Kinderbuchklassiker versus "neue" Bücher

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von snowwhite1974 13.01.11 - 22:30 Uhr

Hallo,

als leidenschaftliche Leseratte lese ich meinen Kindern viel vor. Mit meinem älteren Sohn habe ich viele Klassiker (Lindgren, Dahl, Nöstlinger etc.) durch, Bücher, die zum Teil aus meiner Kinderzeit sind.

Bei den neuen Büchern, die ich mit meiner Tochter lese, fällt mir auf, dass sie sprachlich so einfach und arm sind, dass ich keine Lust habe, sie vorzulesen (Das magische Baumhaus, Knister, die ganzen Elfen und Einhorngechichten etc,)

Sind die Kinder die jetzt im Selbstlesealter sind sprachlich wirklich so weit zurück, dass man ihnen nur einfachste Sprache angedeihen lassen kann?

Wer von den aktuellen Autoren ist eurer Meinung nach lesenswert?

Freu mich über Empfehlungen

(Isabell Abedi find ich ganz nett, aber auch nicht grad so anspruchsvoll)

Gruss snowwhite

Beitrag von rabe2 13.01.11 - 22:52 Uhr


Da sprichst du genau die Bücher an (magisches Baumhaus etc.), die bei mir auch für aufgerollte Zehnägel sorgen. *schüttel*

Mit meinem Kindern bewege ich mich auch eher bei den Klassikern (mein Liebling: Das kleine Gespenst...!), aber ja, es gibt auch schöne neue Bücher.;-)

Wir sind zur Zeit auf der "Kirsten Boie Welle". Angefangen mit "Der kleine Ritter Trenk", "Seeräubermoses" und nun wälzen wir uns gerade durch die "Möwenweg-Reihe".

Mein Großer hat die "Mr. Gum"- Reihe für sich entdeckt.;-)


Liebe Grüße
Stephanie

Beitrag von sina236 13.01.11 - 23:47 Uhr

wir mixen beides. ich habe noch viele bücher von früher vor 30 jahren. wir lesen

bibi biberkind
das kleine gespenst
die kleine hexe
henriette bimmelbahn
der spinatbaum in der wüste

aber eben auch
drache kokosnuss
geschichten vom kleinen angsthasen
sternenschweif (pferdegeschichten in rosarot und glitzer #augen mit immer den gleichen themen, was solls, sie liebt es und das ist ja auch irgendwie die hauptsache)


es gibt einige bücher und geschichten, die neu aufgelegt und zusammengefasst wurden, die früher mal beim kinderbuchverlag der ddr erschienen sind. da ich die als kind gelesen habe, möchte ich die auch meinem kinde nahe bringen. aber dass ihr all das auch gefällt, das erwarte ich nicht unbedingt. bücher, die ich ihr unbedingt zumindest später mal vorstellen will sind:

ich bin die neele
ottokar domma und
lüttmatten und die weisse muschel sowie
weisse wolke carolin #schein

Beitrag von h-m 14.01.11 - 08:44 Uhr

Meine Tochter wird demnächst 7. Ich lese ihr auch viele Bücher vor, die ich aus meiner Kindheit kenne (Astrid Lindgren, Enid Blyton, Otfried Preussler, Paul Maar).

Ich denke, das "Magische Baumhaus", "Sternenschweif" und Co. sind vielleicht bewusst sprachlich so einfach gehalten, damit es für Leseanfänger leichter zu lesen ist?! Sind zwar nicht direkt solche Erstlesebücher, aber vielleicht das, was nach diesen Erstlesebüchern kommt, als Übergang dann zu "normalen" ;-) Büchern. So war es bei meiner Nichte, angefangen selbst zu lesen, hat sie mit diesen Erstlesebüchern, dann kam Sternenschweif (war in der 2. und 3. Klasse bei ihr aktuell), und mittlerweile liest sie alle möglichen unterschiedlichen Bücher selbst.

Beitrag von tinaxx 14.01.11 - 09:28 Uhr

Hallo!

Ich finde auch, dass einige der aktuellen Kinderbücher sprachlich sehr einfach gehalten sind. Deswegen bieten wir unseren Kindern viele verschiedene Bücher an.

Zur Zeit sind die Sams-Bücher sowie Sternenschweif bei meiner Tochter sehr beliebt, mein Sohn interessiert sich für Sachbücher und King-Kong von Kirsten Boie sowie den Drachen Kokosnuss von Ingo Siegner.

Die Bücher von Kirsten Boie finde ich ganz gut, zu Weihnachten hat meine Tochter "Lola" von Isabell Abedi bekommen, da kann ich aber noch nichts zu sagen.


Über Tipps würde ich mich also auch freuen!

LG,
Tina.

Beitrag von barbarelle 14.01.11 - 11:13 Uhr

Wir mischen zwischen alt und neu.

Ich finde alle Lesestufen und Vielseitigkeit wichtig. Was nutzt dem Kind ein anspruchsvolles Buch, wenn es den Sinn nicht so ganz versteht?
Bevor ein Kind gar nicht liest, soll es ruhig erstmal die Baumhaus-Reihe durch bekommen.

Wir lieben z.B. Kästner aber das ist nunmal für eine 8-jährige der heutigen Zeit (noch) nichts. Sprache verändert sich im Laufe der Zeit. Ob nun positiv oder negativ sei dahingestellt.

Manch 7-8-9Jähriges Kind hat heute schon mehr Auswahl an Literatur und Menge an Bücher gelesen, die ich (wenn ich an meine Kindheit denke) nicht hatte.

LG
Barbarelle

Beitrag von anja1968bonn 14.01.11 - 11:48 Uhr

Sehe ich genauso; bei uns geht es auch sehr gemischt zu, und ich finde es auch positiv, dass mein Sohn (8) ganz verschiedene Sachen kennen lernt.

Das magische Baumhaus hat er auch als Anfangslese-Erfolg einfach gebraucht, bei Kästner mochte er "Emil und die Detektive", wurde aber mit anderen Büchern von ihm nicht warm. Im Moment liest er viel "Die drei ???", aber manchmal auch Märchen oder Bücher von Kirsten Boie, Cornelia Funke, Jenny Nimmo und zuletzt Jo Nesbo. Christine Nöstlinger mochte er nur vorgelesen bekommen, aber dabei hatten wir beide viel Spaß!

LG

Anja

Beitrag von erstes-huhn 14.01.11 - 12:22 Uhr

Ja, wir lesen (bis jetzt) fast nur Bücher aus meiner Kinderzeit, zu denen, die du selber genannt hast haben wir noch: Der Cowboy Jim und Dr. Dolittel.

Mit den neueren Kindernbüchern kann ich mich noch nicht so richtig anfreunden. Mein Sohn liebt den Drachen Kokosnus, aber das liest Oma mit ihm.

Mal sehen, wohin es geht.

Beitrag von marion2 14.01.11 - 16:21 Uhr

Hallo,

müssen Bücher immer anspruchsvoll sein?

Macht es einem Kind womöglich mehr Spaß ein "anspruchsloses" Buch zu lesen?

Gerade für Leseanfänger mit Schwierigkeiten sind Bücher wie das Baumhaus besser als die hochgelobten Klassiker.