Hilft Ökotrophologe bei Nahrungsmittelunverträglichkeit? Bin am Ende!

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von wasserlilie 13.01.11 - 09:09 Uhr

Hallo,

ich bin momentan ziemlich verzweifelt! Mein Sohn (14) hat seit über 2 Jahren immer mehr mit Unverträglichkeiten zu kämpfen. Der momentane Stand ist eine Laktoseintolleranz, vermute auch Kuhmilch allgemein, da er auch laktosefrei Milch nicht verträgt, Fruktoseintolleranz, Weizen-, Reis-, Hefe-,Glutenunverträglichkeit.
Wir wandern von einem Arzt und Heilpraktiker, zum Anderen. Vor einiger Zeit bekam er eine Magen- u. Darmspiegelung. Morbus crohn, Zölliakie und Sprue wurde somit ausgeschlossen.
Er hat fast ständig Bauchschmerzen mit Durchfall, Übelkeit und auch meist immer etwas Temperatur dabei. Er hat auch einen massiven Zinkmangel.
Langsam komme ich an meine Grenzen, ständig ein krankes Kind zu haben. Er ist sehr untergewichtig und wiegt mit seinen 170cm nur 47 kg! Dann hat er wahnsinnig viele Fehltage in der Schule. Deswegen mußte er auch schon vom Gymnasium auf die Realschule gehen. Was ich aber auch begrüßte, da der zusätzliche Leistungsdruck doch geringer ist. Seinen Fussballsport mußte er aufgeben, da er bei starker körperlicher Anstrengung sofort mit Fieber flach liegt!

Die Ärzte meinen, in 2-3 Jahren wäre er sicherlich, wg. der Pupertät, stabiler!?
Das kann ich doch nicht einfach so hinnehmen, da muß es doch irgendwo Hilfe geben??!!

Jetzt habe ich gestern eine kleine Broschüre entdeckt, von "Ökotrophologen- Ernährungsberatung und Therapie"!
Hat hier jemand Erfahrung mit dieser Art der Therapie? Oder kann mir hier sonst jemand helfen, wie ich hier weiterkomme und meinen Sohn ernährungsbedingt zu unterstützen?

Über weitere Tipps und Empfehlungen wäre ich sehr, sehr dankbar#herzlich !

Herzlichst

Eni

Beitrag von katzenfutter 13.01.11 - 12:37 Uhr

Liebe Eni,

ich habe schon mal die Beratung bei einer Ökotrophologin in Anspruch genommen und das hat mir wirklich super geholfen.
Ich fand, sie kannte sich mit meinem speziellen Problem (Fruktosemalabsorption) weitaus besser aus als die Ärzte!

Daher würde ich sagen, probiert es auf jeden Fall mal aus.
Schaden wird es sicher nicht. Schliesslich handelt es sich hauptsächlich um Beratung, Besprechung welche Lebensmittel man essen kann, welche nicht, welche man ausprobieren kann, Führen von Listen, welche Lebensmittel vertragen wurden, etc.
Gerade das sorgfältige Führen von Listen hat mir sehr geholfen, obwohl ich eigentlich auch vor der Beratung schon gut informiert war.

Bei mir hat das übrigens die Krankenkasse (gesetzliche) übernommen.

Grüße vom katzenfutter

Beitrag von wasserlilie 14.01.11 - 08:41 Uhr

Hallo,

ganz lieben Dank für deine nette Antwort.

Habe gestern Abend schon mit einer sehr netten Ökotrophologin telefoniert. Sie schickt mir einen Fragebogen zu und wir müssen wie ein Protokoll, was Essen betrifft, führen. Dann wertet sie es aus und dann werden wir Besprechen wie wir vorgehen. Ein guter Pluspunkt ist wohl auch, daß die Dame in einer Kinderklinik arbeitet!

Herzliche Grüße

Eni

Beitrag von barzoli 13.01.11 - 13:39 Uhr

Hallo Eni,

ich versteh das nicht so ganz, Du schreibst, Dein SOhn hat eine Glutenunverträglichkeit aber Zöli und Sprue wurden ausgeschlossen?

Wurde Dein Sohn schonmal auf Histamnintoleranz und Candidabefall getestet?

