Ängste in der Folgeschwangerschaft

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von daneli10 13.01.11 - 13:44 Uhr

Hallo....

ich bin nun in der 25 SSW.. Es ist meine zweite Schwangerschaft. Leider musste uns unser erstes Kind vier Wochen nach der Geburt wieder verlassen. Ein halbes Jahr später haben wir uns dann entschlossen den Versuch zu starten erneut schwanger zu werden. Was auch gleich geklappt hat... Leider ist diese Schwangerschaft alles andere als einfach....
Die Ängste wieder ein krankes Kind oder ein behindertes Kind zu bekommen sind enorm groß..Hat jemand ähnliches durchgemacht, oder ist sogar zur Zeit in der gleichen Situation wie ich? Es wäre schön jemand zu finden der nachvollziehen kann wie man sich in so einer Schwangerschaft fühlt oder mir sogar etwas Mut machen kann....

LG Daneli

Beitrag von unser-wunschkind 13.01.11 - 14:06 Uhr

Hallo Daneli,

deine schreckliche Erahrung tut mir wirklich sehr leid #liebdrueck...

Ich kann sicherlich nicht annähernd nachvollziehen, wie es ist ein geborenes Kind wieder gehen lassen zu müssen... Ich selbst hatte aber vor der SS mit meinem Sohn 3 FG und habe auch nach der Geburt meines Sohnes gemerkt, dass ich unter großen Verlustängsten litt... Immer lief alles wie ein Film ab, den ich nicht stoppen konnte.... #heul

Letzendlich habe ich mich dafür entschieden zu einer Psychologin zu gehen (Fachgebiet gynäkologische Psychosomatik). Es war goldrichtig!!! Es ist wahnsinn, was es bringt, wenn jemand von außen auf die Situation schaut und einem spiegelt, was im Kopf passiert... Ich war bislang erst zweimal dort - die Filme haben aber bereits gestoppt!!!! #freu

Ich kann dir aus meiner Erfahrung nur zu einer solchen Hilfe raten - falls du in diesem Fachgebiet suchst, aber niemanden findest, schreib mich über VK an, dann nenne ich dir die homepage meiner Psychologin, viellicht kann die dir jemanden in deinem Umfeld empfehlen!

Alles Gute #klee

unser wunschkind mit #baby Jonte (21 Monate) an der Hand und #eiZwergi inside (17.SSW)

Beitrag von daneli10 13.01.11 - 14:58 Uhr

danke für deine schnelle Antwort und für dein #liebdrueck ... Ich habe mir auch schon oft überlegt einen Psychologen aufzusuchen. Irgendwie denkt man doch jedesmal man schafft es auch ohne fremde Hilfe...Werde wohl nicht drum rum kommen.. :-( Das mit dem Film kenn ich nur zu gut.. Male mir richtige Horror Geschichten aus wie es nach der kommenden Geburt ablaufen könnte... Ich hoffe einfach diesmal einen gesunden kleinen Wurm im Arm halten zu dürfen...

Beitrag von windel-winnie 13.01.11 - 14:30 Uhr

Hallo Daneli,

mir gehts genauso. Unser 3. Kindhat uns in der 17.SSW verlassen. Trisomie 21 und Plazenta Insuffizienz. Das war im März 2010. Wurde dann im Juli wieder ss und hab mich riesig gefreut, dennoch plagen mich - mal mehr mal weniger - immer wieder Ängste und Sorgen und ich denke das wird bis zur Geburt so gehen. Mir gehts in dieser SS nun sehr gut, was mir schon wieder Sorgen macht, weil es mir bei den ersten beiden nie so gut ging :-(. Ich habe zwar das ETS und die FD machen lassen aber auf eine FWU vertichtet und oft frag ich mich ob es besser gewesen wäre das zu machen um Sicherheit zu haben???!!!
Alles ist unauffällig bisher, aber die Ängste nagen trotzdem an mir :-(.

LG und alles Gute
Windel-Winnie

Beitrag von daneli10 13.01.11 - 15:15 Uhr

Hallo Windel-Winnie, Wir dürften ja beide fast gleich weit sein...:-D
Ich bin sehr froh dass es nur noch knapp 4 Monate bis zur Geburt sind. Diese Ungewissheit macht mich wahnsinnig. Habe aber auch riesige Angst vor den ersten Minuten nach der Geburt bis das hoffentliche "Alles Ok" von den Ärzten kommt... Auch ich habe auf eine FWU verzichtet und habe auch kein ETS und keine FD machen lassen.Mein Mann war bzw. ist sich 100%ig sicher dass die kleine Maus gesund ist. Auch ich war zu Beginn der Schwangerschaft positiv eingestellt !! Zwischendurch überkommen mich dann richtige Panik-Attaken und ich bereue es keinen dieser Tests wahrgenommen zu haben. Ich wünsche mir einfach nur einen gesunden kleinen Schatz der bei uns bleiben darf...Bis jetzt konnte auch mein Arzt beim Organscreening keine Auffälligkeiten erkennen..Mein Lieblingssatz ist zur Zeit "95% Prozent aller Kinder kommen gesund auf die Welt"... Den sag ich mir dann immer und immer wieder...

