Zum stillgelegten Posting von Serafina

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von mtinaaa 16.01.11 - 12:54 Uhr

Will es nicht aufwühlen , aber mal als Leidensgenossin sprechen. Ich hatte es auch hier schon mal geschrieben ,auch mit Leides erfahrenen.
Diese Träume gibt es wirklich.:-) Auch ich hatte eine Totgeburt in der 38 SSW und 3 Tage davor das man mir versucht durch unerkennbare Gestalten in einem offenen Fahrstuhl mein Sohn zu entreißen .Und genau das passierte auch.( Kurzversion). Gut alles bis ins Detail konnte ich mir so nicht merken,aber es war grausam genug.#heul
Möchte auch noch anmerken,wie es sich fühlt wenn man so was geträumt hat und es dann auch noch passiert. Man bekommt eine schei...... Angst vor sich. Kann nicht mehr oder traut sich nicht zu schlafen,weil man Angst vom träumen bekommt.
Zum Glück habe ich nie wieder so was geträumt,aber lange unter den Folgen an diesem Traum gelitten

Ich habe Serafina sogar 2x gelesen ,leider wurde es zu spät zum antworten und später war es gesperrt .

Serafina mal als kleines Licht . Wir hatten das Glück , das die nächste SS ohne solche Träume verlief und ein kleines gesundes Baby bekam.

L.G Tina mit 3 :-p :-p:-p:-p Sternenkind Tobia 1J.11 und Tom 38 SSW#stern#stern

Beitrag von mtinaaa 16.01.11 - 12:55 Uhr

Ups der obrige Smily sollte traurig sein :-(

Beitrag von dia111 16.01.11 - 13:02 Uhr

Ich habe hier alles nicht mitbekommen.

Aber wenn du Träume ansprechen tust,
ich hatte auch Alpträume, als ich im Dez SS war hatte ich einen Traum,das ich eine FG erlitt und und morgens mit Blutungen aufgewacht bin.
Als ich dann morgens aufstand hatte ich Blutungen und einen Tag später mein Krümel verloren (7SSW)
Die FG im März hatte ich keinen Traum, zum Glück,aber es ging auch nicht gut.

dann im Nov, dachte ich bin über die 12Wo hinaus und es geht gut. Dann wieder einen Traum(da war ich in der 15SSW), ich war im Traum in der 17SSW und habe mein Baby tod zur Welt bringen müssen.
Die 20SSW erreicht und ich dachte, das der Traum einfach nur meine Angst war,,, nein, in der 22SSW kam unsere Kleine Maus, still zur Welt...

.... ich glaube das es eine Art Unterbewußtsein gibt......

Beitrag von haseundmaus 16.01.11 - 13:51 Uhr

Hallo!

Ich hatte ihren Text gelesen.. Und war etwas irritiert, als ihr Beitrag plötzlich gesperrt wurde.
Ich hatte vor der Totgeburt meiner Kinder keine solchen Träume. Ja, ich war etwas erstaunt, dass Serafina sich an alles so gut erinnern konnte, dennoch habe ich keinesfalls daran gezweifelt, was sie gechrieben hat. Sie hat furchtbares erlebt und ich finds ein Unding, dass man hier einfach ihren Beitrag sperrt.

Was ist aus diesem Forum nur geworden...

Manja mit Lisa Marie #verliebt *18.09.2009 und Jana & Talina #herzlich#herzlich still geboren am 8.06.2007 in der 25. Woche

Beitrag von lieke 16.01.11 - 14:44 Uhr

Hallo,

ging es denn um die Träume?

Ich muss sagen, ich fand vieles in ihrem Beitrag ungereimt und unglaublich. Gerade als selber Betroffene!!!
Genauso unglaublich finde ich aber die Vorstellung, dass jemand so etwas erfinden würde. Aber es gab ja hier in letzter Zeit einige Unglaubliche Dinge, Leute die ihren eigenen virtuellen Tod erfunden und gepostet haben.

Leider schaden diese Menschen denen, die wirklich Hilfe brauchen. Ich merke an mir selber, dass ich vorsichtiger werden und vor allem skeptischer.

Von der userin die du ansprichst habe ich wohl nur einen Bruchteil der Reaktionen mitgekriegt und verstehe deshalb die Vorgehensweise von urbia nicht. Immerhin, sie hat ja viele überwiegend positive und mitfühlende postings bekommen. Es ist doch bei jedem posting so, dass manche mitgehen und antworten, andere verstehen es nicht oder finden das Problem nicht so wichtig. Hängt doch auch immer davon ab, in welcher Stimmung man gerade selber ist. Es ist doch NORMAL, das in einem öffentlichem Forum nicht alle einer Meinung sind und der ein oder andere Skeptiker dabei ist. Ich kann die Aufregung nicht so ganz nachvollziehen.

LG

Beitrag von yorks 16.01.11 - 17:01 Uhr

Ich bin keine Sternenmami aber diese Träume kommen mir bekannt vor.

Ich hatte sie nicht nur hinsichtlich auf mein Baby aber will es mal darauf beschrenken.
Zu Beginn der SS hab ich auch von Schmierblutungen geträumt und so kam es dann auch. Zum Glück ist alles gut gegangen. Vor jedem Arzttermin hab ich von einem Jungen geträumt und ja ich habe einen wundervollen Sohn.

Wenn man hier und da diese positiven Zunkunftsräume liest, dann sind immer alle total begeistert aber wehe man ahnt es etwas Schlimmes, damit kann die Außenwelt nicht umgehen.
Letztendlich auch ganz egal was andere denken, es ist wichtig das man selbst mit den Träumen umgehen kann.

Ich hatte einen ganz schlimmen Tagtraum und habe mich meiner Familie anvertraut und leider kam es so. :( Aber ich nehme das (inzwischen) dankbar an.

Ich wünsche euch Sternenmamis alles Gute und vor allem immer gute Träume.

LG, yorks (die auch entsetzt von der der Vorgehensweise hier ist)

