Nachbarn und Kinder"lärm"

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von ernaka 15.01.11 - 13:52 Uhr

hallo.
Mich würde mal interessieren, wie das anderre Familien machen.
Be uns ist folgende Situation:
Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus in der zweiten Etage. Unser Sohn ist 2 1/2 Jahre alt und kann laufen. Unsere Tochter ist sechs Wochen und bewegt sich noch nicht selbst vorwärts.
Unsere Nachbarn unter uns beschwerten sich in regelmäßigen Abständen durch Klopfen an die Decke, dass es bei uns zu laut sei. Alles, was bei uns "Lärm" macht, ist das ganz normale Laufen unseres Sohnes. Nach einigen, nicht sehr schönen, Gesprächen mit den Nachbarn, doch bitte etwas toleranter einem Kleinkind gegenüber zu sein (der "Lärm" ist auch nur zu verträglichen Zeit zu hören, also von frühestens halb sieben morgens bis zwölf und von drei bis acht nachmittags, die meiste Zeit allerdings sind wir gar nicht in der Wohnung, sondern draussen) hatten wir dann auch einen Termin mit der Wohnungsbaugesellschaft, die Vermieter ist. Ich hatte die Hoffnung, der Vermieter würde unsere Nachbarn um Toleranz bitten, weil kleine Kinder ja nun auch mal sich bewegen müssen und eigentlich auch dürfen. Aber ich bekam zu hören, ob wir unseren Sohn nicht morgens nicht länger "ruhig halten" können, damit die Nachbarn schlafen können. und im Übrigen kann ich ihn ja in den Kindergarten schicken, sobald der drei ist, dann kann er sich da austoben. ich hatte nämlich erwähnt, dass ich im Winter nicht bereit bin, fünf Stunden am Tag die Wohnung zu verlassen, damit die Nachbarn keine Laufgeräusche hören. Zumal wir einen Säugling haben.
Nocmal zur Erinnerung, es geht um ganz normale Laufgeräusche eines Kleinkindes, kein Ballspielen in der Wohnung, kein Toben und auch keine Bobbycar fahren. Nur normales Laufen.
Mittlerweile ist es so weit, dass wir unseren Sohn ständig auffordern, langsam zu laufen und morgens schau ich ständig auf die Uhr, dass wir ja nicht vor halb acht in seinem Zimmer spielen (darunter ist das Schlafzimmer der Nachbarn). Ausserdem zucke ich bei jedem Geräusch, dass er macht, wenn mal ein Baustein runterfällt oder ein Buch, zusammen, ob das nicht zuviel Lärm ist.

Wie handhaben das andere Eltern mit den Geräuschen und den Nachbarn? Haben nur wir so intolereante Nachbarn oder muss man tatsächlich schon bei einem Kind über ein eigenes Haus nachdenken, damit sich die Kinder altersgerecht entwickeln können?

bin auf Antworten gespannt.

Gruß, Ernaka

Beitrag von nick71 15.01.11 - 14:54 Uhr

Welche Oberböden habt ihr? Wenn z.B. Laminat nicht ausreichend trittschallgedämmt ist, hört sich jeder Schritt in der Wohnung darunter sehr laut an, auch wenn der Verursacher meint, gar nicht laut zu sein. Das dürfte aber dann nicht nur die Laufgeräusche des Kindes, sondern auch eure betreffen. Rein interessehalber solltet ihr euch mal in der Wohnung eurer Nachbarn anhören, wie laut es wirklich ist....man vertut sich da manchmal.

Beitrag von tauchmaus01 15.01.11 - 15:15 Uhr

Ich habe diese Hölle hier auch.
Meine Kinder laufen nicht nur sie rennen auch durch die Wohnung.
Die Leute unter uns sind NACH uns hier eingezogen, sie wußten dass hier Kinder leben.
Seitdem wir hier leben hören meine Kinder von mir:

Lauft nicht so laut, geht langsam, seid leise, nehmt Rücksicht...

