Besonderes Eurer Kindheit...

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Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von doucefrance 18.01.11 - 11:23 Uhr

Hallo,

nun werde ich ganz wehmütig, so dass mir folgendes noch eingefallen ist:

ich bin Jahrgang 1965 und wurde tatsächlich noch so erzogen, dass ich bei der Begrüßung von Leuten, die nicht zum Bekannten oder Verwandtenkreis gehörten, einen "Knicks" machen musste.
Jungen mussten sich verbeugen.

Man redete die Eltern der Freunde mit "Frau / Herr" Sowieso an, duzen wäre unmöglich gewesen.

In der Schule hatten wir ein "Fräulein" als Klassenlehrerin. Jeden Montag wurden vor der Stunde (nach dem täglichen Morgengebet) Taschentuch (nein, KEIN Tempo, sondern ein gebügeltes Stofftaschentuch) und die Fingernägel kontrolliert. Waren diese abgekaut, gab es Strafarbeit auf - diese berühmten 10 Sätze (für jeden Finger einen!) "Ich darf nicht an meinen Fingernägeln kauen."

Schule war noch jeden Samstag von 8 bis um 12h, die erste Stunde gab es "Schönschreiben". Da lagen die Schönschreibhefte im Klassenschrank, wurden dann verteilt und dann gings los. War es nicht ordenlich, wurds durchgestrichen: nochmal schreiben...

Klassenarbeiten wurden weder geübt noch angekündigt - man kam morgens in die Schule und da lagen dann schon die Klassenarbeitshefte des jeweiligen Fachs auf den Plätzen und schon gings los mit dem Diktat oder der Rechenarbeit. Es gab keine Kopien, man musste alle Klassenarbeits- Aufgaben von der Tafel abschreiben, später gabs dann diese stinkenden Matrizen...

Es gab in den ersten Schuljahren "Sonderturnen" einmal in der Woche und zwar am Nachmittag für die Kinder, die nicht lang genug auf einem Bein hüpfen und stehen konnten, die ein wenig dick waren oder auch für die, die sehr dünn waren...

An Wandertagen fehlte im Gepäck der Lehrperson niemals ein Klassensatz der "Mundorgel" und es wurde gesungen. Während des Wanderns, auf der Bus oder Zugfahrt.
Kostprobe: Hoch auf dem gelben Wagen
Aber dennoch hat sich Bolle...
Wer hat die KOkosnuss geklaut
Jetzt fahrn wir übern See

Auf dem Pausenhof spielten die Jungen Räuber und Gendarm, Fangen, Verstecken
Wir Mädels machen Hüpfekästchen, Seilchenspringen und Gummitwist.
Fadenspiele wie "Schweinchen auf der Leiter" waren auch sehr beliebt und "Mutter Mutter wie weit darf ich reisen"

Hört sich furchtbar an, aber ich fand meine Kindheit herrlich - wir konnten überall herumstromern, spielten am und im Bach, durften einfach Kind sein...
Ich finde, da entgeht den Kindern inmitten der heute allgegenwärtigen Computer jede Menge Spaß. Sie tobten sich aus, Aggressionen wurden abgebaut, nach Toben und Spielen lernte es sich wieder leichter - der Kopf war freigepustet!

Jetzt seid Ihr dran!

Beitrag von paula179 18.01.11 - 11:32 Uhr

Hallo!

Das hört sich total schön an!!!

Also, ich bin Jahrgang 1979 und ich fand meine Kindheit einfach wunderschön!!!
Wir wohnten in einem Neubaugebiet und überall rundherum wohnten Kinder. Es war immer jemand zum Spielen da und man musste nie groß herumtelefonieren oder so.
Wenn es schön draussen war, haben wir Ballspiele gemacht oder Fangen/Verstecken. Wir haben uns Höhlen im Wald gebaut oder mit Kreide gemalt. Im Winter waren wir natürlich Schlitten fahren und sind nur zum Mittagessen schnell nach Hause gekommen und dann wieder weg bis es dunkel wurde.
Meine Mama hat uns dann immer lecker Abendessen gemacht und wir durften uns in der Badewanne mit Farbe anmalen.
Es war wirklich sehr schön!!!

LG Paula

Beitrag von mel130180 18.01.11 - 11:34 Uhr

Hi,

ich kenne auch noch die stinkenden Matritzen und die Schulhofspiele, alles andere nicht. Bin Jahrgang 1980.

Meine Mutter ist Jahrgang 1955. Sie kennt sicherlich noch einiges davon, aber ich weiß definitiv, dass sie nirgendwo und für niemanden einen Knicks machen musste. Auch mein Vater (1954) nicht.

