Entscheidung für ein 3. Kind?

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von girl1986 14.01.11 - 19:25 Uhr

Huhu,

mir ist klar, dass ihr mir die Entscheidung nicht abnehmen könnt. Aber vielleicht könnt ihr von euren Erfahrungen berichten.

Also wir haben 2 Mädchen und überlegen nun wegen einem 3. Kind.

Wieviele Kinder habt ihr?
Hat sich was wesentliches geändert von 2 auf 3 Kinder oder war da die Umstellung nicht so groß, wie bei 1 auf 2?

Alles was über 2 Kinder hinaus geht, wird von aussen immer so kritisch beobachtet und man wirkt assi. Ich hab natürlich auch angst, was die Leute und Familie reden. Ich hab angst, ob wir 3en gerecht werden können. Bei 2 Kinder teilt sich das gut auf 2 Erwachsene auf.
Es wäre lieb, wenn ihr so eure Erfahrungen berichtet. Vielen Dank #herzlich


Liebe Grüße
Kathrin

Beitrag von sillysilly 14.01.11 - 20:26 Uhr

Hallo

wir wollten immer 2 Kinder - da waren wir uns einig.

Dann hatte ich so ein komisches Gefühl, daß da noch jemand fehlt .... mein Mann schob es auf die Hormone - aber das Gefühl blieb.
Erst war er nicht so begeistert, aber mit der Zeit war der Gedanke nicht mehr so fremd und er unterstütze mich in meinem Kinderwunsch #sex tatkräftig.

So kam Nr. 3 zu uns - und wir bereuen nichts - wir sind komplett und total dankbar für 3 gesunde Kinder.
6 Jahre, 3,5 Jahre und 1,5 Jahre immer weniger als 2,5 Jahre Altersunterschied.


Ja, es ist schon eine Steigerung -
die Wäscheberge #zitter , Haushalt
Einkaufen mit drei Kindern vor allem in dem Alter #schwitz
Drei Kinder im Alltag organisieren, die Termine, die Besuche, die Freundschaften
Aller Kinder haben Wünsche und Interessen die verwirklicht werden wollen, und dabei meine ich es nicht finanziell.

ABER

wir sind glücklich - Dauermüde - aber glücklich

Es ist toll zu sehen, wie sehr sich die Kinder mögen - lieben
sich auch streiten aber immer zusammen halten
auf der Straße Händchen halten und kichernd über den Boden rollen
Wenn sie stolz ihre Geschwister vorstellen

Und hier ist gerade der neue Trend 3 Kinder zu haben - wir fallen da gar nicht auf-
Alleine in der Gruppe meiner Großen sind mindestens 6 Familien mit 3 Kindern.


Achja, wir sind nicht reich, verdienen nicht gut - fahren in den Urlaub nur mal auf den Ponyhof - haben aber sichere Jobs wo wir immer was finden
und genießen unser Leben so wie es ist.

Grüße Silly

Beitrag von girl1986 14.01.11 - 20:40 Uhr

Das klingt so schön... #herzlich und ja... ich fühle mich auch nicht komplett. Es fehlt noch "was". Direkt nach der Geburt der Kleinen, sagte ich: "Das nächste wird ein KS" ;-)
Naja und jetzt wo immer mehr Bekannte ss werden, wird der Wunsch stark.

Ich danke dir, für deinen herzlichen Beitrag #liebdrueck

Liebe Grüße
Kathrin

Beitrag von sillysilly 14.01.11 - 20:47 Uhr

Hallo

ja ich war selbst überrascht von dem Wunsch nach einem dritten Kind, und dachte selbst erst du spinnst.
Aber der Wunsch blieb - und da wir nicht zu viel Altersunterschied wollten mußten wir ja bald eine Entscheidung treffen.

Das einzige was mir etwas Sorgen macht #gruebel #winke - wenn sie mal alle in die Pubertät kommen - Grusel .....

Und an den Schmarrn mit "Sandwichkind" glaube ich gar nicht.
Jede Rolle in der Familie kann schwierig sein.

