Reichen 6 Stunden Schlaf den aus?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von redegewandte 16.01.11 - 23:30 Uhr

Hallo Zusammen,

ich habe nun seitdem ich bei Urbia angemeldet bin einen Haufen Diskussionen angelegt und die meisten drehten sich eigentlich um den Schlaf meines Sohnes.

Er schlief noch nie wirklich gut und immer zu wenig, im Prinzip ist er bis auf wenige Ausnahmen dauermüde. Jetzt geht er seit Januar mit seinen knapp 3 Jahren in den Kindergarten. Eine ganz schöne Umstellung, aber eine ruhige und schöne Eingewöhnung ohne weinen (Krabbelstubenkind) und er fühlt sich dort wohl. Da er mit 2,5 Jahren seinen Mittagsschlaf abgeschafft hat und nur noch in Gemeinschaft mit den anderen Krabbelstubenkindern geschlafen hat, ist ab jetzt entgültig Sense mit dem Mittagsschlaf. Auch Ruhephasen kennt mein Kind nicht, er ist überwiegend nervös, aufgewühlt, und merkt er, dass ihm die Augen zu fallen schreckt er auf und spielt etwas.

Wir hatten auch eine zeitlang eine extra Tür vom Schlafzimmer zu Kinderzimmer eingebaut, da Junior nachts um 2/3/4 Uhr aufgestanden ist, ohne das wir es gemerkt haben und hat die Bude ausgeräumt und gespielt bis es jemand von uns mitbekam, so konnte er dann nur in unser Schlafzimmer laufen.

Er wird ausgepowert, rennt quasi 12 Stunden am Tag, kann in der Wohnung auch kaum die Füße stillhalten - normal gehen ist für ihn eigentlich ein absolutes Fremdwort. Im Urlaub ist er mit uns knapp 4-5 Stunden ohne Unterbrechung durchgelaufen.

Nun ist es so, dass ich ihn abends zwischen 20 und 21 Uhr hinlege, da er zu diesem Zeitpunkt schon kreideweiß vor absoluter Müdigkeit ist. Varianten, dass wir ihn früher hinlegen haben bewirkt, dass er nachts um 3 Uhr fit war und mit uns spielen wollte, was wir natürlich nicht machen.

Etwaige Versuche ihn dann ab 2/3/4 Uhr in unserem Bett schlafen zu lassen sind daran gescheitert, dass er sobal er merkt, dass wir schlafen aufsteht und in seinem Zimmer spielt. Wir erwachen dann meistens, wenn er ein Spielzeug fallen lässt...

Er liegt dann im Bett und meist dauert es tatsächlich bis 23 Uhr bis er schläft (dabei macht es keinerlei Unterschied ob ich bei ihm bin oder er alleine einschläft). Zwischen 5 und 7 Uhr je nachdem wie lange es am Vorbabend gedauert hat ist er wieder wach - hundemüde, quengelig und absolut unausgeglichen.

Dann geht es in den Kindergarten (die haben zum Glück eine Turnhalle und einen riesen Garten). Dort tobt er dann und ich hole ihn total übermüdet ab. Jegliche Ausruhversuche scheitern (in Form von Kuscheln, Malen, Buch lesen was auch immer, er schläft auch nicht im Auto ein). Naja an mir scheitern die Ausruhversuche nicht, ich schlafe oft mal kurz ein, wenn ich mich mit ihm hinsetze/hinlege/reinkuschel....

Nach fast 3 Jahren weiß ich, ich habe einen sehr aktiven Jungen der wenig Schlaf braucht und gerne tobt....aber ich bin so müüüüüde! Mir reicht der Schlaf definitiv nicht und es gibt selten eine Oma die ihn mal abnimmt, weil er eben so dermaßen anstrengend ist :)

Aber solange ich vom Kinderarzt die Aussage habe "Das ist ganz normal und ganz allein ihre Schuld" - sollte es ja wohl auch so sein. Aber sagt ist das wirklich normal? Ist das bei euch auch so? Und warum ist das meine Schuld?

lg von der müden redegewandte
mit Niklas der vor 20 Minuten eingeschlafen ist!