Hab schon Fusseln am Mund.
Selbst im Garten müßen sie ruhiger sein als alle anderen Nachbarskinder, denn die Nachbarn stören sich am KINDERLACHEN!!!

Uns reicht es, meine Tochter nimmt kaum Freunde mit Heim, sie waren den letzten Sommer kaum noch im Garten (sonst brüllt die Nachbarin rüber)

Wir bauen ein Haus.....dann brauchen wir auch keine SOrge vor dem Vermieter haben.

Schau mal im Internet nach, es gibt tolle Urteile zu dem Thema, alle zugunsten der Kinder. Vielleicht einfach ausdrucken und runtergeben. MIt dem Hinweis dass es sicher bald lauter wird wenn die Kleine erstmal loslegt;-)

Beitrag von anarchie 15.01.11 - 17:29 Uhr

Hallo!

So ein Mist!


Ihr seid definitiv im Recht!
JEDER Richter urteilt da pro Kind.

Kinderlärm ist hinzunehmen und Punkt.

was es natürlich für euch nicht angenehmer macht..

ich persönlich würde für guten trittschal sorgen, eine Spielecke im wozi einrichten für den Morgen und ansonsten mein kind einafch Kind sein lassen.
Ok, nicht vor 7 und nicht nach 20Uhr..
Und am So würde ich eben schauen, wie lange ich es ruhig halten kann, ohne es zu drangsalieren...

Wenn wer an die Decke klopft, dann klopf halt zurück.:-p

Kinder sind nunmal nicht lautlos(bei aller Rücksichtnahme wie Trittschall, nicht überm schlafzimmer spielen, etc..) und wem das nicht passt, der soll auf nen friedhof ziehen.

Wir haben übrigens auch deswegen gebaut.(obwohl wir sehr nette nachbarn hatten)
lg

melanie und die 4 Kurzen

Beitrag von pupsik_1984 15.01.11 - 18:59 Uhr

Uns ging es ähnlich. Nur haben wir im Erdgeschoss gewohnt. Die über uns haben immer getrampelt.

Unsere Kinder durften sich nicht frei bewegen, ohne dass von oben getrampelt wurde.

Ich war fix und fertig, bin bei jedem Trampeln zusammen gezuckt. Es war der reinste Psychoterror.

Nach 2 Jahren sind wir ausgezogen und es war echt eine Befreiung!! Die Kinder dürfen wieder Kinder sein, ohne dass jemand trampelt oder schreit.

Ich würde dir echt raten, sich nach einer anderen Wohnung umzusehen. Denn jetzt "läuft" nur dein Großer. Wenn deine Tochter anfängt zu laufen, wird es nur noch schlimmer. (war bei uns so)

Ich glaube auch kaum, dass die ihre Meinung ändern werden.

Gruß Irene

Beitrag von anita_kids 15.01.11 - 20:13 Uhr

Hallo,

damit haben wir mit vier Kids natürlich auch so unsere Erfahrung, obwohl wir bisher immer Glück hatten bzw im EG wohnten.
Als wir hier vor über zwei Jahren eingezogen sind (große Wohnung, unter uns zwei kleine), hat sich der eine auch IMMER beschwert, auch beim Vermieter, aber der stand hinter uns und den Kindern. Die ältere Dame, die auch unter uns wohnt, hatte uns lediglich gebeten kein Kinderzimmer über ihrem Schlafzimmer einzurichten, worauf wir auch eingingen.
Der Mieter, der immer genervt war (er selber war auch kein angenehmer Nachbar, am Wochenende stand der manchmal schon um fünf draußen am rauchen, er hatte eine sehr anstrengende Stimme und wenn das Fenster aufwar, sind wir auch davon munter geworden. Als er dann zwei Std später wieder draußen war, erzählte er dann den Nachbarn aus dem Nachbarhaus, die Kinder hätten ihn schon um fünf geweckt...die schliefen aber auch um sieben noch tief und fest am WE #augen), ist irgendwann dann ausgezogen, jetzt wohnt auch ein Herr drin, aber er beschwert sich nicht, auf unser nachfragen meinte er, man hört sie mal, aber nie lange, er fühlt sich gar nicht gestört....also alles friedlich bei uns mittlerweile :)

