Normal oder KS?

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von melanie2006 17.01.11 - 08:53 Uhr

Hallo,

erstmal zur Vorgeschichte:

Marlon kam 2002 spontan zur Welt, allerdings nicht ohne Komplikationen: Er blieb stecken, d.h. sein Köpfchen war schon draußen, aber die Schultern hatten sich verkeilt, so dass kein Weiterkommen war und dank der wirklich guten Ärzte gab es keine Nachfolgen. (Wen es interessiert, einfach mal nach Schulterdystokie googlen).
Problem war, dass Marlon mit seinen 4170 gr und 54 cm Größe zu groß für mein inneres Becken war.

Adrian kam 2005 dann per geplantem Kaiserschnitt zur Welt, da die Ärzte meinten, das Wiederholungsrisiko wäre zu hoch.
Ansich war der KS auch kein Problem, bin 8 Std. später aufgestanden und habe den Kleinen auch von Anfang an selbst versorgt (die Schmerzen waren aber wirklich nicht ohne).
Adrian hatte ein Gewicht von 3490 gr und 51 cm Größe und es hätte dadurch wohl auch eine Spontangeburt werden können, wie die Ärzte es mir hinterher mitteilten.

Nun bin ich mit dem 3. Kind schwanger (11.SSW) und auch wenn es noch ewig hin ist, mache ich mir Gedanken über die Geburt.
Soll ich es normal versuchen oder wieder ein KS?
Oder könnte man die Geburt früher einleiten lassen, ich mein, ein KS wird ja auch ca. 10 Tage vorher gemacht? Kennt sich wer aus, ob das machbar ist?

LG
Melanie

Beitrag von bunny2204 17.01.11 - 09:12 Uhr

Hallo,

ja das wäre machbar. Ich würde aber einfach mal abwarten ,wie sich das kind entwickelt. Wenn es sehr gross ist, macht sich das ja auf dem US bemerkbar....wobei es natürlich zu Abweichungen kommen kann. Wenn man dir dann sagt, du erwartest einen "Riesen", kannst du ja einen KS machen lassen. Meine Jungs hatten übrigens 3830 g , meine Tochter nur 3245 g....hängt also auch mit dem Geschlecht zusammen (hat mir mein FA auch bestätigt)

Ich bin jetzt in der 30. SSW mit meinem viertne Kind und bei mir ist auch noch nciht raus, wie ich entbinden muss/darf....laut Ärzten kann man das erst so ab der 31. SSW wirklich entscheiden. Bei mir kommt es auch auf die Grösse das Babys an und ich wurde schon in der 26. SSW ins KH bestellt, aber leider wurde ich Heim geschickt, weil es noch zu früh war um irgendwas zu entscheiden.

jetzt hoffe ich am Mittwoch auf eine Antwort...

LG BUNNY #hasi

Beitrag von melanie2006 17.01.11 - 10:25 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Bei beiden haben sich die Ärzte absolut verschätzt.

Marlon sollte höchstens 3500 gramm haben 50 cm groß sein...er war 600 gramm schwer und 4 cm größer.

Bei Adrian genau umgekehrt. Er sollte mindestens 4 kg haben und groß sein, dann war es ja nicht.

Woran liegt es bei dir, dass es auf die Größe ankommt, wenn ich fragen darf?

LG
Melanie

Beitrag von bunny2204 17.01.11 - 11:33 Uhr

Bei meinem Grossen hat der Chefarzt der KLinik OHNE Ultraschall nur durch abtasten geschätzt

50 cm , 4000 g , 36 cm KU - das Ergebnis
52 cm, 3830 g, 36 cm KU...also recht gut...

noch besser war die Ärztin bei meinem Zweiten per US hat sie eschätzt

50 cm, 3827 g, 36 cm KU - das Ergebnis
51 cm, 3835 g , 36 cm KU....toll, oder?

nur bei meiner Tochter wurde verschätzt, laut US 3770 g und tatsächlcih nur 3245g....

Ich habe (leider) alle drei Kinder per KS entbunden. Jetzt würde ich gerne spontan entbinden. Aber das genehmigt mir die Klinik nur, wenn sonst keine Risikofaktoren dazu kommen...das Kind darf daher auf keinen Fall über 4000 g haben.

LG BUNNY #hasi

Beitrag von cori0815 17.01.11 - 10:29 Uhr

hi Melanie!

