Arbeitsplatzwechsel mit Lücke - gesetzl. KV?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nofoodbaby 14.01.11 - 12:29 Uhr

Hallo,

bin privat krankenversichert, wenn ich jetzt meinen Arbeitgeber wechsel und zwischen Ende beim Alten und Anfang beim Neuen, zwei Monate liegen bin ich in denen ja arbeitslos. Werde ich dann in die gesetzliche KV geschoben? ALG ist ja dann niedriger und würde unter die BBG rutschen.

Vielen Dank für Info's

Beitrag von platon 14.01.11 - 14:40 Uhr

Hallo,

gnerell haben alle privat krankenversicherten Empfänger von Arbeitslosengeld I Anspruch darauf, dass die Arbeitsagentur ihre Krankenkassenbeiträge übernimmt. Dies ist in § 207a SGB III geregelt. Allerdings übernimmt die Bundesagentur für Arbeit nur Beiträge in der Höhe, die der Betroffene in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen müsste. Dabei wird der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung zu Grunde gelegt. Wer eine private Krankenversicherung hat, die ihn mehr kostet als eine gesetzliche Krankenversicherung, muss also draufzahlen. #aha

Gruß
Plato

Beitrag von zauberfee76 14.01.11 - 22:43 Uhr

Du kannst zu deiner letzten gesetzlichen Krankenkasse gehen und sich aufgrund arbeitslosigkeit befreien lassen. Dann kannst du in der privaten KV bleiben.

ACHTUNG: diese Befreiung gilt 'lebenslänglich' - also auch für alle künftigen Arbeitslosenzeiten.

LG
Zauberfee

Beitrag von platon 15.01.11 - 10:17 Uhr

Hallo,

Arbeitslosigkeit ist kein Grund, in die gesetzliche Krankenversicherung zurück zu kehren. Seit der Gesundheitsreform von 2007 gilt, dass alle Personen, die unmittelbar vor dem Bezug von Arbeitslosengeld II privat krankenversichert waren, weiterhin privat krankenversichert bleiben. Auch für Personen, die vorher nicht krankenversichert waren und hauptberuflich selbstständig erwerbstätig waren oder aus anderen Gründen versicherungsfrei sind, ist die private Krankenversicherung Pflicht.

LG
Plato

Beitrag von nofoodbaby 17.01.11 - 11:03 Uhr

Hallo,

ich war nie in einer gesetzlichen KV ausser familienversichert? Bin direkt als ich nach dem Studium angefangen habe zu arbeiten in die private und will auch da bleiben.

Viele Grüße!

Beitrag von platon 15.01.11 - 10:33 Uhr

Gab es früher noch verschiedene Möglichkeiten für privat Versicherte in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren, sind diese "Schlupflöcher" inzwischen weitgehend geschlossen.
Früher konnte man bei Arbeitslosigkeit das zeitweilig unter der Beitragsbemessungsgrenze lag aus der PKV wieder zurückwechseln.

Gruß
Plato

Beitrag von nofoodbaby 17.01.11 - 11:06 Uhr

Hallo,

ich will ja gar nicht in die gesetzliche rein... habe nur befürchtet das man da zwangsvergesetzlicht wird, wie z.b. wenn man von selbständig nach angestellt wechselt, da muß man ja von der privaten in die gesetzliche und kann erst nach max. einem Jahr über Grenze wieder wechseln nur verliert man da ja seinen meist günstigeren Altvertrag und Altersrückstellungen.

Viele Grüße!