Urlaubsanspruch nach Mutterschutz & vor Elternzeit nehmen?

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von janina2811 17.01.11 - 10:42 Uhr

Halli hallo,

habe mal eine Frage: ich habe gehört, dass man den Resturlaub, der einem im Jahr der Geburt noch zusteht, theoretisch auch so nehmen kann, dass man erst 8 Wochen im Mutterschutz ist (das ja sowieso), DANN den Urlaub nimmt und DANACH erst in Elternzeit geht!

Das hätte doch den Vorteil, dass man dann länger sein volles Gehalt bekommt, oder? Und gibt es auch Nachteile?

Kennt sich jemand aus?

LG, Janina

Beitrag von knusperflocke99 17.01.11 - 10:48 Uhr

Würde ich dir von abraten, weil das Elterngeld ab Geburt gilt und du somit dein Gehalt was du für die Urlaubstage bekommst dagegen gerechnet wird.
Bsp. du hättest theoretisch noch 1 Monat Urlaub...dann wüdest du da ja normales Gehalt vom Arbeitgeber bekommen, das wird gegen das Elterngeld gerechnet. Du erhälst also effektiv noch einen Monat weniger Elterngeld. Und da du ja vermutlich eh Elternzeit nehmen wirst, bist auch so zu Hause ohne deinen Urlaub vergeuden zu müssen.

Nimm den Urlaub lieber im Anschluss an die Elternzeit bevor du wieder arbeiten gehen willst.

Beitrag von janina2811 17.01.11 - 12:14 Uhr

Danke für deine Antwort.

Allerdings ist es doch nach meinem Verständnis besser, noch einen weiteren Monat volles Gehalt zu bekommen als sich dann schon Elterngeld ausbezahlen zu lassen, weil es einfach mehr ist?!

Oder steh ich da jetzt irgendwie auf dem Schlauch?

Dass dann ín der Zeit kein Elterngeld fließt, ist mir klar.

#gruebel

Beitrag von zwillinge2005 17.01.11 - 12:08 Uhr

Hallo,

wie bereits geschrieben sehe ich da auch keine Vorteile. Der Urlaub bzw. das Geld gehen ja nicht verloren.

LG, Andrea

Beitrag von janina2811 17.01.11 - 12:25 Uhr

Also, so wie ich das verstehe, geht sonst sehr wohl Geld verloren. Es ist doch ein Unterschied, ob ich nach dem Mutterschutz gleich Elterngeld (also nur 67 % meines Gehalts) oder nochmal einen Monat mein GANZES Gehalt bekomme! Da verzichtet man doch vielleicht besser auf einen Monat Elterngeld stattdessen! Oder versteh ich da irgendwas falsch??

Beitrag von zwillinge2005 17.01.11 - 13:13 Uhr

Hallo,

das kommt darauf an, wie Deine Planung nach dem Jahr Elternzeit ist.

Gehst Du danach bzw. nach weiterr Elternzeit nach zwei-drei Jahren wieder zu dem Arbeitgeber zurück kannst Du dann den Urlaub nehmen und bekommst genauso Dein Gehalt. Es geht Dir also nichts verloren und Du hast noch schöne Freizeit (Urlaub).

Willst Du danach nicht wieder zu dem Arbeitgeber zurück kannst Du Dir dann Deinen Urlaub auszahlen lassen und bekommst dann das Geld.

Nimmst Du den Urlaub anstatt Elternzeit mit Elterngeld geht das Elterngeld verloren.

Das macht nur Sinn, wenn Ihr ohne die 35% nicht "überleben" könntet - aber was macht Ihr dann ab dem 4. Lebensmona des Kindes?

LG, Andrea

Beitrag von knusperflocke99 17.01.11 - 15:46 Uhr

Das macht nur Sinn, wenn du auf die 33 oder 35 % mehr Gehalt für diese kurze Zeit angewiesen bist.
Da ich mal vermute, dass es sich nur um ein paar Tage Urlaub handelt wird das finanziell kaum was für dich ausmachen wenn du nur die 65 % Elterngeld nimmst.

Beispiel:

es geht um 10 Urlaubstage, wofür du anteilig 1.000 € Nettogehalt bekommen würdest
mit Elterngeld würdest du statt der 1.000 € zwar nur 650 € für diese 10 Tage bekommen, dafür kannst du aber am Ende der Elternzeit noch 10 Tage länger zu Hause bleiben und bekommst dafür dann die vollen 1.000 €.


Du verzichtest lieber auf einen Monat Elterngeld? Damit verzichtest du 1 Monat auf 65-67 % deines Nettos, nur um 1 Monat 33-35 % mehr zu bekommen.
Das macht nach meiner Rechnung 32 % deines Nettogehaltes was du ggf. in die Tonne wirfst.

Wie schon geschrieben wäre das nur sinnvoll, wenn du direkt nach dem Mutterschutz auf das mehr an Geld angewiesen bist oder wie hier auch schon geschrieben, wenn du dann den Arbeitgeber wechseln willst (aber selbst da würde ich noch den Urlaub hinten dran hängen und dann erst wechseln).

Beitrag von lachris 18.01.11 - 09:22 Uhr

Hi,

zu Deiner Frage selbst kann ich leider nichts sagern.

Aber falls Du den Urlaub erst nach der Elterzeit nimmst und Du dann keine 5-Tage-Woche mehr hast, geht Dir sehr wohl Urlaub verloren.

Mein alter Urlaub wird nämlich umgerechnet, dass es im Verhältnis zu einer 3-Tage Woche wieder stimmt...

VG lachris