Welche richtige Entscheidung für Umgang mit dem Vater???Hilfe!!!

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von kallelinchen 15.01.11 - 21:25 Uhr

Hallo!
Brauche dringend ein paar Meinungen von Außenstehenden, da ich leider nicht mehr weiter weiß. Schildere euch hier mal kurz und knapp mein (unser) "Problem":

Der Vater meiner Tochter und ich sind seit ca. 3 Monaten vor ihrer Geburt getrennt.
Gründe hierfür waren, seelische "misshandlung" von ihm mir gegenüber, die fast zu Depressionen geführt haben, Lügen und ein, in meinen Augen anormales Verhältnis zu seiner Mutter.

7 Monate lang kümmerte er sich nicht um unsere Tochter, ausser, dass er ihr Unterhalt zahlte.
3 Monate lang habe ich versucht ihm die Chance zu geben Vater zu sein und habe dies gefördert, indem ich ihm u.a eine Jahreskarte für den Zoo gekauft habe, ihn zu Spaziergängen eingeladen habe usw... nichts von dem wurde von ihm wahrgenommen. Die Gründe hierfür waren, dass er "kein Bock hat sich das nervige Geschrei von diesem Kind" (O-Ton) anzutun. Nach dieser Aussage war mir klar, dass dieser Mann ken Vater sein möchte und ich ihn nicht dazu zwingen werde. (Hierzu muss ich sagen, dass er von vornherein gegen die Geburt unserer Tochter gewesen ist, für mich ein Abbruch jedoch nie in Frage gekommen wäre.)

Bis zum 8. Lebensmonat unserer Tochter habe ich nichts von ihm gehört, bis er Wind davon bekommen hat, dass ich einen neuen Partner habe. Ab diesem Zeitpunkt fing der "Terror" an.
Auf einmal wollte er Vater sein. Anwaltsbriefe kamen und eine Ladung vor das Familiengericht, wegen Umgangsregelung.
Wie bitte??? Auf einmal???

Zum Glück war ich schon frühzeitig bei einer Anwältin gewesen um Rat einzuholen, schon bevor das Verfahren von ihm eingeleitet wurde.

Familiengericht entschied vorerst:
2x/Woche mit einer Person des Vertrauens, da der Kindesvater nicht möchte, dass ich bei den Treffen anwesend bis. (Finde ich eine Frechheit)
Weiterhin wurde uns auferlegt bei einer Eltern-Trennungsberatung teilzunehmen. Um den Termin sollte er sich kümmern.

Nun beharrt er wieder darauf und möchte unsere Tochter nun unbedingt auch über Nacht bei sich haben, wo ich keineswegs einwilligen werde.
Hier die Gründe:

1. Bis Ende Dezember hat er mit seiner Mutter einen Haushalt geteilt und sogar ein Bett haben die sich geteilt, d.h er hatte sein "Kinderzimmer" mit ihr im Zimmer, obwohl sie eine 3-Zimmer Wohnung hat. Seit dem 1. Januar wohnt er zwar, angeblich, alleine, jedoch in der Wohnung über seiner Mutter. Weitere Nachbarn gibt es nicht, da es ein 2 Familienhaus ist.

2. Wollt er bis zum meinem 6 SSM Monat, dass ich die Schwangerschaft abbreche, weil der Frauenarzt gesagt das es ein Mädchen wird. "Ich will wenn dann einen Jungen" - war seine Aussage.

3. Drohte er mir das Leben so schwer wie möglich zu machen. Er benutzt somit unser Kind als Waffe. Das werde ich nicht zulassen.

4. Ist er meiner Meinung nach aufgrund seines Alkoholgenusses unzurechnungsfähig und nicht in der Lage dazu unsere Tochter zu versorgen, denn Geld ist nicht alles.

5. Er sagt er würde alles dafür tun, um mir das Leben zu Hölle zu machen. Die Frage ist wie? Würde er unsere Tochter als Mittel benutzen???

Ich bin total verzweifelt und weiß nicht mehr weiter. Vergangene Woche musste einer der beiden Termine abgesagt werden. Sofort drohte er mir wieder mit Anwalt und Gericht.

