Immer wieder Erpressungen = Einmischen??

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von sarosina1977 17.01.11 - 12:02 Uhr

Hallo Forum.

Ich habe folgende Frage: Wir sind vor ein paar Monaten in ein Haus gezogen, in dem ein Mädchen (4) wohnt. Meine Tochter (6) hat sich recht schnell mit dem Kind angefreundet. Eigentlich läuft die Freundschaft unkompliziert mit ein paar Ausnahmen: Wenn etwas nicht so läuft, wie die Jüngere es sich vorstellt, kommt sie ständig mit Erpressungen daher: "Ich spiele nie mehr mit Dir", "Ich gehe wieder" "Du bist nicht mehr meine Freundin" "Ich mag Dich nicht mehr".
Beispiel: Das Mädchen kommt zu uns (fast täglich) und will, dass wir gemeinsam etwas spielen. Wenn ich nicht alles liegen und stehen lasse und sofort ein Brettspiel auspacke, kommt ein "Ts, dann gehe ich halt" Ich halte sie nicht auf und sie geht dann auch sofort, mit einem Grinsen im Gesicht. Ich bin bei ihren Erpressungen immer recht konsequent und wenn ich merke, dass die Situation im Kinderzimmer immer wieder eskaliert, schicke ich das Mädchen heim. Es gibt Tage, da läuft das zwischen den beiden ganz gut, an anderen Tagen knallt es permanent.
Nun ist am Samstag Folgendes passiert: Ich habe (unbemerkt von den Mädchen) den Balkon geputzt und konnte eine Szene beobachten. Meine Tochter hatte ihre beiden Pfauenfedern zum Spielen in den Hof geholt. Die Jüngere sagte zu meiner Tochter: "Schenk mir doch eine Feder." "Ich will, dass Du mir eine Feder schenkst" "Wenn Du mir keine schenkst, spiele ich nie mehr mit Dir". "Wenn Du mir die FEder nicht schenkst, lasse ich Dich nie mehr in unser Haus rein" (Eine Haustür für alle Parteien). "Du bist so gemein, Du hast zwei Federn und schenkst mir keine. Du bist gemein." Meine Tochter argumentierte tapfer: Es seien ihre Federn, sie habe sie selbst gesammelt, sie hänge an ihnen, und sie könne doch nicht alles verschenken, was sie doppelt hat. Daraufhin nahm die Jüngere eine der FEdern, knickte sie und warf sie auf den Boden. Meine Tochter empörte sich und die Jüngere sagte: "Das war ich nicht. Das hast Du doch selbst gemacht."
Meine Tochter kam sofort nach oben, berichtete wahrheitsgemäß, was sich abgespielt hatte (sie wusste ja nicht, dass ich die Szene gesehen und gehört hatte) und war ganz durcheinander und kurz davor, ihren eigenen Standpunkt umzuwerfen: Sie überlege, ob sie nicht doch eine Feder dem Mädchen schenken soll, weil sie doch eigentlich gerne mit dem Mädchen weiter spielen will und sie hat Angst, nicht mehr ins Haus zu kommen und draußen schlafen zu müssen.
Ich konnte sie beruhigen, lobte sie für ihr gutes Verhalten und nahm ihr die Angst wegen der "verschlossenen Haustür". Wenige Minuten später stand das jüngere Mädchen wieder vor unserer Wohnungstür und wollte zum spielen kommen. Ich schickte sie weg. Und wegen der äußeren Umstände (Telefon klingelte) war es in dem Moment auch nicht möglich, mit dem Kind in Ruhe zu reden. GEstern - wir kamen gerade von einem Ausflug heim - stand das Mädchen wieder vor unserer Tür.
Meine Tochter beschäftigt die Sache mit der kaputten Feder immer noch. Irgendwie ist jetzt auch in der Freundschaft ein "Knick".

Meine Frage: Ich möchte diesen Vorfall eigentlich nicht so ungeschehen stehen lassen. Bei uns gibt es die Regel, dass man nichts mit Absicht kaputt macht. Und diese Erpressungsspielchen gibt es bei uns eben auch nicht. Meine Tochter hat dieser Vorfall verunsichert. Ich könnte mir schon vorstellen, dem Mädchen einfach ganz ruhig zu erklären, dass der Vorfall am Samstag nicht schön und auch nicht fair war und dass wir Erpressungen in Freundschaften nicht gut finden. Andererseits: Wenn meine Tochter irgendwo anders etwas "ausfrisst", dann würde ich als Mutter das auch gerne wissen wollen, ehe eine andere Mutter eine Standpauke hält. Soll ich also zuerst die Mutter des Mädchens darüber informieren? Aber ich will da auch keinen Staatsakt daraus machen und so dastehen, als würde ich aus einer Mücke einen Elefanten machen. Und ich bin auch von Haus aus nicht die Einmisch-Mutter.