Beitrag von zahnweh 17.01.11 - 00:31 Uhr

Hallo,

"normal" ist, wenn sich das Kind den Schlaf holt, der er/sie braucht. Ansonsten ist ein normal/unnormal sehr relativ und aus meinem Wortschatz gestrichen.

Meine schläft 9-10 Stunden insgesamt und ist fit. Da stöhnen schon sehr viele. Das macht sie so, seit sie 4 Monate alt ist. Unser Kinderarzt war immer zu frieden, weil sie fit ist und glücklich.
"Ein gesundes Kind holt sich den Schlaf den es braucht" "Es gibt eben wenig-Schläfer" "allerdings, wenn ein Kind quengelig oder nicht fit ist, sollte geschaut werden, ob der Schlaf wirklich reicht"

Bei ihr ist es wirklich so, wenn sie wirklich den Schlaf braucht, dann schläft sie überall ein. Und wenn es mit dem Gesicht auf den Duplosteinen ist, weil sie während dem Spielen schläft. Halbe Minute reicht oft für neuen Schub. 15 Minuten Mittagschlaf machen den Abend drei Stunden länger.

Bei ihr ist es so:
wenn sie um 20 Uhr schläft, ist sie um 5 Uhr top fit
oder sie schläft bis 22 Uhr und ist dann noch mal fit bis ca. 1 Uhr (ihr höchstes waren 2:30 Uhr)

Ausgepowert wird sie. Das verändert ihre Gesamtschlaflänge allerdings nicht.
Ein Freund braucht insgesamt 5 Stunden Schlaf. Danach ist er ausgeruht und fit.

Was ich bei deinem Text gar nicht verstehe:
"Das ist ganz normal und ganz allein ihre Schuld" Entweder etwas ist normal (sofern man diesen Ausdruck benutzt) und entspricht der Norm, also kein Grund aufzuregen, weil es bei fast allen so ist.
Oder etwas fällt aus der Norm, dann könnte auch an der eigenen Schuld liegen oder an anderen Faktoren. Mit dieser Aussage, gibt er allen Eltern die Schuld, deren Kinder nach seiner Aussage ebenso "normal" sind #kratz
also entweder oder...

und woran genau gibt er dir denn die Schuld? Also hat er Veränderungsvorschläge gemacht? (wobei, wenn etwas normal ist, warum dann verändern?)


Deinen Schlafmangel kann ich nachvollziehen. Ich brauche mehr Schlaf als meine. Bei uns hilft da dann, wenn ich im Kinderzimmer schlafe, sie aufstehen und spielen kann (je nach Bettgehzeit zwischen 5 und 7 Uhr). Ihr Zimmer ist am besten gesichert und ich bekomme wenigstens noch das ein oder andere mit.

Wenn ich aber merke, dass sie total müde ist und selbst nicht zur Ruhe findet, dann hilft oft nur, nichts attraktives sehen, ich selbst komplett zur Ruhe kommen, sie auf dem Schoß haben (so dass sie nichts anderes machen kann). Bei uns geht das am Besten, wenn ich am Computer sitze. Dann habe ich was ruhiges zu tun, kann selbst entspannen und nur dann kommt sie wirklich zur Ruhe, wenn sonst gar nichts mehr geht.
Was ich nachts schon gemacht habe, als abzusehen war, dass sie noch müde war, aber schon aufstehen wollte: ich hab sie umarmt und nicht rausgelassen, bis sie wieder fest schlief. Gute Stunde hat es gedauert. Sie war dann um 7 Uhr ausgeruht, ich natürlich nicht.
Wenn abzusehen ist, dass sie wirklich schon fit und ausgeschlafen ist, lasse ich sie auch spielen. Ab 5 Uhr.


