Schlechtes Gewissen und Versagensängste

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Beitrag von shadow-91 13.01.11 - 21:37 Uhr

Hey Mädels,

heute muss ich mich mal ausheulen.

Mein kleiner Mann wird am Samstag 3 Wochen und ist echt ein liebes Kerlchen. Aber ich verfalle zunehmens in Depri.
Ich habe in der SS immer alle verurteilt die von Anfang an sagten dass sie nicht stillen möchten und sofort nach der Geburt mit Fertigmilchnahrung anfangen. Es ist jedem selbst überlassen, aber ich konnte es nie verstehen, weil ich unbedingt stillen wollte.

Anfangs ging das richtig gut, ich hatte richtig viel Milch so dass ich zum Stillen auch noch abpumpen musste, ich fühlte mich wie eine "Milchkuh".

Aber nun geht es nicht mehr, die Milch wurde immer weniger so dass mein Sohn nicht mehr satt wurde und wir zufüttern mussten.
Mitlerweile habe ich garkeine Milch mehr und musste meinen kleinen ganz auf Flasche umstellen.

Ich fühle mich so schlecht dabei, ich wollte doch so gern stillen um meinem kleinen Sohnemann etwas gutes zu tun und ihm alle Abwehrstoffe zukommen zu lassen. Ich habe diese Momente immer sehr genossen, die Nähe und die Wärme. Das waren einfach unsere Momente, unsere gemeinsame Zeit.

Ich könnte nur noch heulen, ich habe das Gefühl eine schlechte Mama zu sein und alles falsch zu machen, auch wenn ich weiß dass das Quatsch ist.


Sry, aber das musste mal raus.

Beitrag von febe 13.01.11 - 21:45 Uhr

Hallo,

setz Dich einen Moment hin und überlege, ob Du wirklich stillen willst, denn dann kannst Du das noch immer tun. Er ist mit seinen drei Wochen noch so klein und wird sich schnell umstellen. Es ist sicher nur eine Sache von einer Woche und dann stillst Du ihn wieder! Leg ihn an, wann immer er weint! Wenn er Hunger hat besorg Dir ein Brusternährungsset und gib ihm Milch darüber. Es klappt auf jeden Fall, wenn Du ihn oft genug anlegen kannst!
Da es trotz der vielen Milch jetzt so geendet ist, solltest Du eine Stillberaterin holen, damit nichts schief geht.

Du schaffst das! Ich hab das auch geschafft! Jetzt ist er 9 Monate und ich stille immer noch, es lohnt sich auf jeden Fall es zu probieren!

Febe

Beitrag von hatschepuh73 13.01.11 - 21:46 Uhr

huhu...

du sprichst mir aus der seele....ich konnte garnicht stillen. habe nach 2,5 wochen "quälerei" aufgegeben. alles anlegen, cremen und pumpen hat nichts gebracht.
heute wurde ich allerdings "aufgebaut".... war bei einer bekannten die ihre kleine seit 4 wochen stillt. die kleine hatte schon einen wunden po und jetzt auch noch einen pilz am popo. und noch schlimmere bauchschmerzen als wir sie je hatten.
auch bei einer anderen freundin hatte das stillbaby bereits mit 8 wochen eine schlimme erkältung.
meine kleine hatte noch nix und ist kerngesund.....also kann flaschenmilch ja soooo schlecht nicht sein:-D:-D

schönen abend und genieß die freiheit der flasche

lg melanie+ luisa (12 wochen)

Beitrag von romance 13.01.11 - 21:51 Uhr

Huhu,

das solltest du nicht sein. Der Unterschied ist, DU hast ihm was gegeben als jemand der nichts gegeben hätte.

Ich war auch damals deprimiert und heute weiß ich. Ich konnte Nachts besser schlafen als die Muttis die stillen, weil die Kids zu oft kamen. Ich konnte weg sein, ohne das Kind bei mri zu haben. Weil ich es hätte stillen müssen. Praktisch mal Friseurbesuch ohne auf die Uhr zu schauen.

Der Papa kann Nachts ran, die Mama schläft dann...

Es hat auch seine Vorteile. Und schlecht bist du deswegen nicht.

