andere Kinder blutig gekratzt...bin richtig traurig...bißchen lang

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von tigertatze1205 14.01.11 - 22:54 Uhr

Hallo,

ich hatte Anfang der Woche schon einmal gepostet, dass mich eine Erzieherin im Kindergarten angesprochen hatte, dass Johanna andere Kinder kratzt.
Sie wollte wissen ob wir zu Hause auch konsequent sind und Johanna zeigen, dass es nicht in Ordnung ist, was wir natürlich machen!!!

Als wir sie heute aus dem Kindergarten abgeholt haben, kam gerade die Erzieherin aus dem Raum und hatte Johanna dabei an der Hand. Als sie uns sah, hat sie sie richtig abwertend in unsere Richtung geführt und die Hand so abfällig losgelassen. Ich kann das nicht richtig beschreiben, hoffe Ihr versteht ein bißchen wie ich das meine.
Man merkte deutlich wie genervt sie gewesen ist von unserem Kind #schmoll

Sie berichtete dann, dass Johanna heute schlimm gekratzt hat und dabei auch zwei Kinder übel erwischt hat. Die beiden anderen Mäuse sind noch da gewesen und das tat mir auch unendlich leid, als ich gesehen hab, wie meine Kleine sie erwischt hat. Der Junge ist bissel über 2 Jahre und das Mädchen gerade 10 Monate alt.
Ich war total schockiert und hätte auf der Stelle losweinen können.

Ich bin so hin und her gerissen, klar können die Erzieherinnen nicht ständig Johanna im Auge haben, aber sie hatten mich ja auch schon am Montag angesprochen, dass sie kratzt. Wieso kann es dann passieren, dass sie es "schafft" zwei Kinder so zu erwischen??? Die beiden taten mir wirklich übel leid und das geht mir eben nicht aus dem Kopf, dass mein Sonnenschein so arg anderen weh tut.

Am Montag werde ich wahrscheinlich eine Mutti sehen und werde mich entschuldigen. Der anderen Mutti (wir treffen uns zeitlich nicht) möchte ich einen Zettel ins Fach legen und mich entschuldigen. Meint Ihr das ist sinnvoll oder würdet Ihr als Eltern darauf pfeifen? Klar ändert das an der Situation gar nichts mehr, aber ich hab so ein schlechtes Gewissen.

LG Sabrina mit Johanna 17 Monate#verliebt

Beitrag von tigertatze1205 14.01.11 - 22:54 Uhr

Oh Gott, falsches Forum, kann das bitte ins Kleinkind-Forum verschoben werden???

Beitrag von lisa1408 14.01.11 - 23:11 Uhr

Hallo,

also meine Tochter wurde mal im Kindergarten von einem anderen Mädchen so richtig böse gebissen. Man hat auf ihrem Oberarm der dann dunkelblau wurde, jeden Zahnabdruck gesehen.

Leonie hatte mir vorher schon ein paar Mal erzählt, dass sie von diesem Mädchen gebissen wurde (war viel kleiner als Leonie), da ich aber nie Bissspuren finden konnte, hab ich das einfach nicht ernstgenommen #klatsch

Ich hab die Erzieherin am nächsten Tag darauf angesprochen und gefragt was das soll. Mir ist schon klar, dass Kinder hin und wieder grob untereinander sind, aber dass man mich nicht darüber informiert nach so einem Bill, fand ich schon arg. Die Antwort "achja, die soundso beisst immer wieder mal, da kann man nichts machen". Ich hab dann auch noch mit der Leiterin von dem KIGA gesprochen die mir sagte, dass bei dem Mädchen zu hause schwierige Verhältnisse seien und sie von der Problematik wüssten (ist keine Anspielung darauf, dass bei euch zu hause etwas nicht stimmt - bitte nicht falsch verstehen!!!!:-))

Tatsache ist... lange Rede, kurzer Sinn, dass ich meiner Tochter gesagt habe, dass sie sich von dem Mädchen fernhalten soll (da das andere Mädchen wesentlich kleiner war als meine, wusste ich, dass Leonie immer wieder auf sie zugegangen ist, weil sie alle kleineren Mädchen bemuttern möchte). Über einen Zettel oder irgendeine andere Reaktion der Mutter hätte ich mich gefreut und ernst genommen gefühlt. So wurde einfach nur drauf geachtet, dass die zwei Mädchen nicht mehr miteinander spielen... was ja eigentlich auch nicht sinnvoll ist.

