Zusatzvereinbarung nach Weiterbildung?

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Beitrag von nane75 18.01.11 - 10:20 Uhr

Mein Mann hat im Nov./Dez. eine Weiterbildung gemacht und diese erfolgreich mit Zertifikat abgeschlossen.
Gestern bekam er dann eine Gehaltserhöhung von 100.-€ für diese Weiterbildung und eine Zusatzvereinbarung, dass wenn er die Fa. innerhalb von 6 Mon.verlässt die Weiterbildung von ihm zurückgezahlt werden muss.Die Gehaltserhöhung ist an die Zusatzvereinbarung gekoppelt.
Muss man soetws nicht vor der Weiterbildung besprechen?
Er ist nicht unbedingt scharf auf die 100.-€ und lieber unabhängig als 6 Mon.gebunden.
Die Fa.ist sehr unorganisiert und chaotisch.

Weiß jemand , ob man soetwas nicht vor der Weiterbildung unterschreiben muß?

Beitrag von windsbraut69 18.01.11 - 10:51 Uhr

Nein, warum?
Er hätte die 100 Euro ja ausschlagen können.

Gruß,

W

Beitrag von nane75 18.01.11 - 10:56 Uhr

Ich habe es nochmals durchgelesen.
Die Zusatzvereinbarung ist unabhängig von den 100.-€.
Er will die auch nicht unbedingt haben.

Worauf ist Nein, warum bezogen?

Beitrag von windsbraut69 18.01.11 - 11:15 Uhr

Auf Deine Frage im letzten Satz.

Wenn beides nicht gekoppelt ist, ist Dein Mann nicht gezwungen, zu unterschreiben. Ich finde 6 Monate Bindung jetzt aber nicht soo unverschämt und ungewöhnlich.

LG

Beitrag von seikon 18.01.11 - 11:57 Uhr

Nein, er muss nicht unterschreiben. Wenn das ganze untrennbar an die Gehaltserhöhung gekoppelt wäre, dann könnte man sowas im Nachtrag noch vereinbaren. Denn das schlimmste was dann passieren würde wäre ja, dass er die Gehaltserhöhung nicht bekommt.

Bezieht sich das ganze generell auf die Weiterbildung, dann hätte man diese Vereinbarung im Vorfeld unterschreiben müssen. Das ist wie mit den selbstzahlerleistungen beim Arzt. Wenn er NACH der Behandlung ankommt und kassieren will, ohne den Patienten VORHER ausreichend (schriftlich) über die Kosten belehrt zu haben und die Unterschrift eingeholt zu haben, dann hat der Arzt Pech. Genauso hat der AG hier Pech, wenn er den Mitarbeiter jetzt im Nachtrag dazu verpflichtet.

Einzige Ausnahme, wo das durchaus noch machbar wäre ist, wenn im Arbeitsvertrag deines Mannes eine entsprechende Klausel vorhanden ist, dass im Anschluss an solche allgemeinen Weiterbildungen eine Bindungspflicht besteht.

Diese Bindungspflichten sind aber generell überhaupt nur dann wirksam, wenn dein Mann das erworbene Wissen/Zertifikat allgemein nutzen kann. Wenn er dieses also bei einem Mitbewerber sofort anwenden könnte.

Beitrag von nane75 18.01.11 - 12:06 Uhr

Der Meinung bin ich auch!
Das Wissen könnte er sehr gut in div.Firmen verwenden.
Die Weiterbildung ist relativ neu und rar gesäht.

ER musste diese Weiterbildung machen um zusätzliche Kompetenzen zu bekommen.
Jetzt freut er sich natürlich über das Zertifikat.
Nun ja, vielleicht bleibt er ja 6 Mon.,wir werden das heute abend besprechen.

Beitrag von kati543 18.01.11 - 11:36 Uhr

Sucht denn dein Mann aktuell einen neuen Job? Wenn nein, dann kann er das ja unterschreiben. 6 Monate ist doch keine Zeit.

Beitrag von nane75 18.01.11 - 11:40 Uhr

Ja er sucht einen neuen Job.Er hat auch ab und zu Vorstellungsgespräche.
Wenn der richtige Job kommt möchte er den auch annehmen.

Beitrag von manavgat 18.01.11 - 13:01 Uhr

Wenn er vor hat zu gehen, dann unterschreibt er das halt nicht.

Ansonsten würde ich den Passus dahin gehend ändern, dass nur eine Rückzahlungspflicht besteht, wenn er selbst kündigt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von seikon 18.01.11 - 13:54 Uhr

Das sowieso. Rückzahlungsvereinbarungen, wenn der AG dem AN kündigt sind nie wirksam.
Die gelten nur für den Fall, dass der AN selber kündigt.