Beitrag von windel-winnie 13.01.11 - 19:56 Uhr

Ja ich habe mir auch immer wieder gesagt, es ist quasi unmöglich 2 mal dasselbe Schicksal zu erfahren, aber manchmal hab ich Angst davor eine der wenigen zu sein, denen es so geht :-(.
Ich kann die SS auch gar nicht genießen, oft "vergesse" ich einfach das ich ss bin und erlebe alles gar nicht so bewusst wie die ersten male - Selbstschutz???
Keine Ahnung.... #gruebel

Darf ich fragen was mit eurem Baby war dass es euch verlassen musste??

Ich hoffe, dass wir diesmal wieder Glück haben und ein gesundes Würmchen empfangen dürfen!!!

LG

Beitrag von nudel-08 13.01.11 - 14:43 Uhr

Hallo Daneli,

Deine Ängste kann ich wirklich gut verstehen,auch wenn ich nicht ganz die gleiche Situation habe wie Du.Aber Ängste bleiben Ängste,die fressen bei jedem gleich in der Seele.
Einen guten Tipp kann ich Dir leider nicht geben,aber ich möchte Dir sagen,dass Du nicht allein bist. Leider gibt es einige Frauen die solche harten Schicksalschläge wie Deiner,umgehen müssen.
Ich selbst habe mein 1.Kind in der 22. SSw verloren,danach noch 2 weitere FG in der Frühschwangerschaft. Mein Mann und ich haben beide den gleichen Gendefekt,welchen wir vererben können. Ich bin jetzt wieder schwanger und habe mir vorgenommen,falls es hält, keine speziellen Untersuchungen machen zu lassen,da ich beim ersten Mal auch die Erfahrung machte,dass es nichts bringt. Ich vertraue jetzt einfach auf das Glück. Aber die Angst ist mit jedem Atemzug bei mir.
Trotzdem müssen wir Frauen mit solchen Erfahrungen unserem neuen ungeborenen Leben gegenüber stark sein.Versuchen wir es!

Lass Dich #liebdrueck.

Alles Gute!

nudel

Beitrag von daneli10 13.01.11 - 15:38 Uhr

Hallo nudel,

es tut sehr gut zu wissen dass man mit seinen Ängsten nicht alleine ist... Danke für deine lieben Worte..In meinem Freundeskreis gibt es niemand mit annährend ähnlichen Erfahrungen... Und somit fehlt auch das Einfühlungsvermögen...Viele Frischgebackene Mamas bei denen alles läuft wie im Bilderbuch...Und du sitzt daneben und solltest eigentlich einen Wurm im gleichen Alter im Arm halten. Wir haben ein Wiederholungsrisiko von 25 % ein Kind mit der gleichen Krankheit zu bekommen. Ich kann nachvollziehen dass bei euch die Angst immer dabei ist. Ich habe auch auf sämtliche Tests verzichtet. Und wenn ich mal wieder eine Panik-Attake habe bereue ich das. Dabei habe ich mich bewusst so entschieden. Am Anfang der Schwangerschaft war ich noch so positiv eingestellt.. Dachte " so viel pech kann keiner zweimal haben". Aber diese Einstellung beizubehalten fällt mir schwerer wie gedacht. Darf ich fragen wie weit du jetzt bist?

Beitrag von nudel-08 13.01.11 - 16:00 Uhr

Ich bin "erst" in der 9.SSw. Habe nächste Woche wieder erst einen Termin beim FA. Ich traue es mich noch gar nicht so öffentlich zu machen,auch wenn es in meiner Vk schon steht.#schwitz
Bis jetzt bin ich eigentlich auch positiv eingestellt und ich hoffe nicht dass auch noch das blöde Tief kommt. Hab Angst davor #zitter.
Ich bin z.Z. krank geschrieben,wegen Kotzeritis #hicks,ich habe mir überlegt ob ich mich vielleicht bei urbia gar nicht soviel rumtreiben sollte.Aber nur vom TV schauen ist man auch nicht abgelenkt. Mit Essen kann ich mir grad auch nicht die Zeit vertreiben,ist grad alles noch "igitt" bei mir. Mit meiner Kloschüssel kann ich mich nicht wirklich unterhalten,egal was ich ihr erzähle,sie gibt keine Antwort.

Daneli,ich wünsche Dir,nein ich sage jetzt einfach mal uns und anderen in unserer Situation viel #klee.

Lg nudel