Babyblues einer Alleinerziehenden... etwas länger!

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von sommerkind75 14.01.11 - 16:30 Uhr

Hallo,

bin seit dem 1.1.11 Mama und alleinerziehend. Der Kindsvater ist leider verstorben. Heute hat mich der Babyblues erwischt! #heul Ich habe zwar die volle Unterstützung meiner Eltern und trotzdem frag ich mich, wie ich das ohne Partner schaffen soll? Ich war immer unabhängig, hab immer alles alleine geschafft...aber diesmal weiss ich nicht wie das werden soll! Alleine so alltagliche Sachen wie Einkauf. Ich hatte auch noch einen Kaiserschnitt und kann den Kleinen mit MaxiCosi noch nicht tragen. Kann also nicht einfach mal so mit dem Kleinen irgendwo hin.

Zur Zeit schlafe ich noch bei meinem Eltern und bin nur tagsüber mit meinem Kleinen in meiner Wohnung. Ich fühle mich irgendwie einsam...
Ich kann solange bei meinen Eltern bleiben wie ich will, aber ich möchte gerne das Leben mit Baby alleine hinkriegen.

Gibt es hier andere Alleinerziehende, die mir vielleicht Tipps geben können, wie man den Alltag mit Baby alleine am besten meistert und wie man der Einsamkeit und der Abhängigkeit von anderen entgeht? Oder wo man Hilfe/prof. Unterstützung bekommen kann?

Beitrag von lisa1408 14.01.11 - 18:02 Uhr

Hello :-)

ich gratuliere ganz herzlich zur Geburt!

Bleib halt bei deinen Eltern bis die Schmerzen vom Kaiserschnitt nachlassen... danach kannst du wieder alleine undDu unabhängig sein.

Bei mir war es so, dass meine Mama ein oder zwei mal die Woche zu mir gekommen ist und mit der Kleinen ca. 2 Stunden spazieren war. In der Zeit konnte ich ein bisschen was im Haushalt machen, Körperpflege, oder ein bisschen schlafen.

Es kommt dir nur momentan so vor, als würdest du das alleine nie schaffen - aber glaub mir, man gewöhnt sich daran und innerhalb von ein paar Wochen läuft das wie von alleine. Du musst deinen Sohn ja erstmal kennenlernen... das dauert ein paar Tage/Wochen.

Alles Gute von mir!

LG Lisa

Beitrag von babylove05 14.01.11 - 18:05 Uhr

Hallo

also es ist sicher schrecklich des der KV gestorben ist , aber wenn du wircklich eine Wochenbett depri hast oder den babyblues geh zum FA . Damit sollte man nicht spassen und das ganze auf die leichte schulter nehmen ....

Dann muss ich noch mein negativen Senf dazugeben .... sorry aber du stellst dich ein bissel an .. dein KS ist 2 wochen her ... ich hatte 2 war jedesmal wieder gleich fit ( ging nicht anderest ) . Bei meiner kleinen war ich nach 4 Tagen schon weider mit Baby im TT und Kleinkind an der Hand auf den Spielplatz weil es garnicht anderest ging ...

Wenn du nach 2 wochen noch schmerzen hast würde ich mal die hebi fragen oder zum FA , den normal sollten jetz eigtlich keine grossen Schmerzen mehr da sein .

Man soll sich schonen , aber man muss sich nicht einsperren .

Pack dein Kind ins TT oder in den Kinderwagen und geh raus , bekomm den Kopf frei ....

Du packst das genauso wie 1000te andere Frauen das alleine schaffen . Glaub an dich und deinen Wurm ...

Und bitte bitte wenn du echt nen Babyblues hast red mit jemand , am besten deiner Hebi oder den FA . Wenn du sonst nicht klar kommst und hilfe brauchst wende dich ans JA , dort haben sie auch ein offenes Ohr für dich , falls dir das zu öffizell ist leg ich dir Caritas oder Skf ans Herz , dort gibt es sicher auch ganz viele gruppen mit Alleinerziehenden wo man viel hilfe und beratung bekommt ( ich selber bin in der Skf hier in einer Alleinerziehenden gruppe , und wir sind mittlerweile echt eine super gruppe , und unternhemen und helfen uns auch ausserhalb der gruppenzeiten viel )

Lg Martina

Beitrag von grundlosdiver 15.01.11 - 19:47 Uhr

Ist ja schön, wenn Du nach 2 KS wieder fit warst, aber Du weißt ja nicht, wie ihr KS verlaufen ist!!! Ich hatte einen KS mit Komplikationen und hab die Mutterschutzfrist komplett gebraucht, um wieder einigermaßen fit zu sein!!! 8Wochen!!!! Und ich war nicht wahnsinnig wehleidig!!! Trotz Kleinkind zu Hause ging es einfach nur langsam bergauf und da sollte sie sich lieber jetzt schonen, um in 6 Wochen wieder fit zu sein!

