Möchte als Reinigungskraft arbeiten-Ist das so schlimm?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von melmystical 14.01.11 - 14:18 Uhr

Habe mal eine Frage.

Ich habe einen guten Schulabschluss und eine abgeschlossene Lehre als Bürokauffrau. DA ich nach meiner Ausbildung keinen "richtigen"JOb bekommen habe, habe ich in einem Call CEnter angefangen. Tja, irgendwie bin ich dort fünf Jahre hängen geblieben. Das Einkommen war ok, die Kollegen waren supernett, nur die Arbeit an sich war die HÖlle. :-( Habe mich weiter beworben, wurde aber immer abgelehnt, weil ich keine Berufserfahrung hatte.
Habe dann ein Kind bekommen und in meiner Elternzeit wurde das Call CEnter geschlossen.
Nun geht mein Sohn bald in den Kindergarten und ich fange quasi wieder bei Null an.
Ehrlich gesagt habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass ich nach so langer Zeit wieder in meinem alten BEruf kann.
in ein Call CEnter gehe ich auf keinen Fall mehr.

daher habe ich mir überlegt als Reinigungskraft zu arbeiten.
Mein Mann hat mir einen Vogel gezeigt. Er sagt, ich habe was anständiges gelernt und soll jetzt nicht "Putze" werden. :-(
Ich würde das aber gerne machen. Ich finde putzen nicht schlimm (mache ich ja zu Hause auch mehr als genug ;-)).
Mir ist es auch egal, ob in einem Privathaushalt, oder bei einer Firma, die Büros reinigt. dA geht natürlich auf Zeit, das weiß ich.

Findet ihr das jetzt auch so schlimm?

#danke

Beitrag von marion2 14.01.11 - 14:31 Uhr

Hallo,

dein Mann hat Recht. Nicht wegen der Arbeit an sich. Du wirst es hinterher schwer haben, noch Mal was anderes machen zu können.

Übrigens sind gute "Putzen" gelernte Kräfte.

Gruß Marion

Beitrag von kerstini 14.01.11 - 14:34 Uhr

Also ich kann deinen Mann schon verstehen!

Ich würde mich definitiv weiter in deinem erlernten Beruf bewerben und diese Option nicht völlig außen vor lassen. Wenn du nichts findest kannst du natürlich auch eine Putzstelle annhmene, aber die Hoffnung und die Ausbildung ganz aufgeben würde ich nicht!


Kerstin mit #stern Madita & #stern Leo + #stern 12.SSW + Ida 40.SSW #verliebt

Beitrag von bobb 14.01.11 - 14:38 Uhr

Find das überhaupt nicht schlimm,sondern gut,daß Du was machen möchtest.Und Du kannst Dich ja trotzdem weiter bewerben.

Ich hab auch nen "richtigen" Beruf gelernt.Hab nach der Geburt meiner großen Tochter in der Elternzeit,als sie grad 3 Monate war,zwar erst noch ein paar Wochen in diesem Beruf gearbeitet,danach nen Hausmeistjob übernommen und dann fast 3 Jahre in einem großen Hotel-Restaurant in der Abwaschküche gearbeitet.Das werd ichauch weitermachen,wenn ich meine Lütte nicht mehr still.Für einige ist das auch "unter Wert" und "Drecksarbeit".Mir egal,ist sauber verdientes Geld.

Beitrag von fuxx 14.01.11 - 14:57 Uhr

bewerben würde ich mich auf jeden Fall weiterhin in Deinem alten Job.
Aber gegen Putzen ist überhaupt nichts einzuwenden. Gerade wenn Du in einem Privathaushalt putzt : wo kriegt man denn heutzutage schon einen Stundenlohn von 10 €?

Beitrag von sassi31 14.01.11 - 16:44 Uhr

Hallo,

was heißt schlimm? Meinst du mit schlimm, dass andere putzen als minderwertige Arbeit ansehen? Oder meinst du die Putzarbeiten ansich?

Meine Schwester putzt und hat damit auch kein Problem. Aber, es ist etwas völlig anderes, als daheim zu putzen. Du hast immer die Zeit im Nacken, weil du verdammt viel in kurzer Zeit schaffen musst. Einige Arbeiten kann man dann einfach nicht mehr so ordentlich erledigen, wie man gern möchte. Toiletten putzen muss der Alptraum schlechthin sein. Dort wo meine Schwester aktuell putzt, findet sie häufiger die Scheiße an den Wänden (Handabdrücke!). Und bis das sauber ist, dürfen die Reinigungskräfte ordentlich schrubben. Da reicht die offizielle Arbeitszeit dann nicht aus. Alles in Allem ist es sehr stressig und auch ziemlich anstrengend (sagt meine Schwester).

Gruß
Sassi

Beitrag von tabea33 15.01.11 - 14:25 Uhr

Hallo,

ich finde das gar keine schlechte Idee. Meine Haushaltshilfe ist gelernte Köchin, hatte aber von der Akkordarbeit (Kantinen) oder wahlweise der Schichtarbeit (Restaurants) die Nase voll.

