Angst es (endlich) zu sagen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von manu-ll 17.01.11 - 10:24 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich stecke in einer total verzwickten Lage: ich bin jetzt in der 15.SSW und aus verschiedenen Gründen habe ich es auf Arbeit noch nicht gesagt. Auch die Familie hat es erst WE erfahren, da nun ja erst die eigentlichen 12 Wochen SS um sind hatte mir meine FÄ wegen drohender Fehlgeburt geraten noch zu warten.
Da haben auch alle ganz gut reagiert aber auf Arbeit stecke ich in einem echten Dilemma:
ich habe vor einer Woche meinen (nun endlich unbefristeten) AV für meine neue Stelle unterschrieben, soll diese am 01.04. antreten, nun ist dort noch eine Kollegin ss...mir ist so elend, wenn ich nur dran denke, was gesagt wird.
Ich war vor 2 Jahren schonmal ss, hatte es da "verheimlicht", weil ich mich auch damals auf eine Stelle beworben habe...da wurde schon böse geredet und jetzt...ich habe echt Angst :-(
Ging oder geht es noch jemandem so, habe ich moralisch sehr verwerflich gehandelt?? Ich hatte schon überlegt die Bewerbung zurück zu ziehen einfach aus Angst vor den Reaktionen, oder es eher zu sagen...habe ich aber alles nicht und nun kann ich immernoch nicht wirklich schwanger sein...

Manu

Beitrag von sternschnuppe215 17.01.11 - 10:28 Uhr

Du bringst Deinen AG in Schwierigkeiten!!!!

Thema Amt für Arbeits- und Gesundheitsschutz - dort muss er nämlich sofort die SS melden und bestätigen dass er sich an das MuSchG hält...

Aber mach nur wie Du denkst...

:-p

Beitrag von manu-ll 17.01.11 - 10:31 Uhr

Und wie machen das Frauen, die es gar nicht eher erfahren? ich war auch schon ziemlich weit, bin trotz Verhütung ss geworden.
Es bestehen so gesehen auch keine Risiken auf Arbeit, habe eine Bürotätigkeit...

Beitrag von meili3004 17.01.11 - 10:47 Uhr

Wieso bringt sie ihn denn in schwierigkeiten??

Man muss es so oder so erst ab dem 3.Monat dem AG sagen....und wenn sie eh gefährdet ist, dann wartet man natürlich.
Aber jetzt müsste sie es halt langsam dem Chef sagen!

Und den Vertrag hätte ich auch unterschrieben.....in nem Moment muss man auch an sich und die Zukunft denken!!!

Ist halt Pech für den AG...aber damit muss man als AG immer bei jüngeren Frauen rechnen!!!!

Beitrag von daby01 17.01.11 - 10:32 Uhr

habe es auch erst nach Vertragsverlängerung (18.SSW)gesagt, man trägt ja schließlich auch für seine eigenen Verpflichtungen Verantwortung.Bei mir war es richtig so, hätten sie es gewusst ..........wäre ich jetzt arbeitslos.So bin ich und meine Familie erstmal abgesichert. Wie es weiter geht??????????Mag egoistisch klingen........aber meine Familie geht eindeutig VOR meinen Beruf.
#winke

Beitrag von manu-ll 17.01.11 - 10:38 Uhr

Und wie wurde bei dir reagiert??

Bei mir wird es sicher heißen: es ist ja nicht das erste Mal, aber diesmal ist es wie gesagt eine ganz andere Situation und ich fühle mich selber nicht toll dabei, will mich aber nun endlich auch mal über meine SS und das baby freuen könne :-(

Beitrag von jmukmuk 17.01.11 - 10:33 Uhr

bei einer drohenden Fehlgeburt hätte ich auch noch nichts gesagt und es ist doch in ordnung das du so lange gewartet hast. Glückwunsch das alles in Ordnung ist mit deinem Krümel.
Hab keine Angst es zu sagen, schließlich hätte es ja auch alles ganz anders kommen können.

