ist ganz klar das man die Krankenhausatmosphäre nicht hat wenn man die nicht mag und zu Hause ganz in Ruhe für sich sein muss.

Allerdings wäre ich persönlich mir beim ersten Kind zu unsicher gewesen, weiß jetzt nicht ob es dein erstes ist oder nicht!?

Meine Freundin bekam vor einigen Wochen ihr erstes Kind und wollte auch eine Ambulante Geburt. Ich riet ihr es davon abhängig zu machen wie es ihr nach der Geburt geht etc. Drei Stunden nach der Geburt ist sie heim gegangen, aber sie konnte sich kaum rühren und ihr Freund musste für ein paar Stunden weg (arbeitsmäßig). Also rief sie mich an und ich habe mich einige Stunden um den kleinen Wurm gekümmert. Sie konnte sich wie gesagt kaum rühren (Schmerzen vom Dammschnitt) und konnte so auch den Kleinen nicht alleine heben/tragen. Unsicher war sie auch was das Stillen anging was natürlich selten von Anfang an perfekt geht. Und das Wickeln haben weder ihr Mann noch sie hinbekommen. Abends kam dann die Hebamme, ohne wäre es sicher nicht gegangen da sie überhaupt nicht wussten was zu tun ist wenn der Wurm nicht an der Brust trinkt, darf er Wasser/Tee haben oder irgendwas?
Letztendlich haben sie es hinbekommen, aber optimal war es sicher für alle Beteiligten nicht.

Ambulante Geburt würde ich daher nur empfehlen wenn man Erfahrungen mit so kleinen Babys hat, eine Hebamme abrufbereit dasteht und vorher geklärt ist das man keinesfalls alleine zu Hause ist.

Beitrag von claerchen81 13.01.11 - 10:04 Uhr

Hi,

ich widerspreche da meiner Vorschreiberin. Beide Kinder (also auch das 1.) habe ich ambulant entbunden. Beide Geburten waren schnell und unkompliziert, die erste in einem "normalen" KH, die zweite mit Beleghebamme in einem etwas alternativen KH (eher Geburtshaus).

Man braucht eine Nachsorgehebamme, mE. immer. Hebammen sind nicht dazu da, einem das Wickeln, Baden o.ä. beizubringen, sonder nach der Gesundheit von Mutter & Kind zu schauen. Wegen meiner Blutgruppe war Gelbsucht ein Thema bei uns, ich hätte dafür nicht täglich zum Arzt stapfen mögen. Auch bei Stillproblemen sind sie meist die besseren Ansprechpartner.

Informiere dich über KiA´s, die für die U2 Hausbesuche machen und schau, dass der Fersenbluttest von der Hebamme durchgeführt werden kann (muss sie anbieten und der Kia muss es freigeben). Auch musst du dich drum kümmern, wo und wann du Hörtest und Ultraschall der Hüfte machen kannst. Viel wichtiger: suche dir genug Hilfskräfte für die erste Tage zuhause (dein Mann idealerweise) für Haushalt, Einkauf usw usf.

Ich bin kein Beispiel, aber da ich nach beiden Geburten sofort wieder rumgesprungen bin, brauchte ich kaum Hilfe. Auch hatte ich beim Thema Stillen keine ernsthaften Probleme (ich behaupte, gerade WEIL ich sofort zuhause war). Wenn du dich ernsthaft mit Geburt, Stillen und Wochenbett auseinandersetzt und eine kompetente Hebamme hast, ist es wirklich stressfreier zuhause. Wenn du jedoch lieber keinen GVK machen möchtest und auch sonst lieber vorher nichts wissen willst, dann bleib lieber im KH.

Allerdings ist das auch kein Garant, dass dir dort immer geholfen wird. Bei uns ist das lokale KH so überfüllt, dass man sich dort auch häufig selbst überlassen ist. Diese Situation gepaart mit Krankenhauskeimen ist wirklich schrecklich. Aber es gibt ja auch sehr kompetente und angenehme KHs.

