in schlaf stillen, wer noch??

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Beitrag von agra 13.01.11 - 21:20 Uhr

huhu

meine süße ist 8 wochen alt.sie nimmt keinen schnuller.und war daher die ersten wochen am dauernuckel an der brust.nun seit 4 wochen wird es aber viel besser.sie schläft sogar mal tagsüber alleine ein.und sie ist allgemein zufriedener seitdem sie intensiv schaut und lacht.

seit 2 wochen schläft sie abends in ihrem eigenen bettchen im schlafzi.
allerdings stille ich sie in schlaf.

macht ihr das auch?
anders krieg ich sie nicht zum schlafen.ich könnte sie in schlaf schaukeln, aber das würde ewig dauern
das stillen ist da angenehmer und kuscheliger.

man hört immer wieder man soll sie wach hinlegen.
was meint ihr dazu?gewöhnen sie sich zu schnell dran?

manchmal wird sie nach ne std wach und weint, ich leg sie dann ne minute im dunkeln an und sie pennt weiter.

macht ihr das auch oder wie beruhigt ihr eure kleienn?
wie gesagt nuckel nimmt sie nicht.

danke

Beitrag von lienschi 13.01.11 - 21:27 Uhr

huhu,

ich habe meinen Zwerg 11 Monate lang abends in den Schlaf gestillt...
für den Tagschlaf/Mittagschlaf hat er von Anfang an nur seinen Daumen zum Nuckeln gebraucht.

Ich habe das abendlich "einschläfern" immer sehr genossen und mir nie Gedanken darum gemacht, ob das nun gut oder schlecht ist... ich habe einfach aus dem Bauch raus gehandelt.

Mein Kleiner (15 Monate) bekommt auch jetzt noch eine Milchflasche mit 1er zum einschlafen, und wird diese auch solange bekommen, wie er sie verlangt.

Ich persönlich sehe da kein Problem drin... auch nicht für die Zähne, da er die Flasche in einem Zug austrinkt, dann weglegt und einschläft.

lg, Caro

Beitrag von agra 13.01.11 - 21:30 Uhr

und wie war das dann beim großen nach 11 monaten in schlaf stillen.

wollte er es von allein nicht mehr?

mein großer ist zwar auch erst 2. aber ich weiß schon garnicht mehr wie es war ;-)

danke schon mal

Beitrag von lienschi 13.01.11 - 21:41 Uhr

Ups... da hab ich mich wohl bisschen missverständlich ausgedrückt, sorry #hicks ...
"mein Zwerg" ist auch "mein Kleiner"... ich hab nur einen Sohn, der jetzt 15 Monate ist.

Er hat nie richtig die Flasche nehmen wollen, auch nicht abgepumpter Muttermilch... nach 11 Monaten hab ich´s mal wieder versucht und siehe da, von heute auf morgen ohne Probleme, als ob er nie was anderes getan hätte.

Das Stillen hat er danach auch nie mehr eingefordert... am Schluss war´s für ihn abends nur noch schnell Milch tanken (ganz ohne kuscheln #schmoll ) und dann schnell in´s Bett.

Aber ich war ehrlich gesagt auch bisschen froh drum...
Stillen ist toll, aber wieder komplett "frei" zu sein ist auch toll. ;-)

lg, Caro

Beitrag von mamalein1981 13.01.11 - 21:28 Uhr

Huhu,

meine Prinzessin ist mittlerweile über 9 Monate alt. Ich mach es genauso wie du...von Anfang an. Vorhin ist sie mal so im Bett eingeschlafen, ich war aber am Bett. Aber sonst still ich sie und dabei schläft sie ein...wird sie wach..leg ich sie an, bis sie wieder schläft:-) Ich finds schön:-)...ich liebe stillen:-)

LG

Beitrag von ferkel.puuh 13.01.11 - 21:57 Uhr

Ich habe meinen Sohn auch immer in den schlaf gestillt.
Mittlerweile ist er 16 Monate alt und hat keinerlei Probleme alleine einzuschlafen in seinem Bett.

Er kann nur in seinem Bett schlafen, obwohl er immer in unserem Bett einschlaf gestillt wurde und auch da ca 10 Monate immer geschlafen hat.

Mach es solange du es für gut befindest.

LG
Jessica

Beitrag von woelkchen1 13.01.11 - 22:06 Uhr

Scarlett wurde in den Schlaf gestillt, dann hat sie mit ca. 9 Monaten allein einschlafen können,und irgendwann war es wieder vorbei und ich hab sie weiter in den Schlaf gestillt, bis sie 18 Monate war.

Versuch es mit wach hinlegen, das ist sicher nicht verkehrt- wenn es denn klappt.

Mach euch aber keinen Streß! Ich fand es immer wunderbar, dass- wenn ich schon in den Schlaf begleite, eine sehr streßfreie Methode habe mit dem stillen. Es ist kuschelig, intim und geht schnell!