Gruß
Mel

Beitrag von merline 18.01.11 - 11:39 Uhr

Hi!

Ich bin auch Jahrgang 1965 und ich danke dir für diese wunderbaren Kindheitserinnerungen!

Beim Gummitwist habe ich mir mal bös den Knöchel verstaucht! #hicks Jaja, die Mundorgel - ich hab noch ein Exemplar! *g* Man hat wirklich soviel draußen gespielt, Mama hat was leckeres gekocht, wir haben alles eingepackt, irgendwo draußen ein Zelt aus Decken gebaut und dann die guten Sachen gegessen.

Das mit dem Knicks musste ich übrigens nicht machen.

LG Merline

Beitrag von vergeslich 18.01.11 - 11:42 Uhr

Hallo,

ja, so an früher denken ist immer soooooooooooo schön. Ich bin zwar Baujahr 77, aber auch in dieser Zeit war vieles "besser".
Die erste Zeit hatte ich jeden zweiten Samstag 4 Stunden Unterricht. Da musste man anwesend sein, egal was die Eltern für das WE geplant hatten. :-) In den Pausen wurde auch Gummitwist und Seilspringen gespielt. Gut das hört ab einer gewissen Klasse auf, da wurde dann eher die Bravo, etc. gelesen. :-)

Eltern von Freunden wurden mit Sie angeredet, bis die einem das Du angeboten haben.
Heute ist ein du selbstverständlich. :-( Auch ein Grüßen auf der Straße war für uns normal und musste sein. Und heute .....

Ich versuche meinen Kinder beizubringen, das sich sowas gehört und hoffe, das sie es auch immer umsetzen. ;-) Die Eltern ihrer Freundinnen werden mit Du angesprochen, aber erst als sie es "erlaubt" haben. :-)

Den ganzen Tag haben wir auf der Strasse mit Freunden verbracht. Spielplatz, Bach, durch den Ort laufen, Hütten bauen, auf die Bäume klettern, .....
Wenn es dunkel wurde, mussten wir nach Hause.

Kennst du das Buch "Wie haben wir das nur überlebt?" ?? http://www.amazon.de/Wie-haben-wir-das-%C3%BCberlebt/dp/3898972585/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1295347073&sr=8-1

Das habe ich mir mal gekauft und es ist so viel wahres dran.

Ich finde es sehr schade, das unsere Kinder nicht mehr so aufwachsen können. Man gönnt ihnen zwar auch viel Freiraum, aber irgendwie ist das alles nicht mehr so wie früher. Schade. :-(

LG vergeslich

Beitrag von docmartin 18.01.11 - 12:49 Uhr

Stimmt, ich ahbe die Eltern von Freunden auch gesiezt bis sie irgendwann dann mal erlaubt haben, sie mit VOrnamen anzusprechen. Samstagsunterricht hatte ich auch aber nur jedes zweite Jahr. War bld weil wir ein Wochenendhaus hatten, da standen dann am Sonnabend meine Eltern mit dem Auto vor dem Schultor!

Beitrag von similia.similibus 18.01.11 - 11:42 Uhr

Jou - ich bin Baujahr 64 und vieles von dem was du da schreibst, kenne ich auch. Fingernägel wurden bei uns nicht kontrolliert aber wir mussten, wenn es klingelte, in Reih und Glied sowohl in die Pause als auch nach der Pause wieder ins Klassenzimmer gehen. Die Lehrerin vorneweg.

Ich kann mich auch noch an Wanderungen erinnern, stets begleitet mit Gesang.
Ich ergänze deine Liste mit: "Im Frühtau zu Berge", "Bruder Jakob" und "C-A-F-F-E-E" im Kanon gesungen. #freu

Hach ja *schwelgt* :-)

Beitrag von doucefrance 18.01.11 - 16:30 Uhr

Jaaaa,
das in Reih und Glied aufstellen kenn ich auch...
Und man wagte gar nicht zu zappekn oder sowas, denn sonst bekam man zusätzlichen Tafeldienst oder Müllsammeln auf dem Schulhof mit dem Hausmeister aufgebrummt.

Canon singen mussten wir auch und zur Benotung im Musikunterricht, das war das Schlimmste, musste sich jeder ein Lied aus dem Liederbuch raussuchen und vor der ganzen Klasse vorm Pult vorsingen....#zitter

Und Gedichte wurden ständig auswendig gelernt... Nicht das verkehrteste; nur mal so als Anregung für die heutigen Schüler..

