Ich weiß gerade nicht weiter!

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von schwesterinnot 16.01.11 - 13:42 Uhr

Also zum Problem.

Meine Schwester hat zur Zeit keinen Wohnsitz. Sie war in sowas wie betreutes Wohnen übers Jugendamt. Da ist sie rausgeflogen.

Sie nächtigt zur Zeit immer bei Freunden und sonst wo. Nun nehmen wir sie erstmal bei uns auf. Nur ich habe selber zwei Kinder und es wird eng, aber es ist machbar.

Nun ist sie dann auch noch schwanger.

Sprich sie hat keinen Wohnsitz (solange wir sie halt bei uns noch nicht angemeldet haben), bekommt (auch wenn es sich hart anhört) ihr Leben noch nicht auf die Reihe. ist noch sehr jung gerade mal volljährig geworden und dazu kommt halt ich selber habe zwei Kinder. Wenn ein drittes Kind dazu kommen würde dann würd es hier SEHR eng. Eigentlich nicht machbar. Nur rauswerfen würde ich sie nicht. Sie ist meine Schwester und ich liebe sie.

Nur weiß nicht wie ich ihr helfen soll, welchen Ratschlag ich ihr geben soll.

Ich bin der Meinung nun wo sie ihr Leben noch nicht auf die Reihe bekommt mit eigene Wohnung, auf eigenen Beinen zu stehen und und und.. ist ein Kind fehl am Platz!
Aber selbst wenn sie es bekommen würde, würd ich ihr helfen so ist das nicht.

Wie denkt ihr darüber?
Was würdet ihr mir raten was ich machen soll?


Liebe Grüße

Beitrag von lilly7686 16.01.11 - 13:47 Uhr

Hallo!

Wie denkt denn deine Schwester über die Schwangerschaft? Was hat sie vor? Was will sie? Wie fühlt sie sich damit?

Weißt du, manchmal werden Menschen durch eine Schwangerschaft erwachsen. Manchmal aber auch nicht.

Ich kann dir nur raten, mit ihr darüber zu sprechen und sie aufzuklären. Sag ihr, was auf sie zukommt, wenn sie das Kind bekommt. Sag ihr, was sie erwartet und klär mit ihr, ob sie bereit dafür ist.
Wer weiß? Vielleicht ist so ein Baby der "Tritt in den Hintern" für sie?
Ich bin durch die Geburt meiner Großen erwachsen geworden.
Natürlich gibt es auch genug Mütter, die mit 24 das erste Kind kriegen und selbst da noch nicht erwachsen sind :-(

Wie gesagt, ich glaube, hier hilft nur Reden und Aufklären. Entscheiden muss deine Schwester sowieso selbst.

Alles Liebe!

Beitrag von schwesterinnot 16.01.11 - 13:54 Uhr

Sie will das Kind wohl bekommen, aber hat selber Bedenken und Angst.

Werde ich denke mal mit ihr machen. Mich mit ihr mal hinsetzen und alle pro und contra aufschreiben.

Was sie vor hat? Sie will ihren schulischen Weg weiter machen. Sie hat keinen Abschluss somit keine Ausbildung. Nur mit Kind fast unmöglich da sie niemanden hat ausser mich und bin selber Mutter von zwei Kindern.

Abtreiben kommt für sie, so sagt sie, nicht in Frage, aber dann wiederum ist die Angst da alles nicht zu schaffen. Sie ist sehr labil was das angeht ihren Weg zu gehen.

Sie hatte ganz oft Hilfe vom Jugendamt und von mir... alles nahm sie für 3 Monate oder so wahr und lies es dann doch fallen!

Ach ich weiß nicht. Will nicht das sie sich in irgendwas reinstürzt und dabei noch ein kleines Baby mit einbezogen ist!

Beitrag von lilly7686 16.01.11 - 14:36 Uhr

Könnte sie denn die Schule noch während der Schwangerschaft fertig machen oder ist da noch mehr "Nachholbedarf"???
Und macht sie das in ner "normalen" Schule oder per Abendschule?

In meiner Schule damals wurden gleich zwei Mädels schwanger. Die eine im letzten Jahr und die andere im Vorletzten. Beide konnten ihre Kinder mitnehmen, solange die den Unterricht nicht gestört hatten. Also ich denke mal, bis zum Krabbelalter war das kein Problem. Das war in einer katholischen Privatschule ;-)
Wie das an einer öffentlichen Schule aussieht, müsstet ihr mal nachforschen.


Ich verstehe deine Bedenken. Ich habe meine Große mit 17 bekommen. Ich hatte Hauptschulabschluss und meine Lehre abgebrochen.
Ich habe dann, als Leonie 2 Jahre alt war, eine Ausbildung (Kurz-Ausbildung; 5 Monate) zur Heimhilfe gemacht.
Ich habe dann 3 Jahre lang in dem Beruf gearbeitet (sehr gerne sogar ;-)), bis ich erneut schwanger wurde mit meiner Kleinen.

Ich hatte allerdings viel Hilfe von meinen Eltern.

Mit der richtigen Unterstützung kann man da einiges schaffen.
Und wenn deine Schwester eh schon mit dem JA zu tun hat, dann kann sie vielleicht auch von dort Hilfe bekommen.

So wie du schreibst steht ihre Entscheidung ja schon fest.

