Er will Umgang einklagen

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von nadineriemer 13.01.11 - 20:55 Uhr

Hallo,
meine kleine ist 3 Monate alt.Ich habe mitlerweile eine Verfügung gegen den Vater der kleinen und Termin gestern bei meiner Anwältin gehabt.Sie will den Umgang jetzt ganz einstellen lassen falls er klagt.Es ist so das er mir immer wieder droht mich beleidigt das ich krank wäre ihm die kleine bei mir leid tut ich sie mit Medikamenten abfülle und durch die Gegend poppe.Er hatte auch Telefonterror betrieben weswegen ich die Polizei anrufen musste und noch so einiges mehr.Meine Anwältin sagte das er kein Umgang mehr haben sollte.Nur so einfach ist das ja auch nicht.Er hatte bis Weihnachten regelmäßigen Umgang ich war alle zwei Tage mit der kleinen dort habe sie aber nie alleine dort gelassen.Dann wollte er nicht mehr schrieb er mir Sms und die Beleidigungen und Bedrohungen fingen ganz extrem an.Na ja meine Anwältin sagte sie will versuchen den Umgang nicht mehr statt finden zu lassen falls er jetzt klagen sollte.Erst will er eine Vaterschafftsfeßtstellungklage anstreben.Ich war eigentlich dafür da ich ja den Umgang fördern soll dafür das der Umgang unter Aufsicht statt finden soll aber meine Anwältin sagte das die kleine von so einem Vater überhaupt nichts hat.Ich glaube aber nicht das es so ohne weiteres möglich ist,sie meinte ja da die kleine Herzkrank ist und er nicht mal weiß was für einen Herzfehler sie hat und worauf er achten muß.Er wollte und konnte bis her nie mit mir darüber spreche da er lieber mich beleidigt hat und bedroht hat.Was würdet ihr den machen den Umgang mit der Anwältin versuchen ein zu stellen oder begleiteter?

Nadine

Beitrag von -janna- 13.01.11 - 21:48 Uhr

Hm, schon komisch, was deine Anwältin da so plant. Wir haben auch so ein Exemplar(Vater). Ist bisher die Vaterschaft anerkannt? Wenn nein, kannst du wirklich erstmal den Umgang einstellen mit der Begründung, dass er ja nicht offiziell als Vater gilt und somit auch kein Umgangsrecht hat.
Sobald aber die Vaterschaft anerkannt ist, hat er auch ein Umgangsrecht, egal wie unmöglich er sich dir gegenüber verhält, das Gericht interessiert nur wie der Vater das Kind behandelt. Das Kind hat einen Recht auf Umgang mit seinem Vater, egal wie das Verhältnis zwischen Mama und Papa ist, daher werdet ihr das bei Gericht sicher nur schwer durchbekommen, dass er garkein Umgang mehr bekommt.. Ihr könnt aber einen begleiteten Umgang erstmal anstreben, vielleicht ist ihm das schon zu "kompliziert" und gibt auf. Falls du noch Fragen hast, kannst du mich gern über VK anschreiben ;)

Liebe Grüße
-janna- (die schon eine Umgangsklage hinter sich hat)

Beitrag von ppg 13.01.11 - 22:04 Uhr

Gibt es Gründe warum Deine Anwältin so unproffessionell agiert?

Ute

Beitrag von nadineriemer 13.01.11 - 22:32 Uhr

Hallo,
die kleine ist Herzkrank und er weiß weder was für einen Herzfehler sie hat noch worauf er achten muß.Er weiß von der kleinen gar nichts welche Milch sie bekommt das sie ein Speikind ist und die Milch angedickt werden muß damit sie zu nimmt.Er hat sie noch nie gewickelt angezogen oder sonst was das sollte ich immer machen.Er will ihr erforderliche Medikamente nicht geben da er der Meinung ist das die Ärzte nur damit verdienen wollen.Er ist und das hat er beim Gericht schon gesagt nicht bereit mit mir über Lena zu sprechen und das war er in der Vergangenheit auch nicht weswegen er nichts über Lenas Herzerkrankung weiß.Er will auch in Zukunft nichts mit mir zu tuen haben und sagte auch vor Gericht das ich sein Grundstück nicht betreten darf.Er nennt mich auch vor den Kindern die alte spinnt und vieles mehr.Bei Gericht hatte er sich auch daneben benommen so das der Richter ihn raus schmeißen wollte.Er kennt eigentlich Lena gar nicht da er überhaupt nicht bereit zu einem Gespräch ist.Was soll ich denn machen?