Beitrag von milchkirsche 16.01.11 - 11:18 Uhr

Sorry, deine Antwort finde ich nicht ok.
Die TE ist fertig und braucht aufmunternde Worte. Jeder Mensch ist anders. Ich hatte auch zwei KS und vorher derbe Verwachsungen im Bauch und dadurch tat das noch mehr weh.
Jeder Mensch ist anders, jede OP verläuft anders.

Nur weil das bei dir so easy verlief, muss das bei ihr nicht so gewesen sein und das heisst nicht, dass sie sich einsperrt.

Hinzu kommt auch noch der Schmerz über den Tod des Partners, auch das kommt noch dazu. Sie hat viel zu tragen.

Beitrag von melmel09 14.01.11 - 19:37 Uhr

hallo,

also mich hat der kindsvater während der schwangerschaft verlassen.

am 30.07.09 kam mein engel melissa theres per kaiserschnitt zur welt, am 4 tag nach der entbindung sind wir zwei dann wieder zu hause gewesen, allein...die ersten tage habe ich dann nur zu hause verbracht und versucht uns das leben zu zweit einzurichten. bin erst nach ca. ner woche wieder raus und da ging das mit dem maxi cosi schon wieder besser.
ich hab auch manch schwere stunde durchgemacht aber ich habe dann gesagt das mein kind mich braucht und habe alles nach meinem herzen entschieden und mich nicht stressen lassen. jeden neuen tag wächst man an seinen aufgaben und das lächeln und berühren deines kindes gibt dir immer wieder kraft!!!!!!! und du bist nicht allein du musst nur um hilfe bitten wenn was ist!! ich bin mittlerweile glücklich allein mit meinem mäuschen und es ist eine sehr enge bindung zwischen uns geworden.

ich wünsche dir alles gute und du schaffst das glaube nur an dich!!!!
LG melmel

Beitrag von arvid-2007 14.01.11 - 23:00 Uhr

Hallo Du,

erstmal herzlichen Glückwunsch zum Baby! Die Situation ist für Dich besonders traurig, das ist nachvollziehbar. Schließlich hast Du Dir das alles vermutlich ganz anders vorgestellt.

Aber ganz ehrlich: ich bin nicht sicher das es auch denen mit nicht getrenntem Partner nicht genauso gehen kann. Mach das nicht nur daran fest.

Die ersten Wochen mit dem ersten Kind sind einfach total verrückt. Als ob einem erst dann plötzlich die ganze Tragweite bewußt würde.

Ein Tip: Wer behauptet Du mußt zwingend immer alles alleine hinkriegen? Das sind, wie es mir jetzt vorkommt, Deine eigenen Ansprüche an Dich. Laß das doch erstmal bis Du wieder richtig fit bist!
Du bist in der guten Situation, daß Du Hilfe von Deinen Eltern hast. Solange Ihr Euch gut versteht, ist dagegen nichts einzuwenden. Die wären auch total isoliert wenn sie nict das Gefühl hätten, daß sie Dir helfen können irgendwie.
Du mußt noch genug Sachen alleine regeln, dann laß Dir doch jetzt etwas helfen und lern erstmal Dein Baby kennen.

Ich bin auch kein Freund von Abhängikeiten, aber ich hab gelernt abzuschätzen wann mein persönlicher Stolz angebracht ist und wann ich mehr für mein Kind denken muß. Du entscheidest ja jetzt nicht für den Rest Deines Lebens!

Frag doch bitte Deine Hebamme mal nach Hilfsmöglichkeiten. Und für Einkäufe kann man doch immer mal jemanden beauftragen oder bestellen (zumindest in den Städten)

Wenn Du tatsächlich auf eine Wochenbettdepression hinsteuerst mußt Du bitte wirklich zum Frauenarzt.

Wenn Du körperlich wieder fitter bist, wird es sicher besser. Versuch doch vielleicht mal Dich zu irgendeiner Gruppe anzumelden. Rückbildung darfst Du ja bestimmt noch nicht, aber vielleicht Pekip oder sowas, das sind dann andere Mütter mit gleichaltrigen Kindern, das hat mir damals echt gut getan gegen dieses Isolationsgefühl!