Grüße Silly

Beitrag von girl1986 14.01.11 - 20:59 Uhr

Ja ich denke es kommt auch immer drauf an, was man draus macht. Unsere Große ist mehr ein Einzelgänger. Klar spielt sie auch mal mit Laney, aber am liebsten ist sie doch allein. Laney wäre dann fast 2, wenn ich mich bald Entscheide. Das ist ein guter Abstand,sodass die beiden JÜngeren dann zusammen spielen könnten. Laney mag schon immer gern mit Jolina spielen, aber sie ist halt ein Einzelgänger. So wäre dann auch kein Kind traurig, oder ausgeschlossen. Das ist mir ja auch sehr wichtig. :-)

Beitrag von carrigan 14.01.11 - 20:32 Uhr

hey,

also, wir haben auch (nur) 2 kids ( 2 und 5).. kann also nich aus erster hand sprechen.

aber ganz ehrlich, wenn ihr noch ein kind möchtet, warum denn nicht?

ich denke, wenns mit 2 läuft, dann auch mit 3..
die umstellung von 1 auf 2 ist denk ich gravierender..

und was die familie sagt oder das umfeld ist ja eidgentlich zweitrangig, oder? ;-)

ich denk ihr müsst euch eineig sein, dann passt das auch :-D

einen schönen abend noch,..

Beitrag von girl1986 14.01.11 - 20:48 Uhr

Ja das stimmt. Eigentlich macht man sich immer viel zu sehr einen Kopf um Dinge, die eigentlich egal sind. Eben, was die Anderen dazu sagen. Aber die Gedanken kann man immer nicht ausschalten. #hicks

Danke dir #liebdrueck

Liebe Grüße
Kathrin

Beitrag von widowwadman 16.01.11 - 11:23 Uhr

Bei der Umstellung von 1 auf 2 (sind gerade dabei) hat man doch viel weniger zu bedenken. 2 Kindersitze mit 2 Erwachsenen kriegt man eigentlich in jedem 5 und auch 3 Tuerer unter. Mit 3 Kindersitzen ist das schon was anderes.

Betrifft zwar nicht viele, aber wir fahren 2 mal im Jahr mit der Faehre nach Deutschland. Mit 2 Kindern kann man ne Viererkabine nehmen. Kaem ein 3. dazu, muessten wir zusaetzlich noch ne 2er Kabine nehmen. Das erhoeht die Kosten auch.

Die Betreuungskosten steigen (2 Kinder in der KiTa koennen wir uns so eben noch leisten, bei 3en wuerd ich nicht genug verdienen um das zu bezahlen).

An den Platz in der Wohnung/im Haus sollte man auch noch denken. Kleine Kinder teilen vielleicht noch gerne, aber spaetestens im Teenager-Alter, wenn die Kinder dann auch mal ihren Freund/ihre Freundin heimbringen wollen, stoert's doch wenn man da noch sein Zimmer teilen muss.

Beitrag von 9605paja 14.01.11 - 20:39 Uhr

Hallo,

Wir haben 2 Kinder, und dabei bleibt es auch! ich finde Großfamilien ganz toll, ich habe 2 Freundinnen die eine hat 3 Kids die andere 4! Ich möchte das nicht haben aber nunja.....

Wie sieht es denn mit arbeiten bei dir aus?? Du bist ja noch recht jung, und mit 3 Kids wird das nicht einfacher.....

Eine Steigerung gibt es bei jedem Kind, keiner kann mir erzählen das das jüngere nur so "mitläuft" auch das braucht Aufmerksamkeit, Zuwendung, frische Pampi und eben alles was dazugehört.

lg paja


Beitrag von girl1986 14.01.11 - 20:55 Uhr

So war das auch nicht gemeint, mit dem Mitlaufen. Ich fand nur die Umstellung von 1 auf 2 schon ziemlich spürbar. So hatte man eben nur eins, was dann abends shclief und gut war. Mit 2en ist das schon ganz anders. Allerdings war meine Kleine das erste halbe Jahr Schreikind. Daher kommt auch ein bisschen meine Sorge. Das war wirklcih nicht einfach und davor habe ich ein bisschen Angst.
Arbeit habe ich zur Zeit nicht. Aber eine fertige Ausbildung. Dennoch möchte ich später in eine ganz andere Richtung (Fotograf) und eventuell selbstständig machen. Da kann man sich seine Termine gut einrichten. Oder hier im Ort gibt es Viele, die in der Woche immer nur ein paar Stunden gehen. Mein Mann hat eine gute und sichere Arbeit. Daher brauch ich nur nebenbei dann ein bisschen dazu verdienen.