Gruß, C.

Beitrag von minnie85 13.01.11 - 10:21 Uhr

Genau deiner Meinung - ich würde auch nie das Risiko eingehen, nur weil ich keine Nachsorgehebamme habe vielleicht eine Rückbildungsstörung nicht zu erkennen oder beim Kind wäre irgendwas - nee nee und es ist ja auch Kassenleistung.

Beitrag von diniii 13.01.11 - 12:40 Uhr

hallo,

ich wollte bei unserm 2. eine ambulante geburt - da er aber 3 wochen zu früh war, mussten wir einen tag da bleiben - war ich im nachhinein auch ganz froh drüber - freitag morgen um 2:15 ist er gekommen und ab 10 uhr ca hab ich die klooschüssel iwie nimmer los lassen können und fühlte mich hundeelend :-( keine ahnung was da war....

der erste kam auch freitags morgens (3.55) und samstags durften wir heim.

war ok

lg nadine

Beitrag von meram 13.01.11 - 12:56 Uhr

Hallo,
ich hab die Erfahrung grade hinter mir, auch beim ersten Kind. Wir waren 5 Stunden nach der Geburt wieder zuhause und ich fand es total toll!
Solche Sachen wie anlegen und Windeln wechseln bekommst du ja noch in der Klinik von den Hebammen dort gezeigt. Und spätestens am nächsten Tag ist die Nachsorgehebamme da und hilft bei eventuellen Unsicherheiten. Ich persönlich finde einfach zuhause ist man viel entspannter und kann sich viel mehr auf sein Kind einstellen als im KH, grade weil man nicht immer die Schwestern in der Hinterhand hat, die es vielleicht besser könnten. Voraussetzung ist natürlich ein Mann der bereit ist in den ersten Tagen komplett für dich da zu sein und den Haushalt zu schmeißen. Und eben eine gute Nachsorgehebamme der du vertraust und die im Zweifelsfall immer erreichbar ist.
Voraussetzung war von meinem KH aus eben auch eine Nachorgehebamme (aber die hast du ja anscheinend, mit der würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall mal darüber reden) und natürlich eine komplikationslose Geburt.
Ich bin nach wie vor total von meiner Entscheidung für eine ambulante Geburt überzeugt!
LG und eine wunderschöne Geburt
meram

Beitrag von woelkchen1 13.01.11 - 12:57 Uhr

Ich hatte eine ambulante Geburt, und es war so toll- im Gegenteil zur 1. Geburt.

3.45 Uhr kam die Maus, und 6 Uhr lagen wir wieder in unserem Bett und haben geschlafen. Mir ging es aber auch echt super, trotz Dammriss ect. hatte ich keinerlei Probleme (klar zwickt es, aber meine Güte...)

Du solltest schon jemanden haben der dich die ersten Tage unterstützt.

Meine Hebi ist täglich gekommen und hat geschaut, und beim Kinderarzt waren wir auch- die mußte nicht zu uns kommen.

Ich fand es super und würde freiwillig nie wieder im KH bleiben! Es war total relaxt, die Maus hat sich sehr schnell eingewöhnt zu Hause.

Beitrag von jule2801 13.01.11 - 15:38 Uhr

Hallo,

die Voraussetzung für eine ambulante Geburt sind, dass du gesund bist, dein Baby gesund und die meisten KH setzen vorraus, dass du eine Nachsorgehebamme hast.

Eine Überlegung wert ist sicherlich auch eine Beleghebamme (hatte ich bei meinen letzten beiden Kindern), da sie dich schon kennt und einfach gut einschätzen kann. Das kostet in der Regel allerdings einiges an Geld (das die Kasse nicht erstattet).

Das schöne ist, dass du dich erst nach der Geburt entscheiden musst, ob du nach Hause gehst oder nicht.

