Wie wichtig findet Ihr absolutes Vertrauen in der Beziehung

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von sunpower1977 14.01.11 - 22:05 Uhr

Hallo !

Mein Partner hat mich vor einiger Zeit betrogen. Ich habe unserer Liebe eine zweite Chance gegeben. Meist denke ich, dass es die richtige Entscheidung war. Ich muß dazu sagen, dass ich meinem Partner vor seinem Fremdgehen absolut vertraut habe, ich war so naiv. Jetzt stört mich, dass es doch Momente gibt, in denen ich mir nicht so sicher bin, ob es wirklich die richtige Entscheidung war oder nur ein Aufschieben. Vor dieser Geschichte war Vertrauen in der Beziehung für mich immer sehr wichtig. Mir war eigentlich auch klar, dass wenn wir einen zweiten Versuch wagen, das absolute Vertrauen so schnell nicht mehr einkehren wird.
Normal komme ich mit dem Gedanken gut zurecht, doch im Moment bin etwas skeptisch, ob es wirklich das Richtige ist. Ich liebe ihn und er zeigt und gesteht mir auch seine Liebe. Hin und wieder geht er mit seinen Kumpels weg, und da fängt manchmal mein Kopfkino an.
Die Unbeschwertheit ist zumindest sehr eingeschränkt, seit diesem Erlebnis.
Wie wichtig ist Euch Vertrauen - und vor allem muß es wirklich das absolute Vertrauen sein oder reicht auch weniger?

Gruß sunpower1977#herzlich

Beitrag von pieda 14.01.11 - 22:16 Uhr

Guten Abend Sun,

ich habe lange lange gebraucht, meinem Mann nach seinem Fehltritt wieder zu vertrauen.Das dauerte mehrere Jahre-kann Dein Empfinden und D.Ängste gut nachvollziehen....JETZT vertraue ich meinem Mann "wieder" sehr....War aber ein hartes Stück Arbeit für meinen Mann, meine Skepsis und all diese Verletzungen wieder zu "bereinigen".Er hat alles menschenmögliche für mich getan und ich bin mir zu 1000% sicher, dass er es zutiefst bereut, was er mir und der kompletten Famile damit damals alles angetan hat.
Ich weiß nur eins, ICH werde SOWAS nicht nochmal verzeihen---Das habe ich dann doch nicht nötig, davon ab, denke und hoffe ich, dass sich sowas nicht noch einmal wiederholt.
Vertrauen ist das A und O in einer Beziehung für mich,es geht aber auch mit "weniger",wie Du es nennst,siehst Du ja bei mir:-)

Wünsche Dir alles Liebe.

P.#herzlich

Beitrag von kenneich 14.01.11 - 22:38 Uhr

Hallo!


Es ist sehr,sehr schwer so einen Meschen zu vertrauen.

Mein Ex hat mich jahrelang betrogen und belogen,bis ich ihn erwischt habe,da war Schluss mit lustig.Ich hatte schon immer eine Ahnung (ich glaube,Frauen spüren so etwas),nur beweisen konnte ich es nie.

Mein Mann hat mir das auch schon angetan,es war schrecklich.Es hat sehr lange gedauert bis ich ein wenig Vertrauen hatte,es gibt Tage,da kommt alles wieder hoch.Dann sage ich mir,er wird nicht so dumm sein,seine zweite Ehe in den Sand zu setzen,dann wäre er ein ganz armer Mann.Ich weiß das es ein Ausrutscher war (hoffe es).Gut es werden mir so manche vorwerfen,das ich immer sage,einmal fremdgegangen,immer wieder fremdgehen.Gut es stimmt,aber ich glaube er macht es nicht mehr,da er krank ist.

L.G.

Beitrag von badguy 15.01.11 - 00:14 Uhr

Eine von vorne bis hinten verquere Logik aus der Feder "Der Wunsch ist Vater des Gedanken!"

Betrug hat Gründe, die gilt es zu finden und abzustellen, ansonsten bin ich der festen Überzeugung, passiert es über kurz oder lang wieder.

Und nicht ein Mensch alleine setzt eine Ehe in den Sand, dazu gehören zwei.

Beitrag von gh1954 15.01.11 - 00:29 Uhr

>>>Und nicht ein Mensch alleine setzt eine Ehe in den Sand, dazu gehören zwei. <<<

Ja?...Der eine kämpft, der andere geht fremd, das ist ok?

Beitrag von badguy 15.01.11 - 00:37 Uhr

Das ist deine Theorie! Ich sage nicht, dass Fremdgehen ok ist, ich sage, es gehören zwei dazu.

Kämpfen ist übrigens in dieser Hinsicht eine stark relative Sache!