Was mir allerdings zu bedenken gibt, weswegen ich zuerst noch mal nachfrage:

"Zwischen 5 und 7 Uhr je nachdem wie lange es am Vorbabend gedauert hat ist er wieder wach - hundemüde, quengelig und absolut unausgeglichen. "

ist er jeden Tag so oder nur gelegentlich?
Ist er wirklich fit und ausgeruht überwiegend? oder ist er überwiegend müde/quengelig?

Beitrag von a79 17.01.11 - 06:59 Uhr

Also so wie ich es verstanden habe, ist er ja nicht wirklich ausgeschlafen die meiste Zeit -oder habe ich da was missverstanden?
Was die nächtliche Spielerei angeht....diese Phase hatte unser Großer auch - allerdings habe ich weder mitgespielt (was Du ja auch nicht machst) noch ein großes Tamtam darum gemacht. Erwurde wieder ins Bett gebracht und gut wars -diese Phase ging so über drei monate, in denen ich ihn ztw. nachts bis zu 20x wieder ins Bett gesteckt habe...dann war es überwunden und mittlerweile (er ist knapp 5 Jahre alt) braucht er nachts so 10 Stunden Schlaf und ist dann morgens gut fit.

Wart Ihr schonmal in einem Schlaflabor? Vielleicht kann man Euch da weiterhelfen? Ich weiß wohl, dass Kinder unterschiedlichen Schlafbedarf haben aber sechs Stunden und dazu solche Müdigkeitsanzeichen -scheint mir nicht soooo normal zu sein....

LG

Andrea

Beitrag von redegewandte 17.01.11 - 09:53 Uhr

In einem Schlaflabor waren wir noch nicht, ich werde jetzt mal das unten empfohlene Müdigkeitsprotokoll machen und dann einen Termin beim Schlaflabor ausmachen - es muss voran gehen! Sonst schlafen wir irgendwann auf der Arbeit ein *gähn*

Beitrag von redegewandte 17.01.11 - 09:41 Uhr

Liebe Dank für deine Antwort!

Also die Aussage vom Kinderarzt bezieht sich darauf, dass wir unseren Sohn immer in den Schlaf begleitet haben und nie schreien ließen! Deshalb gibt er uns die Schuld für etwaige Probleme mit seinen Schlafgewohnheiten. Richtig darüber reden kann ich mit ihm nicht. Er blockt dann ab mit, dass wir da selbst dran schuld wären!

Eigentlich ist er überwiegend quengelig, außer vormittags. Er wacht auf, weint und ist total groggy. Dann frühstücken wir, er wird etwas fiter - nach dem Kiga zieht es sich dann: Er quält sich dann zeitweise auf dem Boden rum, aktive Phasen wechseln sich mit Quengel-Phasen. Abends ist es dann rum - Heulphase und um 20 Uhr gehts ins Bett.

Beitrag von zahnweh 17.01.11 - 14:45 Uhr

Keine Sorge, vom nicht Schreien lassen kommt es ganz sicher nicht.

Ich kenne viele Kinder, die in den Schlaf begleitet werden und zwischen wie meine 9-10 Stunden oder leicht 15 Stunden insgesamt schlafen.

Allerdings kenne ich heute Erwachsene, die erhebliche Probleme haben, weil sie oft schreien gelassen wurden (Verlustängste, Dunkelheitsängste usw.). Ich selbst hatte auch sehr lang nachts Angst oder lag wach, WEIL ich wusste, dass ich Mama nicht wecken darf. Allerdings blieb ich im Bett liegen, traute mich nicht raus, aber geschlafen habe ich genauso wenig wie Deiner.

Kann dich daher bestärken. In den Schlaf begleiten ist gut. Beim Schreien lassen kann das genauso kommen.

Hm, da er öfter quengelig zu sein scheint, finde ich deine Motivation dem nach zugehen gut. Das ist für alle dann anstrengend.
Meine ist ja durchgehend fit, nur ich nicht, wegen weniger Schlaf als ich bräuchte. Wenigstens ihr geht es gut dabei und wir haben unseren Weg für uns beide gefunden.