Nur: Diese ständige Erpresserei in vielen anderen Dingen nervt schön länger und das Kind ist quasi täglich bei uns, isst hier auch ab und an und hat schon übernachtet. Es ist also bislang keine einmalige Kleinigkeit, sondern ein System, das sich immer wieder wiederholt.

Danke für konstruktiven Rat.

Beitrag von scrollan01 17.01.11 - 12:12 Uhr

Ich überlege gerade so hin und her und kommen auf den Gedanken: wieso kann eine 4 jährige so viel Zeit alleine draußen verbringen bzw. wieso kann sie ständig bei euch schellen?

Was mácht denn die Mutter die ganze Zeit?
Und wie oft ist deine bei dem anderen Kind?

Also meine jüngere Tochter ist seit heute 5 und sie liebt ihre Nachbarskinder. Und auch sie darf drübn schellen und fragen ob der Junge Zeit hat. Aber ich habe es im Blick und sage ihr auch: WENN XY nicht da ist oder die Mama nein sagt, komm bitte wieder rüber.

Sie geht dann aber nicht mehr rüber für den Tag weil ich ihr sage, dass der Junge wohl jetzt weg ist und morgen vielleicht Zeit hat.
Es wechselt sich ab.
Ich kenne die Streitereien zwar an sich schon - sind ja Kinder, aber so finde ich es schon nicht gut.

Ich würde mit der Mutter reden und sagen, dass die Kinder sich gerne sehen können aber erst muss deine Tochter Hausaufgabn machen und dann würde ich 1x die Woche als zeitrahmen festlegen.
Und ggf. am WE noch mal einen Nachmittag.
Ich würde dazu dem Kind erklären, dass sie gerne zu euch kann aber dass sie dort nicht zu Hause ist!

Das alles kindgerecht natürlich.

Wenn das Kind älter als deine wäre wäre es eine andere Sache, da kann man anders agieren. Bei einem so kleinen Kind ist es schwieriger!

Viel Glück

Beitrag von sarosina1977 17.01.11 - 12:20 Uhr

Hallo und danke für die Antwort.

Ich bemerke schon länger ein Ungleichwicht in den Treff-Gewohnheiten der Kinder. Meine Tochter ist weniger bei dem anderen Kind als umgekehrt und ich habe da in letzter Zeit schon einen Riegel davor geschoben. Andererseits finde ich es nicht so schlimm, wenn sich Kinder lose treffen können: Ich hatte in dem Alter auch einen SAndkastenfreund im gleichen Haus und wir haben sehr viel Zeit miteinander verbracht, aber eigentlich nur gemeinsam draußen, auf dem Hof. Nicht in der Wohnung des anderen. Im Winter haben wir weniger zusammen gemacht.

Ich selbst unternehme viel mit meiner Tochter, wir machen oft Ausflüge, wir kochen/backen zusammen. Und in der Regel ist die Jüngere dabei. Eigentlich kein Problem, aber dann kommt es doch wieder zu den Auseinandersetzungen. Meine Tochter ist noch nicht in der Schule; ich habe sie aus gesundheitlichen Gründen ein Jahr zurück stellen lassen und es bekommt ihr gut. Wir machen auch viele Vorschulübungen, spielen Brettspiele, laufen spazieren usw. Ich bin zum zweiten Mal schwanger und genieße die Zeit mit meiner Großen in vollen Zügen. Und sie genießt die Zeit mit mir. Natürlich soll sie auch Spielkameraden haben. Aber dieses Hin und Her in letzter Zeit geht mir gerade tierisch auf den Wecker. Gerade gestern: Kaum daheim, schon klingelt es wieder (Habe sie weggeschickt).

Aber was denkst Du über diese Erpressungssache? Ist das in dem Maß ok? Dass sich Kinder in die Haare kriegen, ist ja normal und bislang fuhr ich mit meiner Einstellung "Die regeln das schon selbst" ganz gut. Aber das am Samstag...das war mir einfach zu viel.



Beitrag von juniorette 17.01.11 - 13:16 Uhr

Hallo,

"Beispiel: Das Mädchen kommt zu uns (fast täglich) und will, dass wir gemeinsam etwas spielen. Wenn ich nicht alles liegen und stehen lasse und sofort ein Brettspiel auspacke, kommt ein "Ts, dann gehe ich halt" "

in dem Moment erpresst sie aber nicht nur deine Tochter, sondern auch dich, und ICH würde mir das NICHT gefallen lassen.