Und die Kopfnoten waren selbstverständlich:
Beteiligung am Unterricht
häuslicher Fleiß
sind mir in lebhafter Erinnerung geblieben.

und es stand hinter den Noten auch z.B.:

Rechnen: gut; teilweise befriedigend

Das war wenigstens gerecht (wenn da heute 2 steht, kann das eine ganz knappe 1 sein, oder eben gerade so an der 3 vorbei)

Ach ja, manchmal wünschte ich mir meine Kindheit für meine mittlerweile erwachsenen Kinder (21 und 19) zurück! Was die wohl dazu gesagt hätten?? Ohne Spielekonsolen, PC und vor allem Handy...????

Beitrag von bensu1 18.01.11 - 12:05 Uhr

hallo,

schöne umfrage :-), da mach ich mit...

ich bin jahrgang 1969, samstags war ganz normal kindergarten/schule von 8 bis 12 uhr.
ich kann mich noch genau erinnern, dass wir für die jause im kindergarten obst und ein doppeldeckerbrot mitnehmen mussten. wer kein obst dabei hatte bzw. dieses nicht gegessen hat, kam auf den strafsessel.

die "braven" kinder (besser gesagt die kinder, bei deren eltern sich die tante einschleimen wollte) bekamen ein selbstgedrehtes stanitzel mit kleinen zuckerln (brauch ich nicht einzudeutschen oder? ;-)).
die kindergartenpädagogin durfte man noch als "tante" bezeichnen.

meine hosen waren immer zu kurz.

meine oma hatte in meiner kindheit noch ihre parfumerie. ich kann mich noch genau an den duft erinnern. azzura paglieri hat alles übertüncht.
nach dem letzten läuten in der grundschule ging ich in die parfumerie, in der auch meine mama gearbeitet hat und wartete darauf, dass sie mittagspause machten (mittags war von 12.30h bis 15.00 uhr geschlossen) und wir gemeinsam nach hause gingen.

am nachmittag sind wir nach der hausübung zu unserem pferd gefahren. während meine eltern die arbeit verrichteten, sind wir zum spielen zu den kindern der bauern gegangen. dort war es verpönt, tagsüber in den betten zu kugeln und z.b. zu lesen.
wir haben uns dann regelmässig eingesaut, bis wir abends nach hause gefahren sind und kaputt ins bett gefallen sind.

die erste woche der sommerferien verbrachten wir mit dem befüllen der heu- und strohlager. gott, hab ich das gehasst...

im gummihüpfen waren andere immer besser als ich. meine beine sind im verhältnis zur motorischen begabung zu schnell gewachsen. #schein

mir würde noch mehr einfallen, aber jetzt muss ich kochen.

lg
karin

Beitrag von doucefrance 18.01.11 - 16:33 Uhr

Oh welch ein Fortschritt!

ich war noch bei Nonnen im Kindergarten. Es gab immer eine Nonne und eine weltliche Dame in den Gruppen.

Die Nonne hieß Schwester *leider weiß ich den Namen nicht mehr* und meine andere "Kindergärtnerin" war eben

FRÄULEIN Irmgard (man durfte beide allerdings duzen)

Und die "stille Treppe" der Supernanny gab es auch schon: wir mussten, wenn wir unartig waren oder gezankt hatten auf den Stuhl der draussen vor der Gruppentüre stand!

Beitrag von liki 18.01.11 - 18:07 Uhr

Ich hatte auch eine Nonne und ein FRÄULEIN im Kindergarten. :-)

Die Nonne hieß (so habe ich es als Kind zumindest verstanden): Schwester Karlpurnia. Ich habe ganz lange gebraucht, bis ich den Namen sagen konnte. Und das "Fräulein" hieß "Fräulein Sonja".

Natürlich mussten auch wir mit dem Stuhl draußen still vor der Gruppentür sitzen, wenn wir nicht lieb waren!

#winke

Beitrag von schnuffieundschmusie 18.01.11 - 12:12 Uhr

Hallo,
ach war das schön.
Fingernägel wurden nicht kontrolliert.
Der Knicks war normal.
Der Samstagsunterricht auch. hätte übrigends nichts dagegen, wenn er noch wäre. Man kann einkaufen gehen ohne Diskussion über die nieeee gekauften Süßigkeiten. Die Schränke sind zwar voll davon, aber nieee ist etwas da.
Auf den Schulhöfen gab es Bäume, keine High Tech Gerüste, es gab Sandkästen. Wir durften im Winter auch eine Schneeballschlacht machen.
Kennt Ihr noch "Laurenzia, liebe Laurenzia mein"? Das Haß-Lied im Sportunterricht. Danach war man alle, aber in den Umkleidekabinen waren wir wieder top fit.
Stimmt, Klassenarbeiten wurden nicht angesagt. Wir mußten auch die alte deutsche Rechtschreibung lernen. Wie haben wir das nur geschafft?
Die Lehrer galten als Respektsperson. Heute?#schock

Im Kinderspiegel von diesem Monat ist übrigends ein Thema über gute Lehrer. Meine 9 Jährige meinte nach dem Lesen, dass strenge Lehrer die Besseren sind. Da lernt man wenigstens etwas.