Bei mir kamen die Intoleranzen alle Zusammen mit dem Candida.
Seitdem bin ich Lactose-Fructose-Sorbit und Histaminintolerant..... welch ein Spass......

Das Fieber finde ich komisch.... ich denke da würde ich nochmal nachschauen lassen. Evtl. mal in der Kinderklinik?

Grüsse
Barzo

Beitrag von wasserlilie 14.01.11 - 08:16 Uhr

Hallo Barzo,

es wurde ein IGE Test (mit Blut ) gemacht, da kam raus, daß er u.a., auf Gluten anspricht. Aber ich weiß, die IGE Tests sind etwas umstritten! Dann haben wir 1,5 Jahre den Darm saniert und aufgebaut. Candidabefall war nicht, aber die Schleimhaut mußte wieder aufgebaut werden. Er hatte damals auch einen sehr sarken Eisenmangel, das wir aber wieder alles hinbekommen haben. Über ein halbes Jahr hatte er damals Streptokokken im Blut. Erst das 3. Antibiotikum sprach an. Hatte Eiweiß im Urin, Herzrythmusstörungen und Zysten in einer Niere. Mein Sohn wurde von einem Arzt und Klinik (München) zur Anderen, rumgereicht. KEINER konnte den Herd oder Ursache finden. So fing damals eigentlich alles an!

Wg den Fieber, da haben wir schon sooooo eine Liste von Ärzten und Kliniken hinter uns. Ich sage dir, ich könnte ein Buch darüber schreiben, wie ratlos und teilweise unverschämt, diese Ärzte sind!
Eigentlich sind fast alle der Meinung, daß der Körper so überfordert ist, daß er mit Fieber reagiert. Er wurde auch schon 3mal auf Leukämie getestet! Aber wie es aussieht, kann man nichts greifbares finden. Auch die Ärzte vermuten nur!
Eigentlich kann ich froh sein, daß "nur" diese Intoleranz gefunden wurde!

Danke für deine Antwort und dir alles Gute!

Herzlichst

Eni

Beitrag von sassi31 13.01.11 - 16:31 Uhr

Hallo,

das er auch von laktosefreien Milchprodukten Beschwerden hat, muss nicht auf eine generelle Milchunverträglichkeit schließen. Ich bin laktoseintolerant und bei mir ist die Toleranzschwelle gleich Null, so das auch die Restlaktose in den Minus-L-Produkten noch Beschwerden verursacht.

Wenn die Magen- und Darmspiegelungen Zölliakie bzw. Sprue (was das Gleiche ist) ausschließt, kann er keine Glutenunverträglichkeit haben. Da passt doch irgendwas nicht ganz zusammen.

Vielleicht magst du mal bei www.libase. de schauen. Da sind viele Betroffene unterwegs, die dir sicher besser weiter helfen können, als die Urbia-Mitglieder.

LG
Sassi

Beitrag von wasserlilie 14.01.11 - 08:25 Uhr

Hallo Sassi,

lieben Dank für deine Antwort.

Das wußte ich nicht, daß in Minus-L- Produkten noch Restlaktose ist! Für mich ist diese Intoleranz noch fast völliges Neuland und muß mich da erst mal einarbeiten. Auf alle Fälle brauche ich professionelle Hilfe.

Die Glutenunverträglichkeit wurde durch einen IGE Test (Blut) gemacht und da war u. A. die Reaktion auf Gluten. Unser Arzt meint auch, diese Tests sind alle nicht 100 prozentig.......

Danke für den Link, werde mich da anmelden #danke

Alles Gute auch für dich.

Herzlichst

Eni

Beitrag von sassi31 14.01.11 - 14:24 Uhr

Hallo Eni,

bei den Minus-L Produkten bleibt etwas Restlaktose enthalten, weil man die wohl nicht komplett aufspalten kann. Die meisten Laktoseintoleranten kommen damit auch gut zurecht.

Ich sollte auch mal zur Blutentnahme wegen einer vermuteten Glutenunverträglichkeit. Da hatte mir der Arzt aber vorab gesagt, dass das kein entgültiges Ergebnis liefert und ich auf jeden Fall dann noch zur Magen- und Darmspiegelung müsste. Erst dann hätte man ein sicheres Ergebnis. Zum Glück hat sich rausgestellt, dass ich nur einen Virus hatte und so erfolgten die Untersuchungen dann garnicht mehr.

