Gutes Buch zum Thema Ein-/Schlafen für 1-jährige

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von pippi-langstrumpf-33 17.01.11 - 09:49 Uhr

Hallo zusammen,

wir erwarten unser zweites Kind und bis Nummer 2 da ist, möchte ich die "Große" (12 Monate) sanft daran gewöhnen, in ihrem eigenen Bett allein einzuschlafen.

Bislang lege ich mich mit meiner Tochter zusammen hin und bleibe bei ihr, bis sie eingeschlafen ist. Wenn mein Mann und ich später selbst schlafen gehen, betten wir sie in ihr eigenes Bett um.

Jetzt habe ich angefangen, sie in ihrem eigenen Bett hinzulegen. Vorher gibt es ein Ritual mit Umziehen, Zähneputzen, Flasche geben, Schmusen, Schlaflied singen. Wenn ich sie während des Schlafliedes dann ins Bett lege, fängt sie direkt mit mittelschwerem Protest an.

Verlasse ich dann ihr Kinderzimmer, steht sie (im Schlafsack!) auf, rüttelt an den Gitterstäben und weint bittere Tränen. Das halte ich nie lange aus und gehe wieder zu ihr rein, versuche sie zu beruhigen und lege sie wieder hin. Im besten Falle schläft sie nach einer halben Stunde, im schlimmsten Falle nehme ich sie nach einer Weile doch wieder mit in unser Bett und lege mich zu ihr.

Habt Ihr einen guten Tipp für mich oder kennt Ihr ein gutes Einschlafbuch, das ihr mir empfehlen könnt?

Ich möchte nicht aufgeben, will die Kleine aber auch nicht quälen.

Danke für Eure Antworten!

Grüße,

Tina

Beitrag von jumarie1982 17.01.11 - 10:00 Uhr

Huhu!

Wir haben es zwar noch nicht so eilig, unser Familienbett aufzulösen, aber eine Idee hätte ich trotzdem für dich.

Versuch doch einfach mal sie nicht ins Gitterbett zu packen, sondern leg dir eine Matratze zu ihr ins Zimmer und schläfer sie dort genauso ein, wie früher bei euch im Bett.
Sozusagen als Zwischenschritt.
Und wenn das gut klappt, kannst du es immernoch in ihrem Bett versuchen. Vielleicht sogar ohne Gitter, damit sie sich nicht so weggesperrt vorkommt.

LG
Jumarie

Beitrag von pippi-langstrumpf-33 17.01.11 - 12:19 Uhr

Hallo junmarie,

die Idee ist gut, das wäre ein sanfterer Übergang. Das Problem ist aber, daß sie ohne das Gitter nicht sicher schläft. Sie legt im Schlaf ganze Kilometer zurück und bewegt sich von oben nach unten, von rechts nach links. Es kommt oft vor, daß sich im Schlaf an das Gitter anschmiegt. Sie würde mit Sicherheit rausfallen, fürchte ich.

Trotzdem ginge die Lösung mit der Matratze, ich könnte ja daneben liegen und mit der Hand bei ihr sein.

Danke für die Antwort!

Grüße,

Tina

Beitrag von love16072005 17.01.11 - 11:06 Uhr

Hallo!

Ich finde, das Buch "Ich will bei euch schlafen" von Sybille Lüpold sehr gut.


Wie jumarie schon geschrieben hat, könnte es eine Hilfe sein, mit einer Matratze in ihrer Nähe einzuschlafen.

Gerade, wenn man vom Familienbett kommt, hat das Buch ganz gute Anregungen.

Lieben Gruß

Love

Beitrag von pippi-langstrumpf-33 17.01.11 - 12:24 Uhr

Hallo Love,

danke für Deinen Buchtipp. Ich habe mir den Inhalt auf Amazon mal angesehen. Dort klingt es so, als würde es überwiegend ums Durchschlafen gehen. Das Durchschlafen klappt bei uns wunderbar, nur das Einschlafen ist schwierig. Würdest Du es unter dieser Voraussetzung immer noch empfehlen?

Grüße,

Tina

Beitrag von love16072005 17.01.11 - 14:40 Uhr

Ich habe es gerade nochmal in die Hand genommen.

Es geht nicht nur um das Thema Durchschlefen, sondern z. Bsp. auch um das Abgewöhnen vom Einschlafstillen, den Umzug ins eigene Zimmer, etc.

Generell wrid viel erklärt, aber es ist nicht so schwarz-weiß wie andere Bücher. ich finde es so toll, weil es die Bedürfnisse der Kinder erklärt und dennoch (für mich) akzeptable, liebevolle Wege anbietet, wie man andere Wege gehen kann, wenn es einem selber gegen die eigenen Bedürfnisse geht.

Ich meine bei dir heraus zu hören, daß du so einen Weg suchst.
Natürlich ist es nicht einfach für dein Kind, liebgewonnene Muster aufzugeben. Im Endeffekt mußt du einen Weg finden, der zu dir passt und den du dann auch konsequent durchziehen kannst.