Die Phase geht vorbei. Du der Frühling kommt und du hast keine dicken Dinger im BH, die schmerzen weil mal wieder Stillzeit ist. Wie gesagt, es hat auch Vorteile.:-p

Geniese das Glück, das du in den Händen trägst. Was macht es da? Das er halt keine Milch bekommt. Deswegen ist er niht unglücklicher.

LG Netti
die nach 4 wochen aufgegeben hat, weil nichts kam auch das pumpen nicht.

Beitrag von nieslchen 13.01.11 - 21:53 Uhr

ich denke du solltest dir ne stillberaterin suchen... das abpumpen am anfang war sicher nicht der richtige weg.. denn das war nicht zu viel... würde sagen das war der milcheinschuß... und die milch menge muß sich erst regulieren... und durch das pumpen ist da was durcheinander geraten!
wenn du es wirklich willst ruf eine stillberaterin in deiner nähe an... die helfen dir... und du wirst sehen ruckzuck stillst du wieder und ihr seid beide glücklich...

viel glück

Beitrag von angel2110 13.01.11 - 21:59 Uhr

Hallo.

Ich kann dich sehr gut verstehen.

Mir ging es ähnlich und es fing vor der Geburt schon an.
Wegen meinem hohen Blutdruck, der trotz Medikamenten nicht einzustellen war, sollte eingeleitet werden.
Da fing mein schlechtes Gewissen schon an. Ich wollte das Beste für mein Baby. Sie sollte so lange sie wollte in meinem Bauch bleiben und kommen dürfen wann sie will und bereit dafür war.
Leider kam ein Zeitpunkt wo weder Chefarzt noch Hebammen länger Verantwortung übernehmen wollten.
Sie kam Samstags zur Welt. Ich hatte ziemlich viel Blut verloren. Der Milcheinschuss ließ auf sich warten. Bis Mittwoch hatte die Maus mehr als 10% ihres Gewichts verloren und wir mussten zufüttern.
Die Hebammen und Schwestern im Krankenhaus waren alle super lieb und haben echt alles versucht.
Auch zu Hause wurde es nicht besser und Kinderarzt und Hebamme rieten mir schließlich zum zufüttern weil sie einfach nicht satt wurde und nicht zugenommen hat.
Ich habe mich auch als totale Versagerin gefühlt, aber was hätte ich tun sollen?

Inzwischen ist meine Maus 14 Monate alt (morgen) und es geht ihr prima.

Kopf hoch. Du bist keine schlechte Mutter!!!
Manche wollen und können nicht.
Andere können und wollen nicht.
Keine von ihnen ist eine schlechtere Mutter, als die, die können und wollen.

LG #liebdrueck


Beitrag von babybunnychen 13.01.11 - 22:00 Uhr

Wollte es bei meiner Tochter auch..aber sie lag auf Kinderintensiv und die Milch ist dann schnell weggegagen. Nach kurzer Zeit als sie zu Hause war, habe ich aufgegeben traurig.

Bei meinen Sohn habe ich es probiert und es ging 4 Monate aber immer mehr habe ich mich auch wie eine Milchkuh gefüllt und habe immer mehr zugefüttert und habe es dann als weniger kam auch aufgegeben.

Mach dir keine Sorgen. Meine Große ist trotzdem sehr Gesund und htte nur ab Kindergartenalter das sie mehrmals krank war.

Stillen finde ich zu überbewertet.

Beitrag von alea31 13.01.11 - 22:07 Uhr

Huhu,

ich kann dir voll und ganz nachempfinden...meine kleine ist nun 10 Wochen alt und ich habe vor einer Woche abgestillt.

