Private Angelegenheiten vom Chef erledigen

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von midea75 13.01.11 - 12:46 Uhr

Hallo,

ich bin am verzeifeln. Vor gut zwei Monaten bin ich in einer kleinen Firma als kaufmännische Angestellte eingestellt worden. In der Anzeige hieß es, dass für die Rechnungslegung und Buchhaltung jemand gesucht wird.
Nun sitzte ich hier und mache fast gar nichts dieser Arbeiten, sondern kümmere mich um seine privaten Belange, wie z.B. das Bauprojekt seines Hauses, Arztangelegenheiten oder auch seine gesamte Privatpost. Habe durch Zufall gesehen, dass die Vorgängerin für eines seiner Kinder einen Ausbidungsplatz suchen musste.
Schon alleine sein Bauprojekt nimmt viel Zeit in Anspruch und ich kenne mich mit solchen Themen gar nicht aus. Die Komunikation mit dem Architekten und den Baufirmen gestallten sich schwierig, durch meine Unkenntnisse über die Materie.
Ich meine, er hätte die Stelle so ausschreiben sollen. So bin ich der Meinung unter falschen Vorrausetztngen eingestellt worden zu sein. Arbeiten der Firma fallen gar nicht an. Gäbe es nur die Firma ohne die privaten Projekte, hätte er schon längst Insolvenz anmelden müssen. Ein Angestellter und zwei Aushilfen. In den zwei Monaten, die ich hier bin habe ch gerade einmal 2 kleine Rechnungen geschrieben.
Ich würde am liebsten heute als morgen gehen.

Sagt mir doch bitte eure Meinung dazu!
Liebe Grüße an alle

Beitrag von miau2 13.01.11 - 12:56 Uhr

Hi,
was soll man da denn raten?

Wenn du gehen willst, dann such dir was neues und kündige dann.

Klar kannst du auch versuchen, dich zu weigern. Ich denke nur, dass du dann auch nicht mehr lange in der Firma bist - der Weg, sich erst etwas neues zu suchen und dann selbst zu kündigen wäre sicher der elegantere.

Und für die Zeit bis da hin halt die Zähne zusammenbeißen - auch das sollte doch möglich sein. Geht ja nicht um "untragbare Zustände, weil dauergemobbt" o.ä.

Und wenn du meinst, dass die Firma eh pleite wäre dann wäre das ein weiterer grund, sich lieber heute als morgen etwas anderes zu suchen.

viele Grüße
Miau2

Beitrag von tortenliesel 13.01.11 - 13:05 Uhr

Hallo,

also bei meiner Stelle muss ich solche sachen auch machen und ich muss sagen, es macht mir nichts aus. Mein Chef hat pünktlich mein Gehalt bezahlt, war nett und bei uns im Büro war es sogar üblich für den Chef private Bekleidung (Unterwäsche, weil er für ne Geschäftsreise zu wenig hat, etc) kaufen zu gehen oder auch für seine Kinder Milchpulver, etc. Wenn es neben der üblichen Arbeit geht, ist doch alles okay, solange es keine Arbeiten sind, die unter die Gürtellinie gehen.

Ich weiß nicht, wo Dein Problem ist. das zeigt doch, dass er Dir und Deinen Fähigkeiten vertraut. Und wenn Dir was zu schwierig ist, bleib dran, denn ich kann aus Erfahrung sagen, icg habe auch viel für mein privates Leben gelernt.

LG, Sandra

Beitrag von midea75 13.01.11 - 13:15 Uhr

Hallo Sandra,

danke für deine Antwort.

Es geht darum, dass ich (fast) nichts mache was in der Stellenazeige inseriert wurde. Wenn man nebenbei solche Sachen ab und an macht, ok. Aber nicht nur.
Oder sehe ich das falsch?

Beitrag von tortenliesel 13.01.11 - 13:30 Uhr

Ich kann Dich schon verstehen, Du bist scheinbar mehr seine persönlcihe Assistentin. Aber wenn sonst ohnehin wenig zu tun ist... Du würdest ja sonst nur rumsitzen.

