rückzahlung lohn?

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Beitrag von honey2911 18.01.11 - 12:09 Uhr

hallo,
hoffe jemand kennt sich damit aus, da ich absolut keine ahnung davon habe. also:
ich war bei einer zeitarbeitsfirma angestellt wurde dann schwanger und hatte absolutes beschäftigungsverbot. noch am gleichen tag bekam ich die fristlose kündigung. wie dem auch sei, die zeitarbeitsfirma musste weiter zahlen. leider hatte ich dann in der 12 ssw (september)eine fehlgeburt und somit endete auch das beschäftigungsverbot. da ich aber der meinung war, dass ich gekündigt bin, habe ich mich auch nicht mehr bei denen gemeldet. lohn bekam ich dann aber noch bis november. schliesslich bin ich dann selbst in die firma gefahren und habe gefragt warum ich nach wie vor geld erhalte. die aussage war; beschäftigungsverbot !!!
ich erklärte ihm dann alles, und er meinte nur; die kündigung damals konnten sie nicht aussprechen, wegen mutterschutzgesetz. jedenfalls unterschrieb ich dann die rückwirkende kündigung. jetzt bekam ich aber eine rechnung von der zeitarbeitsfirma, dass ich das geld welches mir zuviel gezahlt wurde, erstatten soll. jetzt meine frage!
muss ich das geld zurückzahlen?ist das alles so richtig?? bin echt durcheinander...
vielen dank jetzt schon mal wegen der antworten
lg

Beitrag von susannea 18.01.11 - 12:20 Uhr

Ich könnte mir vorstellen,d ass das rechtens ist.

Wie kann man denn so naiv sien und ohen Krankschreibung oder ähnliches (die wirst du wohl gehabt haben) ienfach nicht mehr hingehen. DA kannst du dich eigentlich fast noch glpücklich schätzen, dass das nicht mehr kommt.

Rückwirkend würde ich aber auch nie etwas unterschrieben.

Du hast dich durch deine Fahrlässigkeit selber ausgetrickst!

Beitrag von honey2911 18.01.11 - 12:28 Uhr

danke für deine antwort. ich dachte ja damals eben , dass ich gekündigt bin, weil ich selbst auch nie in den ganzen monaten was von denen gehört habe. ach und ich habe damals auch noch angerufen und denen mitgeteilt, dass ich lohn erhalten habe, obwohl ich nicht mehr angestellt bin. der herr wollte mich zurück rufen aber nichts dergleichen kam. ausser eben jetzt die die rückforderung

Beitrag von seikon 18.01.11 - 12:26 Uhr

Gegenfrage: Wieso meinst du das Geld NICHT zurückzahlen zu müssen?
Du hast einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und hast für einen Zeitpunkt Geld erhalten, das dir nicht zusteht, weil du nicht mehr bei dieser Firma angestellt warst.
Natürlich musst du das zurück zahlen.

Beitrag von thea21 18.01.11 - 12:34 Uhr

<<< leider hatte ich dann in der 12 ssw (september)eine fehlgeburt und somit endete auch das beschäftigungsverbot. da ich aber der meinung war, dass ich gekündigt bin, habe ich mich auch nicht mehr bei denen gemeldet. >>>

Wem willste denn das erzählen?

Und JA: Du musst das zahlen.

Beitrag von knackundback 18.01.11 - 12:38 Uhr

Die Firma hat, nachdem klar wurde das die Kündigung unwirksam war, weitergezahlt.
Dir war doch also bewusst das die Kündigung eben NICHT wirksam war?!
Wieso gehst Du dann plötzlichdavon aus gekündigt zusein und meldest Dich einfach mal garnicht mehr?
Wusste die Firma überhaupt vom Ende Deiner Schwangerschaft? (die können das ja nicht riechen)
Und wieso bist Du dann nicht wenigstens beim ersten (!) Lohn den Du unrechtmässig erhalten hast (dachtest Du wirklich Du wirst nun weiter bezahlt ohne zu arbeiten?!) direkt zu der Firma?