Ich würde sagen "dann geh halt, dann brauchst du aber auch nicht wieder zu kommen!"
Damit meine ich jetzt kein lebenslängliches Hausverbot, aber durchaus die klare Ansage, dass sie an dem Tag auf keinen Fall mehr kommen darf und ich in der nächsten Zeit ebenfalls keinen gesteigerten Wert auf ihren Besuch lege :-)

Ich mag es auch ohne Erpressung nicht, wenn ein Kind bei mir klingelt, dann 5 Minuten mit meinem Sohn spielt, dann nach einer halben Stunde wieder kommt, wieder 5 Minuten mit meinem Sohn spielt, etc.
Mein Sohn ist kein Spielzeug, das benutzt und wieder weggelegt werden kann, wie es anderen beliebt. So eine Situation hatte ich nämlich, als mein Sohn 2 Jahre alt war und das Nachbarskind 5. Mein Sohn hat sich gefreut, als das Nachbarskind kam und war traurig, wenn es dann wieder gegangen ist - und das brauche ich weiß Gott nicht mehrmals am Tag.
(Natürlich durfte das Nachbarskind gehen, wenn es ihm bei uns nicht mehr gefallen hat, aber ich bin kein Spielplatz den man betritt und verlässt, wie es einem passt.)

"Daraufhin nahm die Jüngere eine der FEdern, knickte sie und warf sie auf den Boden."

In dem Moment hätte ich eingegriffen. Sorry, aber ich schaue sicher nicht tatenlos dabei zu, wie andere das Spielzeug meines Kindes kaputt machen, auch wenn es - wie im Fall der gefundenen Feder - mich nichts gekostet hat.

"Wenn meine Tochter irgendwo anders etwas "ausfrisst", dann würde ich als Mutter das auch gerne wissen wollen, ehe eine andere Mutter eine Standpauke hält."

Wenn mein Sohn woanders was anstellt, möchte ich eher, dass diejenige Aufsichtsperson meinem Sohn zeitnah eine Standpauke hält. Zeitnah bedeutet in der Regel, erst die Standpauke, dann werde ich informiert.

Wenn du das allerdings anders siehst, solltest du dich auch an deine eigenen Maßstäbe halten und dich zuerst an die anderen Eltern wenden, wobei ich denke, dass das bei Eltern, deren Kind die ganze Zeit uneingeladen bei anderen rumlungert, nichts bringen wird.

Sorry für meine harten Worte, aber ich halte nichts von 4jährigen Kindern, die, ohne dass das so gegenseitig abgesprochen wurde, jeden Tag bei mir klingeln. Ich erwarte gerade in dem Alter, dass da noch die Eltern hinterher sind und mich als Mutter fragen, ob mir das überhaupt Recht ist.

So wie du das Mädchen beschreibst, würde ich versuchen, die "Freundschaft" zu unterbinden oder wenigstens die Anzahl der Kontakte zu minimieren. Oder soll deine Tochter lernen, dass es zu einer Freundschaft gehört, dass man erpresst wird?

Wenn du, wie du angegeben hast, so viel mit deiner Tochter unternimmst, lade doch lieber Kinder im Alter deiner Tochter ein und unternimm mit denen was. So lernt sie, dass es auch Freundschaften ohne Erpressungen gibt. Wenn das Nachbarskind dann klingelt, sagst du, dass deine Tochter schon Besuch hat. Dann lernt das Nachbarskind mal, dass deine Tochter nicht zu ihrer unbegrenzten Verfügung steht und lernt die Spielzeit mit deiner Tochter vielleicht mal zu schätzen.

LG,
J.

Beitrag von sarosina1977 17.01.11 - 13:41 Uhr

Hallo Juniorette.

Danke für Deine kritischen Worte.

Vielleicht verstehst Du, dass ein Forum nicht die ausreichenden Möglichkeiten gibt, alles so zu schildern, wie es sich tatsächlich ereignet hat. Tatenlos zugeschaut habe ich nicht, als die Feder abgeknickt wurde. Ich habe das gesehen, wollte aber nicht vom Balkon "runterschreien", (ich konnte die Sache nur durch einen Schlitz zwischen den Balken sehen und da wollte ich nicht wie die Stimme aus dem Nichts runterschreien), sondern legte sofort meine Sachen bei Seite, um nach unten zu gehen und einzuschreiten.

Aber da war meine Tochter schon auf dem Weg nach oben, das andere Kind war verschwunden. Ich unterhielt mich mit meiner Tochter, die Wogen glätteten sich, und dann tauchte das andere Mädchen wieder auf. In dem Moment klingelte das Telefon, das Kind war wieder weg.

Da wir hier neu wohnen, sind wir gerade dabei, neue Kontakte zu finden und andere Kinder kennen zu lernen. Dass eine Alternative her muss, ist mir klar, und wir sind auch dabei. Dass der Kontakt hier im Haus einseitig verläuft, merke ich auch.

Und ich muss hinzufügen - das erschwert die Sache ein wenig - dass es sich bei dem Kind um die Nichte meines Partners handelt. Ich habe der Kleinen schon gesagt: "Mir gefällt nicht, wie Du Dich verhälst - da ist die Tür. Ich möchte, dass Du gehst." Sie geht dann auch immer anstandslos, mit einem Grinsen im Gesicht.