Wenn Dir dsa nicht gefällt, würde ich mit ihm reden und mir parallel was neues suchen. Hast aber das Risiko, dass Dir da was anderes nicht gefällt, das sollte man nicht vergessen.

LG, Sandra

Beitrag von inblack 13.01.11 - 15:58 Uhr

Für meinen Chef würde ich nie Unterwäsche kaufen!
#rofl
Das IST doch unter der Gürtellinie, im wahrsten Sinne.

Ich kann nicht mehr!
#rofl

Beitrag von vwpassat 13.01.11 - 13:15 Uhr

Bezahlt er denn pünktlich?

Beitrag von midea75 13.01.11 - 13:16 Uhr

Ja, bis jetzt, wie gesagt, bin erst seit ca. 2 Monaten hier.
Aber es ist nicht doll.

Beitrag von vwpassat 13.01.11 - 13:17 Uhr

Dann such doch paralell was Neues.

Beitrag von midea75 13.01.11 - 15:13 Uhr

Werde ich warscheinlich auch. Unter anderem ist er merkwürdig. Er macht ewas und zwei Minuten später fragt er mich vorwurfsvoll, warum ich das gemacht habe. Oder ich erledige Sachen vor seinen Augen und später fragt er ob ich dieses erledigt habe.

Beitrag von windsbraut69 13.01.11 - 13:28 Uhr

Ja, dann steht es Dir doch frei, zu kündigen?

Gruß,

W

Beitrag von kati543 13.01.11 - 13:31 Uhr

Naja, menschlich gesehen ist es nicht so doll vom Chef, aber er ist dir weisungsbefugt und kann dir an Arbeit geben, was er will. Ob das rein steuerlich/rechtlich so OK ist (in diesem extremen Maß) wage ich zu bezweifeln. Denn so bist du ja auf Firmenkosten angestellt - normal müsstest du aber als Angestellte seines privaten Haushaltes laufen.

Beitrag von fuxx 13.01.11 - 13:35 Uhr

also ich würde mir auch was Neues suchen. Hört sich ja nicht gerade so an, als würde der Laden brummen.
Diese privaten Dinge würde ich def. nicht erledigen. Klar, es immer schwierig am Anfang, wenn man in der Probezeit ist, aber wenn man das Ganze einmal einreißen lässt, dann denken die Herren, sie können Dir alles unterjubeln.
Ich arbeite auch als Assistentin der GL und meinem Chef habe ich gleich zu Anfang zu verstehen gegeben, dass ich nicht seine Privatassistentin bin. Ich finde die Aufgaben, die Dein Chef von Dir verlangt recht unverschämt. Hat er denn keine Frau, die diese Dinge erledigen kann?
D. h. nicht, dass ich nie niemals private Dinge für meinen Chef erledigen würde. Wenn ich merke, dass es vor lauter Stress keine Zeit hat ,seiner Frau Blumen zum Geburtstag zu besorgen, dann übernehme ich das. Aber das ist die absolute Ausnahme und dann kommt das Angbot von mir.

Man darf sich als Frau nicht alles gefallen lassen. Schon gar nicht mit Mitte 30, da erwarte ich Respekt - auch von meinem Chef.

Beitrag von midea75 13.01.11 - 15:10 Uhr

Wie bei deinem Chef, der in Streß ist, ist bei uns überhaupt nicht.
Er ist viel im Büro (der Tisch neben mir) und surft im Internet herum, auf seinen arabischen Seiten oder er ist viel bei Facebook. Also von Streß keine Spur. Er macht Geld mit anderen Sachen (privat) aber nicht mit dem Laden. Kümmert ihn anscheined auch nicht.
Aber wie gesagt, mal etwas für den Chef privat zu machen, kein Thema. Aber nur?
Eine Frau hat er auch (20 Jahre jünger) aber sie hat angeblich keine Zeit obwohl sie nicht arbeiten geht.