Beitrag von sternenmami 16.01.11 - 19:11 Uhr

hi,
ich habe das ja alles auch nur so bröckchenweise mitbekommen, aber wenn du sagst es ging unteranderem auch darum, dass sie solche träume hatte und diese haargenau beschreiben konnte nach etlichen jahren und deswegen son aufstand gemacht wurde, dann kann ich nur bestätigen, dass es diese träume tatsächlich gibt. bei mir ist es zwar noch nicht so lange her, aber ich könnte mich auch noch an jedes einzelne detail erinnern. weil diese träume einfach so schrecklich und angsteinflößend sind (zumal wenn dann genau das auch noch eingetreten ist), dass man sie wahrscheinlich ein leben lang nicht mehr vergessen wird. bevor unser schatz zu den sternen gereist ist hatte ich auch ständig solche träume, dass jemand mir mein kind wegnehmen will. das man versucht es mir zu entreißen, dass ich weg rennen musste und gegen irgendwelche gestalten kämpfen um mein kind zu beschützen und kurz darauf starb unser sohn. bei unserem zweiten sternchen im oktober war es ganz genauso... nur dass ich da halt träumte dass ich eines morgens blutüberströmt aufwachen würde etc. und auch kurz nach diesem traum, hatte ich eine FG. solche träume sind für eine mutter das schrecklichste... zu träumen, sich vorstellen zu müssen ihr kind (ihr wunschkind) wird ihr weggenommen, stirbt und dies dann zur bitteren wahrheit wird. einfach unerträglich und leider gottes auch unvergesslich... aber trotz allem möchte ich auch mal erwähnen, dass es ja auch umgekehrte träume geben kann. zb als ich am ersten weihnachtstag, dem 25.12.2010 aufwachte, hatte ich tränen in den augen, weil ich geträumt habe, dass ich meinen sohn rette (und ich kann mich an jedes einzelne detail erinnern) und wir ihn anziehen und mit ihm spazieren gehen und kuscheln etc. ich musste danach natürlich weinen weil ich feststellen musste dass es tatsächlich leider nur ein traum war, doch eine freundin sagte mir " er hat dir ein zeichen geschickt, dass es ihm gut geht und dass ihr nach vorne schauen müsst". das stimmte mich natürlich viel fröhlicher und wisst ihr was an diesem tag geschah.... ich bekam den langersehnten heiratsantrag von meinem mann.:-) (wahrscheinlich ist das für die leute die serafina so angegangen haben verständlich dass man sich da auch bestimmt nach 10 jahren noch dran erinnert, weil das ja ein schönes erlebnis war) aber ihr lieben ich hab da mal ne info für euch: gerade die schrecklichen und traurigen erlebnisse bleiben einen viel eher und fester im gedächtnis als die schönen!!! also ich kann nur noch mal bestätigen dass es tatsächlich solche träume gibt und man sich auch nach zick jahren da noch dran erinnert und was hier mit serafina abgezogen wurde finde ich (entschuldigt die wortwahl) unter aller sau! ich finde diese leute die ständig ohne triftigen grund und ohne stichfeste beweise andere anschwärzen, die sollten raus fliegen und nicht andersrum!

glg #sternmami mit gabriel (22.06.2010, 33ssw) und stella (25.10.2010, 10ssw) ganz fest im #herzlich

Beitrag von maximimi 16.01.11 - 20:37 Uhr

Ihren Beitrag fand ich unglaubwuerdig, nicht wegen des Traums sondern der Art wie sie das geschrieben hat. So total theatralisch und medizinisch waren auch ein paar unsinnige Sachen dabei. ZB dass sich das Baby auf dem Us um die eigene Achse gedreht hat waehrend sie ja wohl ne angebl vorzt Loesung hatte. Dann die Beschreibung der Kleinen wie die Obduktion gemacht wurde, so ist die Schnittfuehrung nicht etc etc.

Beitrag von ylenja 16.01.11 - 20:47 Uhr

Zum Glück bin ich keine Sternenmami, aber unangenehme Träume und "die Erfüllung" dieser kenne ich nur allzugut.
Meine Mutter hatte in ihrer Schwangerschaft auch Träume, auch da ging nicht alles glatt.
Was Serafina geschrieben hat, auch woran sie sich noch erinnern kann - ich glaube es ihr.
Es gibt viele, die sich auch nach Jahren noch an jedes Detail erinnern können, auch wenn es für manche unvorstellbar ist.
Die Vorgehenweise Serafina gegenüber finde ich unmöglich.
Da verstehe ich auch Urbia nicht. Jemanden sofort zu löschen und als Fake hinzustellen, nur weil sich jemand aufregt und nichts anderes zu tun hat - unmöglich #klatsch:-[

Serafina, wenn Du das liest: Ich hoffe, Du kommst zurück #liebdrueck

Ylenja

Beitrag von krisselbissel 16.01.11 - 21:38 Uhr

Hallo!
Schaut mal bei Urbia intern,

da erklärt Serafina noch einiges... sie hat jetzt einen neuen Nick.

LG

Beitrag von ivaichi 16.01.11 - 21:40 Uhr

Habe
die Geschichte auch gelesen wollte zwischendurch aufhören, aber es war fast geschrieben wie ein Horror-Roman den man nicht beiseite legen kann und es ging mir danach sehr schlecht, meine beste Freundin hatte gerade eine späte Fehlgeburt...
Hab deshalb eh schon fast den Mut verlohren eine zweite Schwangerschaft zu wagen.

Wenn sie sich wirklich Ihren kummer von der Seele geschrieben hat find ich das ok,

wenn es tatsächlich erfunden war, eine Riesensauerei!

Die Träume fand ich extrem, aber in stark abgemilderter Form hab ich sowas auch schon erlebt.

Beitrag von hoffnung2011 16.01.11 - 23:37 Uhr

man wird sich immer an der Grenze zwischen dem . was kann ich noch glauben und was geht nicht...bewegen..mir ist es immer sichtbar an einem ganz konrekten Beispiel:

Mein Mann und ich und Internet und jetzt 10 Jahren Ehe und 2 Kinder..da schenkt man noch mehr vertrauen..
mein Bruder und seine Abneigung, weil er weiss, dass sich seine Freunde spass gemach haben und sich für Mädchen ausgegeben haben und er jetzt angst hat, im Internet nach dem irhctigem Mädel zu suchen..und wir sprechen von Hochschulabsolventen..zum kotzen..

und genauso ist es hier..Es ist traurig, wozu Menschen dähig sind:-[

Beitrag von ylenja 17.01.11 - 00:58 Uhr

Da hast Du recht. Es ist traurig.
Aber inzwischen glaube ich, dass sich Serafina nicht unterkriegen lässt, und da bin ich sehr froh drüber :-)

Beitrag von hoffnung2011 16.01.11 - 23:05 Uhr

tina, sie sagte mir (schrieb mir), dass sie sich wehren wird..dann warten wir jetzt leise ab, was passsiert..

Ich bin über das schnelle Löschen mehr als überrascht aber wahrscheinlich gibt es ein Motto: einmal mehr ist besser..

:-(

Beitrag von ylenja 16.01.11 - 23:17 Uhr

Hoffentlich kann sie sich wehren.
Es ist ein Unding, wie Serafina behandelt wird :-[

Wenn sie Dir noch einmal schreibt, dann sag Ihr, dass ganz viele hinter ihr stehen und #liebdrueck sie mal.

LG

Ylenja

Beitrag von hoffnung2011 16.01.11 - 23:29 Uhr

ja liebes, inzwischen weiss ich noch mehr, sie liest doch eure Beiträge...mehr will ich nichts zu sagen, bitte.

wir haben Sonntag, am Montag werden wir schlauer sein.