Nadine

Beitrag von redrose123 14.01.11 - 05:28 Uhr

Gut erst dachte ich ok macht auch so selten ein Vater, aber solange er nicht einsieht das die Kleine Medikamente braucht fürs Überleben kannst du den Umgang nicht alleine zumindest stattfinden lassen.

Umgang einstellen, du sollst ja nicht auf sein Grundstück wie soll das denn dann gehen? Vieleicht ausserhalb treffen, da euer Verhältnis mehr als schlecht ist seh ich da auch keinen Weg, er denkt nicht dran das er mit seinem Verhalten sein Verhältniss zum Kind schädigt und nicht dir.....Vieleicht wacht er ja auf wenn er merkt das >Ihm sein Kind fehlt....

Beitrag von ppg 14.01.11 - 08:18 Uhr

Das sind alles noch keine Gründe, die eine Einstellung des Umgangs rechtfertigen. Denn alles ist erlernbar. Zur Not unter Aufsicht.

Allerdings bist Du diejenige , die auf dem Schleudersitz bist: Du kannst das Sorgerecht verlieren, wenn der KV nun klagt.

Hat Deine Anwältin Dich diesbezüglich aufgeklärt????

Mein Ex hatte auch mal einen "scharfen Hund" als Anwalt. Bis er vom JA aufgeklärt wurde, das wenn er weiterhin den Anweisungen seines Anwalt folgt, sie im Gutachten bestätigen werden, das der Umgang ausgesetzt werden müsse. Weil er dem Kindeswohl schade.

Es stellte sich später heraus, das dieser Anwalt selbst vom Umgang mit seinen Kindern ausgeschlossen wurde und nun das gleiche perfide Spiel mit seinen Mandanten weitergetrieben hat.

Auch Anwälte sind also Menschen mit Schwächen.

Ute

Beitrag von redrose123 14.01.11 - 08:21 Uhr

Nun so schlimm kann es ja nicht werden, das SR kann sie deshalb nicht verlieren, er will ja eine Vaterschaftsanerkennung, das heisst ja er zweifelt an das er überhaupt der Vater ist.

Und sie kann im schlimmsten Fall gezwungen werden den Umgang einzuhalten. Aber das SR wird Ihr deswegen keiner nehmen, so kenn ich das zumindest, ich bin auch nur ein Mensch und kann mich täuschen.

Beitrag von ppg 14.01.11 - 08:48 Uhr

Nun, mal abgesehen von der Vaterschaftsanerkennung:


Mit dem Sorgerechtsverlust gehts ganz schnell: Meine Freundin hat den Umgang mit ihrem Ex ( vorbestrafter Schläger ) nicht eingehalten , direkt nach einem Mal : Zwangsgeld, 500 €, bei weiterer Umgangshitertreibung ( oder war es - hinterziehunng ) Androhung vom Sorgerechtsverlust und weitere Zwangsgelder.

Die Gerichte urteilen z. Zt sehr extrem Vaterfreundlich, und all das geht per einstweiliger Anordnung, d.h. innerhalb weniger Tage

Ute

Beitrag von redrose123 14.01.11 - 11:24 Uhr

Oh ok, bei uns war es bisher immer Aussichtslos, aber die Ex meines Mannes hat es sehr geschickt gemacht nähmlich den Kindern versprochen Baden zu gehen oder in nen Park und somit wollten sie nicht kommen. Wusst ich nicht das das gleich so ausgehen kann.

