Studieren mit 30?! Hat das noch Sinn?! Medizin, Psychologie?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von 270181 14.01.11 - 10:30 Uhr

Hallo allerseits,

ich lese in diesem Forum schon länger mit, jetzt hab ich mich mal angemeldet und komme gleich mal mit einer Frage zu euch :-)

Ich bin jetzt fast 30 Jahre alt und habe nach meinem Abi zunächst eine kaufmännische Ausbildung gemacht, als Angestellte gearbeitet und mich vor zwei Jahren selbständig gemacht. Grob gesagt arbeite ich mit dem Computer (Programmierung), bin auch ganz gut in meinem Job - aber: Mir fehlt etwas. Ich habe das Gefühl, es füllt mich nicht aus, der "Sinn", die tiefere Bedeutung fehlt.

Nun reizt es mich schon lange, lieber etwas zu tun, wo ich mit Menschen arbeiten kann. Ich möchte helfen, mich mit Problemen von Menschen auseinandersetzen, und glaube, dass das auch dann mit einer größeren Sinnerfüllung für mich einhergeht.

Deshalb stehe ich vor der Überlegung, zu studieren. Medizin oder Psychologie. Beide Studiengänge sind anspruchsvoll und dauern sehr lange. Und ich bin ja schon 30!! Ist es nicht zu spät, jetzt noch etwas anzufangen? Ich wäre ja immerhin etwa 40 Jahre alt, bis ich in beiden Bereichen arbeiten könnte. Medizinisch würde ich gerne in Richtung Neurologie / Psychiatrie gehen, als Psychologin den Weg der Psychotherapeutin einschlagen. Beides wären lange Studien- und Ausbildungswege.

Ich habe Angst, dass ich das nicht schaffe. Ich habe zwei Kinder, meine Arbeit könnte ich reduzieren, aber etwas Geld verdienen müsste ich trotzdem noch nebenher. Ich weiß nicht, ob ich das "kopfmäßig" hinbekomme, zumal Psychologie und Medizin ja Fächer sind, für die sich meist nur 1-er-Kandidaten (Abi) entscheiden. Ich selbst hatte einen Schnitt von 3,0 im Abi, käme aber über Wartesemester zum Studium.
Psychologie könnte ich zunächst als Fernstudium bei der Uni Hagen absolvieren, Medizin als Präsenzstudium in einem Ort, 60 km von meinem Wohnort. Müsste also pendeln.

Alles nicht so einfach. Mein Mann unterstützt mich, aber letztendlich ist es meine Entscheidung. Ich habe Angst, nicht gut genug für solch ein Studium zu sein, zu alt, dass mich jemand später einstellen wird, ..
andererseits - es wäre schon mein Traum, in eine der beiden Richtungen zu gehen...

Was würdet ihr mir empfehlen??
Ich wäre um jede Meinung dankbar!

Viele Grüße
Carola

Beitrag von zwergnummer3 14.01.11 - 10:38 Uhr

Hallo,

ich denke, dass dein Alter nicht das Problem ist, aber du solltest dich eingehend über die Studienfächer und Bedingungen informieren!
Ein Fernstudium mit einem Psychologiestudim auf Diplom an einer Universität zu vergleichen, finde ich persönlich grenzwertig;-)!
Aus eigener Erfahrung kann ich dir berichten, dass du während deines Medizinstudiums froh sein kannst, wenn du mal ausreichend Zeit zum Duschen und Essen findest! Die Argumentation, dass du etwas mit Menschen machen möchtest und helfen möchtest ,reicht denke ich nicht als Motivation für ein hochwissenschaftliches Studium, bei dem es eigentlich gar nicht darum geht!

LG#sonne

Beitrag von 270181 14.01.11 - 10:43 Uhr

Die Fernuni Hagen ist eine staatlich anerkannte Universität und das Psycho-Studium endet ganz normal mit Bachelor.. danach würde ich an einer Präsenzuni den Master dranhängen. Dipl-Studiengänge gibt es in dem Bereich so gut wie nicht mehr..

Ja, Medizin ist schon sehr zeitaufwändig, wenngleich ich glaube, es ist praxisorientierter als Psychologie. Ich kann eigentlich recht gut auswendig lernen, aber die Herausforderung ist schon groß - vor allem mit Kindern. Ob die Zeit da ausreicht?