Wünsche Dir, dass du ein super Schlaflabor oder Facharzt findest, der sensibler, einfühlsamer und fachlicher/fachlich sinnvoller damit umgehen :-) als euer Kinderarzt bei dem Thema :-[

Beitrag von knutschka 17.01.11 - 07:28 Uhr

Hallo,

wenn dein Kind morgens quengelig und unausgeglichen ist, dann genügen ihm die 6 Stunden offensichtlich nicht.

Helena schläft auch wenig, aber auf 8 - 10 Stunden kommen wir meist (es können auch mal nur 5 sein, aber das ist wirklich sehr, sehr selten und sie schläft dann danach ein klein wenig mehr).

Was ich an deiner Stelle tun würde:

1. auf einen sehr strukturierten, wiederkehrenden Tagesablauf achten, indem bewusste Ruhephasen eingeplant sind und an die sich auch mein Kind zu halten hätte

2. noch einmal das Gespräch mit dem Kinderarzt, wenn das nichts bringt mit einem anderen Kinderarzt suchen und nachfragen, warum er das für eure Schuld hält (schickt ihr ihn vielleicht ab und an zur Strafe in sein Bett? Das wäre noch eine Erklärung für diese Aussage). Gegebenenfalls würde ich einen Termin im Schlaflabor machen.

3. Da Helena auch so wahnsinnig schlecht einschläft, habe ich hier letztens gefragt, was man da tun könnte. Mir wurde ein Besuch beim Homöopathen empfohlen, der ein Mittel finden könnte, dass ihr hilft, besser in den Schlaf zu finden - das würde ich euch auch empfehlen.

LG Berna

Beitrag von redegewandte 17.01.11 - 09:46 Uhr

Hallo Berna,

lieben Dank für deine Antwort!

Ich möchte dir gerne antworte:
1. Wir haben einen strukturierten und wiederkehrenden Tagesablauf. Er ist jeden Tag gleich. Gleiche Uhrzeit aufstehen, zu gleichen Uhrzeiten essen, zur gleichen Uhrzeit ins Bett. Dazwischen Spiel- und Tobphasen und Phasen in denen er mir helfen kann.

2. Nein, zur Strafe schicken wir ihn nicht ins Bett, das gehört bei mir genauso wie mit Essen bestrafen nicht zu meiner Erziehungsmethode! Der Kia bezieht das "unsere Schuld" darauf, dass wir Junior in den Schlaf begleitet haben und das auch immer noch tun, wenn er das möchte. Den Termin im Schlaflabor sollten wir wirklich angehen!

3. Den Besuch bei Homöopathen und Osteopathen habe wir auch schon hinter uns. Diverse Globulis habe ich hinter mir und bei einigen half es eine Woche und danach wars schlimmer wie zuvor :)

Ich wünsche dir jedenfalls auch Erfolg bei eurer kleinen Helena und danke dir für deine Antwort!

Beitrag von twins 17.01.11 - 08:51 Uhr

Hi,
anscheinend reicht ihm der Schlaf nicht aus.
Hast Du es mal mit Beruhigungstee am Abend probiert oder auch ein Schlafkissen aus der Apotheke...so mit Kräutern, etc. gefüllt.

Vielleicht hat er sich diesen Rhytmus angewöhnt und muss jetzt einfach umgewöhnt werden. Wir gewöhnen uns ja auch je nach Arbeit einen anderen Rhytmus an wie im Urlaub.

Es gibt auch pflanzliche Zäpfchen (Viburcol), damit ein Kind am Abend besser zur Ruhe kommt und einschläft. Wir haben die mal genommen, als unsere Kinder auch mal eine zeitlang Probleme hatten am Abend einzuschlafen, obwohl sie müde waren. Nach ein paar Tagen ging es dann super gut.