Beitrag von manu-ll 17.01.11 - 10:41 Uhr

Du hast ja recht, aber es ist wirklich keine schöne Situation.

Stimmt, es hieß sogar es ist eine FG... aber "meine Geschichte" werde ich nicht auf Arbeit erzählen, ich habe nämlich erst durch einen heftigen Bltusturz mit Gewebe bemerkt, dass ich ss bin (war), für die Ärztin sah es auch nach FG aus, aber nach der Blutung war da die "intakte SS", ich war mit Zwillingen ss...es grenzt für mich an ein Wunder, das nun alles gut zu sein scheint...

Beitrag von paula.panther 17.01.11 - 10:37 Uhr

Du Liebe,

moralisch doer verwerflich hast du nicht gehandelt. Nur: erzähl es bald... sei ganz offen und ehrlich - mehr kannst du nicht tun. Du musst dich für nichts rechtfertigen...

(Zum Mutmachen... ich hatte selbst etwas Sorge und war hin- und hergerissen, weil mir eben auch ein unbefristeter Vertrag angeboten wurde... hab mich dann entschieden, vor Weihnachten von der Schwangerschaft zu erzählen, weil das eher mir entspricht... Naja. Eine kleine Zitterpartie. Aber: Chef hat ganz lieb reagiert, fragte wie es mir geht, machte Scherze und sagte, dass er überlegen müsse, wie es für alle am besten sei und hach...

Vergangene Woche habe ich erfahren, dass ich ab März die Stelle habe - Mitte April gehe ich dann in den Mutterschutz. Jippie.)

Viel Glück, dir.

Herzlichst, P.

Beitrag von knusperflocke99 17.01.11 - 10:38 Uhr

Meine Güte , sie bringt ihren AG gleich in Schwierigkeiten...nun mal ruhig bleiben.

Du musst es ja sowieso sagen, denn irgendwann wird man es ja auch sehen. Also sag es jetzt, denn noch länger verschweigen bringt nix und wird die Sache sonst sicher nur noch schlimmer machen.

Man muss bei einer Bewerbung nichts zu seiner Schwangerschaft sagen, also hast du auch nicht verwerflich gehandelt.
Aber jetzt musst du halt reinen Wein einschenken und es sagen, alles andere wäre unfair und auch nicht richtig.

Also nur Mut und auf blödes Gerede gar nicht erst hören, auch wenns leichter gesagt als getan ist.

Katja

Beitrag von marjatta 17.01.11 - 10:38 Uhr

Klar, man fühlt sich immer irgendwie schuldig. Aber in dieser Welt schenkt einem keiner etwas, schon gar nicht ein gewisses Stück finanzielle Sicherheit. Du musst niemandem sagen, dass Du es schon länger weißt. Klar, blöd gelaufen, wenn jetzt noch jemand ss ist.

Bei uns ist sowieso gerade das ss-Virus ausgebrochen. Fing alles an, als ich mit meinem ersten ss war, da haben in unserer Abteilung von ca. 90 Personen sich gleich 3 Frauen innerhalb von 3 Monaten in den Mutterschutz verabschiedet und bei 4 Männern kamen im gleichen Zeitraum die ersten Babies zur Welt, auch bei unserem Vice President, in dessen Vorraumbüro ich jetzt als Stellvertretung für die Sekretärin mit sitzen darf. Mache sonst Projektarbeit. Und als ich zurückkam im Mai aus der Elternzeit ging gerade wieder eine in Mutterschutz, jetzt kurz vor Weihnachten die zweite, ein Vater im Sommer in Elternzeit und ich bin mit einer Kollegin, die vor fast 2 Jahren auch ihr erstes Kind bekam jetzt auch schon wieder im April/Mai fällig.

Entweder, die Arbeitgeber wollen auch Nachwuchs für ihre Zukunft, denn ohne Kinder gibt es eben auch keine Zukunft, auch nicht für deren Geschäft. So ist das Leben.