Beitrag von zwergnummer3 14.01.11 - 11:07 Uhr

Das Problem ist, dass das Medizinstudium an sich ja noch recht nett ist, aber die Arbeitsbedingungen als Arzt danach eigentlich zeitlich und körperlich eine Katastrophe! Wenn du jetzt schon Probleme hast, die Kinderbetreuung zu koordinieren, dann würde ich es nicht machen! In Medizin hat man teilweise 40 Wochenstunden Präsenzstudium, zumindest am Anfang, danach kommt das Lernen,was den größten Teil ausmacht, da bleibt nicht viel Zeít zum Leben;-)!

LG#sonne

Beitrag von 270181 14.01.11 - 16:05 Uhr

Ja, wahrscheinlich unterschätze ich den Aufwand gewaltig. Ich bin zwar ganz gut im Lernen, fällt mir recht leicht, aber ob das ausreicht? Familie und mich selbst will ich ja dann auch nicht kaputt machen nur für das Studium...

Mann, warum hab ich mich nicht früher dazu entschlossen #aerger

Beitrag von smurfine 14.01.11 - 10:42 Uhr

Der Studiengang Psychologie an der Fernuni Hagen enthält keine(!) klinische Psychologie. Dementsprechend kannst Du damit nicht Psychotherapeutin werden.

LG;
FINA

Beitrag von 270181 14.01.11 - 10:45 Uhr

Doch, ich hab mich informiert. Die Uni Heidelberg bspw. nimmt auch Studenten der Uni Hagen mit B.Sc. auf zum Master-Studium. Auch in Richtung klinische Psychologie. Daran würde sich dann die therapeutische Ausbildung anschließen.
Alternativ könnte ich auch direkt in HD an der Uni Psych. studieren, das Fernstudium wäre vielleicht nur mit Kindern besser zu managen.

Beitrag von jamey 14.01.11 - 10:42 Uhr

willst du beides gleichzeitig machen???ß doch eher nicht oder?#gruebel

also, mit nem 3,0 abi, 30 jahren und ca. 10 jahre raus aus lern- und Prüfungssituationen, kindern und job....kann ich dir von einem medizinstudium absolut abraten. ich denke nicht, dass du das überstehen würdest. mir ist auch noch bissl unklar wie du job und praktika, job und prüfungen, job und seminararbeiten UND familie zusammenbringen willst....

wenn dann würde ich eher zum psychologiestudium raten, das ist eher zu meistern, ob ich an ner fernuni studieren würde ist fraglich, denn da braucht es schon enorm viel selbstdisziplin um alles durchzustehen.
andererseits ist zu bedenken, dass du im psycho-bereich auch mit dingen konfrontiert wirst, die du heute nicht mal absehen kannst...glaube mir. auch das verträgt nicht jeder gleich gut.

versteh mich nicht falsch, aber geht eine berufliche umorientierung in den "menschlichen" bereich nicht auch etwas weniger aufwändig. im Sozialen bereich gibt es doch eine recht ordentliche bandbreite an möglichkeiten....

Beitrag von 270181 14.01.11 - 10:48 Uhr

Weniger aufwändig? Tja, das ist die Frage.. ich hätte schon das Ziel später therapeutisch tätig zu sein. Sozialpädagogik ist ja recht überlaufen, und die Berufsaussichten sind meinen Recherchen zufolge deutlich schlechter als im psychol. Bereich (also mit Master in Psychologie).

Das Fernstudium - genau, davor hab ich auch Angst, dass es mit Kindern viel Selbstdisziplin abverlangt, um zu Hause viel zu lernen.. Mir ist klar, dass es da auch sehr wissenschaftlich und abstrakt zugeht, und nichts mit "Therapieren" zu tun hat. Aber es wäre wahrscheinlich einfacher, als an einer Präsenzuni zu festen Zeiten erscheinen zu müssen (Kinderbetreuung etc.). Das ist wahrscheinlich auch beim Medizin-Studium das Problem, das bekomme ich vermutlich zeitlich gar nicht gebacken. Psychologie wäre auch meine erste Wahl, wenngleich es auch heißt, Medizin dauert genauso lange und die Berufsaussichten sind deutlich besser, die Jobs besser bezahlt etc.