Wenn es ein proportionales Missverhältnis zwischen deinem Becken und dem Kind gab, wie konnte er dann überhaupt noch rauskommen? Geht doch dann gar nicht...

Lag wohl eher - wie du ja schon schriebst - daran, dass sich das Kind ungünstig im Becken "verkantet" hatte. Elende Situation.

Aber ehrlich gesagt wusste ich nicht, dass es ein Wiederholungsrisiko gibt. Ist das tatsächlich in der Literatur so verfasst?

Ich glaube, ich würde beobachten und den FA das Gewicht und den Kopfumfang bestimmen lassen. Und wenn du möchtest, könnte man ja vielleicht auch versuchen, 2 Wochen bis 10 Tage vor ET per Einleitung eine Spontangeburt zu versuchen.

LG
cori

Beitrag von melanie2006 17.01.11 - 10:54 Uhr

Hallo Cori,

von alleine wäre er auch nicht rausgekommen, der Oberarzt hat ihn durch spezielle Handgriffe, bzw. wurden meine Position verändert, sodass er dadurch Marlon ein kleines Stückchen wieder zurückschieben konnte. Er hat ihn dann manuell gedreht, google mal :)

Ja, habe letztens noch von einem Wiederholungsrisiko von 13% gelesen.

Der Kopfumfang war ja nicht das Problem, er hat sich mit den Schultern verkeilt, was bei großen Kindern gerne mal passiert. Kopf war ja schon draußen, nur ging nichts weiter.

Das wäre genau das was ich gerne möchte, eine Einleitung vor dem ET, mal sehen, ob die Ärzte sich hier darauf einlassen.

LG
Melanie

Beitrag von minnie85 17.01.11 - 20:58 Uhr

Lagst du bei der Geburt auf dem Rücken?

Beitrag von uvd 17.01.11 - 10:51 Uhr

wenn er wirklich zu groß gewesen wäre, hätte er nicht geboren werden können.
vermutlich lag die ursache eher in der ungünstigen geburtsposition.

am besten sind aufrechte positionen, noch besser aufrechte positionen im wasser und keinerlei interventionen wie einleitung, PDA oder wehentropf, vorzeitige fruchtblasenöffnung und dergleichen. solche interventionen verursachen oft einstellungsanomalien.

Beitrag von melanie2006 17.01.11 - 11:10 Uhr

Hallo,

hm, ja das mit der Geburtsposition kann ich nur bestätigen, denn ich durfte mich nicht anders legen, wie auf den Rücken (furchtbar).

Die Fruchtblase ist mir einen Abend zuvor "geplatzt", aber ich kam Mittags an den Wehentropf, weil die Wehen, die da waren nichts brachten.

Vielleicht hätte ich mir mal den Geburtsbericht zukommen lassen, denn ich kann ja nur das wiedergeben, was mir die Ärzte gesagt haben.

Die Ärzte meinten, dass das Risiko bei großen, bzw. schweren Kindern größer sei, das sowas passiert.

Nur bin ich halt wirklich verunsichert, weil ich eben nicht weiß, was ich nun machen soll, ich will eigentlich keinen KS mehr (ich fand den zwar nicht schlimm, aber normal find ich besser).

Meine Frauenärztin meinte nur, dass wir den Verlauf abwarten sollten mit der Größe und dem Gewicht grmpf

LG
Melanie

Beitrag von uvd 17.01.11 - 11:25 Uhr

such dir eine hebamme und besprich mit ihr die vorangegangenen geburten.
fordere den detaillierten geburtsverlaufsbericht vom KH an und sprich den ebenfalls mit ihr durch.
versuche, auf dein innerstes zu hören. was möchtest du für dich, für dein kind? was fühlt sich richtig an?

Beitrag von lienschi 17.01.11 - 11:16 Uhr

huhu,

da jedes Kind anders ist, und überhaupt nicht absehbar ist, wie Dein 3.Kind gebaut ist (vielleicht lang und schwer, aber trotzdem mit normalem Kopf und schmaler Schulter), würde ich es spontan probieren.

Mit wurde auch gesagt, dass mein nächstes Kind wohl auch ein Kaiserschnitt wird... und dass, obwohl der Geburtsstillstand meines Zwerges (nur) daher kam, dass er sich nicht richtig ins Becken gedreht hat (mit der Stirn voran)... wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass das genau so nochmal passiert?!