Beitrag von gh1954 15.01.11 - 00:45 Uhr

Das ist keine Theorie, das ist offensichtlich gängige Praxis, dass einer fremdgeht und sich dann darauf beruft, das da er ja dazu getrieben wurde *kotz

Ich war sehr lange verheiratet, es gibt durchaus unter intelligenten Menschen die Möglichkeit, tiefe Krisen zu bewältigen, ohne dass einer er Beteiligten meint, Fremdgehen sei eine Option. Das ist mit zu billig. Und dieses "Da gehören zwei dazu" ist eine noch billigere Ausrede. Bin enttäuscht, dass DU auf diesen Zug aufspringst.

Beitrag von badguy 15.01.11 - 01:01 Uhr

Lach, jetzt musste ich echt schmunzeln.

Fremdgehen ist nie ne Option, weder in einer Krise, noch sonst wann. Nie! Mit Fremdgehen verschärfst du die Probleme, die du eh schon hast, nur noch.

Was ist Fremdgehen eigentlich? Für mich ist Fremdgehen das Verabschieden aus einer Beziehung.

Jemand, der sagt, ich wurde zum Fremdgehen getrieben, ist in meinen Augen ein armes, feiges Würstchen. Bevor ich fremdgehe, habe ich vorher immer noch die Option, eine Beziehung zu beenden.

Das zwei dazu gehören, eine Beziehung zu zerstören, ist keine billige Ausrede, in den seltesten Fällen tun sich Engelchen und Teufelchen zusammen. Es mögen zwar immer viele glauben, man selbst sei das Engelchen aber da ist drauf geschissen. Konflikte sind Aktion und Reaktion, niemals nur Reaktion.

Und ähm, ich bin enttäuscht, dass du meinst, ich würde auf Züge aufspringen! :-)

Beitrag von verstehe dich 15.01.11 - 08:34 Uhr

Sei lieb #liebdrueck!!!

Ich kann dich sehr gut verstehen. Befinde mich zurzeit in der gleichen Situation. Vor einigen Wochen flog bei uns alles auf - mein Mann hat sich über 2 Jahre eine "Nebenfrau" gegönnt.

Absolutes Vertrauen hatte ich vorher auch nicht. Ich denke, das ist auch utopisch zu glauben, dass in einer jahrzehntelangen Beziehung nicht wenigstens ein ONS passiert. Das halte ich für eine menschliche Reaktion. So naiv sollte man nicht sein.

Wir arbeiten gerade daran, das verlorene Vertrauen wieder herzustellen.

Mir fällt es auch an einigen Tagen leichter, an anderen Tagen überrollt mich mit Macht das Kopfkino. Da erscheint mir alles so unvorstellbar und unwirklich - als würde ich in einer billigen Doku-Soap aufwachen.

Wir haben zumindest eine Idee, warum es so weit gekommen ist (ich werte das nicht als Entschuldigung für einen jahrelangen Betrug, dafür gibt es m. E. keine Entschuldigung). Wahrscheinlich wäre unsere Beziehung ohnehin mittelfristig gescheitert, weil wir unsere Probleme unter den Teppich gekehrt haben. So waren wir gezwungen, diese zu besprechen und den Versuch zu starten, sie zukünftig zu vermeiden.

Sollten wir wieder in alte Muster verfallen, halte ich es absolut für möglich, dass sich solch ein Betrug wiederholt.

Ich wünsche dir viel Glück und vor allem Kraft und Durchhaltevermögen!!!

Beitrag von schnee-weisschen 15.01.11 - 20:47 Uhr

Hey,

ich könnte mit meinem Mann nicht mehr zusammensein, wenn er mich betrogen hätte.
Ich sage nicht, dass dann die Liebe weg wäre, denn die kann man nicht einfach abstellen. Aber es wäre definitiv das Ende unserer Beziehung.
Ich bin der Meinung, dass jemand, der einmal fremdgegangen ist, keine Hemmschwelle mehr hat und bei der nächsten Gelegenheit wieder betrügt.
Vielleicht wird er lediglich vorsichtiger sein.


LG

sw

Beitrag von clautsches 16.01.11 - 09:25 Uhr

Reden wir hier von einem einmaligen, ungeplanten, bereuten "Ausrutscher"? Oder von vorsätzlichem Betrug bzw. vorsätzlichem Schweigen danach?

Letzteres ist für mich nicht mehr verzeihbar. Ein wenig weniger Vertrauen gibt es nicht - entweder ich vertraue jemandem oder eben nicht. Und ohne Vertrauen keine Beziehung.

LG Claudi

Beitrag von wichtig 16.01.11 - 12:01 Uhr

vertrauen ist sehr wichtig. ohne vertrauen könnte ich keine beziehung führen.

wenn ich betrogen werden würde, dann würde ich die beziehung vermutlich nicht weiterführen wollen. das vertrauen wäre hin. egal was der partner sagen würde.

in meiner jetzigen beziehung (6 jahre) ist das vertrauen zu 100% da. so viel vertrauen hatte ich zu keinem vorher und ich bin von natur aus sehr mißtrauisch.