Beitrag von serafina.nr.1 17.01.11 - 12:46 Uhr

ganz ganz liebe grüsse an alle hier bei urbia, die mich und irgendwas das ich geschrieben hab vermisst haben!!!!:-)
ich freue mich sehr euch mitteilen zu können, dass ich wieder mit dabei bin!!!
:-)
ich möchte mich bei allen bedanken, die sich bisher über einen meiner threads hergemacht haben und sich dinge zu gemüte geführt haben, die zwar mir wichtig sind, die aber für euch "nur" statements einer fremden waren. es freut mich, dass viele freundliche kommentare verfassten. ich möchte aber nicht den eindruck erwecken, ich hätte etwas gegen berechtigte kritik!!!!auch all jene möchte ich grüssen, die sich über meine berichte gedanken gemacht haben, auch wenn sie den inhalt -teilweise oder vollständig- nicht nachvollziehbar fanden.
es war mir von anfang an klar, dass meine berichte- auch meine geburtsberichte- polarisieren würden. ich wollte einfach die gelegenheit nützen, um meine ganz subjektive und persönliche sicht der dinge über die wahrscheinlich wichtigsten tage meines bisherigen lebens auszudrücken.....!!!
mit allen infos über die schwangerschaft, die auch viele von euch bei ihren geburtsberichten miteinfliessen lassen haben- denn eigentlich ist doch die schwangerschaft ein fast neun monate dauernder "geburstvorbereitungskurs"!!!!! jedenfalls in meinen augen.
dass mein bericht über die geburt meiner verstorbenen tochter soviel interesse auf sich ziehen würde, war mir allerdings wirklich nicht klar.mir war eigentlich nur wichtig, das mal alles auszudrücken, was damals passiert war, und das meiner meinung nach so objektiv wie möglich......ich hatte ja nur die fakten beschrieben und keinerlei reflexions-ebene oder meta-ebene eingeschlossen. auch was die träume betrifft hab ich mich darauf beschränkt sie zu beschreiben. mein wunsch war eigentlich nur, meinem kleinen schatz, der unsere familie vor mehr als sieben jahre verlassen musste, ein kleines denkmal irgendwo im world wide web im schutze der anonymität zu errichten. sie war mir einfach unbeschreiblich wichtig, und ich sag euch ehrlich, dass ich bisher kaum mal wem von den ganzen details rundherum erzählt habe. das waren vielleicht mal mein mann und ein, zwei freundinnen, mit denen ich das alles besprechen wollte.......nach dem tod meiner tochter hatte ich das grosse bedürfnis, alles was mit ihrer geburt und ihrem tod zusammenhängt, schützen zu müssen....viele leute die ich gar nicht mal so besonders gut kannte, die jemand kannten den ich kannte oder auch der mich kannte, haben mich in den ersten monaten nach ihrem tod angesprochen. bei einigen kam ein gutes gespräch zustande, bei vielen hatte ich aber das gefühl, dass es auch zu einem gewissen teil nur sensationslust war, das sie dazu trieb, mir fragen zu stellen, die ich dann gar nicht beantwortete.....mein kleiner schatz war mir zu wertvoll um "perlen vor die säue zu werfen"......meine damalige haltung war, wer darüber etwas von mir (und dadurch auch etwas von meinem schmerz) erfährt, muss es sich verdient haben....!!!!!!!
wie es schon einmal hier im forum wer formuliert hatte- meine tochter musste ich begraben. sie konnte ich nicht bei mir behalten. deshalb wollte ich wenigstens alles was mit ihr in zusammenhang stand als etwas sehr kostbares behandeln, zu dem nicht jedermann zutritt hat.
inzwischen sind sieben jahre vergangen und ich hatte beschlossen, jetzt, am anfang einer neuen schwangerschaft, von der ich das gefühl habe, dass es sich wieder um ein mädchen handelt, -wobei ich mich natürlich auch ganz banal irren kann!!!:-)-hier im forum meine beiträge reinzustellen. ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet dass sie überhaupt irgendwer wirklich liest!!!! mir war klar, dass ich sie auf einen bruchteil dessen zusammenschrumpfen lassen müsste, um überhaupt einen gewissen ungetrübten anklang zu finden!!!!:-) gut, mir war aber wichtiger es so zu schreiben wie ich es jemandem beschreiben würde der darüber gar nichts weiss und dem ich wirklich alles relevante mitteilen möchte, damit er/sie sich wirklich in die situation gut hineinversetzen kann. ich selbst finde es manchmal bei sehr knappen geburtsberichten micht leicht, mich da wirklich einzufühlen....was schon auch der sinn dessen sein sollte, da man ja auch für unbekannte menschen schreibt.mir würde allerdings nie einfallen zu sagen, kurze geburtsberichte würde ich weniger gern lesen oder wären nicht perfekt genug verfasst!!!! so wie jede frau ihre eigene meinung hat, hat sie auch das recht, ihre erfahrungen in dem modus mitzuteilen, der ihr adäquat erscheint!!!- nur hätte ich auch erwartet, dass das hier andere , was mich betrifft, ganz genauso sehen.

ich war auch manchmal betreten wenn andere user meinten, sie wären über meinem bericht sehr traurig geworden....das war niemals meine absicht hier-plakativ gesagt- schlechte stimmung zu verbreiten!!!!ich musste einsehen, dass das problem vielleicht auch darin bestand, dass ich meine eigenen interpretationen nicht mit eingefügt habe, dass ich meine gedanken zu alledem , auch vielleicht wie sie sich im laufe der jahre verändert haben, nicht inkludiert habe........
viele haben sich an den träumen gestossen, wie mir scheint.
ich sah diese zwei versionen eines einzigen trauminhalts als -bildlich gesprochen- einen eingeschriebenen eilbrief an mich persönlich verfasst- in einer sprache, die ich weder spreche noch lesen kann- sagen wir z.b. arabisch oder israelisch.das einzige was ich entziffern konnte, waren ein paar nummern im gesamten text, die ich keinem inhalt zuordnen konnte........( der erste traum)...... dazu bekam ich dann als ich es nach einer beschwerde und reklamation retour sendete, eine wunderschön und sorgfältig verfasste notariell beglaubigte übersetzung mit allerlei goldenen siegeln drauf -auf portugiesisch!!!( der zweite traum) - das ich auch nicht verstehe!!!!
alles was ich wusste war, es geht um etwas wichtiges, alles andere lag in rätseln vor mir, und niemand konnte mir helfen sie zu entwirren......
ich hatte einer psychologin im ersten jahr nach dem tod meiner tochter mal davon erzählt, dass ich vor ihrer geburt-eigentlich fast vom beginn der schwangerschaft weg- träume gehabt hätte, und ich erzählte sie ihr in ungefähr denselben worten, mit denen ich sie auch hier wiedergegeben hatte....ich hatte damals wirklich schuldgefühle, dass ich den inhalt nicht früher verstanden hatte, und fragte mich, ob ich denn mit etwas mehr grips und intuition den tod meiner tochter verhindern hätte können......- alles was sie dazu sagte, war , dass sie sich schon lange mit verwaisten eltern auseinandersetzt, und viele davon ihr ahnungen oder träume erzählen, die sie vor dem ereignis gehabt hätten. dass sie aber auch findet, dass ich eine besonders starke innere verbindung zu meiner tochter gehabt hätte....!!!