Beitrag von snowwhite1974 14.01.11 - 10:59 Uhr

Hallo,

um therapeutisch tätig zu werden brauchst Du aber eine Zusatzausbildung, die ebenfalls meines Wissens recht lange dauert und super teuer ist. Nur das Psychologiestudium reicht da nicht aus, schau dir mal die seite des deutschen psychotherapeutenverbandes an.

Um was mit "Menschen zu machen" könntest Du meiner Meinung nach auch kleinere Brötchen backen: Sozialpädagin, Erzieherin, Krankenschwester, Arbeitsvermittlerin, Kundenberaterin, Ernährungsberaterin, Stilberaterin ...

Wie wärs wenn Du ein paar Kröten in ein anständiges Coaching investierst, aus dem sich vielleicht die genaue Marschrichtung ergibt?

Gruß und good luck snowwhite

Beitrag von gh1954 14.01.11 - 11:11 Uhr

>>>um therapeutisch tätig zu werden brauchst Du aber eine Zusatzausbildung, die ebenfalls meines Wissens recht lange dauert und super teuer ist.<<<

Meine Tochter macht nach ihrem Diplom gerade diese Ausbildung seit Mai 2010.
Sie ist gerde im Psychiatriejahr, d.h. in der Woche Praktikum in der Klinik, am Wochenende (entweder Fr/Sa/So oder "nur" Sa/So oder auch mal freies Wochenende) Seminar, was monatlich ca 500 Euro kostet. (Für drei Jahre.)
Sie muss ja nicht nur zum Seminar, sondern das Gehörte Nacharbeiten und lernen, Lerngruppen sind auch vorgeshrieben, also Adieu, freier Sonntag....
Wie man das mit zwei Kindern und Job schaffen will/kann, ist mir schleierhaft.

Beitrag von 270181 14.01.11 - 16:11 Uhr

Da hast du natürlich recht mit dem Zeitaufwand. Doch bis ich so weit wäre, wären die Kinder ja auch schon wieder größer und selbständiger... da würde das schon besser passen als jetzt, wo sie noch so klein sind.

Beitrag von gh1954 14.01.11 - 17:12 Uhr

Prinzipiell ziehe ich vor allen den Hut, die es geschafft haben, mit Kind(ern) ein Studium erfolgreich abzuschließen. Meine Tochter hatte während des Studiums wenig Freizeit, in dem Jahr, als sie die Diplomarbeit schrieb, war es noch schlimmer.
Aber im Letzten kommt es darauf an, was du dir zutraust. :-)

Beitrag von 270181 15.01.11 - 19:54 Uhr

Ja du hast recht, es kommt immer auf den Typ Mensch an...

Es ist schwer abzuschätzen, wie umfangreich alles sein wird, wenn man es noch nicht probiert hat. Aber gerade deshalb denke ich wohl, ich werde es versuchen. Verkehrt machen kann ich dabei ja eigentlich nix :-)

Beitrag von 270181 14.01.11 - 16:04 Uhr

Ja, ein Coaching wäre sicher nicht verkehrt. Danke für den Tipp! Werde mich mal danach umsehen.
Ich hab gerade das Gefühl, die Zeit rennt mir davon. Mit 20 hatte man noch das Gefühl, man könne alles machen und sich noch x-mal umentscheiden... jetzt muss man sich langsam mal festlegen, und das fällt mir schwer.

Ich hab mir eben schon so in den Kopf gesetzt, in meinem Leben noch einen akademischen Abschluss zu erwerben, das würde ich ungern aufgeben...

Dass die Therapeutenausbildung lange dauert, weiß ich. Das ist auch der Haken an der Sache. Ich glaube, wenn alles in allem nur 5 Jahre dauern würde, würde ich gar nicht überlegen. Aber bis ich fertig bin - egal ob Psych oder Med - bin ich Anfang 40, ich weiß nicht wie da die Chancen stehen. Eine Ärztin im Praktikum, und der chefarzt ist womöglich um einiges jünger? ;-) Hm...