Und ihre Eltern scheinen sie nicht richtig im Griff zu haben: Wenn meine Tochter mal bei ihr unten ist (eher selten) und sie will - weil es ihr zu viel ist - nach oben, hält die Kleine von innen die Wohnungstür zu, damit meine Tochter nicht gehen kann. Das ist jetzt schon zwei Mal passiert und die Eltern sind dann immer dabei. Sie sind auch dabei, wenn der Nachbarsjunge von der Jüngeren gemobbt wird (gleiches Spiel wie bei meiner Tochter; "Ich spiele nicht mehr mit Dir" "Ich mag Dich nicht" usw).

Die gemeinsamen Unternehmungen habe ich in den letzten zwei Wochen eingestellt. Ich will nichts aufrechen. Aber inzwischen komme ich mir vor wie ein Abstellgleis für ein ungezogenes Mädchen. Und nur ich allein kann das abstellen.

Nun ja. Die Kleine wird ja heute eh wieder klingeln. Ich werde ihr dann an der Wohnungstür freundlich mitteilen, dass diese Tür für sie geschlossen ist, weil meine Tochter bei ihr ja auch "Hausverbot" hat und so lange es keine Entschuldigung für die kaputte Feder gibt, gibt es keine Treffen mehr.





Beitrag von juniorette 17.01.11 - 13:53 Uhr

Hallo nochmal,

"Aber inzwischen komme ich mir vor wie ein Abstellgleis für ein ungezogenes Mädchen. Und nur ich allein kann das abstellen"

so war es bei meinem ehemaligen Nachbarskind auch. Er lungerte bei allen Nachbarn abwechselnd rum, aber Spielbesuch bei ihm haben die Eltern vermieden, wo sie konnten #augen
Aber die Nachbarn waren ja auch ein bequemes Abstellgleis (ich habe das als Einzige irgendwann nicht mehr mitgemacht).

"Ich werde ihr dann an der Wohnungstür freundlich mitteilen, dass diese Tür für sie geschlossen ist, weil meine Tochter bei ihr ja auch "Hausverbot" hat und so lange es keine Entschuldigung für die kaputte Feder gibt, gibt es keine Treffen mehr. "

Sehr gut :-)

Dass ihr neu hinzugezogen seid und das Nachbarskind die Nichte deines Partners ist, konnte ich natürlich nicht wissen, das erschwert die Situation mit Sicherheit für dein Kind und dich. Trotzdem musst du dir nicht alles gefallen lassen.

Unser Nachbarskind war seinerzeit der einzige soziale Kinderkontakt für meinen Sohn, ich hab trotzdem gesagt "bevor er nur Kontakt mit diesem Kind hat, hat er besser gar keinen Kontakt"

LG,
J.

Beitrag von lara78 17.01.11 - 13:22 Uhr

Hallo,
also ich versuche Dir mal zu antworten.Wir hatten/haben so ziemlich das selbe durch.Meine Tochter htte eine beste Freundin.Diese wr uch sehr dominant in der Freundschaft.Es kamen auch ständig Sätze wie:Wenn du das nicht machst bin ich nicht mehr deine Freundin.usw... das fing im Kindergarten an...ich habe mich nicht eingemischt,weil ich denke dass die Kinder selber rausfinden müssen,wie Freundschaft funktioniert und sie selber lernen müssen ihre Grenzen zu ziehen.Irgendwann aber nahm das so ein Ausmass an,dass meine Tochter (ürigens 6 Jahre alt) mich um Hilfe bat,oft nur noch weinte,schlecht schlief etc...wir hatten dann mehrere Gespräche mit der Mutter u der Erzieherin etc..dann kamen die grossen Ferien...alles war ok.Dann die Einschulung und dann ging es richtig los.Da meine Tochter nicht mehr alles machte was J. verlangt wurde diese immer massiver.Es fielen Sätze wie:Ich will dass du tot bist...ich hetzte die und die Kinder auf dich...ich schlage dich,wenn du dies und jenes nicht tust...und irgendwann ist mir dann der Kragen geplatzt.Mehrere versuchte Gespräche mit der Mutter scheiterten(das andere Kind hat somit noch quasi Rückendeckung von der eigenen Mutter).Ich habe mich dann an die Lehrerin gewandt und diese hat en Gespräch mit den Kindern geführt.Ich habe meiner Tochter verboten mit diesem Kind zu spielen und sich zu treffen (die würde sich nämlch immernoch mit ihr Treffen,weil sie sie soo mag#schock).Ich habe ihr erklärt,dass eine Freundin sich so nicht verhält .Ich rate dir wirklich:Beobachte die Kinder (unbemerkt ) und sag deiner Tochter,wenn sie Hilfe braucht soll sie zu dir kommen .Meine Tochter kam zu spät (sie hatte wirklich Angst vor den Drohungen,hat diese sehr ernst genommen und sich nicht getraut mich um Hilfe zu bitten)
Das kan ich dir raten
alles gute
lara

Beitrag von juniorette 17.01.11 - 13:30 Uhr

Hallo,

" habe mich nicht eingemischt,weil ich denke dass die Kinder selber rausfinden müssen,wie Freundschaft funktioniert und sie selber lernen müssen ihre Grenzen zu ziehen"

woher sollen Kinder denn lernen, wie Freundschaft funktioniert, wenn nicht die Eltern ihnen sagen "so wie XY sich verhält, verhält sich keine Freundin"?