Lieben Gruß zurück

Love

Beitrag von pippi-langstrumpf-33 18.01.11 - 09:28 Uhr

Das klingt gut. Ich werde es mir mal im Buchhandel anschauen.

Ich war ehrlich gesagt ein bißchen davon abgeschreckt, daß die Autorin Stillberaterin bei der La Leche Liga ist. Ich hatte in meiner Stillzeit Kontakt zur La Leche Liga und fand manche Grundsätze fast schon ein bißchen militant. Es ließ wenig Raum für - wenn auch nur vorübergehende - Alternativen zum Stillen.

Aber was Du sagst, ist genau das, was ich suche.

Also verkaufe ich meine Vorbehalte und kaufe mir von dem Geld dafür das Buch.

Danke!

Grüße,

Tina

Beitrag von thala 17.01.11 - 11:13 Uhr

Hallo,
vielleicht ist das etwas viel Veränderung auf einmal. Erst legst du dich mit ihr hin und nun nach der Umstellung soll sie allein einschlafen - im eigenen Bett im eigenen Zimmer.

Wenn du möchtest, dass sie lernt allein einzuschlafen, könntest du es so probieren: Leg sie hin und bleib kurz da. Sag ihr, dass du kurz weggehst und gleich wiederkommst. Geh in ihrem Zimmer (so dass sie dich sieht) irgendwohin, mach was, und geh zurück zu ihr. Streicheln, loben und kurz später das gleiche Spiel wieder.
Dann mal raus aus dem Zimmer, Tür offen lassen und nach wenigen Sekunden zurück. Immer vorher sagen, was du tun wirst! Es darf nie so weit kommen, dass sie aufsteht und nach dir schreit. Wenn sie liegend ruft, antworte und komm zügig zurück. Du solltest immer schneller sein als ihr Bedürfnis dich rufen zu müssen. Das gibt ihr die Sicherheit, dass du wiederkommst und sie wird mit der Zeit bereit sein etwas länger zu warten.....und irgendwann schläft sie beim Warten dann ein.

Es gibt nur die kleine Gefahr, dass sie das "Mama-Zurückrufen" (falls sie das tut) als Spiel ansieht. Meine Tochter ist schon 28,5 Monate alt und schläft erst seit ca. 2 Mon. durch. Ich lege sie manchmal auf die oben beschriebene Weise schlafen, manchmal sitze ich aber auch einfach neben ihrem Bett (in unserem Schlafzimmer) auf dem Boden und warte bis sie schläft. Abhängig davon wie sie drauf ist.
Ich habe beobachtet, dass es ihr Sicherheit gibt, wenn ich den Ablauf des Einschlafens bestimme und sie nicht "spielen" darf (mit Kuscheltieren, mit den Stäben am Bett, mit ihren Fingern, nach mir rufen, obwohl sie mittlerweile weiß, dass ich nicht weggehe, usw.).....und ihr Bett ist offen.

Darf ich fragen, warum sie nicht mehr im Elternbett einschlafen "darf". Es klang so, als würde sie sich gut umbetten lassen und danach schlafen.

Alles Gute für euch

Thala

Beitrag von pippi-langstrumpf-33 17.01.11 - 13:15 Uhr

Hallo Thala,

sie soll allmählich - mit viel Zeitpuffer und sanftem Umgewöhnen - lernen in ihrem eigenen Bett einzuschlafen, damit ich für unser zweites Kind, das im Herbst kommt, die Hände frei habe. Dann würde ich, wie bei der Großen, erst einmal ein normales Bett mit BabyBay im Kinderzimmer haben. Wenn die Große bis dahin immer noch nur mit mir einschläft, habe ich ein Problem, sobald mein Mann mal abends nicht da ist.

Das mit dem Ankündigen und Wiederkommen und dem offenen Bett klappt noch nicht, weil meine Tochter erst 1 Jahr alt ist. Sie kann noch nicht laufen, bewegt sich sehr viel im Schlaf (daher kann ich auf das Gitter noch nicht verzichten) und versteht zwar einiges vom Tonfall her, begreift aber natürlich noch keine komplexen Inhalte.

Das Durchschlafen ist auch nicht das Problem, vielmehr das zeitintensive Einschlafen. Mitunter geht eine gute Stunde ins Land, bis sie neben mir im Elternbett liegend einschläft. Wenn ich das nicht bis zur Geburt des zweiten Kindes in den Griff bekomme, habe ich dann ein Problem. Mein Mann kann nicht jeden Abend da sein.

Grüße,

Tina

Beitrag von thala 17.01.11 - 19:32 Uhr

Ich hab gesehen, dass deine Tochter deutlich jünger ist als meine. Ich weiß nicht, wie sie mit 1 Jahr darauf reagiert hätte. Ich glaube aber, dass die Kinder viel mehr verstehen, als wir ihnen zutrauen. Einen Versuch wäre es vielleicht wert.
Ich kenne es, dass das Einschlafen sehr lange dauert.....1-2 Stunden war bei und seeeeeehr lange normal. Es wurde erst mit dem 2. Geburtstag besser und Gott sei Dank schläft sie nun in ihrem Bett und meistens auch durch. In 3-4 Wochen erwarten wir nämlich auch ein Geschwisterchen.
Du machst dir jetzt ja aber schon früh Gedanken und es klingt auch irgendwie gut wie du das angehst.