Liebe Grüße
Kathrin

Beitrag von alocin1970 14.01.11 - 22:38 Uhr

Hallo, Kathrin,

bei mir war es so, dass ich mich/uns schon komplett fühlte mit den beiden Jungs, aber da war dennoch die Sehnsucht ... noch mal schwanger, noch mal ein Baby ... und nach 2 Jahren war ich dann wieder schwanger. Die ersten Monate waren super easy, so entspannt war ich noch mit keinem Baby (meine Jungs waren damals knapp 6 und gerade 3), ich habe mir wirklich die kompletten Vormittage, wo die Jungs im Kindergarten waren, mit dem Baby auf dem Nauch auf der Couch gegönnt und bin abends mit ihr zusammen ins Bett, in unser Bett, nicht in die Wiege daneben. Dadurch waren die Nächte super entspannt, da sie toll schlief. Ich empfand die Umstellung von 2 auf 3 nicht so extrem wie von 1 auf 2. Inzwischen sehe ich das etwas anders, meine Kinder sind jetzt 8, 5 und 2, und ich habe das Gefühl, mich dauernd zwischen den Kindern zu zerreißen und keinem richtig gerecht zu werden, da ich von 6 Uhr bis nach 18 Uhr immer alleine mit den Kindern bin (klar, Mann arbeitet, ist auch viel auf Dienstreise). Gerade jetzt im Winter, wenn man bis 7.40 alle Kinder startklar haben muss, damit ich den Großen pünktlich in der Schule habe, gerate ich an meine Grenzen. Auch Ausgehen, Wochenendreisen mit meinem Mann etc. sind schwieriger, denn 3 kleine lebhafte Kinder schaffen meine und auch meine Schwiegereltern total. Urlaube werden auch schwieriger, da die Flüge teurer werden, das Mietauto größer sein muss etc. Und für meien freiberufliche Tätigkeit als Lektorin bleibt auch viel weniger Zeit. Aber es ist ganz klar: Nie haben wir die Entscheidung bereut, denn die Kleine ist zuckerzuckersüß und begeistert uns und alle die sie kennen und auch Fremde in der Stadt mit ihrer Freude, ihrem Charme, ihrem Frech-Sein, ihrem Witz etc. Und - zu sehen, wie die 3 Geschwister miteinander umgehen (na gut, die Jungs streiten eigentlich eher, aber ihre Schwester ist ihr Ein und Alles), ist wunderbar. Gerade jetzt haben sie darauf bestanden, auf einem Lager vor dem Bett der Kleinen zu schlafen und sich morgen früh um sie zu kümmern - die Kleine ist ganz klar der Chef bei den Jungs. Bis jetzt würde ich eher sagen, dass die Rivalität zwischen den Jungs durch die Geburt der Kleinen abgenommen hat, sie sind nicht mehr so eifersüchtig auf den jeweils anderen Bruder, das ist einfach unwichtig, weil die Familie "so groß" ist. Also - trotz allem - ich würds immer wieder so machen. Und auch noch ein 4., wenn ich jünger wäre.

Liebe Grüße, Nico

Beitrag von girl1986 14.01.11 - 23:34 Uhr

So hier wollte ich doch schreiben *g*

Also danke für deinen ausführlichen Bericht. Meine Kleine war ein Schreibaby. Das ist meine Angst. Daher empfinde ich jetzt die Zeit recht angenehm. Eben, weil sie auch mal mit Jolina spielen kann. Das macht schon viel aus.
Ich finde es auch schade, dass man heutzutage komisch angeschaut wird, wenn man gern mehr als 2 Kinder hat. Früher war es normal....

Liebe Grüße
Kathrin

Beitrag von sharlely 14.01.11 - 23:01 Uhr

Hallo,

also ich finde es sehr schön, wenn es noch Familien gibt die mehr als "nur" ein oder zwei Kinder haben! :-)
Wir selber haben zwei Kinder (18 Monate und 7 Monate alt) und möchten gerne noch ein drittes. Genau genommen, planen wir auch ein viertes und ein fünftes Kind ein. Mein Mann hat viele Geschwister und ich ebenso, das wollen wir fortführen. Natürlich immer unter der Vorraussetzung das es finanziell und vom Platz her, gut klappt. Nie und nimmer möchte ich mich an finanziellen Sorgen aufreiben und meinen Kindern nichts bieten können.
Das andere Leute mehrere Kinder als kritisch betrachten, kenn ich nur zu gut. Meine Kinder haben einen kurzen Altersabstand, unsere Kleine hatte ne Hirn Op und man sieht ihr an das sie nicht ganz gesund ist. Tja und ganz oft bekomm ich blöde Sprüche zu hören. Letztens meinte eine alte Frau: " Schlimm, man muss ja auch nicht auf Teufel komm raus zig Kinder zeugen.....". Hä? Es sind zwei Kinder, was ist daran schlimm? Ganz oft höre ich auch: "Na hoffentlich kommt da kein drittes. Man sieht ja ihrem Baby schon an das es nicht normal ist und sowas darf nicht sein, dafür möchte ich nicht zahlen." Sowas macht mich unheimlich wütend und ich denke mir, jetzt erst recht.
Es ist nicht leicht so vielen Kindern gerecht zu werden. Meine Eltern und die Eltern meines Mannes hatten es sicherlich nicht immer leicht, aber ich hab als Kind nie irgendwas vermisst, ich kannte es auch nicht anders. Ob du der Aufgabe gerecht werden kannst, weißt nur du selber. Aber man wächst mit seinen Aufgaben, das darf man nicht vergessen! :-)

Lg S.

