Einzelfallhelfer - wie läfut das ab?

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von elofant 13.01.11 - 10:55 Uhr

Hallo liebe Leute1
Mein Sohn Stefan geht seit November 2010 in die Schule. Er soll nun einen Einzelfallhelfer bekommen.
Einen formlosen Antrag hab ich nun beim Sozialamt schon gestellt.

So, nun würde ich gern mal wissen, wie das dann nun weiter geht.
Kann man sich denjenigen "aussuchen", der das Kind dann in der Schule den ganzen Tag betreut? Wer hat Erfahrungen und kann mir was berichten?

Erstmal liebe Grüße von Elo.

Beitrag von krokolady 13.01.11 - 12:01 Uhr

also bei uns läuft das so, das hier meist nen Zivi gestellt wird. Unsere Schule für geistig Behinderte arbeitet eng mit der Lebenshilfe zusammen, und die haben auch immer viele Zivis.
Allerdings wird das ab dem Sommer etwas schwieriger, weil der Wehrdienst ja wegfällt - und somit wird es kaum noch Zivis geben denk ich mal.

Natürlich kannst Du _Dir auch selber einen Schulbegleiter besorgen......soweit ich weiss muss dieser aber über eine Institution laufen wie Lebenshilfe, ASB oder so......bin mir da aber nicht ganz sicher.
Frag doch einfach mal direkt bei der Schule nach wie die das sonst handhaben, oder erkundige Dich bei eurer zuständigen Lebenshilfe

Beitrag von elofant 13.01.11 - 13:57 Uhr

Also ein Zivi o. FSJ wirds nicht, soviel weiß ich schon.

Alerdings hab ich nächste Woche ein Elterngespräch in der Schule. Du hast Recht, da werd ich das Thema mal ansprechen. Wie ich heut gehört habe, wurde die Schule aufgefordert, ein Gutachten fürs Sozialamt zu erstellen.




Ich wünche mir für Stefan eine "Authoritäts-Person". Er braucht eine "straffe" Hand. Weißt hoffentlich, was ich meine. Eine zu lasche Handhabung spielt er im Nu aus!

Beitrag von krokolady 13.01.11 - 14:01 Uhr

Wie das läuft wenns eine fertig ausgebildete Kraft ist kann ich dir nicht sagen.
Bei schwerbehinderten Kindern ist ja manchmal eine Pflege-Fachkraft oder Kinderkrankenschwester erforderlich. Da muss man oft stark drum kämpfen......... lese das oft bei Reha-Kids.

Wenn Dein Sohn "nur" schwer lenkbar ist wird er jedenfalls keine Krankenschwester oder so bekommen denk ich mal - der Kosten wegen.
Vielleicht klappts mit nem gelernten Kinderpfleger aber!
Oder oft sinds auch Azubis zum Erzieher die ihr Anerkennungsjahr machen.

Beitrag von elofant 13.01.11 - 14:08 Uhr

Kinderkrankenschwestern u. Zivis für die Pflege gibts an der Schule sowieso.

Ich denke bei uns wird es jemand werden, der ihn am Tage "begleitet"... Sicher so in die Richtung mit dem Erzieher.

Beitrag von krokolady 13.01.11 - 14:13 Uhr

na wenn das Sozi bei euch zahlt......bei uns wirds nicht bezahlt.
Meine Tochter wird eine GB-Schule besuchen und benötigt auch einen Schulbegleiter weil sie niemals auch nur 1 Minute aus den Augen gelassen werden darf.......sie hat Weglauftendenzen, null Gefahreneinschätzung und eine schwere Epilepsie. Wenn sie krampft muss der Begleiter also umgehend handeln.......aber der Kosten wegen bekommen wir da höchstens einen Zivi.
Ist mir aber ganz recht........die Ausbildung ist mir schnuppe - viel wichtiger ist mir das meine Tochter Vertrauen fasst.

Beitrag von elofant 13.01.11 - 14:17 Uhr

Das Vertrauen ist eben auch wichtig!
Stefan muss mit dem jenigen zu Recht kommen. Wäre schön, wenn ich mit ihm/ihr auch gut verstehen würde. Dass bei mir auch Vertrauen da ist...

Stefan besucht eine körperbeh. Schule. Er kann nix allein machen, sitzt im Rolli. Wir haben für ihn PS3 - mehr muss, ich denke ich, nicht sagen...

Beitrag von krokolady 13.01.11 - 14:22 Uhr

na dann drück ich euch mal die Daumen das es klappt und ihr nen gescheiten Begleiter bewilligt bekommt.
Bei uns geht das erst alles los.....im Februar wohl psychologisches gutachten, und dann beantragung auf den Schulbegleiter.
Zum Glück empfehlen das mehrere Stellen für sie.....Gesundheitsamt, KiGa, KiA und ihr Neuropädiater. Denk mal dürfte wohl problemlos klappen.
Wenn nicht muss die Schule damit leben das täglich ne Mama mit im Unterricht sitzt *g*

Beitrag von elofant 13.01.11 - 19:03 Uhr

Gesundheitsamt und Schule stehen auch dahinter. Selbst die Sozialarbeiterin vom Sozialamt und ich wage mich zu erinnern, die Sachbearbeiterin vom Amt sind der gleichen Meinung.

Ich denke mal, dass wir schon einen kriegen. Wir müssen nur den amtlichen Weg mit gehen.

Beitrag von antonia0383 14.01.11 - 12:35 Uhr

Hallo

Habt ihr in eurer Stadt einen Verein für behinderte Kinder o.Ä.

Hier bei uns ist es der Verein "Hilfe für das behinderte Kind", die beraten einen und stellen auch den Integrationshelfer für das Kind.

Mein Sohn hat seit September eine ganz nette , gut ausgebildete, erfahrene Integrativkraft und bei uns klappt alles wunderbar .

Is sie mal krank, gab es bis jetzt IMMER sofort ersatz, auch vom Verein gestellt.

Die Kraft mussten wir hier bei uns bei der Regierung Oberfranken beantragen.

Wenn du noch Fragen hast, frag ruhig.

lg