ich kann gut damit leben, wenn jemand die art und weise meiner postings nicht ansprechend findet. ich möchte aber betonen, dass ich es sinnvoller gefunden hätte, mich mal mit offenen fragen zu konfrontieren als mich ohne möglichkeit einer stellungnahme einfach hinter meinem rücken mit ungerechtfertigten vorwürfen anzuschütten.....!!!!
gut, inzwischen ist meine weste ja wieder blü-ten-weiss!!!:-)
ich hab damals auf diese gesagten vorwürfe nicht reagiert, weil ich fand, dass jeder in einem forum das recht hat, sich zu äussern, und es geht deshalb die welt nicht unter, wenn es etwas ist, das ich auf den ersten blick nicht nachvollziehen kann.ich möchte auch betonen, dass ich niemandem hier bös bin, denn nachtragend zu sein find ich persönlich absolut unsexy!!!!:-)
so wie jede liebe post-sendung ja ehrlich gemeint war, hat ja auch die userin, die mich zu unrecht verdächtigt hat, aus einem echten inneren gefühl gehandelt.( leider etwas zu drastisch gehandelt hat.....) ich hatte schon bevor ich mich genauer damit auseinandersetzte, den eindruck, dass auch diese mutter eines ihrer kinder verloren hat.mit immenser wut auf alles, was mit dem thema zu tun hat, ist einfach ein völlig natürlicher schritt in einem gesunden trauerprozess, -und auch aus verständnis dafür hab ich ihre schlimmen unterstellungen nicht wirklich persönlich genommen.......

ich möchte mich bei allen bedanken, die mir positives feedback geschickt haben.
ihr habt mir geglaubt, als alles darauf hindeutete, dass das nicht wirklich sinnvoll wäre!!!
ich wusste immer was sache ist, ihr wusstet es ( bis jetzt ) nicht- und musstet sozusagen herumraten, ob ich euch mit ausgedachten threads die zeit gestohlen hätte - oder nicht!!!
nein, natürlich nicht, mir wären diese themen hier viel zu wichtig, um mir einen geschmacklosen scherz zu erlauben. ausserdem ging es doch auch um meine kinder, nicht nur um mich. und auch über sie würde ich nie denken, dass die wahrheit nicht gut genug wäre!!!:-)

also nochmals danke für alle lieben worte.
bis bald!!!
serafina!!!!!!

Beitrag von dia111 17.01.11 - 13:30 Uhr

Ich habe leider nicht alles mitverfolgen können, aber schön das du wieder hier bist.

LG
Diana

Beitrag von sterretjie 17.01.11 - 14:26 Uhr

Ich habe dein ersten Beitrag leider gar nicht mitbekommen und weiß daher nur brocken (und wie wir wissen ist das super gefährlich, gell :-) )

Ich muß allerdings sagen das es mir auch so ging in meine erste ss. Ich habe auch einen alptraum gehabt wo ich weinend wach geworden bin und kurz darauf fing mein Leiden an.

Dieses Mal ist es anders. Ich habe vorgestern geträumt wie ich mein Baby stille und auf einmal bin ich total postiv und fast ohne Angst.

Lg Shani

Beitrag von ivaichi 17.01.11 - 17:28 Uhr

Hallo Serefina.
ich schreibe Dir weil mich Deine Erzähling wirklich bis ins mark erschüttert hat. Eigendlich bin ich zur Zeit im Kinderwunsch-Forum unterwegs und keine Sternenmama, aber meine beste Feundin hatte vor kurzem eine späte Fehlgeburt, was mich sehr schmerzhaft berührt hat.
Ich habe also etwas zögerlich auch mal in dieses Fohrum geschaut und bin sofort auf Deine Geschichte gestoßen. Ich war wirklich gefesselt. Ich wollte nicht weiterlesen aber ich konnte nicht aufhören. Das war unheimlich wirklich.
Danach habe ich mich neben unseren schlafenden Sohn (3) gelegt und überlegt ob wir es nicht lieber lassen sollten mit dem zweiten Kind.
Mich hat kurz der Mut verlassen.
Aber ich weiß auch dass es wichtig ist nicht zu vergessen, dass immer ein Risiko besteht.
Man darf aber nicht aufhöhren positiv zu denken.

Du hast einen tollen schreibstil, machst Du etwas in der Richtung? Wenn nicht, dann solltest Du drüber nachdenken...

Dein Schreibstil und der extrem grauenvolle Innhalt Deiner Erzählung haben mich etwas stutzig werden lassen ob sie wirklich war ist.
Das war sicher auch der Grund für die Sperrung.

Aber ich gehe jetzt davon aus daß es die Wahrheit ist, und möchte Dir sagen dass es sicher das beste für dich war alles aufzuschreiben- aus dir rauszuschreiben um so langsam Deinen Frieden zu finden.

Ich habe noch ein paar Frage an Dich.
Wie geht es Dir jetzt? Kann mit soeinem Erlebnis vernünftig weiter-überleben.
Welche auswirkungen hatte es auf Euer Familienleben.

Vielleicht magst Du mir ja antworten. wenn nicht habe ich vollstes Verständnis.

Ganz liebe Grüße und alles Glück der welt für Eure Zukunft!

