Alleinerziehend und 10 Std am Tag arbeiten?? Wie macht ihr das?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von miekee 14.01.11 - 09:31 Uhr

Meine Frage steht ja schon oben. Hätte jetzt die Chance einer Umschulung, die ich unbedingt nutzen will um endlich aus der unteren Sozialschicht rauszukommen. Sorgen macht mir die Betreuung meiner 3 Kids (9,8 und 4) der 8 Jährige ist auch noch Autistisch (wobei sich das wahrscheinlich mit der Caritas regelt)
LG

Beitrag von tammyli 14.01.11 - 09:56 Uhr

Hallo,

bist Du dann 10 Stunden aus dem Haus? Wenn Du einen Teil der Zeit zu Hause arbeitest, sollte es gehen. Sonst wird es eher schwierig.

Wenn Du es durchziehst und schaffst, dann wünsche ich Dir alles Gute :-).

Beitrag von claudi2712 14.01.11 - 10:22 Uhr

Hallo miekee,

ich verlasse zusammen mit meiner Tochter um viertel vor sieben das Haus und bin um 17 Uhr wieder zu hause. Ich arbeite 39 Stunden/Woche. Die Betreuung im Kindergarten geht bis 16 Uhr. An zwei Tagen/Woche holt mein ExMann die Kleine, sodass ich "nacharbeiten" kann.

Gibt es bei Euch einen Hort?

Viel Erfolg - ich finde Dein Vorhaben toll und mutig!

Claudia

Beitrag von miekee 14.01.11 - 12:56 Uhr

Also: Da mein Arbeitsplatz ca 30 Km von meinem Wohnort entfernt liegt wäre ich von 7- bis ca 19 Uhr aus dem Haus, sehe meine Kinder nur zum Wecken und um sie ins Bett zu bringen. Um endlich eine abgeschlossene Berufsausbildung zu haben und aus Hartz 4 rauszukommen, nehme ich das gerne auf mich wenn meine Kinder dementsprechend gut betreut sind.
Wir haben hier nur einen Kiga(wohne echt in der Pampa), der die Kinder von 7-17 Uhr bzw Mi und Fr von 7-16 Uhr betreut. Was mache ich mit dem Rest der Zeit? Tagesmutti????
LG

Beitrag von claudi2712 14.01.11 - 12:58 Uhr

Oja, das ist natürlich eine "harte Nummer". Da es aber ja ein absehbarer Zeitraum ist und wirklich für die gemeinsame Zukunft ist, würde ich es wohl auch machen!

Ja, Tagesmutter oder ein Hort im Anschluss an den Kiga.

Viel Glück!
Claudia

Beitrag von winnie_windelchen 14.01.11 - 13:38 Uhr

Und wer trägt diese Kosten? Die Arge? Sie selbst?

mfg

Beitrag von claudi2712 14.01.11 - 13:40 Uhr

Das weiß ich nicht, deswegen wollte ich dazu nix sagen. Da würde ein vor Ort-Gespräch bestimmt plausibleres bringen als gefährliche Halbwahrheiten...

denke ich.

LG
Claudia

Beitrag von winnie_windelchen 14.01.11 - 13:54 Uhr

Hi, ich muss ganz ehrlich sagen ich könnte das nicht.

Ich hatte auch die Möglichkeit eine Umschulung zu machen, in dem Altenpflege Bereich inkl. PKW Führerschein. Habe mich tierisch darauf gefreut. Ich sah für mich bzw. für uns einen Neuanfang. Mit Krankheit, und ohne PKW, leben in einer Kleinstadt (das ist sie für mich zumindest), ist das alles nicht so einfach.

Als ich erfuhr das die Schule um 8 anfängt und um 3 endet habe ich angefangen zu rechnen. Da ich in die nächst größte Stadt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren müsste, hätte meine Maus ab 6 in die KiTa gemusst und ich hätte erstmal Hektik um pünktlich den Bus sowie den Zug und die anschließende Strassenbahn zu erreichen.