Beitrag von fuxx 13.01.11 - 16:09 Uhr

na dann bist Du wohl wirklich sein persönlicher Sklave...
Sorry, aber das geht gar nicht. Krault sich selbst die *** und lässt Dich seinen Privatkram erledigen.
Letztendlich musst Du ja selbst entscheiden, ob Du das machen möchtest, aber ich möchte gerne die Arbeit tun, für die ich mich habe ausbilden lassen.
Es sei natürlich, er zahlt super gut :-p

Beitrag von midea75 13.01.11 - 16:53 Uhr

Ich würde am liebsten heute statt morgen weg gehen. Find mal so schnell etwas Neues. Zahlen tut er auch nicht sonderlich. Für Lohnabrechnungen, Buchhaltung und alles ums Büro bin ich ab 10,00€/Std. gut gefahren, stellenweise sogar 11,50€. Aber da er genau die Tätigkeit angeboten hatte, die ich 3,5 Jahre gemacht habe, dachte ich zu Anfang tust du dir 8,00€/Std. an. Jetzt bin ich mir da überhaupt nicht mehr sicher.
Er sagte er will jede Post sehen. Da musste ich lachen, denn ich habe bei mir gedacht: Wenn ich die Kündigung schreibe bekommst du auch meine.
Er bringt nämlich von zu Hause die Post mit, ich öffne sie, lege sie ihm hin und danach darf ich sie abarbeiten. #aerger

Beitrag von vwpassat 13.01.11 - 19:25 Uhr

Geh ich richtig mit meiner Annahme, dass Dein Chef ein Ausländer ist?

Beitrag von midea75 13.01.11 - 19:34 Uhr

Ja, das ist richtig. Er kommt aus dem Libanon.

Beitrag von vwpassat 13.01.11 - 20:59 Uhr

Dann ist das kein Wunder.

Wahrscheinlich verdient der sein Geld auch noch illegal. Sieh zu, dass Du da wegkommst.

Beitrag von curlysue1 13.01.11 - 13:41 Uhr

Hallo,

ich hätte damit kein Problem, wenn das Geld pünktlich kommt und passt warum nicht.

In meiner alten Firma, mußte ich auch immer viel privates erledigen, fand das eher spannend.

LG

Beitrag von lilie80 13.01.11 - 14:07 Uhr

also, ICH habe mal gelernt, dass die Probezeit nicht nur eine Probe für den Chef ist, ob er dich übernehmen möchte, sondern auch für die/den Angestellte/n, ob der Job auch der richtige für sie/ihn ist.

wenn du dich damit nicht wohl fühlst und sogar teilweise überfordert, weil es eben NICHT deine gelernte Arbeit ist (was ich durchaus verstehen kann, ich wäre da genauso überfordert, wenn es was völlig branchenfremdes wäre), hast du durchaus das Recht, innerhalb der Probezeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu gehen. wenn du erst einmal eine andere Arbeit nebenbei suchen möchtest, finde ich das schon ok so. du solltest DANN aber beachten, wann die Probezeit bei dir ausläuft, denn DANN hast du eine Kündigungsfrist, die du einhalten mußt.

Ich wünsch dir alles Gute und die für dich richtige Entscheidung #pro

Beitrag von windsbraut69 13.01.11 - 14:40 Uhr

Sie hat auch während der Probezeit eine Kündigungsfrist einzuhalten!

Gruß,

W

Beitrag von midea75 13.01.11 - 15:21 Uhr

Meine Kündigungsfrist in der Probezeit beträgt einen Tag

Beitrag von midea75 13.01.11 - 15:20 Uhr

Da sagst du was wahres.
Ich überlege zu wechseln aber es gibt momente wo ich sage: Beiß dich durch. Ich finde es nur ungerecht, dass er etwas inseriert was so nicht zutrifft. Bei der Stellenausschreibung dachte ich, das paßt wie die Faust aufs Auge. Rechnungslegung, Buchhaltung und Lexware Kenntnisse in einem Handwerkerbetrieb. Das habe ich in meiner alten Firma auch alles gemacht, die leider pleite ging.
Aber da denkst du als Bewerber doch nicht, das du eigentlich ganz etwas anderes machen sollst, oder?

Beitrag von windsbraut69 13.01.11 - 16:59 Uhr

Ja, hast Du denn die Wahl zwischen verschiedenen Angeboten gehabt?

Gruß,
W

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