Woher sollen Kinder wissen, wo die Grenzen liegen, wenn deren Eltern ihnen nicht erklären "mit dem Verhalten deiner Freundin musst du klar kommen, mit jenem Verhalten geht deine Freundin zu weit"?

Nicht-Einmischen bei Dingen, die Kinder ohne elterliche Hilfe klären können, ist schön und gut. Dazu muss man den Kindern aber erst beigebracht haben, wie man gewisse Dinge ohne Hilfe klärt.

Aber du hast ja selber gesehen, dass deine Nicht-Einmisch-Politik in diesem Fall falsch war ;-)

LG,
J.

Beitrag von sarosina1977 17.01.11 - 13:55 Uhr

Hallo Lara.

Danke für Deine Schilderungen.

Meine Tocher hat die Sache mit der geknickten Feder in Verbindung mit der Drohung, dass die Haustür für sie verschlossen bleibt, sehr beschäftigt (sie hatte Angst), deshalb haben wir gestern abend noch mal gesprochen. Und ich sagte ihr, dass sie folgendes sagen soll, wenn wieder solche Drohungen kommen: "Wer so was sagt, ist eh keine richtige Freundin"

Ich bin schon der Meinung wie Du, dass Kinder Dinge unter sich regeln sollten. Denn vielleicht sehen wir Erwachsene manches aus falschem Blickwinkel? Und mir eilt ja hier in der Familie schon jetzt der Ruf voraus, dass ich sehr streng sei, sehr rigoros, fast schon zu streng.
Mit meiner Tochter verstehe ich mich wirklich sehr gut. Aber mit der Nichte komme ich einfach nicht klar.
Ich habe die Kurze wegen ihres Verhaltens schon mehr als ein mal rausgeschmissen, aber meine Tochter spielt eben dennoch gerne mit ihr - warum sollte ich das bis dato unterbinden? Und dann gibt es ja auch Tage, da vertragen sie sich ganz gut und auch ich bin froh - gerade in den KiGa-Ferien, wenn es eine Spielkameradin in der Nähe gibt. Andere Kontakte haben wir noch nicht so sehr. Und letzte Woche verabredeten wir uns mit einer anderen Kindergartenfreundin im Indoorspielplatz. War auch alles prima, bis wir gehen wollten: Da schlug das andere Kind auf die Mutter ein, riss sich die Kleider vom Leib, schrie und tobte herum, weil es nicht gehen wollte. Wir hatten kein Auto dabei und mussten deshalb warten, bis sich das Kind beruhigt hat. Ich habe noch gar nie solche Situationen mit meiner Tochter erlebt. Und manchmal frage ich mich dann schon, aber ich irgendwie komisch bin, weil mir andere Verhaltensweisen so auffallen und auch aufstoßen. Und dann denke ich immer, ich sei nicht tolerant genug, zu starr...

Beitrag von marion2 17.01.11 - 13:24 Uhr

Hallo,

das Mädchen testet, wie weit sie bei euch gehen kann.
Weit - sehr weit sogar, würde ich sagen.

Unter diesen Umständen ist das Verhalten normal.

Hat deine Tochter keine anderen Freunde?

Wenn du wegen einer verknickten Pfauenfeder mit der Mutter des Kindes reden willst, kannst du das natürlich tun. Aber: Ich würde die Kinder das selbst ausdiskutieren lassen.

Gruß Marion

Beitrag von raena 17.01.11 - 13:39 Uhr

Also zum einen glaube ich, dass es mit 4 Jahren eine recht übliche Argumentationslinie ist (Wenn ..... bin ich nicht mehr deine Freundin) um ihren Willen durchzusetzten. Während sie vorher noch in einem Trotzanfall gebrüllt und geheult haben, ist es jetzt die wenn/dann Argumentation. Also soweit alles normal.

Was natürlich ziemlich heftig ist, ist die Tatsache, das die Kleine nicht damit klarkommt mal nicht ihren Willen zu bekommen.

An deiner Stelle würde ich (zusammen mit deiner Tochter) den Spieß rumdrehen. Wenn sie wieder sagt "Wenn nicht dann geht ich" einfach Türe auf und Tschüss! Ich denken nähmlich, dass sie lernen muss, dass ihre "Drohungen" vor allem ihr selbst schade.

Wenn sie Dinge fordert, wie z.B. mit der Feder, soll deine Tochter es ebenso mache. "Ich möchte dir die Feder nicht schenken, und wenn du nicht aufhörst, dann gehe ich"..... und dann natürlich auch gehen.