Da spielen so viele Faktoren eine Rolle... nene, ich glaube nicht daran, dass das Wiederholungsrisiko solcher Sondersituationen so hoch ist.

Ich vertrau da auf mein Gefühl und werde es auch beim nächsten Kind wieder spontan versuchen.

lg, Caro



Beitrag von minnie85 17.01.11 - 11:35 Uhr

Hi,

also ich würde erstmal abwarten, wie sich dein jetziges Kind entwickelt - wenn es tendenziell wieder kräftig wird, kannst du natürlich vorzeitig einleiten lassen. Das würde ich auch dem KS vorziehen.

Außerdem kannst du auch dein inneres Becken (die Conj. vera obstetrica) mit dem Kopf/Schulterbereich deines Kind per MRT abgleichen lassen - dann könntest du den spontanen Geburtsbeginn abwarten. Das wäre die Methode der ersten Wahl für mich. Wenn mein drittes Kind zB in BEL sitzen würde, würde ich das auch vor der Spontangeburt machen lassen.

Beitrag von svala 17.01.11 - 19:38 Uhr

Hallo Melanie,

wirklich raten kann und will ich Dir nichts. Ich würde es wohl von dem Schätzgewicht abhängig machen und wie die SS sonst verläuft. Dadurch, dass Du schon mal spontan entbunden hast, stehen die Chancen ja schon recht gut für eine spontane Geburt.

Ich habe bislang nur ein Kind, welches per NotKS kam. Ich werde es unter bestimmten Voraussetzungen wieder spontan versuchen, aber nicht um jeden Preis, auch wenn ich mir sehnlich eine spontane Geburt wünsche. Ich werde zum Beispiel unter keinen Umständen einleiten lassen. Uterusrupturen sind zwar selten, aber eine Einleitung - vor allem mit Prostaglandinen - erhöht dieses Risiko um das 2 - 5 fache. Wenn ich also über den Termin gehe, die Wehen nicht spontan einsetzten und das Kind dadurch am Ende zu groß werden sollte (was ich nicht glaube), werde ich lieber den KS wählen. Ich kenne jetzt zwei Fälle persönlich, in denen es nach einer Einleitung mit Prostaglandinen zu Uterusrupturen gekommen ist. Aber vielleicht liegt das Kind ja auch in BEL und nimmt mir somit die Entscheidung ab.

Daher kann ich nur raten - informiere Dich gut, auch übers Netz über die Risiken von Spontangeburt und KS und treffe Deine Entscheidung dann, wenn die Geburt näher rückt.

Meistens kommt ja doch vieles Anders als man denkt.

Viele liebe Grüße
Svala

Beitrag von becca04 18.01.11 - 23:50 Uhr

Hallo,

es gibt einige Risikofaktoren für Schulterdystokien, z.B. Geburten im Liegen! Falls das auf dich in der 1. Geburt zugetroffen haben sollte, dann mach es doch jetzt einfach anders:

- Geburt im Vierfüsslerstand,

- Geburt im Stehen,

- Geburt auf dem Gebärhocker.

Ich habe Kind Nr. 2 (4500g, 38 cm KU) auf dem Gebärhocker rausgeschossen (war für mich und vor allem meinen Damm nicht so gut), aber dafür kamen die Schultern und der Rest des Körpers mit einer Wehe.

Kind Nr.3 (5000g, 38 cm KU) blieb mit den Schultern "drin", da er - laut Aussage meiner Hebamme - zu dick war, um die letzte Vierteldrehung hinzubekommen. Ich bin dann aus der tiefen Hocke drei Mal in den Stand gegangen (in den Wehenpausen) und habe beim 3. Mal das linke Bein auf einen Hocker gestellt. Dadurch war das Becken gekippt, er kam frei und ist mit der nächsten Wehe geboren. Mir hat das nur einen klitzekleinen Dammriss eingebracht - nach 2 Dammschnitten in den vorangehenden Geburten! Der "Kleine" war topfit, keine Blessuren, im Gegenteil: Lautes Protestgebrüll mit dem ersten Atemzug ob der unsanften Behandlung im Geburtskanal...!

LG,
Becca (auch eher zierlich gebaut, aber wohl mit einem sehr gebärfreudigen (inneren) Becken).