Müssen Eltern immer über ihre Kinder reden?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von kattus 14.01.11 - 09:12 Uhr

Liebe urbianerInnen,

reden Eltern eigentlich wirklich immer nur über ihre Kinder?

Diese Frage stelle ich mir für einen Artikel hier auf urbia.de.

Ist es nur Einbildung oder ist es tatsächlich so, dass Eltern (nur Mütter oder auch Väter?) hauptsächlich, ausschließlich, mit jedem und zu jedem Anlass über den Nachwuchs plaudern? Dass sie in Gesprächen auch von noch so abwegigen Themen her immer wieder auf die Kinder kommen?

Wenn ja – warum?
Ist das normal? Oder zu viel? Lästig? Oder hilfreich?
Was sagen Partner, Familie und (kinderlose) Freunde dazu?

Mich interessiert, was urbia-Eltern darüber denken, wie sie dieses Thema bei sich selbst und anderen erleben und würde mich sehr über einige Meinungen dazu freuen!

Bei Fragen bzw. wer sich nicht öffentlich äußern mag, einfach eine Nachricht an mein Postfach hier bei urbia schicken.

Herzliche Grüße & Danke im Voraus!
Kathrin Wittwer, urbia-Autorin

Beitrag von mani62726 14.01.11 - 09:22 Uhr

Hallo,

bei uns ist das ganz unterschiedlich:

Ich habe eine gute Freundin, mit der ich nur ab und an mal über die Kinder spreche (sie hat 2 Mädchen, ich eins). Ansonsten sprechen wir über alle möglichen Themen.

Meine Schwägerin dagegen spricht die ganze Zeit nur über ihre Kinder. Sogar wenn wir mal einen Mädels-Abend haben und ohne Kinder unterwegs sind. Ab und an kann das richtig lästig sein (zu mal es dann meistens um Kinderkrankheiten etc. geht).

Ich erzähle gern von meiner Tochter oder höre mir Geschichten über andere Kinder an, allerdings muss ich das nicht den ganzen Tag haben (kein Wunder, dass sich manche Frauen nur noch als "Mama" sehen).

Viele Grüße

Marion

Beitrag von metalmom 14.01.11 - 09:24 Uhr

Hallo,
ich rede mit anderen Leuten (Freunden, Familie) über meine Kinder wenn etwas Besonders passiert ist. Etwas Lustiges oder wenn Probleme da sind oder wenn etwas Wichtiges ansteht, z.B. Einschulung, Kindergartenwechsel, etc.
Ansonsten habe ich so viele Interessen die nic Dann hole ich mir auch gerne Meinungen oder bitte um Hilfe.
Ansonsten habe ich aber so viele Interessen die nichts mit Kindern zu tun haben, dass ich jede Menge andere Gesprächsthemen habe. Ich bin auch ganz froh, wenn ich mit meiner Freundin stundenlang über Politik, Religion, Weltgeschehen oder was auch immer reden kann.
Mich persönlich langweilt das ewige Gerede über Windeln, Babymilch und die ständigen Fragen nach dem "Kann Deiner schon...?". Von Menschen, die nur über ihre Kinder reden halte ich mich sogar extra fern.
Ich kenne Frauen, die wirklich ihr ganzes Leben den Kindern witmen, nur noch aus Eltern-Zeitschriften zitieren und mit denen Gesspräche über andere Themen kaum oder gar nicht möglich sind.
Gut, soll Jeder machen wie er will. Aber mich schrecken solche Leute definitiv ab. Und ich denke, auch meine Freunde würden mir den Vogel zeigen, wenn ich nur noch über meine Kinder reden würde. Doch diese Gefahr besteht in keinster Weise. #nanana
LG,
Sandra

Beitrag von metalmom 14.01.11 - 09:26 Uhr

Oh peinlich, da hab ich wohl im Text was vermasselt. Ich hoffe, man kann es trotzdem entziffern. #hicks
Sowas passiert, wenn man nicht editieren kann.