Konnte dir also nur die andere Seite schildern :-)

Lass den Kopf nicht hängen... Nägel ganz kurz schneiden und immer wieder reden. Sie ist noch so klein, sie kann nicht alles verstehen... das wird schon werden :-)

Liebe Grüße
Lisa

Beitrag von kyra01.01 15.01.11 - 00:08 Uhr

das das mal passieren kann okay aber ich finde krass das die kindergärntnerin dich mit so nen satz wie das macht die ab und zu mal abspeißt..
das find ich noch viel schlimmer das ist doch deren job sich darum zu kümmern.. oder sehe ich das falsch???
und wenn das kind aus komischen verhältnissen kommt ist das doch keine entschuldigung.....
umso ehr müssen die sich drum kümmern
oder reagiere ich über???

Beitrag von lisa1408 15.01.11 - 00:20 Uhr

ja ich war damals auch ein bisschen verärgert (naja, eigentlich war ich sehr verärgert), aber mir hat auch das kleine Mädchen so leid getan. Die war eigentlich total süss und lieb... aber sie hat eben ohne Vorwarnung gebissen - nicht nur meine Tochter. Lt. der Leiterin vom KIGA war anscheinend auch JA in der Familie tätig, viel Gewalt vom Vater aus, schwierige Trennung usw. Die Kleine kann ja nix dafür und es ist eine blöde Situation... aber über eine Reaktion von der Mutter hätte ich mich gefreut. Wäre es umgekehrt gewesen, hätte ich mich auch entschuldigt.

Ich weiss gar nicht wie das alles weitergegangen ist, denn ich bin ein paar Wochen später mit meiner Tochter übersiedelt - somit auch neuer KIGA und bei dem KIGA weiss ich, dass das niemals passieren würde. Die achten so sehr auf die Kinder, auch wie die Kinder untereinander sind... also es kommt schon auch auf die Betreuerinnen an.

Beitrag von sunpower1977 14.01.11 - 23:55 Uhr

Hallo!

mein Sohn hat damals, er war fast 2 Jahre alt seinen Kumpel bei der Tagesmutti so stark gebissen, dass abends der Abdruck noch sichtbar war. Das tat mir auch sehr leid. Ich habe das mit meinem Sohn in aller Ruhe besprochen und ihm angeboten sich mit einer Kleinigkeit bei dem Kind zu entschuldigen. Die ganze Sache tat ihm auch sehr leid und war ihm sichtlich unangenehm. Wichtig war mir, dass er es selbst macht von Angesicht zu Angesicht. Wir haben ein kleines Auto geschenkt und eine Kleinigkeit zum Naschen. Ich würde nicht einfach nur einen Zettel ins Fach legen, sondern entweder zu dem Kind nach Hause fahren oder gehen oder es in der Kita abpassen, das muß man sich dann einfach so einrichten.

Gruß sunpower1977#herzlich

Beitrag von bruchetta 15.01.11 - 09:50 Uhr

Eine Entschuldigung, wie auch immer, ist sicher angebracht, aber das wichtigste ist doch, heraus zu finden, warum sie das tut!

Vielleicht ist sie mit 17 Monaten einfach noch zu klein für den Kindergarten, nur mal so eine Vermutung.

Ein Mädchen, das mal im Kiga meiner Tochter war (beide 6 Jahre alt) ist ganz extrem. Sie piekt andere mit Nadeln (beim prickeln), zieht Kinder an den Haaren von der Schaukel usw.
Hier hat sich, nachdem die Mutter sich sehr bemüht hat herauszufinden, was die Ursache ist, herausgestellt, dass sie zu früh fremdbetreut wurde (das Kind meine ich;-)) und jetzt solche Auffälligkeiten zeigt.

Wie gesagt, in meinen Augen ist ein 17 Monate altes Kind viel zu klein für den Kindergarten!

Beitrag von stormkite 15.01.11 - 10:00 Uhr

Hallo Sabrina,

es lange her inzwischen - da war mein Sohn (heute 15) noch bei den Kinderzwergen- eine von Erzieherinnen geleiteten Spielgruppe 3 mal die Woche, 3 Stunden.

Mein Sohn war damals das kleinste und jüngste Kind, und er hat immer wieder andere Kinder drangsaliert. Angeschrien, gekniffen, gebissen, mit Gegenständen gehauen. Er fand wohl die Reaktionen der anderen Kinder auf diese Angriffe lustig ...