Meinen zweiten Sohn habe ich ambulant entbunden und es war prima! Bei meinem dritten Kind war ich so fertig nach der Geburt, dass ich nur noch schlafen wollte und wahrscheinlich hätte ich noch nicht mal den Weg bis zum Auto geschafft!

Alles Gute und lg
Jule!

Beitrag von cori0815 13.01.11 - 20:24 Uhr

hi nozha!

Du solltest es mit dem KH absprechen (es gibt KHs, die sich da ziemlich quer stellen und furchtbar auf die Frauen einreden, dass sie sich das doch nochmal überlegen sollen).

Außerdem solltest du dir rechtzeitig eine Nachsorge-Hebamme suchen und sie auch darüber in Kenntnis setzen, dass du vor hast, ambulant zu entbinden. Denn dann kann sie sich a) das zeitlich auch einrichten, am Anfang kommen die Nachsorgehebammen dann häufiger, auf jeden Fall täglich, manche sogar 2x täglich. Und b) gibt es vielleicht noch Dinge, die du besorgen musst für Zuhause.

Ich bin nach meiner ersten (nicht gerade unkomplizierten) Geburt am nächsten Morgen nach Hause gegangen, also fast ambulant. Ich habe es NUR gemacht, weil neben meinem Mann meine Mutter da war und für mich und das Baby da war und alles drumrum organisiert hat. Mein Mann wäre mit der Babypflege und Kochen usw. komplett überfordert gewesen. Und ich war (aus heutiger Sicht betrachtet) eigentlich nicht in der gesundheitlichen Verfassung, das KH schon so frühzeitig zu verlassen. Aber gut, das weiß man hinterher immer besser als vorher.

Wenn du also jemanden hättest, der im Haushalt dir und deinem Mann in der ersten Zeit unter die Arme greift (oder auch nur jemanden, der für euch kocht und Einkäufe macht), dann wäre das schon echt eine große Hilfe.

LG
cori

Beitrag von nozha 13.01.11 - 22:14 Uhr

Danke für eure Antworten

in 2 Wochen kommt meine Hebamme zu mir und dann werd ich das mal mir ihr besprechen.

Ich werde auch einfach sehen wie es mir nach der Geburt geht.
Meine Mom kommt auch, sie nimmt sich extra min.1 Woche Urlaub vielleicht sogar zwei.
Mein Mann ist auch da und wir haben liebe Nachbarn die auch mal einkaufen gehen würden.

Habe schon eine Tochter und ich fand es nicht soooo toll 3 tage im KH zu liegen deswegen auch dieser Gedanke.

Werde auch mit unseren Kinderarzt reden

Vielen lieben dank noch mal

Beitrag von -0815- 14.01.11 - 20:18 Uhr

1. 2x Gute
2. Im Krankenhaus bescheid sagen wenn man kommt.
3. In den meisten KH eine Nachsorgehebi haben



LG, 0815 mit 2 ambulaten geburten

Beitrag von mamabarbara 15.01.11 - 13:14 Uhr

Hallo,

ich hatte am 13.01.2011 eine Ambulante Geburt. Ich finde ich kann mich besser Zuhause erholen als im KH :D
Ich hatte am Abend vom 12.01.2011 Wehen bekommen, wir gingen ins KH und am 13.01.2011 so ca. um 01.00 Uhr ging es los .... um 06.25 Uhr des 13.01.2011 war der kleine da und ich verliess das KH am morgen vom 14.01.2011 also direkt 24 stunden nach der Geburt. Nun bin ich zuhause.
Voraussetzungen sind:
- es geht dir und deinem Baby gut
- eine Hebamme &' ein Arzt kommen zu dir nachhause... etc.
wenn du mich wirklich dafür interessiert wirst du noch ein Gespräch haben, mir hat man alles super erklärt. Auch gibt es tolle Seiten im Internet.... :D
Viel Glücl
Barbara :D