Wie gesagt, sprecht euch mal aus, zeig deiner Schwester, was es heißt, Mutter zu sein. Sie muss sie darüber klar sein, was sie da tut! Das sind leider viele nicht! Viele denken, sie kriegen jetzt mal schnell ein Kind und das wars.
So ist das nicht und das zeig deiner Schwester.

Aber ich denke, mit der richtigen Einstellung und der richtigen Hilfe, kann deine Schwester sicher eine gute Mama werden.

Ich wünsch deiner Schwester alles Liebe! Ihr werdet das schon schaffe, egal, wie sie sich entscheidet!

Beitrag von sunflower5 16.01.11 - 14:39 Uhr

Hallo du, das alles ist sicher nicht einfach.
Aber ich finde es toll, dass deine Schwester nicht "einfach" abtreiben will.

Allerdings wird sie dann Mutter sein und für das Kind verantwortlich.
Vll wäre die beste Lösung, sie ginge in ein Mutter-Kind-Haus, da würde man ihr bei der lebensbewältigung helfen , auch rund ums Baby, etc. , es würde betreut werden und sie könnte dann, vll nach 1 J., die Schule weitermachen.

Auch leben dort andere jg Mamis....

Selbständiges Wohnen wäre für sie nicht gut, denke ich, dann wäre sie überfordert.

Ich kann mir vorstellen, dass es zu nervig ist, wenn ihr alle zsm wohnt, selbst wenn ihr in eine größere Whg ziehen würdet.

Vll käme eine Pflegefamilie in Betracht?

Eine "Liste" fände ich nicht so gut, denn es handelt sich nicht um eine Anschaffung, sondern es geht um ein kl Leben und eine Herzensentscheidung.

Vll solltet ihr zu einer guten Beratungsstelle gehen und euch Möglichkeiten aufzeigen lassen.

Ich finde es ganz toll, dass du ihr so gut beistehst.

glg

Beitrag von salida-del-sol 16.01.11 - 16:15 Uhr

Hallo Du,
aus Deinen Berichten ist zu entnehmen wie sehr Du Dich um Deine Schwester sorgst und kümmerst. Vielen herzlichen Dank dafür. Danke, dass ihr für sie etwas zusammenrückt.
Sie will das Kind bekommen und eigentlich kommt eine Abtreibung für sie nicht in Frage. Dann komme ihr an diesem Punkt entgegen und setze Dich mit ihr zusammen, wie dies laufen kann.
Für viele junge Mütter ist so ein Kind, eine Chance zum Neuanfang. Weil sie plötzlich merken, mein Leben hat jetzt einen Sinn. Dass sie dabei Ängste quälen ist logisch. Bei Dir wird es mit Kind anschließend zu eng. Vielleicht könnt ihr Euch nach einem Mutter-Kind-Haus umschauen, wo sie spätestens ab Geburt wohnen kann. Eine gute Vorbereitung auf ihr Kind hat sie vielleicht schon mit Deinen Kindern ( kommt auf das Alter an) Je nach Mutter-Kind-Haus hätte sie noch verschiedene Hilfen, die ihr den Rücken stärken können. Z.B. Kinderbetreuung während der Schul- und Hausaufgabenzeit...
Das Kind wird erst in wenigen Monaten geboren, bis dahin könnt ihr noch Pläne schmieden.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von anna030 19.01.11 - 21:49 Uhr

liebe schwester,
es ist schon ein paar tage her, dass du dich hier ans forum gewandt hast, und vielleicht hast du durch die antworten ja auch schon möglichkeiten in eurer umgebung ausfindig gemacht. #kratz
ich würde dir sehr wünschen, dass du deiner schwester auf eine weise helfen kannst, die dich nicht selber am ende überfordert.

da kannst du sicher jetzt erst mal selbst hilfe gebrauchen. #winke

magst du mir mal auf vk schreiben? was du für sie tust ist echt klasse. ich würde dir da gerne den rücken stärken, und dazu helfen, dass ihr miteinander für alle beteiligten eine gute lösung findet.
liebe grüße
anna #sonne

Beitrag von hoffnung2011 16.01.11 - 14:34 Uhr

biitte, bitte sei mir nicht böse aber auch du als Mutter deiner eigenen Kinder musst du auf DICH und DEINE Familie denken, obwohl SIE DEINE Schwester ist. Wenn sie es bei dir bequem habe nwird, wird sich nichts verändern. Sie muss ihren Weg gehen. Du kannst ihr beistehen aber wenn du schreibst, es ist schon eng...macht das dein Partner einfach so mit ?
Wenn Sie schwanger ist..und rausgeflogen ist..hat das jugendamt noch nichts dazu gesagt ?

Weißt du, jetzt geht es nämlich nicht nur um deine Schwester aber um das Ungeborene ! Wenn sie das Kind nicht zur adoption freigeben wird, dann ein Mutter-Kind-Heim. Da kannst sie noch unter Aufsicht ,,reifen´´ und gleichzeitig das Kind nicht verlieren. Du würdest dich wundern, wie schnell ich als ,,Nachbarin´´ so ein Fall dem Jugendamt melden würde, wenn ich dies alles wüßte..

Es ist iwkrlich nicht böse gemeint, du trägst aber bei deinem Verhalten jetzt auch Verantwortung dem Kind gegenüber und da hört jeden spass auf.

Vllt hättest du auch deine Schwester zum Jugendamt begleiten können, damit sie da beraten wird. Ihr Beistehen aber nicht ihr die Steine aus dem Weg nehmen. DAS wäre der falsche Weg!!!