Beitrag von amanda82 14.01.11 - 09:38 Uhr

Keine Angst! Man kann es entziffern :-)

LG Mandy

Beitrag von amanda82 14.01.11 - 09:34 Uhr

Hallo Kathrin!

Ja, also das stimmt schon irgendwie. Mit meinen Freundinnen kommen wir oft in Gesprächsthemen immer wieder auf die Kinder. Man holt sich Ratschläge, "vergleicht" Reaktionen usw. Das hat nix mit Prahlen zu tun, aber mich und meine Freundinnen interessiert das ebenso wie meine Familie.

Mit kinderlosen Paaren/Freunden reden wir in der Regel nicht über solche Themen, es sei denn, wir werden gefragt.

Ich finde das völlig normal - vielleicht gibt sich das ja mit zunehmendem Alter der Kinder ... Lästig ist es auch nicht, aber hilfreich :-)

Mir ist jedoch aufgefallen, dass wir uns deutlich weniger über Kinder unterhalten, wenn diese nicht anwesend sind (also wenn ich mich mit meinen Freundinnen ohne Kinder treffe). Komme ich mit den Kindern vorbei, damit alle einen schönen Spielnachmittag verbringen, plaudern wir deutlich mehr über Kinder, was möglicherweise auch daran liegt, dass sich immer wieder neue Situationen ergeben, in denen man sich ärgert, überfragt ist, darüber lacht, Hilfe braucht ... Wenn man das direkt vor Augen hat in Form des eigenen Kindes, fällt es einem auch direkt wieder ein, was man halt noch mal so fragen wollte oder wissen möchte, wie andere reagieren #schein

#winke Mandy

Beitrag von ayshe 14.01.11 - 09:39 Uhr

Hallo,

nein, das kenne ich nicht so.
Am Anfang, wenn das erste Kind geboren ist, kommt es schon vor, weil es eben sehr neu ist, aber da haben auch die kinderlosen und besonders die Familienangehörigen immer großes Interesse und sprechen es selber an.
Oder wenn neue Abschnitte erfolgen, Kigaeintritt, Schulanfang, da wird man ja direkt gefragt, Interesse ist dann von anderen deutlich.

Später bespricht man natürlich schon einiges mit Freunden, aber eben mit denen, die selber Kinder haben, berät sich eben, was Stillen angeht oder anderes, Probleme, man tauscht sich eben aus.

Aber ich finde, es gibt genug andere Themen, über die man auch spricht.
Und das sollte man auch.


Wenn jemand permanent nur über seine Kinder reden würde, würde es mich nerven.

Beitrag von robingoodfellow 14.01.11 - 09:43 Uhr

Hallo,

ja, müssen wohl wirklich viele. In Spielgruppen lass ich es mir noch weitgehend eingehen, wobei es mich da auch genervt hat.

Dann ging es weiter bei den abendlichen Müttertreffen "weil man sich ja so gut versteht". Da wird essen gegangen, sich gefreut das man endlich mal wieder ohne Kinder und in Ruhe im Lokal sitze kann.

Das Gesprächsthema? KINDER.

Aus diesem Grund habe ich mich aus den ganzen Mamagrüppchen zurückgezogen, weil ich es nicht mehr hören konnte. Das Leben besteht doch nicht nur aus Kindern. Oder haben sich diese Frauen darauf dezimiert?

Und. Ich habe auch versucht andere Themen anzuschneiden. Aber irgendwie sind die Ladies da nicht drauf angesprungen. Bis auf eine. Und mit der hab ich auch noch Kontakt.

Ich liebe meine Kinder über alles, keine Frage. Aber mich liebe ich auch.

Beitrag von anthea21 14.01.11 - 21:02 Uhr

Hallo,

dann hattest du eindeutig die falschen Mütter.

Wir treffen uns vom Geburtsvorbereitungskurs meiner Großen (6 Jahre) alle paar Monate zum Essen. Die ersten 5 Jahre haben wir uns auch monatlich mit den Kindern getroffen, aber die mögen jetzt nicht mehr.

