Kindergartenwahl, ich bin so unsicher...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von superschatz 17.01.11 - 20:23 Uhr

Hallo,

eigentlich gehören wir noch nicht hierher, aber hier kann mir wahrscheinlich eher jemand helfen.

Mein Sohn wird in 2 Wochen 2 Jahre alt und soll demnächst auch in eine Kita kommen. Ich habe ihn bereits letztes Jahr im frühjahr angemeldet, in einer (integrativen) Kita wo auch ein freund von ihm hingeht. Die Mama wohnt bei mir um die Ecke, der Kita ist allerdings ein ganzes Stück weg. Ihr Sohn wird jeden Morgen abgeholt, da er ein Integrativkind ist. Ich müsste Paul jeden Morgen herbringen. Da wir kein Auto haben, müsste dies mit dem Bus geschehen. Dauer ca. 45-60 Min. Mit dem Auto wären es 15 Min.

Ich habe mich damals so mitreissen lassen, ich war unsicher und dachte, so wäre es am Besten. Zumal es hier sehr, sehr schwer ist einen 2-jährigen in einer Kita unterzubekommen. Nun haben wir wohl einen Platz für frührjahr dieses Jahres und ich werde immer unsicherer. Ist ja jeden Morgen schon ein enormes Stück. Ich muß dann auch relativ schnell wieder anfangen zu arbeiten und letztendlich kurve ich dann morgens ewig in der Gegend rum. Hier ist ein Kindergarten in der Nähe, aber halt nur bis mittags und erst ab 3 Jahre.

Tja, nun stehe ich vor der Entscheidung, melde ich ihn hier im Kindergarten an und lasse ihn noch 1 Jahr daheim, nehme ich die nächsten jahre jeden Morgen diesen langen Weg auf mich oder lasse ich ihn in die Kita gehen, melde ihn parallel hier im Kindergarten an und warte ab, was sich bis dahin ergeben hat?!

An der Kita finde ich sehr schön, dass sie integrativ ist, sein Kumpel dort ist (allerdings ist es wahrscheinlich nur noch eine frage der Zeit, bis sie wegziehen, weil der freund der Mama leider weiter weg eine Stelle bekommen hat) und halt die Betreuungszeiten. Achso, und meine Eltern wohnen im gleichen Ortteil, daher könnte meine Mutter ihn auch ab und zu mal abholen.

Der Vorteil am Kindergarten ist die wohnungsnähe und er ist in der Nähe der firma meiner Eltern. Also könnte er auch von dort mal abgeholt werden.

Ein Auto werden wir die nächsten Jahre garantiert nicht bekommen.

Wie würdet ihr entscheiden?

LG
Superschatz

Beitrag von sindy444 17.01.11 - 20:40 Uhr

Hallo,

also bei der Strecke ohne Auto würde ich ihn auf keinen Fall dort hinbringen! Wenn was ist, musst Du auch mal zwischendurch diese Strecke bewältigen. Luca ist 3 und seit 3 Mon. im Kiga hier im Ort, er ist meistens so müde, dass ich Ihn mit dem Auto abhole und dann nach dem Kindi mit einem müden, oft quengeligen Kind dann so eine Strecke wieder zurück...Das würde ich mir echt guuut überlegen. Wenn Du nicht zwingend abgeben musst, genieße doch noch das Jahr zuhause!


Viele Grüße,

sindy444

Beitrag von jujo79 17.01.11 - 20:43 Uhr

Hallo!
Puh, schwierige Entscheidung, aber wenn es geht, dass du noch ein Jahr länger zu Hause bleibst und er nur bis mittags betreut wird, würde ich auf jeden Fall den Kindergarten in der Nähe nehmen. Jeden Morgen 45-60min dorthin eiern und am Nachmittag das gleiche zurück, das ist ja fast unmöglich. Zumal euch als Familie dann auch so viel Zeit bei drauf geht. Zumindest anfangs wird er nachmittags auch so fertig sein, dass er dir womöglich im Bus einschläft oder aber zumindest total maulig ist. Letztlich wird das alles ein Riesen-Stress.
Und der Vorteil, dass er dort ein Kind geht, geht ja auch bald flöten, wenn die wegziehen. Außerdem wird er auch so schnell Anschluss im Kindergarten finden, auch wenn er vorher keinen kennt.
Gut an dem Kindergarten in Wohnortnähe finde ich auch, dass er aller Vorraussicht nach dann schon die Kinder kennenlernt, mit denen er später auch in die Schule geht.
Also, für mich wäre das keine Frage, denke ich, auch wenn der andere Kindergarten toll ist (integrativ finde ich auch super).
Grüße JUJO

Beitrag von zahnweh 17.01.11 - 21:08 Uhr

Hallo,

ich würde mir BEIDE mal anschauen, Gespräche führen und KIND MITNEHMEN

bei meiner war folgendes schnell klar. Vorkindergarten mit 2,5 Jahren wäre bei ihr gar nicht gegangen. Sie hat stark gefremdelt, blieb nicht bei engen Bezugspersonen, nur wenn ich keine Sekunde von ihrer Seite wich.
Andere bedrängten ich, ich solle sie zwingen. wollte ich nicht. Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört und bereue es nicht.
Sie kam mit 3 Jahren in den Kindergarten. Der für sie beste Zeitpunkt :-)

Kindergärten hatten wir mehrere zur Auswahl.
Ich hab sie mir angeschaut und mein Kind mitgenommen. Einen fand sie sofort toll und die Erzieherinnen sind auch direkt auf sie eingegangen und haben sie miteinbezogen.
Die anderen hatten tolle Bauwerke, super-Angebote und Förderwahnaktivitäten, weswegen ganz viele dorthin strömen. Aber das wäre für meine nichts gewesen. Sie klammerte sich nur an mich. Und was bringt ein Computerkurs, wenn sie Angst vor der Erzieherin hat oder sich insgesamt nicht wohlfühlt?

Was sagt denn dein Bauchgefühl?
Und wo fühlt sich dein Kind wohl?

Die Strecke würde ich mir an zweiter Stelle anschauen. Ist es wirklich machbar jeden Morgen mit dem Bus zu fahren? Wo würdest du voraussichtlich arbeiten, damit sich die Strecke lohnen würde (selbe Richtung/Gegenrichtung)

Stelle dir selbst ganz viele Fragen, was dir wichtig ist.
Dann beantworte sie selbst für jeden Kindergarten einzeln und vergleiche erst hinterher und höre auf dein Bauchgefühl.

Meine Hauptkriterien waren:

Fühlt sich mein Kind wohl?
Wie gehen die Erzieherinnen mit meinem Kind um?
Habe ich selbst ein gutes Gefühl?
Wie verlief das Erstgespräch? (bei einem hakte ich schon nach dem Telefon ab)
Bin ich mit den Erzieherinnen auf einer Wellenlinie? (immerhin arbeiten wir die nächsten Jahre zusammen!)
Ist der Kindergarten bei Wind und Wetter, Schnee, Glatteis und extremer Hitze gut zu erreichen?
Wie ist die Strecke, wenn mein Kind krank wird? (Selten, aber einmal kam es vor: sie hat im Kindergarten gespuckt und ich wusste nicht, ob sie unterwegs noch mal ...)


für mich weniger wichtig, für andere wichtig:
welche Kurse und Fördermöglichkeiten gibt es?
wo kennt mein Kind schon jemanden?
Wie sind die Betreuungszeiten?
Wer kann mein Kind abholen?
was kostet es?
städtisch, kirchlich, privat?

...

was dir wichtig ist, wirst du selbst am besten wissen.
Viel Spaß bei der Auswahl. #winke