Beitrag von serafina.nr.1 18.01.11 - 23:56 Uhr

danke für deine fragen. zuerst mal, alles was ich geschrieben habe war genau so wie ich es erzählte.ich hab mich meiner ansicht nach nur auf das allernötigste beschränkt!!!:-) ich hab nie dazugeschrieben, wie interpretiere ich das oder das oder das und wie sehe ich das jetzt und was denke ich jetzt darüber. ...sondern nur, wie war es und aus.vielleicht war das nicht optimal.viele haben glaub ich gedacht dass ich noch extrem darunter leide weil ich das jetzt so "veröffentlicht" habe.das gegenteil ist der fall. viele menschen denken nur weil sie etwas ähnliches erlebt haben können sie nun für alle sprechen. das wäre genauso als würde eine frau die ein kind geboren hat zur anderen sagen, ach du brauchst mir von deiner geburt nichts zu sagen, ich kenn ja schon wie das ist!!!so ist es eben nicht....nicht nur ist jede frau anders, es ist jede geburt anders weil die frau/mutter sich im lauf der zeit auch verändert ( körperlich+mental)und dir kann sicher bestätigt werden, dass auch mütter, die mehr als zwei kinder geboren haben, jede geburt anders erleben!!!weil ja auch jedes kind und jede situation anders ist.
so ist es auch bei menschen die ein kind verlieren. ich merkte das extrem am anfang der zeit der trauer. menschen denken sich einfach, ihre art zu taruern ist die natürliche oder richtige. aber trauer ist etwas sehr serh persönliches und intimes. jeder ist da wirklich ein bisschen anders. manche finden es gut ihre geschichte zu erzählen, manche finden es nicht hilfreich. manche finden es leicht in gegenwart anderer ihre trauer zu zeigen, andere können nicht in anwesenheit dritter weinen...für mich war immer ich und mein verstorbenes baby eine art einheit von du+ich, und da konnte ich meine trauer offen ausleben.also mit einem wort, wenn ich allein war!!!! kaum aber kam wer "fremder"zur tür rein, war es aus....(viele frauen erleben etwas ähnliches bei der geburt- der muttermund öffnet sich- ein neuer arzt kommt rein- der muttermund geht wieder etwas weiter zu...!!!)
wie sehe ich das alles jetzt??
die träume waren für mich lang ein grosses problem. vorallem die frage der bestimmung beschäftigte mich. sollten sie mir sagen, dass etwas unbedingt passieren musste, und mich darauf vorbereiten?? oder sollten sie mich warnen, dass etwas passieren kann, aber nicht zwingend muss?? hätte ich, wenn ich die bilder des traumes verstanden hätte, das leben meiner tochter retten können??oder war es nur eine art info, dass das schicksal so oder so, mit oder ohne meinen willen einfach vorgehen wird und ich mich am besten gleich mal damit abfinden sollte??
ich konnte auch keinen hass mehr auf die hebamme und die ärztin entwickeln. der hebamme konnte ich nicht böse sein, denn sie hatte wirklich keine ahnung dass meine angst berechtigt war und war sicher noch mehr überrascht als ich als sich herausstellte, dass es eben keine herztöne gab!!! un der ärztin konnte ich nicht böse sein, weil sie mir nichts davon gesagt hatte, wie schlecht es meiner tochter wirklich geht, weil sie eine junge assistenzärztin als wochenendaushilfe war, und wie ich den eindruck hatte mit der situation noch mehr überfordert war als ich!!! sie hatte mir einen monat später gesagt, sie hatte so angst dass sich mein zustand verschlimmern würde wenn sie mir nachts bescheid gibt, dass sie bis morgens warten wollte, um zu sehen wie sich mein zustand aus medizinischer sicht stabilisiert hat!!!
ich hatte diese nacht nicht beschrieben. das war die einzige nacht in der meine tochter ausserhalb meines bauches lebte. am anfang nachdem ich in die intensivstation gebracht wurde, war ich voller hass und zorn, ich hatte eine immense wut auf alle- auf die ärztin, auf die hebamme, auch auf meinen mann, sogar auf mich- wie kann ich dort 20 minuten auf ein ende des CTGs warten, wenn ich als einzige weiss dass es um minuten geht die über das leben meines kindes entscheiden???ich kann nur sagen in mir brodelte und kochte es wie in einem vulkan. am liebsten hätte ich diese wut geäussert. aber wie es nun mal war konnte ich nur einsehen dass ich von all diesen menschen abhängig war und gute miene zu bösem spiel machen musste!!!denn die ärztin konnte mir die überführung in die klinik, in der meine tochter in der neonatologie lag, verweigern, und mein mann war meine verbindung zur aussenwelt und der einzige, der mich besuchen durfte, ausser meinen eltern, solange ich auf der intensivstation lag!!!
ich hatte in dieser nacht ein telefongespräch mit meiner mutter, indem sie mit mir darüber redete dass man nun nur mehr beten könnte.ich hasste sogar gott!!! sie meinte, nun man könne nur mehr beten!!ich sagte zu ihr wörtlich, was denn bitte?? was soll ich denn deiner meinung nach beten?? da passt doch gar kein gebet!! meine mutter sagte, doch, herr dein wille geschehe!!!- ich sagte nur wütend, gut das bete ich nicht, diesen schwachsinn, denn niemand hat mich gefragt ob ich auch will dass dieser wille geschieht, und er geschieht sowieso, ob ich das jetzt gut finde oder nicht!!! also ist dieses ganze gebet vollkommen überflüssig und umsonst!!( man sieht hier dass ich ganz genau verstanden hatte dass es um einwilligung in mein schicksal ging- gut ich hatte mit keiner wimper vor hier in irgendwas einzuwilligen!!!)-
nachts hatte ich auch nochmals einen traum oder vielleicht sollte man besser sagen eine vision. ich lag dort im zimmer und innerhalb dieser zeit - in der ich diesen traum hatte- zwischen drei und fünf uhr- veränderte sich alles. vorher war ich wie eine löwin die kämpft und alles um sich in stücke reissen möchte um ihr baby zu verteidigen. nachher war ich voller tiefer ruhe und absolutem frieden und innerer zuversicht dass alles gut werden würde.ich schrieb meinem mann ein sms, in dem ich sagte wie leid es mir tut dass ich ihm vorwürfe gemacht hatte vor der OP und dass ich sicher bin wenn wir zusammenhalten würden wir alles gut schaffen was auch immer kommen mag.aber das war nicht weil ich ihn brauchte, sondern weil es das war was ich dachte und empfand.
ich war ein monat später in der neonatologie. dort liess ich mir alle ihre unterlagen geben (durfte sie kopieren, die originale blieben dort)und erklären. der arzt der in dieser nacht dienst hatte war zufällig dort, er sagte mir sofort dass er sich noch sehr gut an mich erinnern kann,w eil die mütter nach not-sectios oft sehr benommen wirken und ich war damals total aufgezwirbelt. ich sagte kein wudner dass mein adrenalin mir zu den ohren rauskam, ich musste mit der ärztin gefühlte hundert stunden lang herumstreiten, ob ich mein kind sehen kann!!!sicher war mein blutdruck erhöht!!!ich sagte ihm auch dass ich mich erinnere er meinte ich sollte meiner tochter mut zusprechen, dass ichd as aber unpassend fand, da es ja nicht eine frage des mutes war, genug mut hatte sie doch wohl für zwei besessen, nach dem was sie erlebt hat bevor sie wieder reanimiert wurde!!!
er meinte dann noch, er würde sich in seinem job oft fragen wieso so kleine kinder überhaupt wieder zurückgeholt werden müssten...denn sie würden ja nie bewusstsein erlangen etc.-wir besprachen das noch ausführlicher.aber ich sagte ihm auch meine meinung dazu: dass ich denke dass meine tochter bereits tot war, also komplett tot, und sie wollte nicht mehr zurück, aber sie ist uns zuliebe- ihren eltern zuliebe-nochmals kurz zurückgekehrt!!!
weil es für uns so viel leichter war.und weil sie vielelicht noch etwas in ordnung bringen wollte bevor sie für immer geht.