Bei einem Essen waren wir wie immer am klönen. Über Gott und die Welt, Politik, Medizin, Finanzfragen, TV, aber natürlich auch über Kinder.

Und nach ca. 2 Stunden als der Nebentisch sich auflöste, kamen 2 Herren von dort auf uns zu und erklärten uns ganz lieb und nett, das sie sich das schon die ganze Zeit gefragt hätten und jetzt doch mal nachfragen wollten: woher wir uns eigentlich alle kennen würden, wir hätten so viele verschiedene Themen und sie konnten von außen keinen gemeinschaftlichen Nenner ausmachen, ob wir zusammen studiert hätten ;-) .

Es kann also auch ganz anders sein.

Liebe Grüße,
Karin (die gerne von den Kinder erzählt, aber nur denen die es interessiert)

Beitrag von ichhabefertig 17.01.11 - 12:42 Uhr

<<Hallo,

ja, müssen wohl wirklich viele. In Spielgruppen lass ich es mir noch weitgehend eingehen, wobei es mich da auch genervt hat.

Dann ging es weiter bei den abendlichen Müttertreffen "weil man sich ja so gut versteht". Da wird essen gegangen, sich gefreut das man endlich mal wieder ohne Kinder und in Ruhe im Lokal sitze kann.

Das Gesprächsthema? KINDER.

Aus diesem Grund habe ich mich aus den ganzen Mamagrüppchen zurückgezogen, weil ich es nicht mehr hören konnte. Das Leben besteht doch nicht nur aus Kindern. Oder haben sich diese Frauen darauf dezimiert?

Und. Ich habe auch versucht andere Themen anzuschneiden. Aber irgendwie sind die Ladies da nicht drauf angesprungen. Bis auf eine. Und mit der hab ich auch noch Kontakt.

Ich liebe meine Kinder über alles, keine Frage. Aber mich liebe ich auch. <<


Der Einfachheithalber habe ich dieses Posting kopiert, weil ich es auch nicht besser formulieren kann, lediglich nur ergänzen kann.
Mich nervt zusätzlich noch, das sich viele komplett abhängig von Partner und Familie machen.
Mal rausgehen zum Konzert oder ins Kino?
Pustekuchen. Erst muß der Mann gefragt werden, obwohl er abends zuhause ist. Aber der Mann ist so müde, 2 Stunden mal die kids zu hüten, ist definitiv nicht drin.
Außerdem wird man als vergnügungssüchtiges Monster angesehen, das seine Kinder verwahrlosen lässt.
Sobald man nämlich Mutter ist, hat man mit dem Leben abgeschlossen.
Die Familie hat Vorrang, ohne Wenn und aber.
Glucke 24 std, und nonstop.
Ich persönlich habe auch Kinder, und versuche zumindestens meine Hobbys zu pflegen.
Was mir persönlich fehlt, ist eine Freundin, mit der ich auch mal mich selbst pflegen kann.
Denn selbst die mit netten Müttern kann man nicht mal in Ruhe telefonieren. immer ist ein Kind rum, selbst wenn man sich zum telefonieren verabredet. Denn der Mann ist ja ausserstande, der Frau mal 5 Minuten für sich selbst zuzugestehen. Außer meiner. Wahrscheinlich kommt der vom Mond, so selten ist das Exemplar was ich besitze.
Und es sind nicht nur die Gespräche, die sich nur noch um KKK(Kinder, Küche, Kirche) drehen.
Bei den meisten Müttern fängt es schon an, das sie mit Eintritt der Mutterschaft nur noch den Muttilook pflegen.
Schminke, oder ein die Haare zurechtgemacht? Eine schicke Bluse? Wozu? Alles unpraktisch.
Dabei stimmt das nicht. Sich mal etwas zurechtmachen muß nicht unpraktisch sein.
Ich habe auch einen flotten Haarschnitt, denn muß ich nicht mal föhnen.
Und zu meinem erschrecken habe ich festgestellt, das viele Männer mit Eintritt der Vaterschaft scheinbar auch nur noch Vati sind.
Manche Paare sehen derart praktisch nach Eltern aus, man kann sich kaum vorstellen, das da noch eine persönliche Beziehung ist.

