Könnte man die Pharmaindustrie verklagen bei einer Schwangerschaft ?

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Beitrag von bianca153 14.01.11 - 20:33 Uhr

Hallo

Meine Arbeitskollegin und ich haben heute auf Arbeit gerätselt, ob man eigentlich die Pharmaindustrie verklagen könnte, wenn man durch die 3 Monatsspritze schwanger werden sollte.
( gesunde Frau, kein Antibiotikum genommen etc., also wirklich dann ein echter " Unfall " )

Eine falsche Einnahme können sie ja einen dann nicht unterstellen ;-)

Bin mal auf Antworten gespannt :-)

LG
Bianca

Beitrag von juhu19981 14.01.11 - 20:36 Uhr

Hallo,

nein natürlich nicht. Keine Verhütung hat 100% sicherheit...noch nicht mal ne Steri!

lg

J#aha

Beitrag von gh1954 14.01.11 - 20:37 Uhr

"Durch" eine Dreimonatsspritze wird bestimmt keine Frau schwanger... :-)

Ich denke nicht, dass eine Frau jemanden verklagen könnte, solange der Hersteller nicht behauptet, der Pearl Index sei 0.

Beitrag von bianca153 14.01.11 - 20:56 Uhr

Stimmt, durch die Spritze bestimmt nicht :-D

Habs ein bißchen komisch geschrieben, aber Du wußtest ja, was gemeint war ;-)

Beitrag von hinterwaeldlerin09 14.01.11 - 20:38 Uhr

Nein, ich denke nicht, dass man "die Pharmaindustrie" - ich denke, du meinst den Hersteller - verklagen könnte.

Denn: zum einen gibt es kein 100%iges Verhütungsmittel, auch die Dreimonatsspritze hat eine geringe Versagerquote (Pearl Index 03-1,4) und zum anderen könnte das Präparat ja beim/durch den Arzt durch falsche Lagerung etc. in seiner Wirkung gemindert sein, dann hat "die Pharmaindustrie" damit nichts zu tun.

lg die hinterwäldlerin

Beitrag von witch71 14.01.11 - 20:38 Uhr

Es gibt keine Verhütungsmethode, die zu 100% sicher ist. Abgesehen von Enthaltsamkeit. ;-)
Man spricht da von Pearl-Index und dieser beträgt bei der Spritze immerhin 0,3% (laut Onkel google).

Es gab schon Klagen, gegen Ärzte, die nachgewiesenermassen geschlampt haben. Diese müssen dann die Unterhaltszahlungen für die unerwünscht gezeugten Kinder übernehmen. Amerika machts möglich.

Da es aber nicht nachgewiesen werden kann, warum die Spritze versagt hat, schliesse ich die Haftbarkeit der Pharmakonzerne aus. :-)

Beitrag von emeri 14.01.11 - 20:55 Uhr

"Es gibt keine Verhütungsmethode, die zu 100% sicher ist.Abgesehen von Enthaltsamkeit." und selbst da würden dir bibelkundige christen widersprechen ;-)

lg

Beitrag von witch71 14.01.11 - 22:45 Uhr

Du hast ja völlig Recht, das hatte ich total vergessen! #schock

Wenn das nun einmal in all den Jahren bei all den Menschen vorgekommen ist, wie ist dann da wohl der PI? #kratz

Beitrag von gh1954 14.01.11 - 22:49 Uhr

Das Thema sollten wir vielleicht nicht so breit treten, sonst kommen einige Urbianerinnen noch auf komische Gedanken.:-)

Beitrag von nick71 14.01.11 - 20:53 Uhr

"( gesunde Frau, kein Antibiotikum genommen etc., also wirklich dann ein echter " Unfall " )"

Dass -selbst bei korrekter Anwendung- kein Verhütungsmittel 100% Sicherheit bietet, wurde hier ja bereits gesagt.

Und weiters müsste die Frau zweifelsfrei beweisen, dass sie nicht durch einen Einnahmefehler o.Ä. schwanger geworden ist. Und das wird sie nicht können...wie auch?

