Absolutes Mamakind - Krippeneingewöhnung

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schnupps22 16.01.11 - 00:29 Uhr

Hallo,
Meine Tochter (18 Monate) ist und war schon immer sehr schüchtern und Mama (und Papa) bezogen.
Sie will zu niemandem anderem auf den Arm oder lässt sich bespielen von Fremden. Ich meine nicht richtig Fremde sondern z.B. Freundinnen von mir oder Mütter anderer Kinder aus der Spielgruppe. Auch vor anderen Kindern hat sie Angst. Sie weint als wenn sie gestochen wurde wenn sie auch nur ein Kind berührt.
Wenn wir in der Spielgruppe sind (1x die Woche) oder beim Pekip, Musikgarten oder einfach nur Verabredungen will sie immer nur auf meinem Schoß sitzen. Nach 1-2 Stunden löst sie sich dann langsam, aber hält sich dennoch immer im Umkreis von 1-2 Metern von mir auf. An auf Toilette gehen oder ähnlches ist nicht zu denken (also ich).
Für mich war das nie ein großes Problem. Ich habe mir viele Meinungen von Kia, Hebamme, Freunden usw (bin selbst Erzieherin, arbeite aber nicht in dem Job) geholt und alle sagten mir, ich solle voll und ganz auf sie eingehen und immer für sie da sein. Was dazu führt dass ich permanent mit ihr auf dem Fußboden sitze wenn wir bei anderen sind. (Ich würde mich so gerne mal mit nem Kaffe zurücklehnen und einfach mal entspannt mit den andren Müttern plaudern). :-p Zuhause ist sie übrigens das genaue Gegenteil. Lieb, frech, fröhlich, Quasselt ohne Punkt und Komma und spielt ganz toll mit ihren Spielsachen und auch super alleine.
So.... nun muss Madame aber in 2 Wochen in die Krippe. #schock Weil ich wieder arbeiten gehe ab März.
Ich weiß dass ICH dem gelassen entgegen gehen soll damit sich meine Gelassenheit auf sie überträgt. Das werde ich auch so machen. Der Abschied soll Kurz und deutlich sein. Ich denke das schaffe ich. Ich bin da relativ konsequent und "hart".
Wollte mal fragen ob jemand auch so einen harten Brocken hat und die Eingewöhnung erfolgreich (oder Erfolglos) gemeistert hat?
Was kann ich jetzt im Vorfeld tun um es ihr zu erleichtern? Ich sage jetzt schon immer wieder wenn ich mal weggehe und sie beim Papa bleibt dass ich "gleich wieder da bin" oder "Mama kommt später wieder" damit sie weiß was es heißt. Werde mich dann in der Krippe auch so verabschieden von ihr.
Wie verläuft eine Eingewöhnung wenn das Kind viel weint? Sie kann ja nicht eine Erzieherin für sich beanspruchen...... Sie würde auch nicht zu einer Erzieherin auf den Schoß gehen denke ich. Sie würde in einer Ecke alleine weinen.....
Würd mich freuen wenn ihr mir berichtet wie eure "Mamakinder" die Eingewöhnung gemeistert haben.
LG
Schnupps

Beitrag von sonne_1975 16.01.11 - 00:54 Uhr

Du bist doch eine Erzieherin, oder? Dann müsstest du doch wissen, wie eine Eingewöhnung abläuft. Zuerst ist sie einige Tage mit dir zusammen da, deswegen ist es noch zu früh an Abschied zu denken.
Und natürlich kann sie eine Erzieherin für sich beanspruchen, im Sinne, dass nur eine Erzieherin für sie zuständig ist und natürlich die erste Zeit verstärkt sich um sie kümmert.
Wenn sie in einer Ecke alleine weinen würde, wäre es eine falsche KiTa für mich.#schock
Man kann sein Kind erst alleine lassen, wenn es sich von Betreuungspersonen trösten lässt. Lässt sie sich innerhalb von 10 Minuten nicht beruhigen, ist sie nicht eingewöhnt und darf nicht alleine gelassen werden.

Beitrag von schnupps22 16.01.11 - 01:00 Uhr

Ich hab lediglich die Erzieherausbildung gemacht, habe nie in dem Beruf gearbeitet und eine eingewöhnung kenne ich aus der Theorie auch, aber nicht aus der Praxis (die Ausbildung ist 15 Jahre her).
Meine Tochter geht jetzt nach 1,5 Jahren gerade mal auf den Arm meiner Mutter (ihrer Oma) die sie 2 mal in der Woche sieht. Denke nicht, dass sie zu einer Erzieherin gehen würde. Bin aber ganz optimistisch, dass sie sich um 180 Grad dreht und mich überrascht und sich komplett anders verhält als ich erwarte..... Wie gesagt, zur Oma hat nach über einem Jahr erst vertrauen gefasst und sie gibt sich wirklich größte Mühe.

Beitrag von schlumpfine23 16.01.11 - 08:22 Uhr

Guten Morgen!

Das ist schon extrem, wie Dein Kind an Dir klammert. Wir hatten auch so ein Beispiel im Freundeskreis - die Mama war mit der Kleinen von Anfang an beim Babyschwimmen, Pekip u.s.w. und trotzdem hatte die Kleine Angst vor anderen Kindern, spielte nicht mit anderen Kindern, ...

Der Knoten platzte erst, als sie mit 2 zu einer Tagesmutter ging. Dort hat sie mehrere Wochen gebraucht, bis sie spielte, hat anfangs nur beobachtet - aber dann ging es. Geweint hat sie aber nicht bzw. nur kurz.

