Einmischen?? oder lieber nicht

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Eine Bekannte 14.01.11 - 13:19 Uhr

Hallo
entschuldigung das ich schwarz schreibe aber ich weiß nicht ob meine Bekannte sich auch hier im Forum aufhält von daher.... Sicher ist sicher
Also seit Anfang des neuen Schuljahres habe ich ganz guten Kontakt zu einer Mutter deren Tochter mit meiner Jüngsten (12) in eine Klasse geht.
Allerdings ist es so das mich einige Sachen ziemlich befremden....
Ihre Tochter ist jetzt schon sehr groß, bestimmt 1,75 und immer noch im Wachstum und sie hat wenn sie bei uns zu Besuch ist immer wahnsinnigen Hunger. Sie ist auch von der Figur her für eine 12jährige völlig normal. Aber meine Bekannte stichelt trotzdem an ihr herum.... Zum Vergleich, meine Bekannte ist klein und hat eine sehr zierliche Figur, daß das Mädchen so groß ist liegt wohl am Vater. Bei gemeinsamen Essen ist mir aufgefallen daß sie ihre Tochte rhalt ständig maßregelt. Das Mädchen kriegt eine Miniportion und wird dazu angehalten ganz langsam zu essen /fast schon zu "picken", immer nur winzige Portionenn dürfen auf der Gabel sein und sie muss trotz der winzigen Portionen immer mindestens 30x kauen. Die Mutter zählt mit!!!!!
Ich war jetzt schon drei, viermal in so einer Situation und fand das wirklich sehr befremdlich. Wie gesagt das Mädchen hat immer Hunger wenn sie zu uns kommt und wirkt regelrecht erleichtert daß sie mal ein Brot essen darf ohne daß die Mutter dabei steht und sie dazu anhält, nur einen kleinen Bissen abzubeißen etc etc
Auch hat sich die Mutter mal über ihre angebliche Molligkeit ausgelassen, daraufhin habe ich aber was dazu gesagt. Ich finde, sie treibt mit dem Verhalten ihre Tochter in eine Essstörung rein. Vor Kurzem wollten die Mädchen nach dem Schwimmen ein Eis essen, es war ihr aber nur eine Kugel "gegönnt" und auch das Eis sollte sie so langsam essen daß es fast geschmolezn war.
Um ehrlich zu sein möchte ich mir das nicht länger mit ansehene weiß aber nicht, wie ich die Mutter ansprechen soll, ohne daß sie direkt beleidigt reagiert. Habt ihr eine Idee, wie ich das diplomatisch verpacke oder findet ihr sogar daß es mich nicht angeht?
Danke schon einmal

Beitrag von similia.similibus 14.01.11 - 13:27 Uhr

Also ich würde die Mutter ganz klar fragen, ob sie keine Bedenken hat, ihre Tochter in eine Essstörung zu treiben!

LG

Beitrag von Eine Bekannte 14.01.11 - 13:32 Uhr

Ja, schon: Aber meine Frage war ja auch, wenn ich das anspreche, wie ich das diplomatischer verpacke, weil so formuliert klingt es einfach nur nach einem Vorwurf, das wird sie sicher nicht zum Nachdenken bringen oder meinst du nicht auch #blume

Beitrag von scrollan01 14.01.11 - 13:39 Uhr

Mal ganz ehrlich: MUSS immer ALLES diplomatisch laufen???

Ich finde es grausam wi die Mutter sich verhält.

Ich persönlich würde einfach nur die Mutter mit goßen Augen anschauen und sagen: Nun, lass doch mal dein Kind in Ruhe damit! Sie ist erst 12 und wird schon nicht fressüchtig werden!

Mir ist es aber auch völlig wurscht wenn man dann nicht mit mir redet.
Mir ist das Mädchen wichtiger!

Beitrag von Eine Bekannte 14.01.11 - 13:41 Uhr

Achso du meinst also wenn ich ihr meine Meinung ungefiltert vor den latz knalle, dann ändert sich ihr Verhalten und dem Mädchen ist damit geholfen??
Mir geht es nicht darum weiterhin mit ihr gut bekannt zu sein. Ich möchte für das Mädel was tun weil ich mir das nicht länger mit ansehen mag. Ich glaub aber nicht, daß ich in ihr was bewirke, wenn ich sie nicht richtig packe. Die meisten machen doch bei Vorwürfen dicht.

Beitrag von Mach auf dumm;-) 14.01.11 - 13:40 Uhr

Hallo,

frag Deine Bekannte ganz unverbindlich, ob die Tochter krank ist, Magenprobleme o. ä. hat, da Du Dich wunderst, dass sie immer zu Mini-Portionen etc. angehalten wird.

Wenn Du dann die Antwort bekommst, dass es keinen nachvollziehbaren medizinischen Grund dafür git, kannst Du die Kurve zur Essstörung nehmen, die sie ihrer Tochter gerade anerzieht.

Beitrag von similia.similibus 14.01.11 - 13:51 Uhr

Wenn man andere Ansichten hat und die sachlich vertritt, tritt man dem anderen doch nicht auf die Füße.

Beitrag von Ein Kind 14.01.11 - 13:56 Uhr

Hallo,

diplomatisch tuts da nicht. Red mit der Mutter, aber deutlich. Und hilf dem Kind. Ich bin in einer ähnlichen Stuation aufgewachsen und war unheimlich einsam und unglücklich. Ich hab knapp 14 Jahre an akuter Bulimie gelitten und bin immer noch mit mir und dem Essen auf Kriegsfuss. Meine Eltern wollten auch unbedingt eine kleine zierliche Tochter und konnten nicht akzeptieren, dass ich einfach groß geraten bin. Ich war nie dick (Fotos beweisen das), hab aber von meinem fünften Lebensjahr an immer wieder Diäten aufgezwungen bekommen. Es war die Hölle. Neben der Bulimie habe ich Schilddrüsenprobleme und große Probleme mit zu niedrigem Blutdruck und einem zu schwachen Kreislauf. Das meiste davon hätte ich mir wohl sparen können, wäre ich klein und zierlich gewesen.

LG

Beitrag von Eine Bekannte 14.01.11 - 14:07 Uhr

Danke für deine Antwort, es ist gut mal so was von einer Betroffenen zu lesen, auch wenn mir das natürlich für dich sehr leid tut. Ich hab auch das Gefühl daß meine Bekannte Maßstäbe bei ihrer Tochter anlegt die einfach nicht greifen können.
Ich werde mir jetzt noch einmal in Ruhe überlegen wie ich sie darauf anspreche. Ich denke nämlich sollte ich noch einmal in eine solche Situation beim Essen kommen platzt mir völlig der Kragen und das wär einfach kontraproduktiv.

Beitrag von badguy 15.01.11 - 00:28 Uhr

diplomatisch tuts da nicht.

So sehe ich das auch. In meinen Augen ist so etwas auch eine Form von Kindesmissbrauch.

Beitrag von mischdichein! 15.01.11 - 13:15 Uhr

Hallo,

ich habe eine massive Essstörung, weil mir meine Mama auch immer eingeredet hat, ich sei ja "sowas von fett". Ich habe immer bei 1,68 so zwischen 58kg und 68kg gewogen.

Bei allen Beziehungen - immer hatte ich das Gefühl, ich bin so fett, hatte total die Komplexe und habe irgendwann jedes Körpergefühl verloren. Ich wäre super froh gewesen, wenn jemand mal was gesagt hätte!

So bin ich nun Mitte 30 und gerade in Therapie (Essstörung).
GLG