Natürlich haben die Kindergärtnerinnen mich darauf angesprochen. Ja, toll, und was genau stellen sich die Kindergärtnerinnen vor das ich jetzt tun soll? Meinen die, ich kann auf den Knopf drücken, und das Kind verhält sich in Zukunft lammfromm?

Ich bin nicht dabei, wenn es zu solchen Vorfällen kommt. Bei mir zuhause gibt es auch nie ein Gruppensituation mit 15 Kleinkindern in einem Raum. Da tritt dieses Verhalten nicht auf, und ich kann es also auch nicht beeinflussen.

DAS wäre nämlich der Job der Erzieherinnen dort gewesen. Dafür werden diese Damen nämlich 3 Jahre lang ausgebildet ...

Meinen Sohn habe ich dann aus dieser Gruppe rausgenommen, nach dem sehr unfreundlichen Anruf eines anderen Vaters: Mein Sohn hätte seine Tochter mit der Schere angegriffen. Aha? Ich hatte das Kind eine Stunde vorher von der Spielgruppe abgeholt, alles in bester Ordnung, keine Rückmeldung das es wieder Probleme gegeben hätte. Ausgemacht war, das ich sofort angerufen werden, damit ich das Kind (als Konsequenz) direkt nach einem Vorfall abholen kann - und bis ich komme, sollte er auf der Bank sitzen müssen.

Ein-zwei Monate später kam er dann in den regulären Kindergarten. Ich hatte davor ziemlich Bauchschmerzen, und die Erzieherinnen dort vorgewarnt. Aber oh Wunder - mein Lütter war dort völlig unaggressiv und problemlos.

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Ich sehe das heute so, das diese Erzieherinnen einfach bequem und unfähig waren. Kleine Kinder haben immer mal Phasen, wo sie ihr austesten was geht und was nicht geht. Eine gute Erzieherinn und ein guter Kindergarten kennt das und kann dieses Problem lösen, ohne den Eltern mit einer Vorwurfshaltung zu begegnen oder die Schuld erst mal beim Elternhaus zu suchen.

Aber das Verhalten tritt in der Gruppensituation im Kindergarten auf. Deswegen sollte man erst mal schaun, ob das Kind in der Situation (zu viele Kinder auf zu wenig Raum, Lärm, Hektik, zu wenig oder zu viel Struktur, zu wenig Aufmerksamkeit für einzelne Kinder) überfordert ist. Ob es Spannungen zwischen einzelnen Kindern gibt. Ob die Gruppe harmonisch ist.

Alles Aufgaben, die nicht DU lösen musst, sondern der Kindergarten. Genau wie eine gelungene Deeskalation-Strategie und sinnvolle Sanktionen beim Fehlverhalten Aufgabe der Erzieherin sind.

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Wir hatten übrigens später noch einmal ein Problem mit Aggressionen bei unserem Sohn: Das war als er in die Realschule kam, und dort in eine Mobbing-Situation geriet. Das ging ein halbes Jahr, bis es eskaliert ist, und ein Kind (zum Glück nur zur Beobachtung) im Krankenhaus landete.

DANN durfte mein Sohn endlich die klasse wechseln - und sofort war Ruhe im Karton. Kein auffälliges Verhalten mehr, nur die eine oder andere vergessene Hausaufgabe ...


Kite

Beitrag von ug2712 17.01.11 - 13:47 Uhr

Also ich kenn dieses Verhalten aus den Erzählungen der Erzieherinnen von meiner Tochter.
Ich war auch sehr bestürzt, als ich die misshandelten Kinder gesehen habe, die in der Regel fast ein Jahr älter waren als meine Tochter...

Aber abwertend hat sich deshalb keiner gegen uns oder unsere Tochter gewandt.
Ich habe mich mit den Erziehern zusammen gesetzt und wir haben gemeinsam eine Vorgehensweise herausgearbeitet.
Zuerst muss geklärt werden in welchen Situationen deine Tochter handgreiflich wird und dann kann man diese Situationen gemeinsam analysieren und verschiedene Vorgehensweisen festlegen, um der Sache Herr zu werden.
Hier kann man nicht einfach sagen, dass es am Elternhaus liegt - zumal es dort ja nicht vor kommt.

Wir haben das Problem übrigens in den Griff bekommen.

Wenn du mehr dazu wissen möchtest, kannst du mich gern über die VK anschreiben.