Wie würdet ihr in so einer Situation handeln.
Ich war bis jetzt immer dafür, dass er und vor allem meine Tochter das Umgangsrecht in Anspruch nehmen. Ich bin mit beiden Elternteilen aufgewachsen und halte es wichtig, dass ein Kind beide Seiten als Bezugspersonen hat, aber seit dem 3. Lebensmonat ist mein jetziger man mein und auch ihr ständiger Begleiter und der Mensch der uns zu Seite steht.
Immer wenn die Umgangsbesuche stattgefunden haben, merkt man meiner Tochter eine Art (wie kann man das beschreiben) "Verstörtheit" an.
Die Besuchszeit von dem Vater wird weitgehend dazu genutzt, ihr "einzutrichtern", dass er der Vater sei und kein anderer. Es ist so traurig... Schon während der Beziehung und vor allem während der Schwangerschaft hat er versucht mich mit sämtlichen Mitteln zu zerstören, sogar zu handgreiflichkeiten kam es.

Mit meiner Anwältin bin ich absolut unzufrieden, die ist zu lasch. Kennt ihr evtl. eine/einen in Hannover oder Umgebung die/der auf den Tisch haut und einen guten Ruf hat in Sachen Familienrecht?
Wäre euch um Antworten und Meinungen und jegliches weitere so dankbar.

Beitrag von bennyhill 16.01.11 - 08:02 Uhr

Wechsel die Anwältin, wenn sie zu lasch ist. Das ist dein Recht. Ob sie beleidigt ist oder nicht, das zählt nicht. Hab damals auch vor Gericht verloren, weil meine Anwälting ein Möchtegern war.

Was den eigentlichen Vater betrifft... In der Mitte deines Textes dachte ich noch, dass er einfach Zeit gebraucht hat, um sich mit der Rolle des Vaters zu identifizieren. Das ists nichts ungewöhnliches, aber hier in deinem Fall geht es wohl eher ums Prinzip. Er fühlt sich "ausgebootet", weil ein neuer Partner da ist, der die Vaterrolle übernehmen kann und für dich und Kind da wäre. Das macht ihm quasi Angst ersetzt zu werden. Das ist paradox, da er ja selbst seine Situation gewählt hat, aber ich denke so ist es. Darum bläut er eurer Tochter auch ein, dass ER der Vater ist und kein anderer. Vor Gericht ist es wichtig, dass du klarstellst, dass DU NIE irgendwas gemacht hast, was dem Kontakt im Wege gestanden hat UND du sogar versucht hast so gut wie du konntest ihm zu helfen in dem du die Zoodauerkarte gekauft hast, ihn eingeladen hast und und und. Der Richter muss einfach erkennen, dass der Vater ganz einfach selbst schuld ist und der Gerichtstermin absolut unsinnig war.

Das mit dem Übernachten würd ich auch erst mal lassen, da der Mann nicht ganz berechenbar ist fürchte ich. Andersrum kann ich seinen Wunsch verstehen. Hab bei unserer Trennung auch Dinge gesagt, die Gott verboten hat, aber nichtsdestotrotz setzt man(n) sowas nicht um. Ich kann ihn ja nicht einschätzen, da ich ihn nicht kenne. Würd mit Vorsicht an das Thema ran gehen und erst mal sehen wie gut er sich kümmert. Es gibt Männer, die erst mal darin wachsen müssen.

Beitrag von nadineriemer 16.01.11 - 14:07 Uhr

Hallo,
das Problem ist bei solchen Sachen das es egal ist wie lange er sich schon nicht gekümmert und wie er mit dir umgegangen ist.Es wird erst mal nur gekuckt wie er mit dem Kind umgeht und solange wie keine Kindeswohlgefährdung vorliegt hat er ein Umgansrecht.Ich habe das gleiche Problem habe schon eine Verfügung gegen ihn und auch den Weißen Ring eingeschaltet.Außerdem habe ich eine Anwältin eingeschaltet da er mir Drohungen per Sms schreibt mich und die kleine um zu bringen das Haus an zünden will und vieles mehr.Wir versuchen jetzt alles um den Umgang zu verhindern aufgrund der Situation da wir auch nicht einschätzen können wie ernst er es meint.Dann kommen so Sachen ob ich nachts noch in Ruhe schlafen kann richtiger Psychoterror.Kannst mich ja mal per VK anschreiben.

Nadine