Wenn heute mal ein Lehrer streng ist, dann bekommt er doch sofort ein Verfahren.

Ich hoffe, dass in 40 Jahren auch unsere Kinder in Erinnerungen schwelgen und ihre Kindheit schön fanden.

Liebe Grüße
Karola

Beitrag von schnuffieundschmusie 18.01.11 - 12:13 Uhr

Ich bin übrigends Jahrgang 1963

Beitrag von scrapie 18.01.11 - 12:26 Uhr

Ich bin Jahrgang ´87 und musste meine Tanten und Onkel sowie meine Großeltern Siezen, was ich schrecklich fand. Ich habe seitdem eine Siezallergie und sieze nur wenns nötig ist (auf dem Amt, den Chef) und hasse es gesiezt zu werden... von mir aus kann mich die ganze Welt duzen vom Kleinkind bis Rentner.

In meiner Kindheit gabs auch Gummitwist und Hüpfkästchen... und wir waren viel draussen, lebten in einer Siedlung.

Heutzutage gibts das für Stadtkinder kaum noch, weil alles zugepflastert und zugebaut wird.

Als ich ganz klein war und wir noch in Kasachstan lebten durfte ich schon mit 2 alleine raus, weil wir in einer Siedlung lebten und die größeren Kinder auf die kleinere aufgepasst haben. Da musste man sich keine Sorgen machen, dass das Kind vom Auto überfahren wird... deswegen war das Leben meiner Mutti damals auch einfacher als meins (sie versteht bis heute nicht, wie ich das aushalte, für sie wirkt das alles so anstrengend und gezwungen)... arbeiten konnte man, wenn man wollte, fast überall (man brauchte nur Geschick und Gehirn und nicht zig Studiensemester und Ausbildungen) . Familie wurd noch großgeschrieben, da mussten die Großeltern SELBSTVERSTÄNDLICH auf die Enkel aufpassen und die Tanten auf die Nichten und Neffen usw...

man war nicht dazu gezwungen zu Hause zu hocken und zwischen Spielplatz und Wohnung zu wandern wie ein eingesperrtes Tier im Käfig oder stundenlang zu planen um einen Ausflug ins Grüne zu unternehmen, denn Grün gabs in Hülle und Fülle... man musste sich keine hochkomplizierten Strategiepläne zulegen, wie man das Kind bis zum Abend bespasst kriegt...

Das Kind wurd morgens rausgeschickt, wurd zum Mittag reingerufen und abends fiel es tot ins Bett...

natürlich gabs auch Sorgen... aber man hatte Freunde und Familie mit denen man es teilen konnte, heute gönnt der Hund der Katze nichtmal ihre Maus...

Das Leben musste auch nach bestimmten Regeln verlaufen, aber das gab einem Sicherheit...

im großen und ganzen gefällt mir das Leben von früher besser wie heute, aber auch nicht alles (z.b. die Position der Frau)...

Lg


Beitrag von docmartin 18.01.11 - 12:47 Uhr

Ja, ich ahbe auch total schöne Erinnerungen an meine Kindheit. Wir wohnten in Hamburg in einer großen Altbauwohnung und während bei den Eltern meiner Freundin z.B. alles sehr sterng zuging, waren meine Eltern sehr locker.
Wir durften in der Wohnung mit Roller und Dreirad fahren (Ergeschoss) und die Bude war immer voll mit Kindern und oft holte meine Mutter die Gitarre raus und mein Vater setzte sich ans Klavier und mit der ganzen Bande wurde gesungen!
Wir hatten für Schlechtwettertage eine Schaukel und ein Turnreck im Türrahmen...frag nicht wie die Rahmen ausgesehen haben. Aber der Spaß war meinen Eltern wichtiger als ordentliche Rahmen.

