Einschulen mit 5 3/4?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von steffiw77 16.01.11 - 15:41 Uhr

Hallo!


Mein Sohn wird im Dezember 6 Jahre alt und somit ein "Kann-Kind" (Stichtag in Ba-WÜ: 30.09)

Im Kiga läuft nicht wirklich viel - er geht derzeit das 3.Jahr hin und es wiederholt sich wirklich jedes Jahr alles! Kein neues Lied, nix neues an Ostern....
Meine angst: er langweilt sich ein 4. Jahr dort, ist unterfordert, wird zum Kasper und wird als "verhaltensauffällig" abgestempelt!
Der Kiga ist (wie die Meisten) gegen eine vorzeitige Einschulung - warum auch immer?!?

Max ist kognitiv fit (er multipliziert (kleines Einmaleins), motorisch war er schon als Baby weit voraus, Feinmotorik ist normal (Stifthaltung, Schere = ok), kann 200er Puzzel für 8jährige (er wurde grade 5!!), ist sozial fit (hat Freunde, hält sich an Regeln, Gerechtigkeit, kann warten, muss nicht im Mittelpunkt stehn) - fragt auch mal Fremde, was sie da machen (Handwerker, ADAC-Leute) is er eine Antwort hat....

Ich wüßte nich, was dagegen sprechen sollte - außer das Alter! ;-)

Was spricht dagegen?????

LG und danke,

Steffi - Erzieherin ;-)

Beitrag von 3erclan 16.01.11 - 16:15 Uhr

Hallo

ich denke es kommt nicht auf das 1.oder2. Jahr an.Sondern ich sehe es zwiespältig weil ab der 3.bzw 4. Klasse oder dann weiterführenden Schule ist der Unterschied zu den anderen Kinder sehr groß.
Manche Kinder werden dann schon 7 Jahre alt sein oder bald werden und er feiert seinen 6. Geb.

Ich werde versuchen meinen zurückstellen zu lassen ich sehe an meiner großen was gefordert wird in der sChule da wird keine Rücksicht genommen ob das Kind im Januar,Mai oder Dezember geboren ist.

lg

Beitrag von steffiw77 16.01.11 - 16:43 Uhr

Danke für deine Antwort!

Im Kiga ist die Alterspanne ja noch größer: knapp 3 - 6,5!!!!

Der "Älteste", der dieses Jahr eingeschult wird, wird im Dezember 7! Also wäre es 1 Jahr Unterschied! Nur: was sagt ein Alter aus???
Es gibt Kollegen, die sind mit 21 fitter/erwachsener als andre mit knapp 30....so ist es doch auch bei den "Kleinen"! Der beste Freund meines Sohne ist 6 Monate älter und von der Entwicklung her nicht weiter als meiner! Und er wird eingeschult!!!! Daher denke ich, dass ein Alter wenig aussagt?!?!

LG, Steffi

Beitrag von lajo 17.01.11 - 17:14 Uhr

Meine sind und werden auch mit knapp 7 eingeschult. Sehe das so wie du. Meiner ersten Tochter hat das Jahr länger im Kindergarten sehr gut getan. Vom Kopf her hätte sie auch mit knapp 6 eingeschult werden können.

Beitrag von lena10 16.01.11 - 16:25 Uhr

Hallo,

ein bisschen weiter unten ist noch ein Thread zu dem Thema!

Gruß, Lena

Beitrag von steffiw77 16.01.11 - 16:43 Uhr

Ups, danke für den Hinweis....:-)

Beitrag von yve1978mar1965 16.01.11 - 17:00 Uhr

Pauschal sagen ob richtig oder falsch würde ich nicht sagen.

Es kommt auf viele Faktoren an, am Alter kann man das nicht allein festmachen.

Ein Beispiel von unserer Tochter: Sie ist in der ersten Klasse und zwei Kinder sind im Dezember erst 6 geworden. 9 Kinder waren schon bei der Einschulung sieben und werden jetzt nach und nach acht Jahre. Der Rest ist sechs. Das heißt das die jüngsten fast zwei Jahre jünger sind als die ältesten - das find ich schon viel und die Interessen gehen schon ziemlich auseinander, genau wie das Verständnis gegenüber dem zu lernenden. Eine der kleinen Mädels, da steht schon jetzt fest das sie die erste Klasse nochmal machen wird, obwohl vorher davon ausgegangen wurde das sie absolut schulreif ist.

Wenn man vorher schauen kann ob in der Klasse auch so große Altersunterschiede sein werden, würde ich danach ein wenig entscheiden. Ist nur ein Jahr der größte Unterschied würde ich mich leichter tun mit der Entscheidung.