Heute - mit knapp 3 - ist sie viel offener geworden. Sie wird sicher nie ein Kind werden, dass direkt auf andere zugeht und schnell Kontakte knüpft, aber inzwischen redet und spielt sie zumindest mit den Kindern, die sie regelmäßig sieht.

Ich denke also, dass es Deiner Tochter gut tun wird, sich etwas von Dir zu lösen. Schau, dass sie sich in der Kita wohl fühlt - und gehe dann relativ schnell. Sie sollte sich aus meiner Sicht nicht zu sehr daran gewöhnen, dass Du in der Kita dabei bist - ansonsten hast Du zwei Eingewöhnungen. Sollte sie extrem weinen und sich nicht von einer Erzieherin trösten lassen, würde ich natürlich da bleiben!

Außerdem fängt man ja erst mit einer geringen Stundenanzahl an, so kann sich Deine Tochter langsam eingewöhnen. Würde am Anfang dann wohl mit 1 Stunde anfangen.

Viel Glück!

LG#winke

Beitrag von piale29 16.01.11 - 09:35 Uhr

Guten Morgen,

als Du von Deiner Tochter erzählt hast, dachte ich das könnte meine Kleine sein. Annika ist seit Anfang Oktober in der Krippe und ein absolutes Mama-Papakind.
Und sie hat mich überrascht. Die Eingewöhnung war auf 3 Wochen angesetzt vom Krippenteam. Die ersten 5 Tagen waren wie von mir erwartet. Annika klebte an mir und ging erst nach mindestens 1 Stunde Anwesenheit von mir runter. Aber ich musste dabei bleiben. Am 6. Tage bin ich dann mal für eine halbe Stunde weggegangen und es gab großes Geschrei. Am 7. Tag das gleiche noch einmal. Am 8. Tag hat Annika mich dann höchstpersönlich weggeschickt!!! Ich also wieder ne halbe Stunde weg. Als ich wiederkam, spielte sie mit den anderen Kindern im Garten und schien mich nicht zu vermissen. So habe ich die Abwesenheitszeit dann immer mehr ausgedehnt und am 13. Krippentag hat sie schon das erste Mal dort geschlafen. Ganz ohne Probleme. Seitdem geht sie jeden Morgen gerne dorthin und das Verabschieden ist auch kein Problem mehr.

Mein Rat an Dich: Versuche so gelassen wie möglich zu starten. Gib Deinem Kind die Zeit die es braucht zum eingewöhnen und beobachte auf welche Erzieherin. sie am ehesten anspricht. Wenn möglich, übergib sie in der ersten Zeit Deiner Abwesenheit immer an diese Erzieherin. Annika hat das glaube ich sehr geholfen.

Drücke Dir die Daumen.
Lg
Pia mit Annika (29 Monate)

Beitrag von katie0072 16.01.11 - 11:50 Uhr

Hallo,

der wichtigeste Tipp ist sicher, dass ihr Euch Zeit lassen müsst - also im Zweifelsfall möglichst bals Anfangen. So lange sie sich nicht alleine von Dir löst musst Du Geduld haben - und lass Dir vom Kindergarten nichts einreden. Am besten klärst Du schon vorher mit den Erzieherinnen ab, wie die eingewöhnung laufen soll.

Bei uns sah es so aus: Meine kleine Tocher geht seit sie 23 M (Mitte August) ist in den Kindergarten in eine altersgemischte Regelgruppe, also ca. 20 Kinder.
Sie war am Anfang bei dem Trubel ein bißchen verschreckt (sonst kannte sie den Kindergarten nachmittags nur ruhig wenn wir den großen Bruder abgeholt haben), wir haben dann aber auch eine ganz behutsame Eingewöhnung gemacht.
Die ersten zwei Wochen (3Tage ca. 1-2 h) war ich immer dabei und wenn eine Erzieherin sie da dann zum Spielen mitgenommen hat war das dann auch kein Problem (alleine ist sie allerdings auch nicht weit weg gegangen). In der dritten Woche war ich dann nach kurzer Verabschiedung immer so ca. 30- 45 min weg und dann haben wir das in den nächsten zwei Wochen bis zu den Kiga-Ferien auf 2 -3 h gesteigert, dabei konnte sie dann auch schon mal Mittagessen. Nach den Ferien musste sie dann gleich 3 -4 h mit Mittagessen gehen, was auch gut und immer ohne Tränen und Geschrei geklappt hat.

Grüße, Katie

Beitrag von sonnnenbluemchen2006 16.01.11 - 18:24 Uhr

hallo #winke

meine kleine war genauso. sie wollte nicht einmal zu ihrer oma auf den arm.

aber als sie in die krippe kam mit 18 monaten, habe ich meine tochter nicht wieder erkannt.#zitter
sie war zwar schüchtern, aber sie hat überhaupt nicht geweint.
sie ist auch freiwillig in den raum gegangen, die erzieherinen haben sich gleich mit ihr beschäftigt.
das klappte so gut,dass wir sie nach kurzer zeit länger da lassen konnten.
die eingewöhnung hat bei uns nur 3 tage gedauert,dann wollte sie gar nicht mehr nach hause, beim abholen.
die ersten zwei tage hat sie nur beobachtet und am dritten tag hat sie schon mit den anderen kindern gespielt.

mein kind ist ein ganz anderes geworden. sie fremdelt nicht mehr so extrem und geht sogar zur oma. sie geht gern in die krippe. ich muss früh sogar aufpassen, dass ich noch einen kuss bekomme, sonst ist sie im raum verschwunden #augen

und sogar nach den 3 wochen pause, ging sie ganz ohne weinen hin. sie freute sich schon auf die krippe.

und ich hab mir am anfang soooo viele gedanken gemacht,die ganz umsonst waren.

ich drück dir die daumen, dass es bei euch auch so problemlos abläuft.


lg tina