Als ich vier war kauften meine Eltern dann ein Wochenendhaus an der Ostsee udn von da an waren wir jedes WOE am Meer. Das war herrlich. Solange ich noch nicht in der Schule waren haben mein Brude und ich mit meiner Mutter die Monate Mai bis Oktober fast durchgehend dort verbracht. Und später dann Sommerferien...sechs Wochen am Meer...ein Traum.
Als wir dann älter waren gab es die Regel: drei Wochen Entspannen and er Ostsee und drei Wochen Blidungsurlaub (Deutschland,Frankreich, England, Belgien, Polen, Österreich...Städetouren, Museen, Ausstellung, Burgen, Schlösse...alles wurde besichtigt...aber es hat Spaß gemacht. Ansonsten leifen die Ferien immer gleich ab: Märzferien waren Skiurlaub, Pfingsten war Wandern in Österreich, Somemrferien Ostsee/Kultur udn im herbst nochmal Wandern in den Bergen oder jedes zweite Jahr nach Sylt udn in den Weihnachtsferien waren wir zu Hause.

Ansonsten kann ich mich erinnern dass es einfach recht entspannt war. Ich musste mich in der Schule anstrengen, selbständig lernen, Hausaufgaben waren selbstverständlich direkt nach dem MIttagessen zu erledigen aber es gab nie Ärger wenn es dann doch mal ion Latein oder Mathe eine vier gab solange ich gelernt hatte.

Ich bin nach den Aufgaben immer direkt raus zum Spielen mit Nachbarskindern und Freunden. Am liebsten durch die Hinterhöfe, Räuber und Gendarm, heimlich in den Stadtpark (streng verboten), im Winter Schlittschuhlaufen auf der Alster...aber der Höhepunkt meiner Kindheit war, als mein Herzenswunsch erfüllt wurde und ich endlich einen Hund bekam. Wir waren fünf Jahre an unzertrennlich udn er schlief jede NAcht in meinem Bett. Als er starb waren wir sehr traurig und hatten danach noch dreimal Hunde (ebenfalls so wie den ersten aus dem Tierheim).

Ich ahtte ien schöne Kindheit mit Liebe und Strenge und Verboten udn ausgelassenen Feiern...mit allem was dazu gehört!
Gruß Franziska

Beitrag von vergeslich 18.01.11 - 19:45 Uhr

Schlittschuhfahren habe ich bei uns auf der Lahn gelernt. Das war immer ein Highlight im Winter. :-)

Schade, das es das für unser Kinder nicht mehr gibt. :-(

Beitrag von linnie73 18.01.11 - 12:54 Uhr

Ich bin 88er Jahrgang, und das mit Reih und Glied kenn ich auch noch. In 2er reihen meistens und bei den jüngeren noch schön Händchen halten#verliebt
Fingernägel eigentlich nur zum Kirchgang der 2 mal im Trimester stattfand, da wurde aber alles kontrolliert.
Die Hüpfkasten hatten wir auch, die waren wirklich toll und Seil springen.. Ich kann mich sehr gut an die Sommertage erinnern, manchmal ging der Lehrer (der Herr Lehrer) mit uns ins Freibad, der tobte mit uns rum, warf uns in die Luft und ging sogar mit auf die Rutsche (der war fast 50!!)
Bei unserer Religionslehrerin durften wir manchmal ins Geschäft gegenüber der schule uns ein Wassereis holen.#verliebt
In den Ferien konnten wir noch auf den Straßen spielen und haben in dem Kleinen Park in unserer Straße verstecken gespielt. Auch fangen oder an die Tür der anderen Nachbarn klingeln und schnell weglaufen #rofl war auf dem Programm. Das vermisse ich manchmal noch, meine Eltern wohnen noch immer in der Straße, der kleine Park ist noch immer da, aber der ist jetzt umzäunt und darf nicht mehr "bespielt" werden ausserdem ist aus der Einbahn ne vielbefahrene Straße geworden mit Lkws#schmoll
Ich bin zwar noch jung aber vieles von "damals" gibts jetzt schon nicht mehr. Aus meiner alten Schule ist ein moderner Neubaukomplex geworden, wo zwar noch immer Uniformpflicht und so gilt, aber alles ist so trist geworden, keine Hüpfkasten, Rutschen oder so.

Achja..damals...

Beitrag von jrc 18.01.11 - 13:43 Uhr

Bin Jahrgang 80.
Hmmm, mal überlegen....ich habe viele schöne Erinnerungen.
Die schönste: Ich habe mir immer ein Pferd gewünscht, weil meine schwester bei einer Freundin ritt und ich durfte nie mit.
Zum 6. Geburtstag bekam ich dann unter einer strengen Auflage, mein Ponychen. Heute hat sie bereits 27 Jahre auf dem Buckel.
- In der Grundschule spielten wir auch immer Gummitwist, Hüpfkasten und "Mutter, mutter, wie weit darf ich reisen?"
- Im Keller der Grundschule lernten wir, wie die Frauen damals mit Waschbrett wäsche wuschen.
- In der großen Schule (OS, HS und RS) war oft Zoff mit Lehrern, wir waren aber alle gut in der Schule. Schlägereien gab es so gut wie nie, es wurde mit Kreide geworfen, die üblichen Schulstreiche gemacht und Hausaufgaben im Bus oder vor der Stunde bei Mitschülern abgeschrieben.
Mein ehemaliger Klassenlehrer stöhnt heute und erzählte, wie heftig es jetzt in den Schulen zugeht.