Beitrag von steffiw77 16.01.11 - 17:04 Uhr

Danke für deine Antwort! Von "seinem" Kiga ist der Älteste im Dezember 6 geworden - also genau 1 Jahr älter.
Es wird ja bald ein Entscheidungs-Ende geben - im März ist Anmeldung....aber: wie mans macht, ists falsch...:-(

LG Steffi, total durcheinander

Beitrag von lena10 16.01.11 - 17:20 Uhr

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber bei uns in Rhl.-Pf. kann man bis zum Schluss noch entscheiden, ob man die Kann-Kinder auch tatsächlich einschult!

Mein Sohn ist letzten Sommer mit 5 1/2 Jahren eingeschult worden. Wir haben ihn die ganze Einschulungs-"Prozedur" ganz normal durchlaufen lassen, uns aber die Entscheidung, ob er jetzt wirklich zur Schule kommt, bis zu den Sommerferien offen gehalten.
Erkundige dich mal, wie es in eurem Bundesland gehandhabt wird!

LG LEna

Beitrag von steffiw77 16.01.11 - 17:23 Uhr

Das hört sich gut an! :-) Ich werde bei der Anmeldung mal nachfragen! ;-)

Wie kommt er denn mit??? War der Kiga dafür oder dagegen? Wie hast du dich letztendlich dafür entschieden - was war der ausschlaggebende Punkt?

LG; Steffi

Beitrag von lena10 16.01.11 - 17:51 Uhr

Ich finde das Alter gar nicht unbedingt den ausschlaggebenden Punkt!

In meiner eigenen 3. Klasse jetzt liegen zwischen dem jüngsten und dem ältesten Kind fast genau zwei Jahre - was man im Alltag nicht merkt! Es sind ältere Kinder dabei, die sich sehr kindisch verhalten und jüngere, die sehr vernünftig sind. Ein fremder Beobachter könnte wahrscheinlich nicht sagen, welches Kind wie alt ist.

Mein Sohn saß kurz nach der Einschulung mit seinen 5 Jahren neben einer 8jährigen, die spät eingeschult wurde und das 1. Schuljahr dann noch wiederholen musste - die beiden haben sich prima verstanden ;-)!

LG LEna

Beitrag von bluehorse 16.01.11 - 18:10 Uhr

Hallo,

mein Sohn wird morgen 6 und geht seit September zur Schule. Er wollte das auch unbedingt und nicht mehr in den Kindergarten. In der Schule läuft es problemlos, er geht mit großer Begeisterung.
Die Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht und ihn entgültig erst im Juni fest angemeldet (nachdem alle Test abgeschlossen waren und er zur Probe 1 Woche in der Schule war).
Im Klassenverband gibt es keine Probleme (er hat dort Freunde und man merkt auch keinen Unterschied im Alter), er hält den Schulvormittag durch und macht (freiwillig) seine Hausaufgaben.
Ob er später wegen seines Alters Probleme bekommt kann man natürlich noch nicht vorhersagen. Aber ich bin mir sicher, bei einer späteren Einschulung wäre es schwierig geworden (genau wie im letzten Kindergartenjahr, wo er sich schon sehr gelangweilt hat).

LG bluehorse

Beitrag von steffiw77 16.01.11 - 18:41 Uhr

Das stimmt, wie die Zukunft aussieht, weiß keiner....man muss wohl immer nach dem Hier und Jetzt gucken/entscheiden....

Danke und Gruß,

Steffi

Beitrag von ballroomy 16.01.11 - 18:19 Uhr

Dann versucht es doch.
Wenn es mit der Schuleingangsuntersuchung klappt und die SChule ihn annimmt?
Wenn es nicht klappt, kann er immer noch wiederholen.

Es ist einfach so unterschiedlich.
Ich war ein Muss-Kind, hatte wenige Tage vor dem damaligen STichtag Geburtstag. Für mich wäre es ein Jahr später sicherlich viel leichter gewesen. Ich wollte auch gerne noch im Kindergarten bleiben. Durfte ich aber nicht.
Die Leistung hat immer gestimmt, aber ich passte nicht zu den anderen Kindern. (In der Grundschule fiel das noch nicht auf, erst in der Mittelstufe) Ich hatte immer zu kämpfen.
Hatte aber eine Freundin, die war sogar noch 6 Monate jünger, die hatte nie Probleme, auch sozial nicht. Es liegt nicht immer am Alter.


Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von steffiw77 16.01.11 - 18:42 Uhr

Seh ich auch so: Alter spielt ne kleine bis gar keine Rolle! Sieht man auch an Erwachsenen! ;-)

Danke für deine Antwort und lieber GRuß,

Steffi

Beitrag von luka22 17.01.11 - 14:30 Uhr

Das stimmt, das nicht immer alles am Alter liegt.
Aber die Eltern, die ein "junges" Kind in der Schule haben, schieben immer alles darauf. So geht es mir auch. Meine Tochter wurde im September mit 6 eingeschult und egal, was ist, wenn sie z.B. mittags keine Lust auf Hausaufgabe hat, denke ich doch, dass sie zu jung war. Dabei haben ältere Kinder häufig auch ähnliche Probleme.

Grüße
Luka :-)

Beitrag von schnecki82 16.01.11 - 18:52 Uhr

Hallo Steffi,

ich finde, was ein Kind schon alles kann bei weitem nicht so wichtig, als die Frage, wie er sozial so drauf ist und wie "stressresistent" er eigentlich ist.

Meine Tochter geht in die 1. Klasse und wurde mit 6 Jahren eingeschult. Sie SOLLTE ein Jahr eher eingeschult werden (laut Einschätzung ihrer Erzieherin) mit dem Aspekt der Unterforderung. Unterfordert war sie aber nicht, nachdem ich mich dagegen entschied.

In der Schule ist es so, dass man sich sehr zurücknehmen muss und nicht losplappern darf, wie einem der Mund gewachsen ist. Das schwierigste, in meinen Augen, ist allerdings dieses extrem durchstrukturierte. Pausenzeiten, Unterrichtszeiten, Frühstückszeiten, Mittagszeiten usw usf - alles auf Kommando und Befehl. Am Nachmittag kommen dann noch (die in der 1. Klassen unnötigen) Hausaufgaben dazu. Die längsten Tage bei uns gehen bis 13.25 Uhr, danach Mittagessen und dann zwischen 30-45 Minuten Hausaufgaben. Da kommt man manchmal erst gegen 14-15 Uhr erst wirklich zum Spielen und dann ist man eigentlich auch schon überdreht und nach kurzer Zeit ziemlich ko.

Die Umstellung war für meinen kleinen "Flitzer" enorm. So ein Stück Kindheit ist dann meiner Meinung nach wirklich weggenommen. Ich wäre lieber dafür, noch ein wenig später einzuschulen. Ich wurde mit knapp 7 Jahren eingeschult und habe bis zu meinem fertigen Studium keine Nachteile entdecken können!

LG Sabine

P.S. Lass ihm doch einfach noch die unbeschwerte Zeit.

Beitrag von lucy15 16.01.11 - 20:21 Uhr

Nicht für alle Kinder ist es eine "unbeschwerte" Zeit, wenn sie noch ein weiteres Jahr in den Kindergarten müssen!!!!

Mein Sohn sollte, wenn es nach dem Kindergarten gegangen wäre, auch erst mit 7 eingeschult werden (hat im Sommer Geburtstag). Nachdem mein Sohn aber ab Januar ungefähr nur noch mit Bauchschmerzen in den KiGa ist, sich zu tode gelangweilt hat und schon seit über einem Jahr fließend gelesen hat, haben wir ihn dennoch in der Schule angemeldet.
Resultat: Einschulung direkt in die 2. Klasse.
Mein Sohn war schon in der Probewoche ein ausgewechseltes Kind, endlich lachte er mal wieder, stand morgens freiwillig auf etc.

Heute ist er mit 8 Jahren in der 5. Klasse, und natürlich ist es nicht immer einfach, mit Klassenkameraden die 3 Jahre älter sind. Aber er ist glücklich, geht sehr gerne zur Schule und hat endlich keine Kopfschmerzen und Bauchschmerzen mehr.

Was ich damit sagen will: nicht alle Kinder sind gleich! Und manche Kinder finden Schule eben als Bereicherung und nicht als Stress.

LG;
Angel

Beitrag von schnecki82 16.01.11 - 20:38 Uhr

Hallo Angel,

ich habe nicht behauptet, dass eine Einschulgung immer Stress bedeutet. Ich habe, wie erwähnt, meine Tochter entgegen der Meinung ihrer Erzieherinnen nicht eingeschult und bei ihr war es die richtige Entscheidung. Es ist für mich klar, dass ein Kind, was anfängt psychische Leiden zu entwickeln, nicht mehr in die Kita geschickt werden kann.

Ich glaube aber nicht, dass das der Normalfall ist. Ich denke die meisten Ausreden ist heutzutage die angebliche Unterforderung. Schade, dass so viele Kinder mittlerweile bei der ganz normalen sozialen Auseinandersetzung schon so unglaublich unterfodert sind.