Ich konnte die ersten vier Wochen problemlos stillen, aber danach kam meine Milchproduktion nicht mehr hinterher, die Maus hat nur noch vor Hunger geschrien. Ich habe zusammen mit meiner Hebi alles versucht, ich habe Clusterfeeding betrieben, aber es kam einfach nicht genug. Also haben wir ab der 5 Woche Nachts zugefüttert mit Pre Nahrung, dann kam leider das was nicht passieren sollte, die Kleine hat die Brust daraufhin angefangen zu verweigern. Also hab ich tagsüber abgepumpt die letzten 4 Wochen und ihr tagsüber MuMi gegeben und Nachts dann Pre Nahrung. Leider wurde durch das abpumpem aber die Milch weniger, somit habe ich dann beschlossen abzustillen.
Ich muss dazu sagen, hatte eine besch........ SS und all die Sorgen und Probleme kamen während der Stillzeit hoch, somit war ich nicht wirklich entspannt während des stillens #schmoll

Hatte auch ein sauschlechtes Gewissen und auch schon mehr als einen depressive Phase durch, aber im Nachhinein gesehen, geht es mir und der Maus nun besser. Und KEINER ist eine schlechte Mama nur weil man abstillt...manche versuchen es noch nicht einmal (aus welchen Gründen auch immer). Fühl dich mal dolle #liebdrueck uund Kopf hoch...deiner kleiner Mann wird trotzdem wachsen und gedeihen ;-)



Beitrag von sunnysunny 13.01.11 - 23:22 Uhr

die Phase kenne ich UND ich habe aber 6 Monate lang gepumpt.
Bei mir lang es aber daran das meine Maus 3 Wochen zu früh kam und an der Brust weg gepennt ist.

Wir lagen knapp 4 Wochen im KH und ich war die ganze Zeit mit draußen.
6 Tage selbst als Patientin wegen Ks und dann als Begleitperson

Beitrag von hoffnung2011 14.01.11 - 00:12 Uhr

Shadow #liebdrueck

es ist wikrlich schlimm, wenn man sich sehr hohe Ziele gesteckt hat und diese nicht rfüllen kann. Ich wollte so gerne stillen aus den o.g. Gründen und es ging nicht, weil ich Schmerztabletten nehmen musste. Du willst als Mami für dein kind das allerbestes, bist du sehr ehrgeizig und dann erlebst du eigene Menschlichkeit, eigene Grenzen. Dies zu akzeptieren, obwohl man von dem Verstand her weisst, es geht nicht anders.. dies zu akzeptieren ist ein weiterer Prozess und dieser tut weh.
Ich habe einige weitere Sachen, die nicht gehen. Und es sind mal Tage, da ist es mir einfahc nur zum weinen.

Wenn die Kids dann größer sind, dann geht es sogar weiter. In der netten Trotzphase werden deine Fähigkeiten noch mehr auf die Probe gestellt. und dann wolltest du bestimmte Sachen nicht tun und du versagst und da kann man über sich selbs nur kotzen. :-[

Ich finde aber, dass es dann später für die Kids total wichtig ist zu sehen, dass die Mama nur ein Mensch ist und keine Maschine.

Versuchen, dass maximum zu tun und akzeptieren, wenn es nicht geht. Ich kämpfe damit jeden Tag.

kopf hoch!!!

Beitrag von nsd 14.01.11 - 09:54 Uhr

Hi!
Das kenne ich, wobei es bei mir zum Glück nicht so schlimm war wie bei dir. Ich hatte so wunde und blutige BW (habe sogar 2 Wochen voll abgepumpt), hatte dann noch eine Brustenzündung. Ich habe so oft gedacht: "Hoffentlich muss ich nicht abstillen!". Aber jedes Mal wenn ich nur im entferntesten ans Abstillen gedacht hatte, da habe ich so einen Heulkrampf bekommen. Jetzt ist zum Glück alles abgeheilt und ich kann voll ohne alle Hilfsmittel stillen. Ich bin so glücklich (das erste Mal nach dem Abpumpen war auch ein herrliches Gefühl). Es tut mir für dich echt leid, dass es bei dir nicht funktioniert hat, aber Flaschen-Mamis sind genauso gute Eltern. Ich bin mit der Flasche groß geworden und bin kerngesund und glücklich. Schlecht Mamis sind Mamis, die ihre Kinder verhungern lassen und misshandeln (lassen). Mach dir keine Sorgen du bist eine gute Mami.

Siehs mal positiv. Du musstest auf Flasche umstellen, da die Milch nicht mehr da war. Du hattest keine Wahl. Daher Kopf hoch!!