Nach Schulschluss das gleiche und ich hätte es dann aber nicht rechtzeitig in die KiTa geschafft um meine Kleine abzuholen. Somit hatte sich das dann erledigt, denn Unterstützung, das jemand Lini abholt und ich dann anschließend sie dort abgeholt hätte, habe ich nicht.

Hier im Urbia habe ich dann auch gelesen das man sie dann ja noch zu einer Tagesmutter schaffen könnte aber wer trägt a; diese Kosten und b; wer schafft mein Kind dort hin oder könnte sie abgeholt werden von der Tagesmutter? Hätte man alles erst noch klären müssen. Mal abgesehen davon das wir nur eine Tagesmutter mit 3 Plätzen haben.

Wenn dem aber dann der Fall gewesen wäre und es hätte geklappt, wären ich und mein Kind dann vieleicht gegen 6 zu Hause gewesen und was dann? Abendbrot machen, wieder schlafen gehen und am nächsten Tag das gleiche? Tag für Tag?

Wo kann ich dann noch Mutter sein? Mir würde mein Gewissen einen Strich durch die Rechnung machen oder mein Körper, der nach ein paar Wochen oder Monaten sagen würde "es reicht mir", "ich kann nicht mehr". Und ich letzten endes mir oder uns mehr geschadet habe als umgedreht.

Vieleicht ist es bei mir noch etwas anderes als wie bei jemandem der gesund ist. Ich wollt auch nur mal meine Meinung äußern. Ich würde es nicht machen aus Angst, aus Sorge, wegen dem schlechten gewissen und dies hätte ich auf jeden Fall.

lg

PS.: Hut ab vor denen die dies tagtäglich so machen weil sie es können und müssen, wirklich. Mein Körper würde das nicht durchhalten und ich wäre froh wenn es anders wäre. Erst macht man Luftsprünge und freut sich und dann stolpert man wieder und fällt.

Beitrag von windsbraut69 15.01.11 - 08:50 Uhr

Warum bist Du dann nicht umgezogen?
Arbeitsplätze werden bei Euch auch nicht wie Sand am Meer vorhanden sein, oder?

Gruß,

W

Beitrag von winnie_windelchen 15.01.11 - 12:07 Uhr

Weil ich aufgrund einer Umschulung nicht die Erlaubnis erhalte umziehen zu dürfen, dies geht nur wenn einen jemand fest einstellt und dies widerrum geht bei mir nicht, da ich Verkäuferin gelernt habe und ich aus Erfahrung und vom hören und sagen weiß das wenn man bereits beim Vorstellungsgespräch sagen muss das man nicht am WE arbeiten gehen kann und auch nicht länger als wie der KiGa offen hat, hier momentan 17 uhr, man da nicht eingestellt wird.

Das sind die Tatsachen und diese sind nicht Alleinerziehend-Freundlich.

Lg

Beitrag von windsbraut69 16.01.11 - 11:04 Uhr

In der Altenpflege hättest Du doch auch keine alleinerziehendenfreundlicheren Arbeitszeiten?!

Aber davon mal abgesehen, kann Dir niemand den Umzug verbieten, das ist Unsinn.

Wie stellst Du Dir denn Eure Zukunft in der Kleinstadt ohne Führerschein und ohne Angebot von Arbeitsplätzen vor?

Gruß,

W

Beitrag von winnie_windelchen 16.01.11 - 11:21 Uhr

Richtig, aber sag dies mal der Arge. Vieleicht denkt diese aber, wobei das garnicht so verkehrt ist, das ich zumindest später eine größere Chance hätte eine Festeinstellung zu bekommen, zumindest wenn es bis dahin gesundheitlich noch gut aussieht. Im Handel hat man heutzutage und auch in 5 Jahren doch fast nur noch die Möglichkeit auf Teilzeit oder Pauschal oder als 165 Euro Job arbeiten gehen zu können.