Die Zeit in der Schule (und gerade die Anfangszeit) ist nunmal nicht mehr so unbeschwert wie die Kitazeit!

LG Sabine

Beitrag von steffiw77 16.01.11 - 23:08 Uhr

Na, ob da ein Jahr Langeweile im Kiga hilft, den Tag mit festen Zeiten zu strukturieren? Das lernt er so oder so in der 1.Klasse - egal wie alt er ist. Und ich seh derzeit einen (logischen) Grund, ihn im Kiga zu lassen, wenn alles auf Schule hindeutet.
Bin auf das Gespräch gespannt! :-)

LG, Steffi

Beitrag von schnecki82 16.01.11 - 23:23 Uhr

Hättest Du meinen kompletten Thread gelesen und nicht nur Bruchstücke, hättest Du ihn vermutlich sogar verstanden.

Das ein weiteres Kitajahr nicht noch mehr zur Tagesstruktur beiträgt, hat nichts damit zu tun, dass es in der Schule stressiger und ist.

Sicher wird Dein Sohn den Einstieg meistern (wenn auch am Anfang etwas ko) und mit dem Lernstoff mitkommen, ist (zumindest bei uns jetzt noch) auch nicht wirklich schwer. Aber ich bezweifle, dass es immer so toll ist und so rund läuft. Es wird nicht leichter und Dein Sohn wird immer einer der Jüngsten bleiben.

Meiner Tochter zumindest hat es nicht geschadet, sie noch in der Kita zu belassen, obwohl die Erzieherinnen es angeraten haben, vorzeitig einschulen zu lassen.

Ich finde das ganze drumherum einfach zu ... (ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll) einfach zu wenig kindgerecht. 24 Kinder auf eine Lehrerin und jedes hat seine eigenen Bedürfnisse... Ich weiß nicht, ob das schon alles so früh sein muss ... !? Jedes Kind kommt mit seiner eigenen Ausgangslage in die Klasse, niemand kann wirklich individuell wahrgenommen (logischerweise, wann und wie auch?), alles und jeder wird mehr oder weniger einfach "mitgezogen" ... Na ... muss ja jeder selbst wissen.

LG Sabine

LG Sabine

Beitrag von steffiw77 16.01.11 - 23:25 Uhr

Schon klar! Aber: was bringt ihm da ein Jahr mehr im Kiga?????

Beitrag von schnecki82 16.01.11 - 23:30 Uhr

Er ist einfach älter, kann sich mehr zurücknehmen. Braucht einfach nicht mehr so viel Betreuung. Damit meine ich nicht in Form von Hilfe, sondern einfach jemanden, um Anlehnen, aussprechen, oder einfach auch mal ausheulen usw. Außerdem zählt er nicht immer zu den jüngsten ...

Ich will und muss Dich auch gar nicht überzeugen, wenn Du eh schon die Entscheidung gefällt hast. Aber was wäre der Grund, ihn einzuschulen? Nur weil er schon ein paar Sachen kann? Nur weil er sich langweilen KÖNNTE? Wenn er sich wirklich langweilen sollte, hättest Du Dir bei der Kitawahl vielleicht schon mal genauso viele Gedanken machen sollen, wie jetzt ... ;-) (Ohne Dich angreifen zu wollen!)

LG Sabine

Beitrag von steffiw77 17.01.11 - 06:43 Uhr

Im Nachhinein ist man immer schlauer.....ich weiß! Und hätt ich gewußt, dass sie seit 17Jahren das Selbe machen, hätt ich ihn net da angemeldet! Habe meine Ausbildung dort begonnen und war total begeistert.....heute totales Gegenteil!
Denke, ich bin mit dem Thema nun durch! :-)

Danke und schönen Tag!!!

Beitrag von lucy15 17.01.11 - 07:11 Uhr

Es ist aber einfach so, dass dieser Junge (wie alle Kinder) im nächsten Jahr ja noch einiges dazu lernen wird. Und wenn dann die Kluft zu den normalen Erst-Klässlern noch größer geworden ist, dann langweilt er sich sicherlich in der ersten Klasse und darüber hinaus. Und das führt dann recht schnell zu Verhaltensproblemen und/oder anderen Beschwerden.
Manche Kinder passen einfach besser zu einer anderen Altersklasse. Ob das auf das Kind der Posterin zutrifft weiß ich nicht, aber es gibt diese Kinder, die einfach irgendwie "älter" sind als ihr Geburtsdatum nahelegt.

LG;
Lucy

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