Wünsch Dir alles Gute!
Alex

Beitrag von nicolevoice 14.01.11 - 23:10 Uhr

Guten Abend,
ich hatte nach dem Kaiserschnitt meines Sohnes wochenlang für mich extreme Schmerzen. Sonnst bin ich nicht so zimperlich...doch spazieren mit meinem Sohn und seiner Schwester ging gar nicht.
Manchmal hatte ich Angst, dass die Schmerzen nicht aufhören und mich gefragt, wie ich das schaffen soll?
Die Schmerzen wurden immer weniger und reingewachsen bin ich in die neue MamaRolle dann auch.
Wegen Deinem Babyblues, bitte spreche mit Deinem Arzt/Hebamme darüber und lass Dich nicht vertrösten. Bei einer Freundin von mir wurde die Schwangerschaftsdepression nicht diagnostiziert und heute ist ihr Sohn drei Jahre alt und sie kämpft noch immer mit den Folgen.
Du kannst beim Jugendamt eine Familienhelferin bekommen, diese kommt und unterstützt Euch. Das heisst nicht, das eine Mutter dann eine schlechte Mutter ist. Eher umgekehrt, denn nicht jeder Mensch geht mit den Veränderungen während und nach der Schwangerschaft gleich um.
Da Du "ganz" alleine mit Deinem Sohn bist, kannst Du ohne schlechtes Gewissen Hilfe annehmen, solange Du diese benötigst.
Ich wünsche Euch beiden viele schöne gemeinsame Stunden.
Gruß Nicole

Beitrag von ronja74 15.01.11 - 17:59 Uhr

Hallo Du,

ich denke, sobald die Beschwerden wegen des Kaiserschnitts nachlassen, wirst Du den Alltag ganz easy meistern. (Kenne mich mit KS nicht aus, aber das kann ja nicht mehr ewig dauern).

Ansonsten ist es zwar manchmal etwas umständlich - ich hätte manchmal nix dagegen, wenn mir jemand die Einkäufe hochtragen würde, aber es GEHT alles, vor allem wenn man es nicht anders kennt.

Im Prinzip brauche ich für Alltagsdinge keine Untersützung. Am Anfang bin ich zu nicht viel gekommen, weil ich 12 Stunden am Tag gestillt habe, aber ich habe immer alles alleine gemacht - auf den KV konnte ich nicht zählen und die Familie wohnt leider weit weg.

Einsamkeit bekämpft man am besten, in dem man sich andere ALLEINERZIEHENDE Mütter sucht. Die haben auch am WE Zeit und müssen während der Woche nicht urplötzlich los, für Vati Abendessen machen ;-)

Guck mal, ob es bei Dir in der Stadt Treffen für AEs gibt, da kann man immer Leute kennenlernen.

Bei Dir kommt ja noch das Thema Trauer hinzu - da solltest Du Dir überlegen, was gut für Dich ist... Da hab ich keinen Tipp.

Aber glaub mir: Du schaffst das!

Ganz liebe Grüße
Ronja

P.S. War jetzt eigentlich Deine Mutter mit zum GVK?

Beitrag von grundlosdiver 15.01.11 - 19:30 Uhr

#liebdrueck Ich hatte bei meiner 2.Tochter einen Kaiserschnitt mit Komplikationen! Es ging mir so schlecht, ohne die Unterstützung von Mann, Eltern und Hebamme hätte ich es kaum geschafft!! Ich hab mich nur um mich und das Baby gekümmert! Erst Schritt für Schritt konnte ich mir mehr zumuten. Ich hatte anfangs echt Angst mit den Kindern allein zu sein! Babyblues hatte ich auch, hab tagelang nur geheult!
Jetzt ist meine Kleine 9 Wochen, ich bin erholter und schaffe den Alltag mit Kleinkind und Baby fast komplett allein. Es ist megaanstrengend, aber machbar!!!

Mein Tipp: Laß Dir jetzt Zeit, Du bist in Mutterschutz!!! Kümmere Dich möglichst nur ums Baby, nicht um Haushalt o.ä.!!! Schone Dich, erhole Dich!!!
Lerne Dein Mäuschen kennen! In ein paar Wochen sieht die Welt anders aus!
Du wirst das auch allein schaffen mit der Maus!!! Was Du jetzt fühlst, ist alles normal!

Und mein Beileid zum Tod des Kindsvaters!

Beitrag von alpenbaby711 16.01.11 - 19:45 Uhr

Erstmal herzlichen Glühstrumpf zum Kind. Ich kann deine Depris verstehen, aber wenn es möglicherweise über den Frust des Alleinseins hinaus geht oder die Tatsache das der Kindsvater verstarb dann geh wirklich lieber zum Arzt. Denn ich hatte die richtigen Depris nach der Geburt ich weiß wie sich das anfühlt und ich hatte nen Partner. Das dann ganz alleine ist schlimm. Glaub mir hole dir notfalls lieber Hilfe.
Ela