Beitrag von jamey 14.01.11 - 11:28 Uhr

na mal eben so psychologie studieren und therap. tätig werden ist ja nun auch nicht. da gehört mehr dazu und ich denke ernsthaft nicht, dass dies zeitlich mit zwei kindern zu machen ist. unterm strich ist es auch eine finanzielle frage...denn nebenbei arbeiten wird phasenweise fast unmöglich sein. und einen unterschied zwischen medizin und psychologie gibt es schon in der dauer des studium, im anspruchsniveau etc.... ich behaupte: medizin schaffst du nicht. die faktoren ringsherum passen einfach nicht.

im sozialen bereich gibt es soviel mehr als nur sozialpädagogik...ich würde mal von dem verbissenen blick auf ein studium weggehen....beratend, theapierend, helfend kann man tätig werden in beratungseinrichtungen, in kindertagesstätten, in altenheimen, man kann menschen coachen und zu einer neuen erleuchtung führen, man kann ernährungsberater oder lifecoach oder weiß ich was machen...

ich weiß nicht, da mach dich doch erstmal richtig kundig. lange rede kurzer sinn...ich denke ein studium - egal welches-wird kaum machbar und wird dich angesichts deines alters und der voraussetzungen auch nicht wesentlich weiter bringen... das ist nicht böse gemeint, einfach realistisch.

ich habe auch studiert, hatte aber einen wesentlich besseren abi durchschnitt als du, und ich hatte anfang 20, ohne kinder teilweise ganz schön zu knaubeln....der stress und der druck ist nicht zu unterschätzen

Beitrag von 270181 14.01.11 - 16:09 Uhr

Danke dir für deine ehrliche Antwort!

Informiert habe ich mich über beide Fächer lange und ausgiebig, ich denke, wenn dann würde wohl nur Psychologie in Frage kommen. Für Medizin bringe ich wohl einfach nicht die richtigen Voraussetzungen mit.. ich ärgere mich nur so sehr, nicht früher darauf gekommen zu sein. Momentan bin ich sehr frustriert, dass ich schon "so alt" bin und eben nicht mehr alle Möglichkeiten wirklich gut gegeben sind... ärgerlich, dass ich früher nicht schon ambitionierter war und wusste, was ich wollte :-(

Klar, das Studium soll ja auch was bringen, ich will ja beruflich noch irgendwo "Erfolg" haben. Nur zum Spaß wäre der Aufwand zu hoch. mit Coaching und anderen Möglichkeiten hast du natürlich recht, allerdings: Ich bereue so sehr, keinen akademischen Abschluss zu haben und wollte den eben unbedingt nachholen. Meine bisherige Laufbahn ist ja auch schon recht qualifiziert, nur eben in einem ganz anderen Bereich. Ich hätte einfach gerne die Akademiker-Laufbahn eingeschlagen, nur frustriert es jetzt natürlich, dass ich wohl so wirklich erfolgreiche Möglichkeiten in den Wunsch-Bereichen nicht mehr habe...

Ach ja, *seufz*

Beitrag von a79 14.01.11 - 20:31 Uhr

Hallo,

ich denke, ein Studium an sich ist absolut machbar mit Kindern -ich bin selbst Studentin, mein erstes Semester ist fast vorbei und ich bin auch schon 31 und habe zwei Kinder. Organisation ist alles!
Allerdings könnte ich mir nicht vorstellen, nebenbei noch zu arbeiten -würde mich persönlich überfordern und ich stimme jamey zu : Medizin und Psychologie sind sehr anspruchsvoll und vor allem zeitintensiv.
Ich studiere Pädagogik der Kindheit und Familienbildung, kann also hinterher mit meinem Bachelor in den Bereich Familienbildung/Beratung gehen oder auch in KiTa, offene Ganztagsschlue oder Krippe bzw. Familienzentren oder Jugendamt o.ä.
Allerdings hat bei mir der Bachelor nur 6 Semester und einen Master werde ich vermutlich nicht anschließen sondern danach erstmal berufserfahrung sammeln...

Überlege Dir gut, was du studieren willst...

LG

Andrea mit ihren beiden Jungs (knapp 5 und knapp 2 Jahre alt) und dem besten Ehemann der Welt, ohne den das alles nicht funktionieren würde#liebdrueck

Beitrag von frau_e_aus_b 14.01.11 - 11:18 Uhr

Hallo...