Den Umzug verbieten kann mir niemand, das ist richtig aber die finanziellen Mittel muss ich dann selbst aufbringen, egal ob es sich um den Umzug ansich handelt oder die Kaution die mittlerweile sehr oft verlangt wird. Und das Geld habe ich nicht, noch nicht.

"Wie stellst Du Dir denn Eure Zukunft in der Kleinstadt ohne Führerschein und ohne Angebot von Arbeitsplätzen vor? "

Das ist eine gute Frage und darüber mache ich mir schon seit meiner Jugendzeit Gedanken, da ich dies ja schon seit Kleinauf bei meiner Mutter mitbekomme, wobei sie zwischenzeitlich jedoch einen PKW besaß, doch diesen durch Dummheit und Verantwortungslosem Verhalten verlor.

Ein Führerschein ist eine gute Alternative aber schwer umsetzbar. Dieser wäre der beste Anfang. Füherschein -> folglich Job (zumindest sind die Chancen höher) -> dann ein Weilchen arbeiten gehen und so das Geld für einen Umzug in Jobnähe zusammensparen.

Problem ist nur, den Füherschein leisten kann ich mir (auf Raten zumindest), doch nie ein Auto als Anfänger unterhalten und das man gleich einen Job bekommt kann man nicht voraussetzen.

Du siehst ich habe gewisse Vorstellungen aber das umsetzen sollte überlegt sein denn ich habe keine Lust darauf mich mehr in den Ruin als nach vorn zu stürzen.

Davon mal abgesehen das ich ja nicht zu hause rum gammel, ich steh momentan auch viertel 6 auf und bin entweder bis gegen 12 oder gegen 14:30 Uhr unterwegs arbeiten aber hier einen festen Job zu bekommen und alle Voraussetzungen zu erfüllen ist kaum möglich.

lg

Beitrag von windsbraut69 15.01.11 - 08:51 Uhr

Kannst Du nicht umziehen oder/und den Vater der Kinder einspannen?

Gruß,

W

Beitrag von miekee 15.01.11 - 20:16 Uhr

Meine Familie lebt hier, deswegen kommt ein umzug nicht in frage. meine eltern sind beide noch voll berufstätig ebenso meine schwester und der vater meiner kinder arbeitet auf dem bau und somit ist ein pünktlicher feierabend eher die seltenheit. ich habe jetzt hin und her überlegt. wenn die ausbildung nicht auf eine halbtagsausbildung umgestellt werden kann, werde ich wohl eine "hilfsmalocherin" bleiben müssen. Und DAS stinkt mir zum himmel.
LG

Beitrag von windsbraut69 16.01.11 - 11:04 Uhr

Wenn Deine Familie incl. Kindsvater eh keine Zeit hat, die Kinder zu betreuen, würde ich mir den Umzug nochmal überlegen.

Gruß,

W

Beitrag von letoline 16.01.11 - 15:04 Uhr

Hallo!

Ich mache eine Ausbildung zur MTLA.
Ich habe das Glück (naja für mich ist es glück), das miene Schwester arbeitslos ist.
Ich bringe morgend den kleinen gegen 7:00 in die Kita, Mittwochs bringe ich den kleinen kurz vor 7 zu meiner Schwester, weil mein Unterricht da um 7:30 beginnt normalerweise um 8:00 uhr. Montags und Freitags hole ich den kleinen gegen 15:30 Uhr in der Kita ab, Mittwochs holt ihn entweder meine Schwiegermutter oder meine Schwester ab, da ich da bis 17:15 etwa unterricht habe srich gegen 18 uhr erst zu Hause bin. DI und DO hab ich immer unterschiedlich schluss, mal um 12:30 mal um 15 uhr mal gegen 16:35 (kommt drauf an wieiele vorlesungen ich hab) wenn ich lange unterricht habe holt in meine schwester ab.

