Krankengeld und Nebenverdienst...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von lilie80 17.01.11 - 15:01 Uhr

Hallo,

meine Mutter ist nun seit 8 Wochen krank geschrieben und hat von der Krankenkasse einen Antrag auf Krankengeld zugesandt bekommen.

Nun ist darin die Frage, ab sie vor der Krankheit einen Nebenjob hatte und ob sie den während der Krankheit weiter ausübt und wenn ja, was sie da bekommt.

Nun ist es so, dass meine Eltern über den Arbeitgeber meines Vaters Heimarbeit machen. da es derselbe Arbeitgeber ist, ist es mit der Lohnsteuerkarte auf meinen Vater schwieriger gewesen, also wird das Ganze über die Lohnsteuerkarte mit Steuerklasse VI meiner Mutter gemacht. Die Nebentätigkeit macht aber zu 90% mein Vater.

Wie ist das denn jetzt mit dem Krankengeld? Muß sie das angeben? kürzt das ihren Krankengeldanspruch, da sie die 400€ weiterhin bezogen hat während der Krankheit? irgendwo sieht sie auch nicht ein, dass ihr Krankengeldanspruch jetzt auch noch um die Nebentätigkeit gekürzt wird- immerhin zahlt der Arbeitgeber ja auch die Lohnnebenkosten für diesen 400€-Job... was könnte ihr denn mit dieser Info passieren?

Danke schön.
LG

Beitrag von windsbraut69 17.01.11 - 15:17 Uhr

Ich glaube, eine evtl. Krankengeldkürzung ist das kleinste Problem, dass bei so einem Gemauschel rauskommen kann.

Habe ich das richtig verstanden, dass Dein Vater einen Nebenjob auf den Namen Deiner Mutter ausübt mit deren Steuerkarte? Das ist Betrug!

Gruß,

W

Beitrag von lilie80 17.01.11 - 15:30 Uhr

sie machen es beide, aber mittlerweile hat es sich eben so eingebürgert, dass mein Vater das hauptsächlich macht, da meine Mutter dann das Haus alleine bewirtschaftet...

Beitrag von windsbraut69 17.01.11 - 16:19 Uhr

Das geht alles nicht.
Dein Vater kann keinen Minijob beim gleichen AG haben und deshalb lassen sie es auch auf Deine Mutter laufen.
Wenn die es aber angibt, bekommt sie ein Problem, wenn sie krank geschrieben ist, Krankengeld beziehen will und ihren Nebenjob ausübt.

Beitrag von seikon 17.01.11 - 15:18 Uhr

Krank geschrieben heißt krank geschrieben. Das heisst sie darf auch ihren Nebenjob nicht weiter ausüben in der Zeit. Tut sie es doch wäre das ein fristloser Kündigungsgrund vom Hauptarbeitgeber.

Beitrag von lilie80 17.01.11 - 15:33 Uhr

es ist so, dass die Arbeit ab und zu schon in den Monaten davor anfällt, aber erst auf die späteren Monate abgerechnet werden... die Arbeit ist also teilweise schon im Vormonat angefallen... und wie gesagt, die Arbeit übt ja mein Vater hauptsächlich aus. Die Heimarbeit ist jetzt auch nicht so anstrengend, dass sie das neben ihrer Krankheit nicht noch ausüben könnte #kratz mit nem gebrochen Fuß z.B. könnte man doch sehr wohl noch Kullis zusammenschrauben oder sonstwas...

Beitrag von kathi.net 17.01.11 - 15:24 Uhr

"immerhin zahlt der Arbeitgeber ja auch die Lohnnebenkosten für diesen 400€-Job... "

Ja, aber eben nicht an die Krankenkasse, sondern die Knappschaft!

Und im Übrigen könnte der Hauptarbeitgeber gewaltig Ärger machen, was im ungünstigsten Fall die Kündigung und eventuell Schadenersatzansprüche nachsichziehen könnte. Das kommt dabei raus, wenn man sich auf solche Spielereien einläßt.

Beitrag von lilie80 17.01.11 - 15:28 Uhr

der Hauptarbeitgeber ist ja informiert, der weiß ja Bescheid...

und einen Nebenjob neben der Hauptarbeit zu haben, ist ja auch kein Spiel oder Betrug, und meine Mutter macht die Arbeit ja auch. aber eben nicht zu 100%...

meine Frage war ja, wie sich diese Information an die Krankenkasse auf das Krankengeld auswirkt- wird dann Krankengeld auch auf den Nebenjob gezahlt oder wird der 400€ vom Krankengeld abgezogen...

DASS man es angeben muß, steht für mich eigentlich schon fest, denn sonst wird die KK eventuell wirklich schwierigkeiten machen, wenn es rauskommt... und sie gar keinen Krankengeldanspruch haben.

Beitrag von kati543 17.01.11 - 16:03 Uhr

Deine Mutter hat ihre Lohnsteuerkarte abgegeben und dein Vater und deine Mutter arbeiten dafür - das ist Betrug.
Deine Mutter ist krankgeschrieben und arbeitet aber offiziell weiter im Nebenjob. Ist auch Betrug.
Wie schon vorher gesagt wurde: Das Krankengeld wird das kleinste Problem deiner Mutter werden. Denn diesen Fall dürfte es ja gar nicht geben.

Beitrag von windsbraut69 17.01.11 - 16:17 Uhr

Nee, regulärer Job und Minijob beim gleichen AG geht schon mal nicht.
Es geht auch nicht, dass Dein Vater 90% auf den Namen und die Steuerkarte Deiner Mutter arbeitet.
Außerdem kann Deine Mutter nicht arbeiten, wenn sie arbeitsunfähig ist.

Gruß,

W

Beitrag von windsbraut69 17.01.11 - 16:18 Uhr

Und Krankengeld für den Minijob gibt es eh nicht, sie/er zahlt ja dafür keine Beiträge.

Gruß,

W

Beitrag von lilie80 17.01.11 - 17:44 Uhr

so, nochmal anders: egal, WER den job macht...

was passiert, wenn ich nen Minijob hab und Krankengeld beziehe? gebe ich den Krankheitsfall bei dem AG vom Minijob ebenfalls an?? was macht die KK mit der Info vom Minijob? rechnet sie das vom Krankengeld an??

nix andres will ich wissen. Danke...
#danke

Beitrag von seikon 17.01.11 - 23:08 Uhr

Und ihr solltet euch darüber im klaren sein, dass deine Mutter ihren Nebenjob nicht ausüben darf, wenn sie krank geschrieben ist. Sie kann nicht im Hauptjob AU geschrieben sein, und den Nebenjob normal ausüben. Tut sie es doch, und der Arbeitgeber kommt ihr auf die Schliche, dann ist das eine fristlose Kündigung.

Beitrag von windsbraut69 18.01.11 - 07:09 Uhr

Sie KANN gar NICHT in einem Job arbeiten und im anderen nicht.
Weiß ihr Haupt-AG überhaupt von ihrer Nebenbeschäftigung? Das wäre dann das nächste Problem.

Gruß,

W