Mit meinem Pony ritt ich mal ins Nachbardorf über eine Abkürzung an Feldern vorbei, über einen kleinen Bach und Schotterweg.
Als ich mich bereits viel zu spät auf den Weg nach Hause machte, ritt ich im Galopp den Feldweg entlang, der auch über die kleine Bachbrücke mit der Kurve gleich dahinter. Kaum von der Brücke runter erschrak sich mein Pony vor einem Vogel, sprang zur Seite und ich fiel runter auf den Schotterweg.
Meine Hose war kaputt, mein T-Shirt kaputt, mein ellenbogen blutete wie Sau. Kurzerhand machte ich aus meinem Shirt ein bauchfrei-Shirt und verband damit meinen Ellenbogen.
Meine Eltern sahen mich dann zu Hause auf den Hof reiten und bekamen einen riesen Schreck. Ich sollte ab da auf das Galoppieren ohne Sattel verzichten, was ich zwar versprach, aber natürlich nie einhielt. #verliebt

Hach ja, dat waren schöne Zeiten....

Beitrag von stubi 18.01.11 - 13:47 Uhr

Ich, Jahrgang 74 und DDR-Kind:

Vieles kenne ich auch, Fingernägel wurden allerdings nicht kontrolliert und Knicks machen kenne ich auch nicht. Mit den Eltern meiner besten Freundinnen war ich schon immer per Du.

Mit dem Sie sagen finde ich auch selbst als Mutter ehrlich gesagt scheußlich, zumindest bei Kindern, die ich schon von klein auf kenne. Wir haben fast immer volles Haus mit Teens und 99% der Freunde meiner Tochter reden uns mit Vornamen und du an, genau wie wir Eltern auch untereinander. Ich find es auch nicht schlimm, wenn mal eine ganz neue Freundin mit auftaucht und das du selbstverständlich von den anderen mit übernimmt. Meine Tochter redet ebenso fast alle Eltern ihrer Freunde mit Vornamen und du an.
Dabei vergisst sie aber nie, dass fremde Mensch mit Nachnamen und sie angesprochen werden.

Ansonsten war Schule samstags normal, wurde aber glaub ich Ende der 80ger abgeschafft.

Ansonsten kann ich nicht behaupten, dass unsere Kinder weniger Spaß haben als wir früher, die spielen ebenso diese Spiele, treffen sich mit Freunden etc., auch wenn es durch größer werdende Entfernungen (zumind. hier auf dem Dorf) oftmals mit Fahrerei seitens der eltern verbunden ist.

Beitrag von rosastrampler 18.01.11 - 13:53 Uhr

Bolle hat sich eben köstlich amüsiert.
;-)

Ich bin Ende der Siebziger geboren.

Wir durften im Sommer barfuß zur nahen Kneipe gehen - für meine Eltern Zigaretten holen!
Stell dir das mal HEUTE vor! ;-)
Dabei haben wir vom Wirt (Bruder vom Nachbarn) ein Eis bekommen.
Die kleine Kneipe gibt es nicht mehr, der Wirt ist gestorben.

Im Fluss gab es noch Krebse und Flussmuscheln mit Perlmutt.
Aus Bächen haben wir Froschleich gesammelt.
Heute dürfen meine Kinder über selbige Straße (inzwischen 100km/h Durchgangsstraße) und selben Fluss (von einer stark befahrenen Bundesstraße einzusehen) nicht mehr allein gehen - es ist mir zu gefährlich.
Frösche finde ich inzwischen sehr ekelig.

Meine Tante gab mir ab und an einen "Heiermann" (5 DM Stück).
Ich vermisse meine Tante sehr.

Mein Vater hat mich auf den Schultern getragen in seinem Sonntagsanzug und mich aus dem Fluss gerettet.
Ich habe neben unserem Bobtail geschlafen als 1jährige.
Meine Mutter hat uns jeden Tag strahlend empfangen, wenn wir aus der Schule/Kindergarten kamen. Sie war Hausfrau für uns und ich bin ihr sehr dankbar für diese Zeit.

Die Pausenspiele gab es bei uns auch - bei meinem Kind aber auch noch immer.
Und meine Kinder sind noch immer viel draußen auf Bäumen und spielen mit Dingen der Natur. Und wir machen zig Ausflüge.