Beitrag von brille09 14.01.11 - 12:12 Uhr

Also, meiner ist 7,5 Monate alt, isst eigentlich tagsüber Beikost und braucht nur noch morgens ein Fläschen (ob stillen oder Fläschen spielt ja bei deiner Frage nicht so die Rolle). Jedenfalls, wenn er nachmittags sehr übermüdet ist und nicht mehr einschlafen kann, dann mach ich ihm gelegentlich auch eine Flasche. Da nuckelt er ein bisschen und schwupps ist er "weg". Wenns so einfach geht, warum denn nicht. Wichtig ist halt, dass sie nicht ewig noch im Schlaf die Brust/Flasche im Mund haben wg. der Kariesgefahr, wobei ich das nicht soooo extrem eng seh.

Beitrag von ayshe 14.01.11 - 12:19 Uhr

Einschlafstillen ist das Normalste der Welt.

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man hört immer wieder man soll sie wach hinlegen.
##
Halte ich für Blödsinn.

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was meint ihr dazu?gewöhnen sie sich zu schnell dran?
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An schöne Dinge, die einem gut tun, gewöhnt man sich immer.
Ich bin jedenfalls froh, daß sich meine Tochter keinen Schnuller angewöhnt hat.


Ich habe meine Tochter auch immer in den Schlaf gestillt, genau wie du.


Ein Text von Birgit Welter (Stillberaterin, LLL) mit Auszügen von Denise Both (Stillberaterin, IBCLC)

„Das Kind wird verwöhnt und verzogen.“
"Ja, das ist jetzt schon total verwöhnt"
"Ihr verzieht das Kind, nachher will es nur noch auf den Arm"
"So lernt das Kind ja nie alleine einzuschlafen, alleine zu spielen, sich mit sich selbst zu beschäftigen ..." "Wie soll das Kind denn seinen Rhythmus finden, wenn Du es ständig mit der herumziehst".
So und ähnlich lauten viele Aussagen wohlmeinender Freunde, Verwandte und auch wildfremder Menschen, von denen man auf der Straße angesprochen wird.
Was ist dran an dieser Theorie, dass das Baby durch die Zuwendung,
die es erhält verwöhnt und verzogen wird?
Bernadette Stäbler beschreibt in ihrem Buch "Mama" die Angst,
sein Kind nicht richtig zu erziehen:
"Und schon ist sie da, diese Angst, sein Kind zu verziehen.
Welche Ursachen hat sie? Denn, wer dieses unschuldige Baby anschaut,
fühlt sich sehr glücklich.
Niemand kann sich vorstellen, dass es eines Tages unerwünschte Handlungen vollbringen wird.
Wenn wir also von "verziehen" sprechen, haben wir ein älteres Kind vor Augen.
Das Kind im Trotzalter, das immer "nein" ruft, läßt seine Mutter denken:
"Was für einen Dickkopf habe ich mir großgezogen. Sicher habe ich es falsch gemacht!"
Ist es wirklich so wichtig, dass unsere Kinder vor der Zeit lernen, alleine zu schlafen, alleine zu sein und sich mit sich selbst zu beschäftigen?
Ist es notwendig, dass wir Erwachsenen unseren Lebensrhythmus ändern und an das Baby anpassen, damit sich das Kind gut entwickelt?
Auch hierzu möchte ich wieder aus dem Buch von Bernadette Stäbler zitieren:
"In vielen ursprünglich lebenden Kulturen, die wir "primitiv" nennen, wurden inzwischen Untersuchungen durchgeführt, deren Ergebnisse eine Umwälzung unserer Ansichten über die herkömmliche Kindererziehung mit sich brachten.
Ich möchte eine afrikanische Studie herausgreifen und vereinfacht darstellen:

Die erste Gruppe gebar ihre Babys zuhause und ließ diese keinen Moment allein.
Geborgen bei der Mutter, wurden sie nach Bedarf gestillt und mussten niemals schreien.
Bald ging die Mutter wieder auf das Feld, um die gewohnte Arbeit zu verrichten, das Neugeborene in ein Tragtuch geschlungen.
Die Kontrollgruppe bekam ihre Babys im Krankenhaus mit aller medizinischen Hilfe, einschließlich schmerzlindernden Medikamenten.
Gleich nach der Geburt wurden Mutter und Kind getrennt, um zu ruhen.
Die Babys bekamen Fläschchen und Schnuller, weil dies "das Moderne" war.
Daheim schliefen die Kinder in ihrem Bettchen, in ihrem eigens dafür hergerichtetem Zimmer.
Allein, ohne Körperkontakt. Alles ging recht zivilisiert zu, nämlich nach einem genauen Zeitplan, denn die Kinder sollten sich früh an ein geordnetes Leben gewöhnen und weder kleine Tyrannen noch nervös werden.
Ein Jahr später offenbarte sich das Unerwartete:
Die Kinder der ersten Gruppe waren in allem den anderen voraus: Sie waren intelligenter in ihren Verhaltensweisen und auch viel sozialer eingestellt, selbst die körperliche Entwicklung war besser, obwohl sie die ganze Zeit "festgebunden" waren.
Ähnliche Ergebnisse ergaben vielseitige Studien in den verschiedensten Kulturkreisen.
Wenn wir versuchen, dies mit einer natürlichen, einfühlsamen Intelligenz nachzuvollziehen, wissen wir, warum das Ergebnis so ausfallen musste.
Das Baby fühlt sich bei seiner Mutter geborgen.
Es muss seine Kräfte nicht für das Weinen verbrauchen.
Der mütterliche Körper gibt ihm Wärme.
Wenn das Baby sich an seine Mutter schmiegt, fühlt es ein wenig von dem Glück, das es neun Monate lang im Mutterleib haben durfte.
Es kennt von daher ja auch schon die Herztöne seiner Mutter, es kennt sogar schon ihre Stimme und nun sieht es endlich ihr Gesicht, ihre Augen und darf an der Brust trinken, wenn es möchte.
Das ist das Glück, die mütterliche Liebe, die Impulse gibt für die Intelligenz und das soziale Verhalten. Wenn das Baby sich an die Körperbewegungen der Mutter anpassen muss, während sie ihre alltägliche Arbeit verrichtet, übt es in wundervoller Weise seine Muskeln und den Gleichgewichtssinn." (Aus: Denise Both: "Tragen")