..... sie wusste in der ewigkeit irgendwie wie es in der zeit für uns, ihre eltern weitergehen würde- ich denke mir das so wie in einem film den man sehen kann der aber in einem anderen kino erst in zwei wochen läuft...und sie sah was passiert wäre wenn sie nicht für sieben stunden zurückgekommen wäre.ich kenne mich gut genug um sagen zu können was das resultat gewesen wäre!!!wenn man mir damals nach dem aufwachen gesagt hätte, ihr kind ist tot, leider konnten wir nichts mehr für sie tun.....!
was wäre passiert???
ich wäre in meiner wut und in meinem hass sofort von der provisorischen liege runtergesprungen!!!der kaiserschnitt und alles andere, die schläuche und die kathetersäckchen hätte mich überhaupt nicht gekümmert!!!! ich hätte geschrieen dass das ganze KH hallt und ihnen ihre schönen feinen supermodernen geräte runtergerissen, ihr schönen kästen umgeworfen, wegen denen sie nicht schnell genug den ultraschall machen konnten, meinem mann hätte ich ins gesicht gesagt er sei schuld dass sein kind tot ist, denne r hätte mich ja nur verteidigen brauchen und hat es unterlassen!!!und innerhalb von minuten hätten sie mich niedergespritzt, sediert und in die intensivstation gelegt, und da ich dann nicht sagen hätte können dass ich schmerzen habe, so wie ich es am nächsten morgen ganz in der früh schon meldete, wäre ich auch dort verblutet an der freien flüssigkeit im bauchraum. das war ja dann die zweite not-OP.meine beiden kinder wären halbwaisen gewesen, und mein mann hätte innerhalb von wenigen stunden kind und frau verloren. wenn ich mir die situation vorstellte, sah ich ihn immer auf dem weg vom KH nach hause im sekundenschlaf einen autounfall haben.aber auch wenn ich diese idee verdrängte, wusste ich,d ass er zeit seines lebens mit schuldgefühlen zu rande kommen müsste, das letzte, das ich ihm gesagt hatte, war, du bist schuld!!! ( und das hätte ich gesagt!!!)

ich bin überzeugt meine tochter opferte sich und kam zurück für sieben stunden um zu leiden, weil sie dadurch uns etwas zeit gab die situation irgendwie auf die reihe zu kriegen ohne dass sie komplett eskaliert. wie gesagt hatte ich zwischen drei und fünf einen traum oder eine vision, es war ein sehr friedlicher traum. gleichzeitig wusste ich sofort ich dürfte niemand was davon erzählen oder man würde mich für verrückt halten. aber ich musste auch niemand was davon sagen- solang ich mich dementsprechend verhielt.

ich schrieb meinem mann die sms und ich war mit mir, meiner tochter, meinem mann, gott und der welt komplett im reinen, da war ich so müde dass ich einschlafen wollte und sah nochmals auf die uhr.es war kurz vor fünf. ich war wie in einem euphorischen zustand. fast wär ich eingeschlafen, da bekam ich plötzlich furchtbar herzklopfen und wusste- meinem kidn geht es serh schlecht!!! ich wollte dass jemand für mich in der neonatologie anruft- sie sagten das dürfe nur die ärztin und die hätte eine entbindung. bis halb sechs hielt ich es kaum mehr aus. mir war nach weinen zumute wo ich kurz vorher so sicher gewesen war dass alles gut werden würde!!!!ich wollte beten und wusste nicht was. also bat ich um eine bibel, ich wollte den psalm 20 ( ihren geburtstag) lesen, als wäre es das gebet, das sie beten würde.

wenig später brauchte mir eine junge schwesternschülerin die bibel. ich schlus so schnell ich konnte diesen psalm auf- es begann in etwa: herr erhöre mich wenn ich dich rufe- ich rufe dich aus grosser not-!!( oh gott dachte ich mir, ich wusste es!!) und so ging es weiter. es wurde eine grosse schlacht beschrieben, so in etwa, neben mir fallen pferde und wägen, nur ich bleibe standhaft, etc.- ich war schon komplett mit den nerven fertig....viele psalmen fangen ja furchtbar und in bedrängnis an und enden dann aber in einem dankesteil, für die erhörung...cih fieberte und fieberte beim lesen- wann kam endlich sowas wie: ich habe gesiegt etc???nein das ende war- herr erhöre mich , ind er stunde, in der ich dich rufe!!!-mir brach echt der schweiss aus.
im rosenkranz gibt es eine stelle die lautet: und erhöre uns" in der stunde unseres todes, amen..."
ich wusste es- die stunde, in der sie gott ruft- diese stunde ist jetzt- und das ist ihre todesstunde!! ich klingelte sofort wieder nach der schwester- sie müssen sofort anrufen, ich bitte sie!!!ich mache mir die grössten sorgen um mein kind!!!aber nichts half. die ärztin kam erst nach sieben uhr zu mir ins zimmer, und da war meine tochter schon fast eine stunde tot.

ich sah die unterlagen in der neonatologie. die werte waren zwischen mitternacht und fünf uhr sehr stabil. es sah aus wie ein ruhiger nachtflug eines airbus über den atlantik.und dann ab fünf fielen alle werte fast im 45 °winkel ab. es sah aus wie ein sturzflug und eine rasche landung. ich hatte das gefühl mein kleiner schatz war der pilot eines flugzeugs das den grossen atlantik überquerte-.....und kaum war land in sicht ( fünf uhr, ich hatte ihre botschaft endlich verstanden)- konnte sie durchgeben- alles klarmachen für den landeanflug!!! als würde meine kleine tochter sicher in der normandie landen...
das waren die bilder die mir in den sinn kamen. sie hatte ihre mission erfüllt.sie konnte in ruhe gehen und sterben.nichts war unerledigt zurückgeblieben.

das erste das ich damals dachte, als mir die ärztin sagte, dass sie tot ist, war: ich will zu meinem kind. wenn sie tot ist, will ich auch tot sein.
aber sofort dachte cih an meine beiden grösseren kinder- sollte ich ihnen etwas zumuten wofür ich mich als zu schwach empfand?? das konnte ich nicht. also beschloss ich dort in den ersten 50 sekunden dass es für mich hiess meinen kindern zuliebe am leben bleiben zu wollen.

die schweren komplikationen sehe ich inzwischen als meine art, dass ich mir nicht sicher war ob ich nicht doch lieber sterben wollte- wenn auch nicht selbstverschuldet....aber nachdem sie begraben war war das vorbei.mir ging es seitdem körperlich wieder aufwärts. wahrscheinlich gab mir kraft dass ich trotzallem an ihrem begräbnis teilnehmen konnte!!!auch ich hatte somit etwas gut erledigt und einen teil des weges abgeschlossen und war am offenen grab gestanden statt im KH zu leiden dass ich nicht dabei sein könnte.

ich war drei monate lang nach ihrem tod fest davon überzeugt, dass ich nie mehr ein kind bekommen würde!!!erstens weil ich angst hatte, man kann ja nie etwas schlimmes ausschliessen!!ich wusste nicht ob ich das risiko sowas nochmal zu erleben auch nur im entferntesten eingehen wollte!!! zweitens hatte ich auch das gefühl damit die ehre und das andenken meines toten kindes zu stören...als hätten all jene recht, die mir kurz nach ihrem tod gesagt hatten, ich könnte ja wieder schwanger werden!!!als ob mein kind austauschbar wäre, egal durch wen!!!??!! sie war es nicht, auch nicht durch ein weiteres kind von mir. sie war einzigartig und unersetzlich und ich hatte das gefühl, mich über ihr kurzes leben hinwegzusetzen indem ich ein neues baby bekommen würde.