Beitrag von thea21 14.01.11 - 09:43 Uhr

Hallo,

ich denke, das ist so, weil in der Regel der komplette Alltag mit dem Kind verknüpft ist.

Beitrag von alpenbaby711 14.01.11 - 09:50 Uhr

Ich quatsche mit einer Freundin über meine Probleme: D.h. die Behinderung meines Sohnes, dann über meine Ehe, grins, über meine Hühner, über Computer mit anderen Freunden. Hier bei Urbia in einem Club über Bücher. Also bin ich nach wie vor nicht nur Muttertier sondern auch noch MEnsch mit eignen Interessen als nur das Kind!
Ela

Beitrag von girl08041983 14.01.11 - 09:52 Uhr

Hi,

nein wir haben auch andere Themen, klar fragen unsere Freunde ab und zu nach den Kids oder wir erzählen etwas, wenn was grad passiert ist, aber ansonsten reden wir nicht über die Kinder.
Ich bin selber froh, grad meine Schule zu machen und endlich raus aus dem Nurmuttersein zu sein, da muss ich nicht immer Kinder als Hauptthema haben, dann lieber lästern über Mitschüler, Lehrer etc.*g*

Lg

Beitrag von simone_2403 14.01.11 - 09:54 Uhr

Hallo

Nein,das gibt es bei uns nicht ;-)

Ich kann es verstehen wenn Eltern gerne über ihren Nachwuchs plaudern,vergleiche anstellen oder besondere Fähigkeiten herausstellen möchten,es sei ihnen gegönnt :-)

Bei uns ist das völlig anders trotz,oder vieleicht gerade wegen der Kinder.#kratz Wir sind NICHT nur Eltern,wir sind auch Paar und da haben Kinderthemen nun mal nichts zu suchen.

Wenn wir alleine oder aber auch mit Freinden essen gehen (auch diese haben Kinder) kommen keine Themen auf den Tisch was die Kinder betrifft.Wir geniessen dann die Zeit als Paar und wir fänden es komisch dann beim lecker Steak über die Windeldermatitis oder die Kindergartenprobleme zu quatschen.
Wenn ich am Abend mit meinem Mann auf der Couch sitze wird darüber kurz gesprochen wenn etwas vorgefallen ist ABER das Thema Kinder bestimmt nicht unser Gesprächsleben.

Natürlich kommt es vor,das ich mich mit Freundinen treffe,auf einen Kaffee,in der Stadt.Es kommt auch durchaus vor,das Kinderthemen kurz angerissen werden,das eventuell mal nach Rat gefragt wird aber uns macht es wesentlich mehr "Spass" übder den fürchterlichen Bart zu "lästern" den der Typ da 3 Tische weiter hat #schein

Ich bin Mutter,mein Mann Vater,WIR sind Eltern,deshalb haben wir aber an der Kreissaaltüre noch lange nicht das Mann und Frausein abgegeben #schein


#winke

Beitrag von sooderso 14.01.11 - 10:16 Uhr

In meinem Team in der Arbeit sind fast nur Männer und ich genieße es, dass keiner Bedarf hat über Kinderkrankheiten oder sonstiges zu reden, dass ist herrlich. Wenn ich danach mein Kind aus dem Hort abhole und schon die Grüppchen der Mamas davor sehe und Gesprächsfezten mitbekomme, reicht es mir schon ;-) Ich habe festgestellt, das haupsächlich Hausfrauen kaum ein anderes Thema, als ihre Kinder haben, sie definieren sich meist über ihre Kinder und über die Leistungen ihrer Kinder.