In einem amerikanischen Buch über die Entwicklung von Kindern (Aldrich: "Babys are Human Beeings"') habe ich einmal den wichtigen Satz gefunden
"Damit Kinder sich gut entwickeln können, sind liebevolle Fürsorge und ein beständiges, direktes Eingehen auf ihre Bedürfnisse so ausgesprochen wichtig".
Das steht zwar manchmal im Widerspruch zu unserem "modernen, westlichen" Lebensstil, aber es zahlt sich langfristig aus.

Es ist ein seit Jahrtausenden und in vielen Kulturen bewährtes "Mittel" ein Kind an der Brust zu beruhigen und zum Einschlafen zu bringen.
Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden.
Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses "natürliche" Verhalten des Kindes nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem:
Babys und Kleinkinder wissen nicht, was zur Zeit "Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben und Eltern, die nicht in das "Schema der derzeitigen Mode" passen, werden verunsichert.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass niemand fragt
"Wann muss das Kind selbstständig atmen lernen" oder
"Wann muss das Kind frei laufen können"?
Beim ersteren geht jeder davon aus, dass dies eine Fähigkeit ist, die ein gesundes Kind selbstverständlich beherrscht und bei zweiten wird eine große Zeitspanne von vorneherein als normal angenommen.
Nur beim Schlafen, da wird dem Kind nicht die Kompetenz zugestanden, dass es auch diese Fähigkeit selbst und in dem für es passenden Tempo entwickeln wird.
Da wird immer wieder behauptet, dass die Eltern das Kind entsprechend "trainieren" müssen.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass bis jetzt noch jedes Kind aus dem Bett der Eltern ausgezogen ist und zwar lange vor der eigenen Hochzeitsnacht :) . Die Zweifler und all die, die meinen, dass sie es besser wissen, kannst Du ja mal fragen, ob sie gerne alleine schlafen und ob sie der Meinung sind, dass sie ihren Partner "verwöhnen" (im Sinne von "verziehen"), wenn sie gemeinsam in einem Bett, vielleicht sogar aneinandergekuschelt, schlafen.

Um Menschen bewusst zu manipulieren, muss ein gewisses logisches Denkvermögen und auch bereits eine vorausschauende Denkweise vorhanden sein. Über beides verfügt ein Baby oder Kleinkind noch nicht, denn es kennt noch keinen Zeitbegriff und es hat auch noch keine zielgerichteten Gedankenfolgen wie sie erforderlich sind, um den Eltern "auf der Nase herumzutanzen".

Es ist deshalb auch nicht möglich ein Baby zu "verwöhnen" im Sinne von "verziehen".
Ohnehin ist verwöhnen ja nichts Negatives.
Freuen wir uns nicht alle darüber, wenn uns jemand verwöhnt, will heißen etwas Gutes tut.
Verwöhnen ist nichts anderes als jemandem etwas Gutes tun, dafür zu sorgen, dass er sich wohl fühlt und das ist etwas Positives.

Largo, Buch „Kinderjahre“:
„Manche Erwachsene befürchten, ihr Kind zu verwöhnen, wenn sie auf seine Bedürfnisse allzu rasch eingehen.
Sie meinen, das Kind immer wieder hinhalten zu müssen, damit es nicht allzu verlangend oder gar aufsässig wird.
Das Gegenteil ist richtig.
Wenn man ein hungriges Kind vertröstet, wird sein Hunger nicht kleiner werden.
Nur wenn es Essen bekommt, hört es auf, nach Nahrung zu verlangen.
Genauso ist es auch mit den emotionalen Bedürfnissen.
Erst wenn das Verlangen nach Nähe und Aufmerksamkeit gesättigt ist, klingt es ab.
Kein Kind ist unersättlich in seinen Ansprüchen. Ein Kind verlangt nicht mehr Geborgenheit, als es braucht.


von Biggi Welter zum „Einschlafstillen“ und „Allein einschlafen“
http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/mebboard.php3?step=2&range=20&action=showMessage&message_id=64051&forum=129

http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/beitrag.htm?id=56060