Viel Glück
Lisa
P.S. Ich verstehe auch manchml nicht, nur weil Kleinkinder den Mittagsschlaf mal verweigern, ihn gleich abzuschaffen. Unsere hatten auch eine Phase, wo sie nicht wollten - Pech gehabt - da gab es mal einige Tage ein langes gezeter und dann ging es wieder.

Beitrag von redegewandte 17.01.11 - 09:49 Uhr

Hallo Lisa,

Beruhigungstee oder Kräuterkissen haben wir noch nicht versucht! Muss ich wirklich zugeben, danke dir für den Tipp!

Virbucol haben wir auch schon getestet, hat bei meinem Junior exakt gar nichts bewirkt :)

Den Mittagsschlaf hat er selbst abgeschafft, wir hätten es gerne, dass er mittags noch schläft, da wir dann nachmittags ganz andere Dinge mit ihm unternehmen könnten. Aber wenn ich zwei Stunden brauche, damit er eine halbe Stunde mittags schläft - sehe ich den Mittagsschlaf als hinfällig an! Leider :(

Beitrag von flammerie07 17.01.11 - 09:36 Uhr

denke nicht, dass 6 stunden ausreichend sind - wenn du mich fragst, "verpasst" du/dein sohn die Zeiten, zu denen Schlafen angesagt ist, weißt du?
mein Sohn schläft in der Regel gut ein, wenn er 5 stunden wach war. also wenn er z.b. bei der TaMu bis 14.30 Uhr Mittagschlaf gemacht hat, weiß ich, dass er gg 19.30 Uhr auch problemlos mit mir hoch geht und wir das Bett-geh-Ritual "durchführen". ´Überwindet er aber die Müdigkeitsphase powert er auch bis 23 Uhr weiter, wenn man ihn lässt, mit dem Ergebnis, dass er 1. schlecht schläft und 2. am nächsten Morgen sehr nörgelig und einfach unausgeschlafen ist

was ich damit sagen will: kannst du evtl mal ein Protokoll führen und gucken wann er richtig wach und wann er müde ist? Achte auf die kleinsten Anzeichen von Müdigkeit, bei meinem sohn z.b. haare drehen, Nase reiben,Augen reiben und schreib es auf.

ansonsten empfehle ich auch einen festen Zeitplan was Ruhephasen angeht. Bei uns gibt es auch mittags eine "Ruhezeit", die im Bett verbracht wird - egal ob mein Sohn sagt, dass er nicht müde sei. Ich sage ihm, dass wir jetzt eine Pause machen, wir uns ausruhen, Hörspiel hören etc. - ich kann mir derzeit darauf verlassen, dass er einschläft, eben weil er den Schlaf braucht, auch wenn er nicht will.

macht er keinen Mittagschlaf, ist er spätestens ab 16 Uhr total überdreht, launisch, quakig, übermütig, gnatzig,...naja, das kennst du sicher.

Sollte die "Auszeit" mittags nicht helfen, empfehle ich wie auch schon eine meiner Vorschreiberinnen doch mal die hilfe eines anderen KiA/Schlaflabors in Anspruch zu nehmen.

liebe Grüße
flammerie07

Beitrag von redegewandte 17.01.11 - 09:51 Uhr

Hallo flammerie07,

ich danke dir für die Antwort. Das mit dem Protokoll führen haben wir schonmal bezüglich seiner Einschlaf- und Aufwachphasen gemacht. Jedoch kein "Müdigkeitsprotokoll" vom Tag. Aufgefallen ist uns, dass er niemals einen Rythmus hat, er schläft immer zu einer anderen Zeit ein, und wacht immer zu einer anderen Zeit auf. Trotz unserer Regelmäßigkeit....

Das Müdigkeitsprotokoll werde ich in Angriff nehmen! Mal sehen was sich da machen lässt!