Beitrag von ellannajoe 14.01.11 - 08:01 Uhr

Hallo,

ich überlege die ganze Zeit, ob ich dir das schreibe aber, ich finde deine Anwältin auch total merkwürdig. Deine kleine hat von ihrem Papa nichts? Kann ich gar nicht nachvollziehen. Sie ist erst 3 Monate alt und er hat den Herzfehler noch nicht akzeptiert und benimmt sich natürlich etwas bekloppt.

Als Mutter würde ich betreuten Umgang anstreben. Er wird sie dann ja eh nur wenige Stunden in der Woche sehen und vielleicht in die Aufgabe langsam reinwachsen, dass eure Tochter nicht gesund ist.

Über die Vaterschaftsfeststellungsklage würde ich mir gar keine Gedanken machen, er ist da unsicher und braucht halt den Beweis, dass er der Vater ist.

Wenn du den Umang verhinderst, kann es später vielleicht mal Böse nach hinten losgehen. Stell dir vor deine Tochter sucht später Kontakt und der KV steckt ihr, dass du den Umgang verhindert hast. Die Beziehung zu deinem Kind kann da einen tiefen Riss bekommen.

Nur meine Gedanken und nicht böse gemeint
#winke


Beitrag von nadineriemer 14.01.11 - 08:35 Uhr

Hallo,
nein bin nicht böse ich bin ja auch für betreuten Umgang damit er die kleine und ihre Krankheit kennen lernt das hatte ich der Anwältin auch gesagt.Alleine würde ich ihm die kleine noch nicht mit geben da er ja nun wirklich nichts von der kleinen und ihrer Krankheit kennt.Aufgrund seines Verhalten auch bei Gericht wo es um eine Verfügung ging hat er sich sehr daneben benommen der Richter wollte ihn raus schmeißen und der Drohungen mir gegen über will sie das der Umgang erst mal gar nicht staat findet.


Nadine

Beitrag von nadineriemer 14.01.11 - 08:40 Uhr

Hallo,
das Sorgerecht werde ich nicht verlieren das hat der Richter ihm schon gleich klar gemacht da der Richter selber sieht aufgrund seines Verhalten bei Gericht er bezeichnete mich dort als Alte flippte dort rum und es kamen nur Unterstellungen von ihm.Der Richter war kurz davor ihn raus zu schmeißen.Hinzu kommt das er seine Ex Frau und die Kinder geschlagen hat was auch vor dem selben Richter verhandelt wurde und zu den Kindern hat er gar keinen Umgang mehr.Der Richter würde ihm kein Sorgerecht geben und sagte ihm das es überhaupt nicht dem Kindeswohl dient.

Nadine

Beitrag von ellannajoe 14.01.11 - 09:19 Uhr

Oh nochmal ich,

wenn er sein erstes Kind geschlagen hat, dann wird sowieso nur betreuter Umgang in betracht kommen. Wenn es ihm um die Macht geht, die er über dich hat, dann wird er mit dem betreuten Umgang, vielleicht gar nicht klar kommen und es wird ihm zu anstrengend.

Den Richter hast du ja schon auf deiner Seite und der KV wird sie dann sicherlich nicht alleine sehen dürfen.

#winke

Beitrag von ellannajoe 14.01.11 - 08:48 Uhr

Hallo Nadine,

du kennst natürlich deinen Ex am besten und weißt ob er nur heiße Luft sprüht, oder nicht.

Deine Anwältin muss in deinem Interesse handeln und du entscheidest, wie es weiter geht. Sie kann dir natürlich tipps geben usw., aber ob der Umgang statt findet, oder nicht, dass hat sie nicht zu entscheiden.

Solange dein Ex so neben der Spur ist, wird der betreute Umgang, sowieso nur ohne dich gehen, vielleicht durch das Jugendamt, einer anderen Organisation, oder einer dir gut Bekannten Person.

Warte dann mal ab, vielleicht hat sich der KV ja in einem Jahr schon an die Situtation gewöhnt und ihr finden gemeinsam einen Weg, oder dem KV ist es viel zu anstrengend und lässt den Umang einschlafen. In beiden Fällen hast du dir dann nichts vorzuwerfen.

