Morgen ist die Beerdigung...

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von zoe2009 14.01.11 - 20:57 Uhr

von meinem geliebten Opa. Mir gehts nicht gut. Mir ist schlecht ,ich zittere am ganzen körper. ich habe Angst vor morgen,den endgültigen Abschied. ich vermisse ihn so sehr,er war wie ein Vater für mich. Wir hatten 16 jahre im selben haus gewohnt u dann bin ich in die Leere geegangen,in ein anderes bundesland. Seit dem hab ich mein Leben selbst in die Hand genommen,worauf er mich super vorbereitet hat ( die Erziehung)
Ich bin ihm so dankbar für die schöne Zeit mit ihm.
Leider hat er einen sehr sehr langen Leidensweg hinter sich u ist leider nicht friedlich eingeschlafen

Ich liebe dich#kerze

Beitrag von urmelausdemeis5677 14.01.11 - 22:31 Uhr

Hallo

erstmal, mein herzliches Beileid. Ich kann Dich gut verstehen.

Am 6.8.10 ist mein Papa gestorben und der Tag der Beerdigung war super hart...

Meine Geschwister und mein Mann haben mich in die "Leichenhalle" reinschieben müssen, ich wollte da nicht rein. So viele Menschen und halt mein Papa. Ich stand einfach nur da, starrte auf dem Boden. Ich war nicht fähig auf den Sarg zu schauen. Ich schaut mich um, nur nich auf den Sarg schauen. Es war sooo schlimm. Und obwohl wir darum gebetn haben, beim "Auszug" nicht " So nimm denn meine Hände" zu spielen, wurde es gespielt.

Ich ging wie in Trance hinter dem Sarg her, mehr gezogen von meinem Mann. Ich wollte nich ans Grab, ich wollte es einfach nicht.

Einer der Sargträger stolperte noch und ich dachte nur, bitte lasst ihn nich fall, bitte nich......

Als er zu Grabe gelassen wurde, konnte ich nich hinsehen. Selbst zum letzen Gruß musste mich mein Mann ziehen.

Erst als die anderen Menschen alle weg waren, konnte ich an sein offenes Grab gehen.

Heut noch, brech ich in Tränen aus, wenn ich ihn Besuche. Heute noch kann ich nicht sagen, ich geh zum Friedhof zu Papa. Noch heute sag ich, ich fahre zu meinen Eltern.....

Ich wünsche Dir gaaaaaaaaaaaaanz viel Kraft für den morgigen Tag.

Beitrag von zoe2009 14.01.11 - 22:53 Uhr

oh man das sit aber auch hart für dich gewesen,auch noch von mir bein beileid. Mag sich doof anhören,aber ich bin glücklich das meine oma ne urnenbeerdigung macht . Ich glaub son sarg ist o wäre auch nciht so einfach

danke u für dein papa#kerze

Beitrag von mariechen65 15.01.11 - 07:33 Uhr

#kerzeHallo,
an so einem Tag ist es ganz besonders schwer, Worte des Trostes zu finden. Ich habe beim Lesen deines Beitrages so sehr mit dir gefühlt, daß ich es einfach versuche!
Wenn ein Mensch stirbt, den wir lieben ist es immer, als würde ein Teil von uns "mitgehen". So habe ich mich bei meinem Papa gefühlt. Auch er hatte einen langen Leidensweg hinter sich. Ich wollte mich nie damit auseinandersetzen, daß er nicht mehr da ist, ich habe nie bewußt diese erste Zeit der Trauer durchlebt, ich habe es einfach nicht zugelassen. Das hat mich sehr krank gemacht, ich habe mit schlimmen Depressionen zu kämpfen gehabt. Erst, als ich mich dem Schmerz gestellt habe, der Verzweiflung und letztlich der Trauer, ist es mir besser gegangen.
Bitte lasse nicht zu, daß dir das in deinem Schmerz auch passiert!
Versuche es so zu sehen , daß dein Opa einfach nur vorausgegangen ist. Daß er es sich, gerade nach seinem Leidensweg verdient hat, zu gehen. Sprich viel mit ihm, erzähle ihm von deinem Schmerz,danke ihm für alles, was er dir gegeben hat. Durchlebe die Zeit mit ihm ganz bewußt. Auch, wenn er nicht mehr in diesem, deinem Leben ist, so wird er doch immer in deinem Herzen sein! Da lebt er weiter, er beschützt dich und ist auf eine ganz besondere Art und Weise immer bei dir!
All diese Dinge haben mir damals sehr geholfen. Vielleicht ist es auch ein Weg für dich, damit umzugehen.
Manchmal dauert es eine Zeit, bis wir so denken können, bis der Schmerz überhaupt einen klaren Gedanken zuläßt.
Aber in solchen Situationen merken wir erst, wie stark wir sind, auch Du!!
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und bin Gedanken bei dir.
Viele liebe Grüße, Annemarie