Also, mach Dir da mal keinen Kopf, sag halt gar nicht, seit wann Du es weisst und gut ist.

Gruß
marjatta

Beitrag von connie36 17.01.11 - 10:44 Uhr

hi
denke auch, wenn du vorwürfe zu hören bekommst, warum du es jetzt erst sagst, kannst du auch gerne sagen, das selbst deine gyn dir dazu geraten hatte, da es nicht sicher war, ob das kind bleibt oder nicht.
und jetzt ist das gröbste vorrüber, und du darfst es auf anraten der ärzte nun veröffentlichen. sollten sie dir dann blöd kommen, dürfte es aufgrund deiner vorgeschichte ja kein problem sein, ein bv zu bekommen.
wünsche dir alles gute
conny ks-8

Beitrag von anakri 17.01.11 - 10:53 Uhr

Kuckuck,

du Arme, ich kann mir vorstellen, dass das die ganze Zeit in deinem Kopf rumtollt!

Vielleicht kannst du ja in dem Gespräch mit deinem AG Vorschläge mitbringen, wie diese Phase gut über die Bühne gebracht werden kann ... Eingewöhnung der Vertretung, viell. nicht ganz so langer Mutterschaftsurlaub (wie lange willst du denn aufhören?), zurück zur Arbeit mit viell. anfangs Teilzeit, viell. ist ja auch ein bisschen Arbeit von zu Hause aus möglich? Zeig ihnen dass dir daran liegt, dass es auf der Arbeit gut läuft, auch wenn du dafür nicht deine Familienplanung auf Eis legt.
Ich lebe in Frankreich wo die Frauen normalerweise 16 Monate pausieren, und dann meistens voll wieder in den Beruf einsteigen, daher wird eine Ss auch wohl nicht soo komisch angeschaut wie in Dtl.

Ach, auch das noch: GLÜCKWUNSCH zu deiner Schwangerschaft, wenn das alles um ist geht's dir besser und dann kannst du die ganze Vorfreude ordentlich geniessen!

LG, Anna

Beitrag von aschera 17.01.11 - 10:56 Uhr

Hallo Manu,

du handelst in keinem Fall moralisch verwerflich, bist außer gegenüber dir selbst zu keiner rechtfertigung genötigt! Ein unbefristeter VErtrag in einem Job der dir gefällt, ist doch allemal wichtiger als das getratsche der kollegen, die kriegen sich auch wieder ein und wenn die mal in sich hineinhören würden, hätte sicherlich keiner anders gehandelt. wenn du den vertrag schon unterschrieben hast, ist doch alles in sack und tüten, oder, rechtlich habe ich ja keine ahnung, aber ich glaube du könntest es dem ag auch jetzt schon mitteilen ohne das dir konsequenzen drohen?
ich habe bei meiner ersten ss von meinem ag unmoralisches verhalten erlebt, bis ich ihm meine ss mitteilte war alles wunderbar, ich wurde bezüglich meiner arbeit gelobt, be- und gefördert, hatte auch menschlich eine sehr gute beziehung zu ihm...dann änderte sich das schlagartig: ich wurde von ihm gemobbt, meine arbeit war plötzlich unzureichend, es war furchtbar. also ich hoffe natürlich das dir das nicht passiert, ich wollte nur ausdrücken, dass du mit moralischem handeln nicht automatisch erreichst, dass dein gegenüber ebenso handelt. In dem sinne würde ich an deiner stelle nach gefühl handeln, wenn du dieser geheimhaltung nicht mehr erträgst, es in die welt hinausschreien möchtest, dann mach das, wenn du dich sicherer fühlst, es noch eine weile für dich zu behalten, mache das, knüpfe es nicht an die urteile der anderen. so das war das
wort zum sonntag...amen

achja meines erachtens bist du zu keinem zeitpunkt, insofern du nicht in irgendeinem beruf arbeitest, der eine gefährdung darstellt, verpflichtet deinen ag zu informieren.

pass auf dich auf
#schein