Wie gesagt, die "Wenn/dann" Stategie ist normal in dem Alter (auch bei meiner Tochter :... wenn du nicht dies und das, dann bist du nicht mehr meine Freunding....) aber sie muss jetzt auch lernen, dass diese Strategie auch ihre Grenzen hat.

LG
tanja

Beitrag von ayshe 17.01.11 - 13:54 Uhr

Hallo,

ich finde diese Erpresserei oder eben die Drohnung "Dann bist du nicht mehr Freundin #bla." auch altersüblich.


Einmischen in die Erziehung dieses Mädchens würde ich mich nicht direkt oder gezielt.
Aber ich würde MICH nicht erpressen lassen und ich würde es auch meiner Tochter erklären, daß man so keine Freundschaften führt und ihr das ja bereits recht starke ;-9 Rückrat weiter stärken.

Bei der nächsten Gelegenheit wie mit dem Spiel würde ihr auch ganz klar sagen:"Paß mal auf, ich mache erst diesundjenes zuende. Dann habe ich Zeit und wir können spielen. So läuft das hier bei uns. XY(deine Tochter) kann schon ein bißchen warten und das verstehen, das mußt du auch mal lernen, wenn du hier spielen willst, aber es wird hier keiner nach deiner Pfeife tanzen."

Beitrag von sarosina1977 17.01.11 - 14:01 Uhr

Bei der nächsten Gelegenheit wie mit dem Spiel würde ihr auch ganz klar sagen:"Paß mal auf, ich mache erst diesundjenes zuende. Dann habe ich Zeit und wir können spielen. So läuft das hier bei uns. XY(deine Tochter) kann schon ein bißchen warten und das verstehen, das mußt du auch mal lernen, wenn du hier spielen willst, aber es wird hier keiner nach deiner Pfeife tanzen."

Habe ich auch schon gemacht. Sie geht dann und kommt nach einer Stunde wieder.

Ich finde auch, dass meine Tochter am Samstag gut reagiert hat und sie hat sich mir ja gleich anvertraut und gesagt, was passiert ist. Und offensichtlich war sie mit der Situation überfordert, obwohl sie sich gut darin "schlug".

War aber einfach auffallend ist: Die Verhaltensweisen wiederholen sich permanent bei dem anderen Mädchen, auch wenn man ihr recht deutlich Dinge sagt.

Sie sagte auch mal: "DAs ist eh unser Haus, hier bestimme ich" und ich antwortet: "Aber wir wohnen jetzt auch hier, ob es Dir passt oder nicht, und Deinem Onkel gehört das Haus." Sie grinst, geht - und wenige Tage später kommt wieder ein ähnlicher Spruch.

Ich kenne das halt von meiner Tochter überhaupt nicht. Dieses permanente Gezetere, Rumschreien, wenn sie was nicht kriegt - das gibt es bei uns überhaupt nicht. Und wenn sie einen Fehler gemacht hat, dann reden wir darüber, ich erkläre ihr die Zusammenhänge und dann ist das erledigt.

Keine Ahnung, warum das bei dem anderen Mädchen nicht fruchtet.



Beitrag von ayshe 17.01.11 - 14:08 Uhr

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Bei der nächsten Gelegenheit wie mit dem Spiel würde ihr auch ganz klar sagen:"Paß mal auf, ich mache erst diesundjenes zuende. Dann habe ich Zeit und wir können spielen. So läuft das hier bei uns. XY(deine Tochter) kann schon ein bißchen warten und das verstehen, das mußt du auch mal lernen, wenn du hier spielen willst, aber es wird hier keiner nach deiner Pfeife tanzen."

Habe ich auch schon gemacht. Sie geht dann und kommt nach einer Stunde wieder.
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Hm, mir liegt da jetzt auf der Zunge:"Dann geh doch, das sagst du doch sowieso 100 x am Tag und kommst ja eh immer sofort wieder, also kannst du es auch gleich lassen."

Ob das aber richtig wäre #gruebel


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Sie sagte auch mal: "DAs ist eh unser Haus, hier bestimme ich" und ich antwortet: "Aber wir wohnen jetzt auch hier, ob es Dir passt oder nicht, und Deinem Onkel gehört das Haus." Sie grinst, geht - und wenige Tage später kommt wieder ein ähnlicher Spruch.
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Oh man, da kann man ja sagen, was man will.
Und wenn man dann auch stur ewig den gleichen Kram wiederholt?
Wieder und wieder "Nein, dir gehört hier gar nichts."


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Ich kenne das halt von meiner Tochter überhaupt nicht. Dieses permanente Gezetere, Rumschreien, wenn sie was nicht kriegt - das gibt es bei uns überhaupt nicht. Und wenn sie einen Fehler gemacht hat, dann reden wir darüber, ich erkläre ihr die Zusammenhänge und dann ist das erledigt.
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Naja, doch, meine Tochter hatte eine heftige Trotzphase, aber das ist vorbei.