Ich war gerne Kind - aber ich glaube, meine Kinder auch.
;-)





Beitrag von juleslorchen 18.01.11 - 14:31 Uhr

Hi,

ich bin 78 geboren. Aufgewachsen in einem Forstamt (3 Häuser, 7 Kinder mit den Nachbarskindern zusammen).

Wir haben viel alleine im Wald gespielt, oder mit unserem Pony oder unseren Schafen. Wir mussten auch immer viel mithelfen und z.B. im Herbst Bucheckern oder Eicheln für die Rehe sammeln (3 Mark fürs Kilo Eicheln...Geld konnten wir nur zum Teil behalten...#schwitz).

Oft sind wir alleine wirklich weit weggegangen oder ins Dorf.
Oft bin ich mit meinem Rad alleine 5 km zu meinen Klassenkameradinnen gefahren oder später sogar 8 km in den Reitstall.


Wenn wir alle zusammen im Auto gefahren sind, dann haben wir auf der Rückbank gekniet und "Hoch auf dem gelben Wagen" gesungen und sind lachend in der Kurve umgefallen. Mein Vater hat immer auf der Fahrt die Einkäufe meiner Mutter aufgegessen...

Im Sommer haben wir das Sommerangebot der Grundschule genutzt und haben Tagesausflüge gemacht oder sogar in der letzten Ferienwoche auf eine Art Klassenfahrt gefahren.

Im Winter haben sich ein paar Freunde meiner Eltern zusammen gefunden und wir haben jeden Mittwoch etwas zusammen gebastelt oder Seidentücher bemalt.

In der Schule gab es einen sehr unfreundlichen Hausmeister, der uns z.B. am Kopf hochhob, damit wir mal Afrika sehen können...#zitter

Ich bin mal egspannt, wie alles in 30 Jahren ist. Ob wir dann total panisch mit allem sind. Vielleicht habe ich ja Enkel und meine Tochter erinnert sich wehmütig an irgendwas zurück. Wobei ich nicht alles von früher gutheiße!!

Das wir sooft unbetreut spielen konnten/mussten, finde ich nicht so gut. Ich hätte es gerne mal gehabt, dass meine Eltern mit mir zusammen spielen. Das nichts passiert ist, ist eigentlich ein Wunder.
#winke

Beitrag von rinni79 18.01.11 - 14:56 Uhr

Hallöchen,

ich bin Baujahr 1979 und hatte auch ne tolle Kindheit ! ! !

Nur den Fahnenapel am Freitag morgen...fand ich oll, denn das Halstuch hatte ich immer vergessen, konnte es eh nicht binden und ne Tadel oder so gab es für mich auch schon 1,2 oder doch 3 mal #schein. Samstags zur Schule kenn ich auch, die Hofspiele haben wir auch gemacht...war echt toll. Die Kids heute, toben und turnen bei uns aber auch rum, wir können auf einen Schulhof schauen...Gesungen haben wir auch viel, machen wir mit unseren Kindern aber auch. Das mit dem Sie ansprechen, finde ich aber gut, dass bring ich meinen Kindern auch bei. Überall mit Du angesprochen werden, mag ich nicht ! Klassenarbeiten spontan, gab es auch ab und an und ich fand es nicht schlimm, auch wenn mir das Lernen nicht leicht viel.
Ein Freulein #rofl hatten wir in der Kita, Freulein Segers war meine Erzieherin, und heute sage ich Freulein tong tong zu meiner Katze, wenn sie mal wieder am Türrahmen hoch will #klatsch. Wir waren auch immer viel draußen, mit der Klicke #hicks und erst, wenn die Laternen angingen, mussten wir nach oben gehen, nix mit Handy oder so und immer unter Kindern.

LG.CO. ne Berliner Göre

Beitrag von thea21 18.01.11 - 15:55 Uhr

Ich bin 85 geboren...

Ich kann mich an Sachen wie:

- 1-2-3 Strohpuppe spielen auf dem Schulhof erinnern.

- Die Tafel vom Lehrer mit Melkfett einreiben

- Wir hatten einen Lehrer, der warf mit Schlüsseln.

- Ich musste mir Rechte immer hart erkämpfen.

1 Jahr gekämpft ne Stunde länger raus zu dürfen, Schwesterchen durfte dann einfach.

- Wir waren den ganzen Tag draußen (Wochenenden), stromerten rum, fingen Frösche, bauten Baumhäuser, kamen nur zum Mittag nach Hause.