Sprich machbar ist es für mich nur, weil ich das glück habe das meine Schwester zu Hause ist und auf den kleinen aufpassen kann. Auch wenn er krank ist passt sie auf ihn auf, zur not könnten auch meine eltern aufpassen, aber die möchte ich eig nicht so belassten, da beide krank sind.
Außerdem ist es nur machbar, dank miener Eltern, die für mich trotz knappen Geldes für den Führerschein Geld gespart haben und in einen Bausparvertrag eingezahlt haben. Somit konnte ich den BSV kündigen und mir einen alten Golf 3 leisten. Ohne auto wäre die ausbildung gar nicht umsetztbar für mich, da das KH gute 20 km weg ist und von mir aus sehr schlecht erreichbar ist ( autofahrt ohne berufsverkehr ca 20 min mit berufsverkehr und vor schranken(ca 10 min) warten ca 45 min.
Mit dem BUs müsste ich hier schon gegen 6 uhr los um rechtzeitig anzukommen ohne den kleinen dann schon untergebracht zu haben und die Kita macht erst um 7 uhr auf und schließt um 16 uhr.
Wir haben in der nachbarschaft von meiner schwester eine kita die Berufstätigenfreundlich ist (6-18 uhr) da ist jedoch die warteliste ellenlang.

lg daniela

Beitrag von tiffyundco 09.03.11 - 18:04 Uhr

Hallo, so mal ein neuling hier, hoffe dennoch euch ein wenig weiter helfen zu können.

Nach 3 Jahren harten Kampf, habe ich nun 2009 auch eine Ausbildung zu MFA begonnen, (nachste Woche habe ich Zwischenprüfung :) ).
Dadurch das ich nicht nur die Ausbildung mir regulär 40 St. die Woche mache, sondern in meiner 2 Stündigen Mittagspause auch noch Putzen gehe, habe ich so eine 50 Stunden Woche.
7.00Uhr Arbeitsbeinn, und habe 18.00Uhr Feierabend.

Alle geringverdiener haben die Möglichkeit über das Jugenamt eine Tagesmutter Finanziert zu bekommen,d.h. die Tagsmütter arbeiten für das Jugendamt und bekommen 4.5€ die Stunde, deswegen geht die Finanzierung nur wenn ihr auch Tagsmütter über das Jugendamt nehmt.
In meinem Fall hatte ich das Glück im Nachbarhaus eine Nette ältere Dame (56jahre) zu haben, die sich dann bereit erklärt hat auch diese Qualifizierung die die heute haben müssen, um vom Jugenamdt geld zu bekommen, zu machen.
1/2 Jahr übernehmen die auch die Kosten ohne diese Quali, jedoch beträt der Lohn dann nur 3,50€ die St.
Die Quali bezahlt auch das Jugendamt.

Somit bringe ich meine Tochter gegen 6.30Uhr zu der Tagesmutter, von dort geht sie 8.00Uhr zur Schule wo sie bis 16.00Uhr betreut wird, und geht dann wieder zur Tagsmutter bis ich gegen 18.30Uhr sie dort wieder hole.
Sicher ist das alles kein zuckerschlecken, aber man sollte auch die Vorteile sehen.
Ich habe fest gestellt, das man die wenige Zeit gemeinsam viel viel Intensiver schätz wie wenn man sich irgendwann den ganzen Tag nur an nervt, oder sieht.
Und ich würde sagen, auch das Verhältniss hat such nochmals viel mehr verstäkt, und auch die Kinder wissen ihre Mutter mehr zu schätzen.

Diese Tagesmutter kann man bis einschl. dem 12 Lebensjahr bekommen, danach ich dann leider auch schluss.
Somit habe ich noch 4 Jahre, die ich nach meiner Ausbildung nächstes Jahr nutzen will und neben dem Beruf (hoffe das ich nach der Ausbidung im Krankenhaus anfangen kann, und auf Nachtschicht arbeite) ein Stdum zu machen, um nach 3 jahren Harz 4 endlich Ordentlich Geld zu verdienen und nie wieder auf die Almosen angewiesen zu sein.

GLG :-D