Beitrag von 1familie 14.01.11 - 10:31 Uhr

Hallo,

nein, wir sprechen nicht nur über unsere Kinder :-)

Wir haben zum Glück noch genug Gesprächsstoff ausser den beiden Monstern.
Wenn mit kinderlosen Paaren weggehen, sprechen wir nur über die kids, wenn wir gefragt werden....

Gerade hier bei urbia habe ich festgestellt, das Frauen die Kinder geboren haben - nur noch Mutter sind und nicht mehr Frau, Freundin, Partnerin - ich finde das sehr schade.

LG

Beitrag von why-is-me-so-dumb 14.01.11 - 10:47 Uhr

Hallo,

zwischen meinem Mann und mir sind die Kinder jeden Tag Gesprächsthema, ich würde sagen, im Schnitt so 5-10 Minuten lang. Dabei geht es darum, zu erzählen, was heute gut oder nicht so gut gelaufen ist oder einer von uns holt sich beim anderen einen Rat zu einer bestimmten Situation ein. Sonst reden wir über andere Themen.
Mit unseren Freunden reden wir selten über die Kinder. Meistens treffen wir uns abends oder am Wochenende tagsüber und dann stehen andere Themen im Vordergrund. Wir erkundigen uns jedoch gegenseitig nach dem Befinden der Kinder und richten Grüße an diese aus. Und wenn etwas Gravierendes passiert ist (Krankheit, Kiga- oder Schuleintritt, Geburt, länger andauerndes Problem, ...) wird da auch darüber gesprochen. Jedoch nie abendfüllend.
Wenn ich mich mit einer Erziehungsaufgabe überfordert fühle oder ich einfach nur tierisch genervt bin von irgendeiner kindlichen Phase, dann rufe ich schon bei einer Freundin oder einem Freund oder meiner Mama an und spreche darüber.
Und dann gibt es noch die Eltern von Freunden der Kinder. Mit denen habe ich in der Regel keinerlei Berührungspunkte als eben die Kinder. Wenn wir zusammentreffen, sind also auch unsere Kinder das Hauptthema. Wobei es mir da lieber ist, wenn die anderen Eltern eher von gemeinsamen Erlebnissen wie Ausflügen oder Urlauben erzählen. An einem solchen Gespräch kann ich Spaß haben und mir oft wichtige Infos mitnehmen.
Was mich eher nervt sind Eltern, die dauernd Erziehungsfragen wälzen. Mich interessiert ehrlich gesagt nur bedingt, welcher Babybrei in welcher Reihenfolge gefüttert wird, welche Windelmarke speziell diesem Kind besonders gut passt, ob dieses oder jenes Kind im Winter Salat essen darf oder nicht und wie oft die Klassenkameraden meines Sohnes Zähne putzen müssen. Da langweile ich mich schnell und schalte ab.

Viele Grüße,
Sophie

Beitrag von caramaus 14.01.11 - 10:54 Uhr

Hallo!

Ich glaube, dass es auch auf den Kontext ankommt, indem man seine Freunde/Innen kennenlernt. In einem Geburtsvorbereitungskurs oder einer Krabbelgruppe wäre es, glaube ich, schon sehr seltsam, wenn man sich vorrangig über die aktuelle politische Situation oder den Afganisthan-Krieg unterhalten möchte...

Persönlich finde ich es nervig - dieses Vergleichen "was kann dein Kind, meins konnte das aber schon dann...blahblah" - deshalb gehe ich nur zum Babyschwimmen und meide diese "Mütter-Gespräche". Was aber auch dazu führt, dass sich dort keine Freundschaften entwickelt haben.

Mit meinen Freunden, die ich auch schon vorher hatte, rede ich über die gleichen Themen wie schon immer, es ist halt nur noch eines dazugekommen.