Alles Liebe #winke

Beitrag von windsbraut69 14.01.11 - 08:42 Uhr

Ich würde die Anwältin wechseln.
Sie soll Deine Belange vertreten und nicht ihre.

LG,

W

Beitrag von picco_brujita 14.01.11 - 11:52 Uhr

wechsel die anwältin - deine taugt nichts, da sie aus niederen beweggründen aus ihrer eigenen erfahrung zu agieren scheint.
das wird dir probleme bringen.
unterbinde den umgang ja nicht - damit machst du dich sogar strafbar, aber strebe über das JA eine betreuten umgang an.

bei weiteren belästigungen stelle einfach eine anzeige bei der polizei (z.b. üble nachrede, verläumdung, belästigung - je nachdem was er eben macht)

gruß
brujita

Beitrag von manavgat 14.01.11 - 13:34 Uhr

entgegen der Meinung einiger Leutchen hier, ist es nicht angebracht einem gewalttätigen/übergriffigem Mann ein schutzloses Kind anzuvertrauen. Ich würde den Umgang nicht ermöglichen, solange die Vaterschaft nicht geklärt ist und danach nur betreut und das für einen langen Zeitraum.

Die meisten dieser Sorte KVs, steckt auf, wenn sie merken, dass sie ihr eigentliches Ziel: Macht über die KM nicht erreichen.

Gib der Anwältin die Order, nur das gewähren, was sich nicht umgehen lässt.

So ein KV ist schädlich für ein Kind.

Gruß

Manavgat

Beitrag von ellannajoe 14.01.11 - 14:00 Uhr

Hallo Manavgat,

ich glaub alle hier sind wenn überhaupt für einen betreuten Umgang.

>>>Ich würde den Umgang nicht ermöglichen, solange die Vaterschaft nicht geklärt ist und danach nur betreut und das für einen langen Zeitraum. <<<

Wieso, solange die Vaterschaft nicht geklärt ist, ich geh jetzt davon aus, dass die Mutter weiß, das er der Vater ist. Ansonsten wäre ja die Anschuldigung durch alle Betten zu hüpfen, nicht haltlos.

>>> Die meisten dieser Sorte KVs, steckt auf, wenn sie merken, dass sie ihr eigentliches Ziel: Macht über die KM nicht erreichen. <<<

Stimme ich absolut überein, gerade deshalb würde ich einen betreuten Umgang anstreben. Ich würde das sogar noch extra betonen, wie wichtig es doch für mein Kind ist. Wenn der Ex so tickt, wie ich denke, wird er den betreuten Umgang nicht lange durchhalten.

Die KM wäre aus dem Schneider und hätte sich nichts vorzuwerfen.

Beitrag von nadineriemer 14.01.11 - 15:08 Uhr

Hallo,
Vaterschafft hat er anerkannt will er jetzt bei Gericht aber wieder zurück nehmen und eine Vaterschafftsklage anstreben.Betreuter Umgang wird ihm überhaupt nicht passen weil es nicht um die kleine geht er will mich mit allen Mitteln klein kriegen und das versucht er erst mal so.Ich denke wenn er merkt das es ihm nichts bringt wird er irgendwann aufgeben.Ich werde falls er jetzt klagt betreuten Umgang beantragen wo der Richter aber nach allem was war und seinem Verhalten das er ja auch bei Gericht gezeigt hat zu stimmen.

Nadine

Beitrag von ellannajoe 14.01.11 - 15:25 Uhr

Hey Nadine,

der KV will die Macht über dich und den betreuten Umgang wird er nicht umgehen können. Freu dich darüber. Meine Prognose ist, er hält nicht lange durch und du hast deine Ruhe.

Lass ihn doch die Vaterschaft feststellen lassen, ist doch bloß rumgedödel.

Der KV wird mächtig genervt sein, wenn du den Umgang förderst und dies auch betonst. Lass dich nicht in die Ecke drängen.

#winke

Beitrag von nadineriemer 14.01.11 - 16:18 Uhr

Hallo,
Danke ich lasse mich nicht fertig machen nicht er sitzt am längeren Hebel auch wenn er sich gerade so verhält.


Nadine