Also ich weiß leider auch nicht mehr weiter...
Habe schon viele Jahre im Kopf mal ein Praktikum beim Bestatter zu machen,habe mich aber leider immer von anderen beeinflussen lassen...
Jetzt wollte ich es Starten und was ist:Man bekommt kein Platz....Ich habe alle in unserer Gegend angerufen und hörte immer:Nein tut mir leid da sind wir zu klein dazu....Und sogar die großen machen es grad nicht soll mich in ein paar Monaten melden....
Finde es echt schade....So wollte es mal loswerden...LG und schönen Sonntag Sandra
Warum darf man nicht reinschnuppern??
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Beitrag von justin03 - 16.01.11 - 13:44 Uhr
Beitrag von daisy80 - 16.01.11 - 17:23 Uhr
Bei den kleinen bestattern ist das ganz gut zu verstehen. Ich hatte auch mal einen Telnehmer, der das gerne amchen wollte und ich hab zufällig einen Nachbarn, der auch Bestatter (aber auch Tischler - ist ja oft so) ist.
Dort habe ich natürlich nachgefragt und er meinte, bei den kleinen Betrieben ist es ja nicht das Hauptgeschäft und ein Praktikum in dem Sinne lohnt sich gar nicht, wenn man vielleicht 3 Beerdigungen in der Woche hat. Dann wäre ja der Praktikant sozusagen auf Abruf und vielen ist das dann zu viel durcheinander.
Mom... Besuch...
Beitrag von daisy80 - 16.01.11 - 18:34 Uhr
Hui, ich hab ja ganz schön Tippfehler reingehauen eben 
Was ich eben noch sagen wollte: Schau mal bei Betrieben, die das ausschließlich machen.
Ich denke mal, die warten auch einfach noch bis wärmer Wetter wird. Das ist ja doch bei Frostwetter nochmal heftiger als sowieso schon, denn Du stehst ja auch viel in der Leichenhalle und auf dem Friedhof.
Beitrag von derhimmelmusswarten - 16.01.11 - 19:38 Uhr
Wenn du nicht gerade in einer großen Stadt wohnt, ist ja klar, warum. Es stirbt ja nicht ständig einer. Was soll man denn dann als Praktikant machen? Wenn ich das mal so überlege. Wenn in unserem kleinen Ort hochgerechnet einer pro Monat stirbt, dann ist es viel und darum kloppen sich dann 2-3 Bestatter.
Beitrag von bebimupfl - 16.01.11 - 20:14 Uhr
Hallo,
Also mein Schwiegervater in spe ist friedhofschaffnermeister. Sprich er arbeitet auf dem Friedhof, ist bei beerdigungen dabei etc. Von 10 Bewerbern die zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden sind gerade mal 3 in die engere Auswahl gekommen. Davon wurde 1 NER als Azubi eingestellt. Willst du wissen was die Kriterien sind? Zunächst mal werden bla bla fragen gestellt, da bleiben meistens noch alle. Wenns aber drum geht ins leichenhaus zu gehen, ist die Hälfte danach schlichtweg schon umgefallen. Leichengeruch und wie teilweise manche verstorbene aussehen hauen die meisten um wie die fliegen. Teilweise müssn sich die Leute danach übergeben. Wichtigstes kriterium ist aber: du bis ne Frau. Du bist schlichtweg zu schwach für den Job. Überleg mal selbst, könntest du einen Mann schleppen? Klar bist du nicht alleine, aber auch zu zwei gestaltet es sich als schwierig. Du musst die verstorbenen aus den Hausern abholen. Nicht überall ist ein Aufzug ode so im Haus. Zum verstorbenen kommt dann noch der Sarg. Ist auch nicht grade leicht. Und stell dir klar die Frage ob du es wirklich könntest? Viele Menschen liegen ja auch schon länger. Evtl. Trauernde menschen,Geruch, Zerfall, Maden etc....?
Liebe grüße und dennoch viel Glück beim weitersuchen
Beitrag von daisy80 - 16.01.11 - 20:54 Uhr
Okay, das hatte ich auch im Kopf, aber das wollt ich ihr jetzt nicht um die Ohren hauen 
Ich denke mal, dass man sich Gedanken gemacht hat, wenn man DIESEN Beruf machen möchte, oder?
Und letztendlich rausfinden kann man es ja nur, wenn man es versucht.
Beitrag von bebimupfl - 16.01.11 - 21:05 Uhr
Ja sicherlich übt der Beruf eine gewisse Faszination aus. Aber so schön wie es beim sonntags Tatort aussieht ist es nun mal nicht. So wie sie schrieb, fand ich das etwas blumig....man muss wissen mein schwiegi ist ein gestandenes Mannsbild wie man so schön sagt, und wenn sogar er Geschichten von "früher" erzählt wo er sich beim abholen auch übergeben hat, dann ja...
Klar reißt er auch seine blöden Sprüche von wegen: totsicherer Job... Er hat tausend Leute unter sich. Aber glaub mankriegt da auch bisl nen knacks weg.
Will es niemandem schlecht reden, bin froh und dankbar das den Job Leute ausüben. Aber er setzt eben einiges voraus.
Schönen Abend.
Bine
Beitrag von daisy80 - 16.01.11 - 21:27 Uhr
Jaaah, mit dem Knacks hast Du sicher Recht 
Einen etwas sarkastischen Humor muss man wohl entweder mitbringen oder sich zulegen, sonst hält man das doch gar nicht aus, oder?
Ich habe hohen Respekt vor diesem Beruf, der in voller Ausbildung zur Bestattungsfachkraft übrigens sehr umfassend ist (als Info an die TE). Also Abholung, Vorbereitung der Verstorbenen und der Särge, Überführungen, Umgang mit den Hinterbliebenen, Beratung hinsichtlich Erdmöbel, Blumenschmuck, Traueranzeige...
Man muss von allem etwas sein: Handwerker, Psychologe, Kosmetiker, Ästhetiker, Dienstleister...
Vielseitig isses 
Schön sicherlich nicht immer.
Beitrag von daisy80 - 16.01.11 - 21:28 Uhr
Aaach, was mir grad noch einfällt: es gibt einen Bestatterblog, wo jemand aus seinem Alltag erzählt.
Der gute Mensch kann Dir sicherlich einiges an Fragen beantworten und Dir vielleicht auch KOntakte in Deiner Nähe nennen. Musst mal googeln...
Beitrag von justin03 - 17.01.11 - 11:00 Uhr
Danke für eure lieben Antworten...
Genau ich kann es nicht rausfinden wenn man es nicht versuchen darf......aber mal schauen vill geht ja doch irgendwo ein Türchen auf....wünsch euch einen schönen Tag..Sandra
Beitrag von butler - 16.01.11 - 18:04 Uhr
Bei uns in der Nähe sucht ein Bestatter ständig eine Kraft für alles (Büro und alles andere) und es findet sich keine die auf Teilzeit und absolut flexibel da ist.
lg