Mit meiner Familie rede ich sehr viel über meine Tochter. Wir sprechen schon auch über andere aktuelle Sachen in unserem Alltag, von Hobbies und über Gott und die Welt aber eben ganz oft auch von der Maus. Das liegt aber daran, dass die komplette Familie 500km von hier entfernt wohnt und wir uns maximal 4-5Mal im Jahr sehen. Die wollen einfach wissen, wie sich die Kleine entwickelt, weil sie es ja live nicht erleben können. Wenn man mir da manchmal zuhören würde, dann wäre ich so ein typisches Beispiel von "kennt die kein anderes Thema...".

C.

Beitrag von berry26 14.01.11 - 11:01 Uhr

Hi,

ich denke es sind selten beide Elternteile die ständig über ihre Kinder reden. Ich kenne es zumindest von Vätern kaum bis gar nicht. ;-)

Ich selbst vermeide es eher über meine Kinder zu sprechen, wenn ich nicht explizit danach gefragt werde, weil es mich auch nervt wenn mir eine Mutter alles aus dem Leben ihres Spross erzählt. Mich interessiert es nicht ob ein Kind 5 Tage lang 50 Windpockenpusteln am Rücken hatte oder das die Verstopfung von Klein Dominik schon wieder nur mit einem Einlauf zu beheben war... #augen
Demnach muss ich auch niemanden aufs Auge drücken das Jonas gestern seinen Spinat wieder ausgespuckt hat oder Emilia mich die Nacht wieder nicht hat schlafen lassen, weil sie Blähungen hatte.
Ich freue mich wenn mich jemand mit anderen Gesprächsthemen aus der reinen Mamawelt, in der ich in der Elternzeit zwangsläufig lebe, rausholt.

Über meine Kinder kann ich mich im Kindergarten mit anderen Müttern unterhalten oder abends mit meinem Mann. Ansonsten bin ich gern auch mal NUR Frau!

LG

Judith

Beitrag von mel130180 14.01.11 - 11:41 Uhr

Hi,

selbstverständlich rede ich über mein Kind, denn es ist ja ein großer Teil meines Lebens. Dennoch bin ich sehr wohl zu anderen Gesprächen in der Lage, die mir auch absolut wichtig sind. Ich definiere mich nicht über mein Kind, denn ich bin immer noch ein eigenständiger Mensch und habe meine Persönlichkeit nicht an der Tür zum Kreissaal abgegeben.

Bei einem Kennenlernnachmittag im Kindergarten musste ich feststellen, dass ungelogen 90% aller Mütter kochen, backen und Familie als ihre Hobbies betrachten. Das ist für mich erschreckend, denn es zeigt deutlich, dass diese Frauen einen großen Teil ihrer Persönlichkeit verloren haben. Familie ist für Alltag und kein Hobby. Ein Hobby kann man auch wieder ablegen. Meine Familie ist mein Leben, aber nicht mein einziger Lebensinhalt.

Gruß
Mel

Beitrag von lisa1408 14.01.11 - 11:44 Uhr

Hallo,

also bei mir kommt das auf die Freundin an.

Ich hab Freundinnen (meistens kinderlose) die mich proforma fragen wie es Leonie geht... kurze Anwort - das wars. Danach wird über Gott und die Welt gesprochen, nur nicht über Kinder.

Und dann hab ich wieder Freundinnen mit denen fast nur über Kinder gesprochen wird.

Mir war es nach der Geburt enorm wichtig, dass ich den Kontakt zu meinen kinderlosen Freundinnen pflege und mich mit ihnen über andere Themen austauschen konnte. So hatte ich wieder das Gefühl, Frau, Mensch, Freundin zu sein und nicht nur Mutter.

Beitrag von wieso-weshalb-warum 14.01.11 - 12:02 Uhr

Hallo,

ich erlebe es in meinem Bekanntenkreis so unterschiedlich wie noch was. :-)
Der ist bunt gewürfelt. Von kinderlosen Paaren mit Hund bishin zu dreifachen Müttern, die dazu noch Tagesmutter sind bis vierfachen Mütter, die ihre Kinder grob vernachlässigen.
Ich selbst habe drei Kinder.
Es ist entspannt und ausgeglichen muss ich sagen. Mit den einen plaudere ich über Gott und die Welt, Politik, Musik, Filme, Zeitgeschehen, mit den anderen über Entwicklungsverzögerungen, Logopädie und Ergotherapie ihrer Sprösslingen, mit anderen über Arbeit und Hobbys.