LG Anita, die deine Situation vollkommen nachvollziehen kann, es ist auch sehr nervig, wenn man die Kleinen immer zur Ruhe belehren muß #augen

Beitrag von ernaka 15.01.11 - 20:48 Uhr

danke schonmal an alle. Ist irgendwie beruhigend, wenn es auch anderen so geht. Auch wenn das in der momentanen situation nicht viel nützt.

Wir haben ausser in Küche und Bad überall Teppich drin, der Boden ist aber nunmal PVC und dann Holz drunter, da kann man nichts ändern.

Das das REcht auf unserer Seite ist, nützt aber im täglichen Leben (und LEiden) nicht viel.

Tja, da bleibt dann wohl doch nur ausharren. Noch zwei Jahre, dann ist ein Umzug in die eigenen vier Wände geplant. Bis dahin müssen uns die Nachbarn wohl noch ertragen. :-)

Ich wünsche allen stressfreies Wohnen. :-)

Beitrag von moeppi2004 16.01.11 - 13:27 Uhr

Hallo.

Bei Deinem Bericht hier habe ich echt gedacht ich hätte den geschrieben.

Wir sind hier letztes Jahr im Mai eingezogen und packen bereits wieder die Umzugskisten.

Unsere Nachbarin unter uns ist das Böse schlecht weg.

Unsere Tochter, 6 Jahre darf nichts! Wenn sie spielt und ihr was runterfällt kommt sie zu uns und entschuldigt sich und fragt ob die von unten jetzt wieder hoch kommt. Wir werden als Assozial, Dreckspack, Drecksäue etc. beschimpft sobald das Kind spielt.

In Anwesenheit des Kindes fängt sie an mit dem Jugendamt zu drohen! Damit unser Kind weis es bald nicht mehr bei Mama und Papa ist!

Ja soll kommen. Das Amt wird sich wundern denn die Frau unten säuft gerne!

Vor 14 Tagen der Knüller: Meine Tochter hörte Musik, leise, ich habe selber nichts gehört im Wohnzimmer und das ist neben dem Kinderzimmer.

Auf einmal ein Knall! Ich dachte erst "mist Aquarium geplatzt" oder "Katze reißt Küche ab"

Nichts da: Ich mach die Wohnungstüre auf und alles voller Erde,Scherben und einer armen zerrissenen Pflanze. Die hat uns angegriffen!

Ende vom Lied: Die Polizei kam und die Nachbarin tickte vollkommen aus. Es kamen ihre üblichen Beschimpfungen und wir wären Assozial. Gut bei Ihrer Fäkalsprache habe ich ihr mal erklärt wer hier wohl Assozial sei.

Sie war die einzige im Haus und schon als wir die Wohnung hier renovierten für den Umzug kam sie hoch das wir die Schuhe ausziehen sollen es sei zu laut.

Wir können leider über Vermieter nichts machen. Es sind hier alles Eigentumswohnungen und nur wir wohnen zur Miete.

Einen Tag nach dem Angriff...Den die Polizei übrigens nicht als solchen sah sondern als harmlosen Nachbarschaftstreit betitelte...hatten wir das Glück uns eine andere Wohnung ansehen zu können. 100 Meter weiter, also Perfekt wegen Schule etc.

Über uns sind ab und zu Enkelkinder und nebenan wohnt eine Tagesmutti.

Im Garten steht ein halber Spielplatz.

Es kann also nur besser werden und bevor Du Dich kaputt machst solltest Du auch nach einer Wohnung gucken wo Deine Kinder auch Kind sein dürfen.

Sorry für evtl. Rechtschreibfehler und für den langen Text.