Ich wünsche euch alles Gute und drücke die Daumen, dass ihr eine Lösung für eure Probleme findet. So leidet die Lebensqualität doch sehr und ein 14-Jähriger sollte seine Jugend geniessen können (andere Menschen ihr Leben natürlich auch).

LG
Sassi

Beitrag von wasserlilie 14.01.11 - 20:23 Uhr

Hallo Sassi,

ich danke dir fürs Daumendrücken #herzlich

Habe mit der Ökotrophologin schon Kontakt aufgenommen. Sie macht einen sehr kompetenten Eindruck. Vor allem gefällt mir, daß sie in einer Kinderklinik arbeitet. Sie schickt mir Unterlagen zu, indem wir alles protokolieren müssen, wann und was mein Sohn ißt und wie sein Befinden ist. Eine gute Woche sollen wir das machen und dann wertet sie den Bogen aus und dann treffen wir uns zu einem Gesprächstermin. Ich erhoffe mir hier doch einiges an Hilfe. Vor allem fährt mein Sohn im März mit der Schule, für eine Woche, ins Skilager. Darf da garnicht daran denken wie es da mit dem Essen sein wird. Möchte ja auch nicht, daß er da am 2. Tag mit Bauchkrämpfe, Durchfall und womöglich mit Fieber im Bett liegt! Vielleicht sind wir bis dahin schon einen großen Schritt weiter.
Du weißt ja selber, so eine Intoleranz ist schon eine arge Belastung. Vor allem, bis man endlich mal drauf kommt! Ich wünsche mir nichts sehnlichster, als das mein Sohn wieder ein einigermaßen "normales" Leben leben kann! Es sind nur noch 2 Freunde die ihm geblieben sind, alle anderen haben sich "verabschiedet", da er ja immer nur krank war und keine Power mehr hatte..... Und in der Schule hat er auch Stress, da er fast keine Woche am Stück durchhält.
Oh je, jetzt habe ich dir ganz schön die Ohren vollgejammert #hicks

Wie lange hast du eigentlich schon die Intoleranz? Hat es lange gedauert, bis es bei dir entdeckt wurde? Hast du dich beraten lassen oder kommst du alleine damit klar?

Vielen Dank für deine nette Mail. Wünsche dir auch alles Gute!

Herzlichst

Eni

Beitrag von supermaus72 13.01.11 - 18:58 Uhr

Hallo,
also ich habe nun wirklich keine Ahnung, aber
ich würde bei meiner Krankenkasse anrufen und nach der nächsten Kliik mit einer Allergologie fragen. Die haben dort garantiert eigene Ernährungsberater für solche Fälle, die überigens natürlich auch Oecotrophologie studiert haben können.
Vielleicht hast Du ja auch eine Uniklinik in er Nähe wo Du direkt anrufen kannst.
Viel Erfolg und LG
Supermaus

Beitrag von wasserlilie 14.01.11 - 08:35 Uhr

Hallo Supermaus,

zuerst, vielen herzlichen Dank für deine nette Antwort.

Bin da echt dran und habe schon eine sehr sympatische Ökotrophologin ausfindig gemacht. Sie arbeitet sogar in einer Kinderklinik...... Hatte gestern Abend noch ein kurzes Telefongespräch mit ihr und habe ein sehr gutes Gefühl!

Für mich ist dies noch alles "Neuland" und momentan bin ich da richtiggehend überfordert.

Liebe Grüße

Eni

Beitrag von manja. 18.01.11 - 22:48 Uhr

Wenn ich das lese, kommt mir die Idee einer "zugrundeliegenden Erkrankung". Versuch mal, alles abchecken zu lassen. Meist machen das nur die Heilpraktiker, obwohl es medizinische Probleme sind. Mir fällt ein:
Helicobacter pylori im Magen
Candida im Darm (verursacht auch Zinkmangel)
Würmer
Übersäuerung (Nahrungsumstellung nötig)
oder eben Nahrungsmittelunverträglichkeit.
Alles Gute