- Wenn ich 10 Minuten länger draußen bleiben wollte, habe ich den Stöpsel an meiner armbanduhr einfach rausgezogen (da lief die Uhr dann nämlich nicht mehr weiter) und tat dann ganz erstaunt, das ich das gaaaaarnicht mitbekommen habe. Meine Eltern namens trotzdem locker.

- Geraucht wurde heimlich. Ich war 16 und saß mit 2 Freundinnen im Gebüsch, wir fühlten uns wie vom CIA verfolgt und saßen dort wie Schwerverbrecher. Nach der einen Zigarette, die auf "Backe" geraucht wurde, war mir speiübel.

- Wenn wir bei der Verwandtschaft zu Besuch waren, spielte meine Mutter immer mit uns mit, wenn wir uns zB. versteckten.

- Ich durfte mit 10 Jahren das erste Mal beim Ölwechsel helfen, an Vaters Auto und war stolz wie Bolle. Und ich erinner mich, das ich extra so´n Ölstrich über meine Wange zog, damit ich nach "Arbeit" aussah.

Sicher noch mehr, aber ich bin zu faul zum schreiben.

Beitrag von emestesi 18.01.11 - 17:30 Uhr

Och, das klingt ja so schön #winke ... Kann mich auch gut an ähnliche Zeiten erinnern:

Als ich Kind war, spielte ich den lieben langen Tag mit meinen Freunden an der frischen Luft (unsere Mütter mussten uns quasi nach Hause brüllen ;-)), tobten im Wald, im Badesee oder im Winter auf den zugeschneiten Wiesen und bauten zig Schneemänner, die wir später zu Fast-Iglus umbauten.

In der Schule mussten wir morgens aufstehen und im Chor "Guten Morgen, Fräulein ..." singen, auf dem Schulhof wurde Fangen oder Verstecken gespielt. Oder - kennt ihr das noch? - Mädchen vs. Jungs (die Jungs mussten die Mädchen jagen und umgekehrt). Wir Mädels haben Oblaten getauscht (die mit viel Glitzer und auch Prinzessinnen-Figuren waren besonders begehrt) und die Jungs haben begeistert YPS-Hefte gekauft und die Gimmicks in den Pausen (manchmal auch im Unterricht) zusammen gebastelt. Mutter-Mutter-Spiele kenne ich auch noch :-D! Es gab da dieses Mutter-Mutter-wie-weit-darf-ich-reisen (ein Kohlkopf, ein Kaninchenhüpfer, einen Katzensprung usw.) und auch Mutter-Mutter-Knoten (da haben sich alle Kinder beiden Händen gefasst und sich komplett verdreht - die ausgewählte "Mutter" musste den Knoten dann aufdröseln, ohne dass die Kinder die Hände loslassen durften).

Klingt jetzt ECHT nach Oma, aber wenn ich es mir aussuchen würde, ob ich vor 30 Jahren Kind sein wollte oder jetzt, würde ich mir jederzeit die Phase von vor 30 Jahren aussuchen. Wir waren nicht so medienübersättigt wie heute, Kinder durften noch frei und ausgelassen draußen toben und Kind "ohne Erwachsenen-Bewachung" sein - heute fühlt man sich als Mutter ja schon leichtsinnig, wenn man seine 6-jährige Tochter nur für 10 Minuten draußen unbeobachtet spielen lässt. Früher waren wir den ganzen Tag draußen, ohne dass meine Mum konkret gerade wusste wo ich war.

VLG Emestesi

Beitrag von maamaa2006 18.01.11 - 17:48 Uhr

Hallo

bin 1985 geboren.

Habe viel Zeit auf dem Bauernhof in unserem Dorf verbracht Kühe gefüttert mit auf die Weide getrieben.
Im Bach gespielt, Tiere "gerettet", im Steinbruch gespielt, an steilen Felswänden Rumgeklettert, auf (ich weiß nicht wie hoch aber so 3 Meter hatte die bestimmt) Tannen geklettert, Phantasie spiele gespielt, habe Handball gespielt, bin im Sommer regelmäßig ins Schwimmbad, Rollschuhe, Fahrrad gefahren und vieles mehr vorallem alles ohne Aufsicht ;-)

In der Schule haben wir auch spiele gespielt, Gummitwist, Volleyball (Mila der Super Star),
Hausaufgaben vor der Schule gemacht oder gar nicht, war sehr auf mich selbst gestellt das war ein Nach- und ein Vorteil.

Habe früh gelernt Dinge selbst zu erledigen bin früh daheim ausgezogen .

Habe meinen Weg trotzdem gefunden und bilde nun Jugendliche aus die alles hinter her getragen bekommen haben und als erstes lernen mussten wie man richtig Müll trennt. (Natürlich sind nicht alle so)

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