Beitrag von sarosina1977 17.01.11 - 14:17 Uhr

Ah, der Dauerspruch, den sie bringt, wenn ihr nichts mehr einfällt:

"MIr doch egal!"

Ganz cool.

Irgendwie habe ich nicht so viel Zeit, permanent mit ihr zu diskutieren. Ich habe aber mein Büro zu hause (bin Freiberuflerin), da wirkt es auf die Leute halt immer so: Auto auf dem Hof = Hausfrau daheim.

Deshalb klingelt sie immer. Sie respektiert es aber, wenn man sagt: "Heute geht es nicht." Ich hätte ja nichts dagegen, wenn sie von mir aus auch täglich da ist und die beiden einfach ohne Stress miteinander spielen würden (das entlastet mich ja eigentlich ein Stück weit bei meiner Arbeit, die eben zuhause stattfindet).

Aber dieses ständige Genöle - das kekst mich an. Letzte Woche war sie zum Mittagessen bei uns oben. Da ich weiß, dass sie kaum isst, habe ich ihr bewusst nur ganz wenig auf den Teller getan (ich mag es nicht, wenn man die Hälfte wegschmeißt - bei uns wir der Teller leer gegessen). Sofort die KritiK: "Ich will mehr zu essen haben. Das ist viel zu wenig." Mein Kommentar: "Hier bei uns verhungert niemand. Ess erst mal den Teller leer, dann kriegst Du noch was. Vorher nicht." Sie hat nicht mal diese Miniportion leer gegessen. Hab sie damit konfrontiert und gemeint: "Siehste, vorhin hast Du groß rumgetönt, dass Du mehr zu essen haben willst, aber nicht mal diesen kleinen Teller hast Du geschafft. Das Essen muss ich jetzt wegschmeißen. Antwort: "Mir doch egal." Meine Antwort: "Aber mir nicht, weil ich dafür arbeite, dass Ihr was zu essen habt und ich keine Lust habe, Essen, das ich von meinem Geld bezahlt habe, wegzuwerfen. Antwort: "Mir doch egal."

Echt ätzend.

Beitrag von ayshe 17.01.11 - 14:26 Uhr

#rofl

Oh je, wie anstrengend.

Ich würde da sicher auch nicht groß diskutieren, sondern eben nur kurz antworten so wie mit dem Essen eben oder auf "ist mir doch egal" auch nur noch sagen "Mir aber nicht."

Beitrag von juniorette 17.01.11 - 14:30 Uhr

Dieses Kind würde bei mir nichts mehr zu essen bekommen :-p

Beitrag von ayshe 17.01.11 - 14:32 Uhr

Ach komm, 1-3 Erbsen schafft sie sicher #cool

Beitrag von juniorette 17.01.11 - 14:40 Uhr

Ohne Frage.

Der Lerneffekt ist aber größer, wenn man sagt "du bekommst bei mir nichts mehr zu essen, weil du nicht ordentlich isst!"

Zu "ordentlich essen" zähle ich nicht nur essen ohne rumzuschweinern, sondern dass auch eine Mindestportion gegessen wird.

Bei mir muss keiner aufessen, aber wenn sich ein Kind vorher bei mir beschwert, dass die Portion zu klein ist, und dann diese zu kleine Portion nicht aufisst, und dann noch mit "mir egal" antwortet, dann verstehe ich keinen Spaß.

Ich bin da aber sowieso hardcore:
mir käme kein Kind mehr ins Haus, das auf Zurechtweisungen meinerseits mit "mir egal" antwortet - solche Kinder kann ich echt nicht ab.

Beitrag von sarosina1977 17.01.11 - 14:48 Uhr

Liebe Juniorette - ich fühle genau wie Du.

Mir geht die Kurze von unten ziemlich auf den Keks. Und eigentlich bin ich um keine Antwort verlegen -aber ich bremse mich permanent ein, weil mein Partner findet, dass ich zu hart bin, es ist ja seine Nichte, sie ist ja noch klein und dann will man ja auch keinen Ärger mit der Familie im Haus und so...Seine Familie findet, dass ich sehr streng bin und mit mir sei ja nicht gut Kirschen essen usw. Ich gebe zu: Zur Zeit habe ich Hemmungen, auf Grund der Familienkonstellation so zu agieren, wie ich eigentlich agieren möchte. Ich will ja auch keinen Streit im Haus - habe schon genug Aufregung in der eigenen Familie (you know).

Meine Tochter hatte mal eine einzige arge Trotzphase: Sie wollte auf keinen Fall mit mir im Auto irgendwo hin fahren. Wenn ich sie angeschnallt habe, hat sie wie verrückt gegen die Rückenlehne getreten und gebrüllt, dass sie sofort heim will und das Auto total blöd findet. Ich habe kurzerhand rechts angehalten, habe sie abgeschnallt, aus dem Auto gehoben und ihr ganz ruhig gesagt: "OK, Du willst nicht mitfahren. Dafür habe ich Verständnis. Dann lauf doch wieder heim. IMmer die Straße entlang, dann rechts - und dann bist Du daheim."