Aber ich muss dazu sagen, dass ich bei manchen Leuten wirklich das Gefühl habe, dass das einzige Thema, das sie ausführlich breittreten, ihre Kinder sind. Woran das liegt? Sicherlich erst einmal daran, dass sie ihre Kinder lieben und stolz sind. Andererseits denke ich manchmal, sie identifizieren sich komplett nur noch über das Mütter/Väterdasein und haben ihre eigenen Bedürfnisse weit hinter die ihrer Kinder gesteckt.
Ob das gut oder schlecht für diejenigen sind, kann ich nicht beurteilen. Das Erwachen wird kommen, wenn die Kleinen groß sind, das Haus verlassen haben und flügge geworden sind.

LG
www.

Beitrag von cybille 14.01.11 - 12:11 Uhr

Wie es bei anderen ist weiss ich nicht, aber bei mir ist das so, dass es immer auf den Gegenüber ankommt. Bei Eltern von Schulfreunden meiner Töchter reden wir schon meist über die Kinder und Probleme, die sie betreffen oder die Schule. Wenn Freunde oder Bekannte selbst keine Kinder haben sprechen wir auch nicht über Kinder. Aber ich glaube auch, dass sich das mit der Anzahl der Kinder runterspielt. Beim ersten Kind ist Mama und Papa auch sooooo stolz, dass man oft allen die Fortschritte mitteilen will, sich aber auch Hilfe holt, wenn man unsicher ist. Beim zweiten und gar beim dritten Kind lässt das nach, weil man selbst schon sicherer ist. Da kommt es mehr vor, dass Freundinnen oder Kolleginnen mich um Rat fragen. Ich bin der Meinung ich hatte ein Leben vor meinen Kindern und heute bin ich zwar Mutter, aber auch Frau, berufstätig, Ehefrau, Freundin und sicher noch viel mehr.
LG

Beitrag von gingerbun 14.01.11 - 12:32 Uhr

Hallo,
ich mache das glaube ich von den Menschen abhängig mit denen ich rede. Generell rede ich nicht ausschliesslich über meine Tochter da mein Leben ja auch noch aus anderen Dingen besteht. Wenn mein Gegenüber gar keine Kinder hat und auch nicht sonderlich Interesse daran hat (das merkt man ja) dann fang ich mit dem Thema auch gar nicht an. Treffe ich mich mit anderen Müttern dann kommen wir schonmal aufs Thema aber wenn ich richtig nachdenke rede ich eher über andere Sachen.
Gruß!
Britta

Beitrag von espirino 14.01.11 - 12:52 Uhr

Hallo,

bei uns ist das nicht so. Reden Kollegen (die meine Kinder nicht kennen) von ihren Kindern und beziehen mich nicht durch Fragen mit ein, erzähle ich auch nicht über meine Kinder. Innerhalb der Familie und im Freudeskreis ist das was anderes. Sie alle kennen meine Kinder und gehen mit ihnen um. Ab und zu redet dann schon jeder von seinem Kind.

Väter, glaube ich, thematisieren das nicht so oft. Und auch bei uns Müttern dreht sich die Welt neben den Kindern auch sehr oft um die Arbeit oder Politik.

Am Ende aber sind uns unsere Kinder wohl die wichtigsten Menschen und daher eben auch so oft im Gespräch. Das heißt, in Gedanken hat man sie fast ständig bei sich und äußert dies früher oder später durch Worte.

Ich persönlich mag es nicht, wenn jemand ständig aus dem Hinterhalt und ohne Anlass über das Neueste, Tollste und Beste seines Kindes daher kommt.

LG Jana