Jetzt putzt sie nur noch in Privathaushalten mit allerbesten Arbeitszeiten, z.B. in meinem super aufgeräumten und mit guten Arbeitsmitteln ausgestatteten Haushalt. Da hat sie fünf Stunden ihre Ruhe (wir sind arbeiten) und verdient 10 Euro in der Stunde.

Die Reinigung von Büros oder Hotels stelle ich mir nicht so prickelnd vor, je anonymer desto dreckiger und ekliger ist es auch.

Gruß Tabea

Beitrag von raumreim 01.05.11 - 22:17 Uhr



Schließe mich an, ist eine gute Idee. Der Job ist gar nicht so übel. Ich mach das schon seit über 2 Jahren, mehrere Stellen, - und es macht großen Spaß. Natürlich nicht immer - und einige Tätigkeiten sind eine Zumutung, wenn man zum Beispiel auf Toiletten Schmutz und Exkremente entfernen muss, die andere dort hinterlassen, aber allgemein ist das ganz okay. Und vor allem gut bezahlt, wenn man das mit anderen Minijobs vergleicht. Wenn man es gewerblich macht, 8,55 Euro Mindestlohn in der Branche zurzeit (früher mal 8,15, dann 8,40 Euro), privat, wenn man bei Privatleuten saubermacht, kann man etwas mehr verlangen, glaub ich.

Natürlich ist der Zeitdruck oft enorm: Man muss sehr große Flächen saugen, wischen und viele Armaturen schrubben oder abputzen, man muss bei aller Gründlichkeit auch möglichst schnell sein, wobei die Geschwindigkeit nicht zu sehr auf Kosten der Gründlichkeit gehen darf und allzu gründliches, penibles Vorgehen bei der Arbeit viel Zeit kosten kann und zu Zeitproblemen führen kann. Aber man gewöhnt sich dran, lernt es schnell und wird mit der Zeit immer flotter. Doch kommt man auch ins Schwitzen! Es ist ein Knochenjob, erst merkt man das nicht, aber wenn man da 2 Stunden oder mehr zugange ist, spürt man anschließend, was man geschafft hat. Und das Schöne ist aber wiederum: Man sieht das Ergebnis: Es bleiben sauber gewischte, glänzende oder eben staubfreie Flächen zurück, Fliesen oder Teppichböden und wohlriechende Toiletten (denn die Reinigungsmittel riechen ganz gut).

Beitrag von svenheise 10.07.11 - 21:06 Uhr

Hallo Ich habe 12 Jahre lang in einen Lebensmittelmarkt als Marktleiter gearbeitet .Vor gut 2 Jahren wurde ich dann entlassen.Um nicht arbeitslos zu werden habe ich ein paar Tage später eine Arbeit als Reinigungskraft angenommen. Seit diesen Tag werde ich von meinen Freunden nur noch als Putze betitelt. Desweiteren wird gesagt ich habe einen Abstieg hingelegt und bin nun nur noch Abschaum und ich solle ja meine Toiletten ordentlich putzen. Ich arbeite jetzt schon seit 2 Jahren in diesen Job, und ich muss auch sagen das mir die Arbeit auch Spass macht denn sie ist viel umfangreicher und anspruchsvoller wie man glaubt.Ich bin in einen Arbeitsamt in der Unterhaltsreinigung tätig. Natürlich muss man auch Toiletten putzen was eigentlich garnicht so schlimm ist. Habt Ihr als Reinigungskraft auch solche Erfahrungen gemacht? Macht euch der job Spass oder macht Ihr Ihn nur aus der Not herraus.Ich freue mich auf viele Antworten. Euer Putzmann

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#winke

Beitrag von helpling 09.06.15 - 05:59 Uhr

Als Reinigungskraft zu arbeiten, ist nicht schlimm. Es ist nur teilweise wirklich anstrengend und bestimmt nicht wenig Arbeit, wenn man in Privathaushalten als Reinigungskraft unterwegs ist. Meine Erfahrungen als Reinigungskraft in Nürnberg/Fürth schreibe ich täglich im Blog auf http://firsthandy2-net-webradio.blogspot.de/2015/02/meine-erfahrungen-als-reinigungskraft.html in das Internet. An meinen Erfahrungsberichten erkennt man schnell, dass der Job als Reinigungskraft garantiert kein Zucker schlecken ist. Teilweise erwarten mich als Helpling wirklich dreckige Wohnungen, die ich zu reinigen habe.

Wer jedoch dringend einen Job sucht, der sollte sich wirklich nicht zu schade sein, als Reinigungskraft durchzustarten. Mehr Infos rund um das Putzen und wie jeder in seiner Stadt schnell Reinigungsaufträge bekommt bzw. als Reinigungskraft Geld verdienen kann, liest man jetzt in meinem Blog.