Beitrag von windsbraut69 14.01.11 - 21:06 Uhr

Nein, weil man durch die Spritze definitiv nicht schwanger werden kann!

Beitrag von bianca153 14.01.11 - 21:11 Uhr

Na wie jetzt ?

- defintiv nicht schwanger werden durch die Spritze oder
- es gibt keine 100 % ige Sicherheit bei Verhütungsmitteln ?

;-)

Beitrag von windsbraut69 15.01.11 - 08:17 Uhr

Beides :)
Du kannst trotz Pille/Spritze usw. schwanger werden aber nicht durch diese Mittel. So sicher sind sie schon.

Gruß,

W

Beitrag von bianca153 14.01.11 - 21:13 Uhr

#klatsch

#aha

:-)

Beitrag von simone_2403 14.01.11 - 21:21 Uhr

Hallo

Kommst du nicht mit durch ;-) der Pearl-Index "verhindert" das...is clever gemacht #huepf

Beitrag von lisasimpson 14.01.11 - 22:03 Uhr

Na, ich fänd es jedenfalls spannend eine Klage gegen "die Pharmaindustrie" weil du DURCH die 3 monats spritze schwanger wurdest.
wäre ne echte BILD_schlagzeile

lisasimpson

Beitrag von ippilala 14.01.11 - 22:42 Uhr

DIE SEXSPRITZE

Nach der Bekanntgabe von mehreren Schwangerschaften, die ausgelöst wurden durch die 3-Monatsspritze, auch bekannt als Sexspritze, fragt sich ganz Deutschland, ob man Spritzen auf Unterhalt verklagen sollte.
BILD sagt ja! Und fordert eine öffentliche Äußerung zur Problematik. Bisher üben sich alle Spritzen im Schweigen, aber wie lange noch?

Beitrag von doggi 14.01.11 - 22:35 Uhr

Hallo!

Also eine Freundin von mir ist trotz Mirena schwanger geworden.
Der FA hat ihr natürlich die Spirale sofort gezogen- die SS ist dann aber in einer FG geendet - und die Firma Schering war bereit, die Kosten für eine neue Spirale zu übernehmen. Das war es aber auch..

Gruß
Doggi

P.S. Die Firmen sichern sich alle ab...

Beitrag von germany 15.01.11 - 11:42 Uhr

Nein, kann man nicht, denn die Hersteller sichern sich dadurch ab, dass sie niemals 100% Sicherheit garantieren, sondern immer dazu schreiben, dass die Sicherheit bei 99,999999% oder sogar darunter liegt. Und ausgerechnet dann ist man nämlich eine von 10000 Frauen die trotzdem schwanger werden.


Verklagen könnte man sie aber wenn sie eine 100%ige Garantie geben das man nicht schwanger werden kann.





lG germany

Beitrag von manavgat 15.01.11 - 14:13 Uhr

Manche Grammatikfehler machen Sätze unfreiwillig komisch.


Mit ist kein Fall einer Schwangerschaft bekannt, welche durch eine Spritze ausgelöst wurde.


Gruß

Manavgat

Beitrag von dornpunzel 15.01.11 - 19:56 Uhr

Hallo,

wie schon meine Vorrednerinnen schrieben: Nein.

Wir hatten einmal eine Mandantin, die nach einer Sterilisation schwanger wurde. Mein Chef hat ihr schon im Voraus von einer Klageerhebung abgeraten, weil die ohnehin nichts bringen würde. Im vorhergehenden Schriftwechsel hat sich die Klinik schon auf das Restrisiko berufen, auf das die Frau hingewiesen worden war.

Erfolg würde so etwas nur bringen, wenn es mehrere Frauen gäbe, die trotz der Spritze eines bestimmten Herstellers schwanger wurden. Hier könnte man eventuell beweisen, dass der Pearl-Index zu niedrig angegeben wurde, oder das Mittel durch was weiß ich was nicht wirksam genug war.

Da ich aber davon ausgehe, dass es sich hier um einen Einzelfall handelt: Vergiss es.

Gruß,
Dornpunzel