Ich wünsche euch alles Gute!

LG Thala

Beitrag von pippi-langstrumpf-33 18.01.11 - 09:20 Uhr

Ja, da hast Du sicher recht. Ich habe Bauklötze gestaunt, als mein Mann ihr beibringen wollte, wie man einen CD-Player bedient und sie es tatsächlich - vielleicht war auch Zufall dabei - verstanden hat. Als sie sich eine Weile allein beschäftigt hat, kam plötzlich Musik aus dem Kinderzimmer! Die CD war zwar schon eingelegt, aber sie muß den Schalter für On/Off drücken und dann die Play-Taste finden.

Ich werde es einfach mal probieren, in Verbindung mit dem beruhigenden Tonfall könnte es klappen.

Ich danke Dir!

Grüße,

Tina

Beitrag von carinio35 17.01.11 - 11:35 Uhr

Hallo,

die Eingewöhnung ins eigene Bett ist sicher nie ganz einfach. Wir hatten am Anfang auch abendliche Zwergenaufstände.

Wichtig war uns dann Konsequenz. Wer einmal im Bett ist, bleibt auch drin. Hingehen und trösten ja, auf jeden Fall. Häufig bleiben wir auch die halbe Stunde sitzen, bis sie es schafft einzuschlafen. Aber nicht wieder rausnehmen. Ich finde, es stiftet Verwirrung beim Kind, wenn es nicht weiß, ob das Weinen jetzt zum gewünschten Erfolg (wieder aus dem Bett zu kommen) führt oder nicht. Und euer Ziel ist es doch, sie langfristig IM Bett zu lassen.

Natürlich ist das Kind erstmal unzufrieden, dass es jetzt allein schlafen soll, aber ich habe das nie als Quälerei empfunden.

Ach und zum Buch: Wir haben "Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich habe". Aber das löst dein Problem nicht.

Alles Gute
C.

Beitrag von pippi-langstrumpf-33 18.01.11 - 09:32 Uhr

Hallo Carinio,

ja, das ist genau mein Dilemma: Ich schwanke immer zwischen dem emotionalen "Ich halt's nicht aus, wenn sie so weint" und dem rationalen "Wenn ich immer wieder einknicke, schaffen wir es nie".

An den letzten beiden Abenden hat es ganz gut geklappt: Nach ein bißchen - für mich erträglicher - Jammerei ist sie allein eingeschlafen. Ich nehme an, daß das so gut geklappt hat, weil ich diesmal den Mittagsschlaf rationiert habe und sie am Abend wirklich hundemüde war.

Ist das ein gangbarer Weg? Sie so müde werden zu lassen, daß sie im Prinzip nicht mehr anders kann als einzuschlafen? Ich meine, es muß ja nicht für immer sein, nur bis sie eben verstanden hat, daß es gar nicht schlimm ist, allein einzuschlafen.

Was meinst Du?

Grüße,

Tina

Beitrag von carinio35 18.01.11 - 09:45 Uhr

Ja klar, den Punkt hatte ich gestern voll vergessen.

Müde machen ist immer gut, für alle Beteiligten.
Wenn unser Mädchen sehr quengelig war, haben wir uns zudem in kurzen Abständen abgewechselt. Dann ist es für einen nicht so hart.

Es geht nur drum, dass sie ihr Bett kennen und sich dort wohlfühlen lernt. Es ist prima, wenn sie schon gut müde ist dafür. Umso leichter fällt es ihr loszulassen vom Tag und sie merkt, dass es in ihrem Bett gemütlich ist und es sich dort gut schlafen lässt.

Bei uns ist es inzwischen manchmal schon so, dass die Kleine endlich in ihr Bett will, weil sie müde ist :-)

Wünsch euch weiter viel Erfolg.
C.

Beitrag von pippi-langstrumpf-33 18.01.11 - 12:09 Uhr

Im Moment ist es tatsächlich hart, aber Deine Worte machen mir Mut.

Ich danke Dir!

Grüße,

Tina

Beitrag von carinio35 18.01.11 - 12:24 Uhr

Gib nicht auf :-) Ich drück euch die Daumen.
Ein paar Wochen dauert das schon und es kann auch nochmal später schwierig sein bei Entwicklungsschüben etc.

Und du mußt es wollen :-) Wenn die Kleine merkt, dass du unsicher bist oder selbst zögerlich, ob das so alles gut ist, greift sie das auf.

Also Sicherheit ausstrahlen :-) Ihr macht das, ich weiß es.

Alles Gute
C.

Beitrag von pippi-langstrumpf-33 19.01.11 - 09:54 Uhr

Ach, Du bist klasse. Vielen Dank!