So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie sie wieder im Auto saß. Und seither ist das Genöle in Sachen Autofahren wieder vorgekommen.

Beitrag von juniorette 17.01.11 - 15:14 Uhr

Du Ärmste #liebdrueck

Meine Wohnung, meine Nerven - meine Regeln #aha

Es steht deinem Partner ja frei, an seinen freien Tagen den Babysitter für die beiden Mädchen zu spielen. Wetten, dass er auf das Rumgezicke auf Dauer auch keinen Bock hätte?

Das Verhalten deines Partners ist ein separates Problem. Wenn er zu der Spezies gehört "meine Familie (Eltern, Geschwister, etc.) sind mir wichtiger als meine Partnerin", werden noch ganz andere Probleme auf dich zukommen.

Ehrlich gesagt werde ich es nie verstehen, wie Menschen sich in eine Partnerschaft mit jemanden begeben, der sich noch nicht von der Familie (Eltern, Geschwister, etc.) emanzipiert hat :-(

Das bedeutet ja nicht, dass man (frau) sich nicht mit Eltern oder Geschwister gut verstehen darf, aber die Gefühle des eigenen Partners sollten wichtiger sein. In deinem Fall würde das den Kompromiss bedeuten, dass die Nichte nur noch zu Besuch kommt, wenn dein Mann da ist, um die Kinder zu beaufsichtigen. Dann musst du nicht die Strenge sein, die Nichte kann bei euch spielen und du hast in der Zeit deine Ruhe.

Beitrag von sarosina1977 17.01.11 - 15:23 Uhr

Hm, interessante Einwände...

Aber er ist lernfähig, habe ich gemerkt. Und während ich eher aufbrausend bin und schon manches Kind mit dem Bad ausgeschüttet habe (im übertragenen Sinn natürlich...), besticht er mit seiner Ruhe und Ausgeglichenheit und er hat definitiv weniger SeelenStress als ich - irgendwie bewunderswert *lach*



Beitrag von juniorette 17.01.11 - 15:32 Uhr

Die Konstellation ist bei meinem Mann und mir ähnlich:
ich aufbrausend und sage dann schon auch mal Dinge, die mir nachher leid tun, während mein Mann lange Zeit ruhig bleiben kann und grundsätzlich sachlicher reagiert als ich.

Er hat mir auch lange Zeit "vorgeworfen", dass ich zu empfindlich bin, was unser Nachbarskind betraf (nicht wirklich vorgeworfen, aber eben angemerkt).

Dann hat er das Nachbarskind während seines Urlaubs mal 5 Tage in einem kurzen Zeitraum live erleben dürfen und hat dann gesagt "JETZT verstehe ich, was du immer gemeint hast" ;-)

Als nicht direkt Betroffener ist es doch immer leicht zu sagen "du stellst dich an" etc.

Beitrag von sarosina1977 17.01.11 - 15:42 Uhr

Hallo, genau wie bei uns.

Meiner ist eher ausgleichend und merkt auch oft an, dass ich "überempfindlich" sei. Er weiß aber auch, dass seine Nichte "nicht ganz ohne" ist. Bevor ich nämlich kam, hat sie auch solche Spielchen im Stil von "Wenn ich nichts Süßes kriege, dann gehe ich halt." Er hat sie dann gehen lassen. Ohne Süßkram.

Im Prinzip weiß er schon, was hier Sache ist. Aber richtig konsequent zu sein ist nicht gerade seine Stärke. Dafür kann er andere Sachen ganz prima, um die ich ihn bewundere.

Beitrag von juniorette 17.01.11 - 16:10 Uhr

"Im Prinzip weiß er schon, was hier Sache ist. Aber richtig konsequent zu sein ist nicht gerade seine Stärke. Dafür kann er andere Sachen ganz prima, um die ich ihn bewundere. "

Kenne ich! :-)

Ich sage/mache manchmal Sachen ohne Rücksicht auf Verluste, während mein Mann eher überlegt, welche Konsequenzen das haben KÖNNTE und sich dann lieber zurück hält.

Und dadurch, dass er mit besagtem Nachbarskind nicht so viel (negativen) Kontakt hatte wie ich, war die Hemmschwelle, jetzt mal deutlich zu werden größer als bei mir.

Würde mir umgekehrt aber genauso gehen:
er schwer genervt von Nachbarskind, das jeden Tag Kontakt zu ihm sucht, ich nur alle Jubeljahre mal Kontakt mit Nachbarskind - da würde ich auch denken "oh, du bist aber streng mit unserem Nachbarskind, das könnte man doch auch netter sagen" (und nein, bei besagtem Nachbarskind haben nette Ansagen überhaupt nichts gebracht ;-))

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