Zum Studium (Arbeitsausfwand) etc kann ich nix sagen, allerdings nöchte ich dir sagen dass es absolut machbar ist - wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Die Stationsärtzin auf der Station wo ich bis letztes Jahr gearbeitet hab, hats so gemacht. Allerdings hatte sie eine medizinische Vorbildung.
Sie war Krankenschwester.
Bekam Kind 1 mit Mitte 20, machte in der Erziehungszeit ihr Abi nach. Bekam dann Kind 2 mit Ende 20 und entschied sich fürs Medizinstudium.
Sie sagte dass es sehr stressig war, aber sie die Entscheidung nicht bereut. Sie hatte den Vorteil, dass ihr Mann selbstständig war/ist und ihr den Rücken wg der Kinder frei gehalten hat. Auch finanziell hatte sie nicht so den Stress, sie arbeitete neben dem Studium als Nachtwache (aber nur auf Mini-Job-Basis).

Ebenso eine andere Ärztin von der Station (hat mittlerweile eine eig Praxis). Sie hatte den gleichen Weg.
Erst Krankenschwester und wo die Kinder da waren (schon größer, sie war da schon Mitte 30) hat sie studiert.

LG
Steffi

Beitrag von 270181 14.01.11 - 16:01 Uhr

Hallo Steffi,

danke, das macht Mut! Ich hab schon ein wenig Angst, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein (fachlich und zeitlich)... zumal das Studium in Heidelberg (Medizin) auch 60 km von meinem Wohnort weg wäre und ich eben Kinder habe. Aber noch länger warten, bis die Kids größer sind?! Dann wäre ich ja schon Oma, bis ich fertig bin ;-)
Andererseits... hm ich will mir halt später nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben...

Beitrag von nightwitch1988 14.01.11 - 11:31 Uhr

sollte kein problem sein.

meine freundin hat nen kommilitonen, der 56 war, als er angefangen hat, zu studieren und sie erzählt mir immer wieder, dass auch schon Menschen über MItte 60 in den Vorlesungen als Studenten sitzen. Finde ich beeindruckend.
Also wenn du studieren möchtest, dann mach es. Mit 30 bekommt man rein theoretisch sogar auch noch Bafög, von daher ist man mit 30 keinesfalls zu alt. :-)

lg

Beitrag von 270181 14.01.11 - 16:00 Uhr

Hallo,

danke für deine motivierende Antwort. Ich glaub, das Problem ist auch nicht, JETZT noch anzufangen, sondern eben gerade in diesen Fächern erst so spät fertig zu sein... 6 Jahre Teilzeitstudium bis zum Psych.-Bachelor, dann noch MAster und Thera-Ausbildung - dann wäre ich über 40... dann noch einsteigen, passt das noch?!
Das Problem ist, ich würde ja gerne beruflich noch etwas erreichen, es wäre sicher anders, wenn ich das STudium als persönliche Weiterentwicklung betrachten könnte (fällt mir allerdings schwer, da bin ich zu ehrgeizig ;-) ).

Beitrag von nightwitch1988 14.01.11 - 20:09 Uhr

finde ich vollkommen in ordnung... warum nicht auch mit ü40 erst so richtig durchstarten? ich sehe da echt kein problem drin...

Beitrag von 270181 15.01.11 - 19:53 Uhr

Danke, du baust mich auf! :-)

Ich denke ich werde es versuchen. Will mir nicht einmal vorwerfen müssen, es nicht wenigstens versucht zu haben. Zu verlieren hab ich ja eigentlich nix.

Beitrag von docmartin 14.01.11 - 11:34 Uhr

Hallo,
ich ahbe die anderen Antworten nciht gelesen, nur deine Frage.
Ich will nur kurz von meiner Tante erzählen. Sie hat fünf Kinder großgezogen, vor der Hochzeit hatte sie als Sekretärin gearbeitet. Nachdem alle Kinder aus dem haus und der Mann pesnioniert waren, hat sie mit 49 Jahren ein Medizinstudium aufgenommen. Mit 60 hat sie eine Praxis übernommen und auch neute noch, mit 74 Jahren behandelt sie noch (zwar nur noch Privatpatienten aber das ist ja egal), ist glücklich und sagt immer wieder: ohne ihren späten Beruf wäre ihr Leben nciht komplett gewesen.
Gruß Franziska