kurz nach weihnachten musste ich mit meinem mann und meinem zweiten kind meinen sohn vom flughafen abholen. menschen waren in grosser festlicher stimmung, es gab umarmungen wohin man sah...da kam eine hüdisch orthodoxe familie aus der menge der ankommenden passagiere. der mann ging voraus, mit schwarzem breitkrempigen hut, am arm ein mädchen von etwa zwei mit rötlichen löckchen, total entzückend, hinter ihm seine frau mit einem tuch am kopf und einem etwa neunmonatigen blonden kleinen pausbäckigen baby im kinderwagen, an der hand neben ihr ein kleines mädchen mit dunklem haar von etwa drei.....ich sah sie alle und konnte meinen blick nicht mehr wegwenden....ich drehte mich zu meinem mann und sagte- schau mal, da drüben diese familie mit den drei kleinen kindern- glaubst du heute in einem jahr könnten wir auch noch ein viertes kind haben, ein drittes lebendes gesundes baby???mein mann flüsterte mir ins ohr, wenn du das willst...!!!oh ja, ich wollte!!! und ein jahr später kam kurz vor wiehnachten unser viertes kind zur welt.

diese geburt war ein meilenstein.ich hatte die ganze schwangerschaft zeit um über alles nachzudenken was bisher in meinem leben geschehen war. ich beschloss aus dem was ich begriffen hatte etwas sinnvolles und gutes zu machen. vor dem tod meiner tochter wollte ich kurz nach ihrer geburt wieder voll ins berufsleben einsteigen. jetzt hatten sich meine werte verschoben. ich wusste plötzlich wieder oder vielleicht ganz von neuem welchen wert ein menschenleben hatte. ich wusste dass ich mein leben nicht mit unsinn vollstopfen wollte, mit der suche oder einem haschen nach dingen die letztendlich keinen inneren wert in sich besitzen....ich wollte etwas tun von dem ich am ende meines lebens mit freude und stolz zurückschauen würde und sagen müsste, das hast du wirklich gut gemacht!!!!

für viele frauen ist die erste zeit mit ihrem kind anstrengend und sie haben das gefühl, sehr viel zu versäumen. ich hatte dieses gefühl plötzlich absolut nicht mehr. ich wusste dass das allerwichtigste die gnade war, überhaupt noch ein kind bekommen zu können, nach denOPs, die ich damals hatte!!!!ich wusste, dass ich alles tun würde, um nochmals diese unbändige freude zu erleben, die ich drei wochen nach der geburt meines vierten kindes erlebte....als ich dachte- das will ich nochmal!! das schaff ich nochmal!!!und ich musste mich immer sehr bemühen schwanger zu werden da ich ja immer voll stillte während ich noch schwanger wurde....

was meine verstorbene tochter betraf, hatte ich jahrelang das gefühl dass sich nichts wesentliches in der intensität meines schmerzes über ihren tod verändert hatte. plötzlich war es fünf jahre nach ihrem tod ganz anders. ich konnte ihren geburtstag ohne agonie herannahen sehen, ich konnte mehr dankbarkeit für alles das, was sie uns durch ihr kurzes leben geschenkt hat, empfinden als trauer und sehnsucht nach ihr..... es wurde wirklich plötzlich halb so schwer zu tragen....warum, kann ich nicht sagen, es war aber so und ich freute mich sehr darüber, dass der schmerz sich halbiert hatte.

heute sind es sieben jahre.mein siebentes kind hat fast am selben tag geburtstag wie meine verstorbene tochter. damals kam alles wieder hoch, und trotzdem wusste ich, heute halte ich ein gesundes kind im arm, und es ist ok, wenn ich um mein totes kind weine, denn dieser wehmütige zug der sehnsucht nach ihr ist verschwunden.nicht ganz, aber fast. heute kann ich denken dass es ihr freier wille war. und ich hatte es schon damals als ich sie zum ersten mal im sarg im arm hielt, gespürt....dass sie sagte, mama, sei nicht so traurig, ich bin so froh darüber, dass das alles vorbei ist!!!es war ihr wunsch gehen zu können wann und wie sie wollte. sie war zu uns gekommen mit einer botschaft und einer bitte und sicherlich auch aus liebe zu uns, ihren eltern und geschwistern....und sobald sie ihre mission erfüllt hatte, war es für sie zeit zu gehen und sich zu verabschieden.

ich denke es gibt im leben grundsätzlich zwei verschiedene arten von liebe. die erste liebe sagt: du bist mein ein und alles!!du bist der könig/ die königin auf dem thron meines herzens!!!du bist für mich die nummer eins!!nichts ist vergleichbar mit dir!!! nichts kommt gegen dich an!!! nichts ist wertvoll im vergleich zu dir!!!ohne dich kann ich nicht leben!! du gibst meinem leben inhalt und ich könnte dich nie hergeben!! du gehörst zu mir wie niemand sonst auf der welt!!! wir wollen für immer zusammen sein!!! du bist für mich die nummer eins, und ich will für dich auch die nummer eins sein!!!alles was ich bin und habe verliert ohne dich seinen wert und ich kann ohne dich nie mehr glücklich sein!!! ich kann dich nicht gehen lassen, es würde mich zuviel kraft kosten, ich könnte das nicht ertragen von dir getrennt zu sein!!!wir sind für immer eins!!!
das ist die liebe zwischen partner und auch zwischen mutter/vater und kind.
diese liebe ist die verbindung und nähe und schützt die einheit der verbundenheit.
trennung wäre für sie das allerallerschlimmste das man sich vorstellen kann.

dann gibt es eine zweite liebe, die sagt: ich liebe dich!!!aber ich brauche dich nicht!!! du bist mir unheimlich wichtig!!!aber du musst nichts tun was ich von dir erwarte!!! meine liebe kennt keine bedingungen, auch nicht die, dass du beim mir bleiben sollst, nur weil ich mir das wünsche!!!ich gebe dir die freiheit !!! ich bin stolz auf dich!! ich bewundere vieles an dir!!! ich möchte dass es dir gut geht!!! du kannst tun was du willst und ich werde dich immer unterstützen!!! wenn du auf abwege kommst werde ich dich warnen, aber ich werde nicht für dich entscheidungen gegen deinen willen treffen!!! deine souveränität ist mir heilig!!!ich würde dich nie zu etwas zwingen!!!ich kann gut ohne dich sein. ich freue mich aus der ferne an dir und deinem weg!!! meine liebe ist stark genug dass sie auch distanz verträgt. ich brauche auch deine liebe zu mir nicht!!! meine liebe zu dir genügt mir!!! sie ist wie ein warmer mantel für dich und mich, auch wenn wir nicht neben einander stehen!!!
diese liebe ist die distanz und freiheit und verbundenheit ohne zwang und ohne äussere bedingungen.

ich denke alle eltern müssen den weg von der ersten zur zweiten liebe gehen....- wenn ihre kinder erwachsen werden, eigene wege gehen und einen neuen partner finden, der die eltern als bezugspersonen verdrängt- vom ersten platz. wieviele ehen kriseln weil die schwiegermutter nicht ihren platz als nummer eins im leben ihres sohnes aufgeben will??? wieviele erwachsene menschen schaffen es nicht, den verlust der liebe ihrer eltern zu riskieren, und fügen sich ein leben lang unter deren zwang und willen???