Beitrag von girl1986 14.01.11 - 23:25 Uhr

Danke für deinen ausführlichen Bericht #liebdrueck

Meine Kleine war ein Schreibaby. Das ist meine Angst. Daher empfinde ich jetzt die Zeit recht angenehm. Eben, weil sie auch mal mit JOlina spielen kann. Das macht schon viel aus.
Ich finde es auch schade, dass man heutzutage komisch angeschaut wird, wenn man gern mehr als 2 Kinder hat. Früher war es normal....

Liebe Grüße
Kathrin

Beitrag von sharlely 14.01.11 - 23:32 Uhr

Oh ja diese Ängste versteh ich. Unsere Kleinste war auch ein Schreibaby und in der ersten Zeit konnte ich mir gar nicht vorstellen überhaupt jemals nochmal ein Baby zu bekommen. ;-) Mittlerweile denk ich mir, was solls schlimmer kanns nicht mehr kommen! :-p Und hey, als Mama von nem Schreibaby hast du schon soviel mitgemacht, da kommt dir dann ein drittes Baby wie ein Spaziergang vor!
Wir überlegen uns, auf Dauer nach Italien umzusiedeln. Wir haben dort Familie und das Thema Kinder wird dort anders bewertet als ins Deutschland. Kinder sind dort etwas positives.

Lg S.

Beitrag von girl1986 14.01.11 - 23:40 Uhr

Ja also ich war da wirklcih fertig. Das erste halbe Jahr hab ich sie eigentlich fast die ganze Zeit nur rum getragen und sie war überhaupt nicht zufrieden zu stellen. Das war schlimm.... Aber da sag ich mir halt auch. Eigentlich hab ich mir auch gesagt, dass ich mich da gut bewiesen habe.

Wir sind auch grad erst umgezogen. Aber nur von Sachsen Anhalt nach Bayern. Dennoch tut die Trennung von der Familie sehr gut. Es gab viel Zoff. Die würden wohl auch die Hände über den Kopf schlagen, wenn ich davon erzähle...

Ich finde das echt toll, dass ihr das überlegt. So ein kompletter Neuanfang, wenn für uns auch nur in nem anderen Bundesland, kann sehr gut tun #liebdrueck

Beitrag von sharlely 14.01.11 - 23:47 Uhr

Das haben wir auch gemacht. Ab und an hab ich mir Ohrenstöpsel in die Ohren gesteckt, damit sie mir nicht ständig ins Ohr brüllte. ;-) Es war dann wirklich schön, wenn sie mal geschlafen hat, obwohl ich die ersten Monate permanent ein Brummen in den Ohren hatte, von dem vielen Geschrei.... #liebdrueck

Ja stimmt schon, ein Umzug kann manchmal wahre Wunder bewirken. Wir haben zwar Familie in Italien, aber wir hängen auch an der Familie hier. Naja mal sehen. Muss auch erst mal sehen, inwieweit es dort für unsere Tochter medizinische Versorgung gibt.

Beitrag von girl1986 14.01.11 - 23:28 Uhr

Ach mist, der TExt sollte doch zu dem Beitrag vor dir #hicks

Wegen euch. Ich finde es wahnsinnig unvershcämt, was Leute zu euch sagen. Ich habe auch eine Freundin, deren Kind Down Syndrom hat. DIe Kleine ist zu goldig und jeder Mensch hat das Recht zu leben. Behinderungen bedeuten doch nichts schlechtes. Es ist eher einer Herausforderung und diese Kinder geben einem oft nochmal eine ganz andere Ansicht zum Leben #liebdrueck

Beitrag von orangeleseratte 16.01.11 - 08:32 Uhr

Wir haben auch sehr lange überlegt und uns dann doch für das 3. entschieden! Heute ist sie der Mittelpunkt unserer Familie, ihre größeren Geschwister lieben sie! Jederzeit würd ich mich wieder so entscheiden!
Probieren geht über studieren - viel Spaß!