Beitrag von raena 17.01.11 - 10:54 Uhr

Ich hab auch eine recht aktive Motte zuhause, die relativ wenig schläft, aber die ist tagsüber topfit. Ich merke ihr auch an, wenn sie zwar müde ist aber nicht zur Ruhe kommt, da hilft dann immer nur daneben legen und jegliche Bewegung bei ihr "unterbinden", da sie sich durch Bewegung wach hält. (feste in Decke einkuscheln und in den Arm nehmen, fürs Pucksäckchen ist sie halt doch zu groß ....#rofl)

Daher halte ich 6 Stunden für ein Kleinkind von 3 Jahren echt für zuwenig. Ich würde beim Kinderarzt ein Blutbild erstellen lassen und insbesondere die Schilddrüsenfunktion überprüfen lassen, da eine Schilddrüsenüberfunktione (ich glaub es war über) zu massiven Schlafstörungen führen kann.

Zudem natürlich auch Müdigkeitsprotokoll, Schlaflabor und dich in Sachen "Schlafhygiene" schlau machen. Also welche Bedingungen wirken positiv auf Schlaf welche negativ und wie müssen die Gewohnheiten u.U. geändert werden.

LG
Tanja

Beitrag von cori0815 17.01.11 - 11:19 Uhr

hi redegewandte!

Normal ist das sicher nicht, wenn du davon ausgehst, dass die normalen Schlafenszeiten für 3-Jährige bei 11-12 Stunden liegen (glaub ich). Aber es ist ja auch nicht jedes Kind normal. Und was ist überhaupt schon normal?

Ich finde es grenzwertig, wenn ich lese, dass er den ganzen Tag auf Hochtouren läuft und unter Volldampf steht. Das heißt für mich, dass er einfach noch keine Möglichkeit für sich entwickelt/gefunden hat, sich zu entspannen. Und das birgt für mich eine große Gefahr. Denn ich finde es unabdingbar, dass Kinder lernen, sich selbst zu regulieren.

Das ist sicher nicht so, dass dieser Regulierungs-Mechanismus bei Kindern angeboren ist. Sondern es ist viel mehr so, dass Kinder das lernen müssen. Und zwar von ihren Eltern. Und es ist auch sicher nicht so, dass das von heute auf morgen geht, sondern es ist eher wohl ein sehr langer, ständig andauernder Prozess. Vielleicht meint der KiA das mit seiner Aussage, dass du selbst schuld seist? Nämlich dass er findet, du hättest dieses Sich-Beruhigen-Können nicht genügend mit ihm geübt. Mehr helfen hätte er dir aber können, wenn er dir Möglichkeiten aufgezeigt hätte, wie ihr nun noch dazu kommen könnt.

Sprich doch mal den KiA an, ob es eine Möglichkeit gibt, mit deinem Sohn eine Art Entspannung zu üben, weil er immer so unter Druck steht und auf Hochtouren läuft und du das Gefühl hast, dass es ihn sogar am nächtlichen Schlaf hindert. Vielleicht gibt es Möglichkeiten im Rahmen einer Ergotherapie, auch Entspannungstechniken zu üben, die ihr zuhause übernehmen könnt und die ihm das Ein- und Durchschlafen erleichtern.

Denn auch sein nächtliches Schlafverhalten ist ja geprägt von Unruhe und "Volldampf". Und das ist natürlich irgendwann auch eine erlernte Routine. Er kann gar nicht mehr anders, so sehr hat er es sich schon angewöhnt.

Meine Tochter hatte, als sie klein war, auch stärkere Schlafprobleme. Und da war es auch so: dieses ständige nächtliche Aufwachen hatte sich irgendwann so etabliert, dass sie auch ohne einen Grund ständig aufwachte und einfach nicht mehr schlafen konnte. Weil ihr Körper sich so dran gewöhnt hatte. Zum Glück haben wir den Teufelskreis durchbrechen können. Nun schläft sie (wenn sie keinen Mittagsschlaf macht) nachts bis zu 13 Stunden seelig und ist tagsüber sehr ausgeglichen. Und sie entwickelt sich viel besser seitdem.

Lg
cori