sternenkinder lehren uns dieselbe lektion bereits nach sehr kurzer zeit....es gibt liebe die behalten will, und es gibt liebe die freiheit schenkt. ich persönlich finde dass der unterschied der reifegrad der persönlichkeit ist.bei der ersten liebe gibt es abhängigkeit und anhänglichkeit. bei der zweiten liebe gibt es verständnis und reife, und stärke, sich nicht an jemanden anderen dranhängen zu müssen, um sich ganz und glücklich zu fühlen. sondern die liebe,und die freiheit die sie dem anderen schenkt, -diesen menschen auch in freiheit gehen zu lassen,- genügt bereits als schöner inhalt für das eigene leben.

letztendlich sind wir menschen alle eine einheit.wir werden nicht alleine geboren und wir werden nicht alleine begraben. wir sind kleine farbtupfer in einem wunderschönen bunten teppich des lebens.aber einmal müssen auch wir von allem abschied nehmen. wir können nichts von diesem leben mitnehmen als unsere erinnerungen und die liebe, die wir gegeben und empfangen haben.das ist alles. unsere hände sind dann genauso leer wie damals, als wir auf diese welt gekommen sind.und doch haben wir sovieles mitgenommen das unser sein ausmacht. nicht das äussere sein, sondern unser inneres sein, und das ist das einzig wesentliche.

unsere sternenkinder geben uns eine wichtige lektion. dass man nicht immer behalten kann was man am meisten liebt. dass liebe auch abschied und freiheit bedeuten kann und dennoch nicht untergeht, dass zwei herzen nicht getrennt sind, nur weil eines von ihnen aufgehört hat zu schlagen.
wir lernen das jetzt, wo wir noch jung sind. diese aufgabe ist sicherlich schwer.aber wir alle können darauf vertrauen, dass uns unsere sternenkinder genauso lieben wie wir sie, und sie würden uns niemals etwas zumuten, das wir nicht imstande wären gut zu meistern.
in einem von elisabeth kübler-ross´büchern gibt es eine stelle, ind er sie einem kleinen mädchen, das an krebs sterben wird, sagt, gott ist ein grosser lehrer. wir alle sind seine schüler. wir gehen nicht alle in dieselbe klasse. manche von uns sind gerade dabei, rechnen und schreiben zu lernen,manche stehen kurz vorm abitur. wenn nu gott in einem seiner dicken bücher eine ganz besonders schwierige aufgabe finden würde, welchem schüler würde er sie geben?? und das kleine mädchen sagte, einem von den besten!!! und sie konnte ihr schicksal als auszeichnung annehmen und nicht als bestrafung.

ich bin sicher, unsere sternenkinder wünschen sich nichts mehr, als dass es uns gut geht, dass wir uns am leben freuen und das beste aus der zeit machen, die wir noch vor uns haben, bis wir uns wiedersehen. wenn wir in trauer versinken würden, wäre das eine verschwendung. die lektion ist das leben auch in seinen abgründen anzunehmen. ich finde, es ist sehr ähnlich wie eine geburt. auch trauer bedeutet schmerz. auch trauer bedeutet abschied und loslösung, wei bei einer geburt. der eine körper und der andere körper trennen sich für immer, heben ihre symbiose auf und zwingen sich auseinander....aber gleichzeitig kann auch nur so wachstum stattfinden.....wenn das kind immer im körper der mutter bleiben müsste, wäre der raum zu klein, es könnte sich nie entfalten, es könnte nie sein eigenes leben leben....und vorallem könnte es nie seiner mutter entgegenlaufen!!!

ich las mal ein gedicht das mir sehr gut gefiel.natürlich ist es übertrieben wenn es heisst, niemals trauern...aber sonst gefiel mir der rest sehr gut:

wenn ich tot bin

wenn ich tot bin,
darfst du niemals
trauern.
meine liebe
wird mich
überdauern.
ich werd in
fremden kleidern
dir begegnen,
und dich segnen.

und dich segnen.

lebe gut, lache gut,
mache deine sache gut!!!
lebe gut, lache gut,
mache deine sache gut!!!

unsere sternenkinder gehören zu uns dazu.
deshalb steht auch mein sternenkind
im kreise seiner geschwister.
ich finde das sehr schön, dass es bei urbia die möglichkeit gibt sich die verstorbenen kinder ganz dazuzustellen. wir müssen sie gehen lassen, keine frage, aber so können wir die erinnerung an sie hochhalten, und das ist der herzenswunsch aller eltern, dass ihre sternenkinder nicht vergessen sind!!!!
sondern zu unserem leben und zu unserer zukunft dazugehören dürfen!!!

ganz liebe grüsse,#herzlich
von serafina!!!

Beitrag von ivaichi 19.01.11 - 16:28 Uhr


Vielen Dank für Deine ausführlichen Antworten.
Ich bin sehr dankbar, dass ich zufällig (?) auf Deine Geschichte gestoßen bin und mich so, obwohl ich keine Sternenmama bin, mit diesem Thema auseinandersetzen konnte.
So viel Angst es mir auch anfänglich gemacht hat, so viel Ruhe gibt es mir jetzt.
Du bist eine unglaublich starke und (ich glaube das Wort passt einfach) weise Frau.
Ich freue mich dass ich dir auf diese Weise begegnen konnte.

Ich wünsche Dir und Deiner großen Familie alles Gute und viel Glück!





Beitrag von hoffnung2011 17.01.11 - 18:34 Uhr

Lieeeebste Serafina,
d.h. dein Nick ist entsperrt worden...lalalalalalla...d.h. die Wahrehit hat gesiegt. Ausnahmsweise mal..

Ich wünsche dir für die Zukunft, dass du bei Urbia in Ruhe posten kannst, du keine Unterkommentatoren #kratz bekommst und dass es für die letzte größere aufregung hier war..

Ich wünsche DIR und DEINER FAMILIE wirklich alles Gute!

Beitrag von rosinen 18.01.11 - 13:41 Uhr

Hallo serifina,

ich habe das alles gar nicht mitbekommen, aber kann zumindest eins sagen, dass urbia manchmal schon komisch reagiert, ich mußte zum b. meine BILDER von Louis so einstellen dass nur meine Freunde dieses sehen können, mit der Begründung er seit tod gewesen und bildern von toten darf man nicht reinstellen, auch obwohl ich erklärte das rein rechtlich Louis noch bei den Bildaufnahmen Lebte war es ihen egal.

Das heißt ich durfte keine Bilder reinstellen weil Louis tod ist, nure bIldern von Lebenden Babys dürfen rein, fand ich damals auch ziemlich gemein. Aber mei was solls manchmal steckt man nicht drin. Also habe ich meine Bilder drin lassen und nur für Freunde sichtbar gemacht.

Dir alles gute und nicht ärgern lassen " denn sie wissen nicht was sie tun " da gibt es einen Film davon ;-)