Beitrag von honey2911 19.01.11 - 11:02 Uhr

so nun will ich das ganze bissle klarstellen. ich habe der firma natürlich die fehlgeburt mitgeteilt, dazu bin ich ja verpflichtet, denen sowas zu sagen. zum anderen habe ich ihnen auch telefonisch mitgeteilt, dass sie mir im oktober fälschlicherweise zuviel lohn gezahlt haben. darauf die antwort des zuständigen herr´s: frau s.... es hat alles seine richtigkeit.falls etwas unklar ist, melden wir uns.
gemeldet hat sich keiner und ganz im gegenteil, es kam im november auch nochmal das geld. ich hab mich dann auf den weg gemacht und bin persönlich zu der zweigstelle hin. da kam dann nur: "sie hatten doch ein beschäftigungsverbot" . klar hatte ich aber nur bis 12.09. und danach war doch die kündigung wirksam. er meinte lediglich, da muss er nachfragen und so kam es dann, dass er festgestellt hat, dass herr m... damals einen fehler gemacht hatte. obwohl vom arzt schwarz auf weiss festgehalten wurde bis einschliesslich 12.09.2010 stand auf einmal im pc bis 12.11.10.
wir diskutierten dann lange und die firma wollte mich auch weiterhin behalten, jedoch zu den gleichen bedingungen (frühschicht ab 5 bis 13 uhr), was ich aber nicht machen kann, weil meine kleinste gerade erst in die schule gekommen ist und sie schon zeitig (11 uhr ) nachhause kommt. ---nein ich hab keinen der ab diesem zeitpunkt auf sie aufpasst, weil mein mann auch berufstätig ist und über einen luxus wie oma etc verfügen wir nicht.----------
daher habe ich dann kurzerhand die rückwirkende kündigung unterschrieben, weil ich einfach keine lust mehr auf den stress hatte. ja und nun kam eben die rechnung mit der forderung. ich kann mir nicht vorstellen, dass ich solch extreme fehler gemacht habe. mehr als anrufen und reden kann man doch nicht.

Beitrag von sternschnuppe215 18.01.11 - 12:39 Uhr

Du hast was? ne rückwirkende Kündigung unterschrieben??? Häää???

Na das ist .... #schwitz

Nu musst Du das wohl zurückzahlen...

Beitrag von thea21 18.01.11 - 12:44 Uhr

Selbst wenn sie die nicht unterschrieben hätte....was denkst du wie da der Bär gesteppt hätte, anhand der Tatsache: Einfach nicht auf Aarbeit erschienen und schon garnicht das Ende der Schwangerschaft bekannt gegeben......geschweige denn mal PIEPS gesagt, als Lohn kam.

Beitrag von kathi.net 18.01.11 - 12:50 Uhr

Wieso unterschreibt jemand freiwillig eine rückwirkende Kündigung?

Oder hast du schon einen neuen Job gehabt? War das wirklich eine Kündigung oder ein Aufhebungsvertrag?

Ich staune immer wieder wie manche in der "Arbeitswelt" so daherschwimmen...... komm ich heut nicht, komm ich morgen.... vielleicht.

Hast du dann auch ALG beantragt und bekommen?

Beitrag von thea21 18.01.11 - 12:51 Uhr

Nochmal: Die rückwirkende Kündigung war meiner Meinung nach noch das Beste was passieren konnte, unter den ganzen anzunehmenden Szenarien.

Beitrag von kathi.net 18.01.11 - 12:52 Uhr

Warum?

Beitrag von thea21 18.01.11 - 12:54 Uhr

Weil sie nach Bekanntgabe der Schwangerschaft naklar NICHT gekündigt war und nach Beendigung (durch Fehlgeburt) einfach der Arbeit fern blieb, aber trotzdem fleißig weiter Lohn einsackte.

Beitrag von kathi.net 18.01.11 - 13:03 Uhr

Ja klar. Die Rückzahlung wird wohl nur ein Teil des Problems sein. Für mich klingt das ja auch eher so, dass die TE sowieso nicht arbeiten wollte/will.

Beitrag von thea21 18.01.11 - 12:55 Uhr

Und nochwas:

Mir fällt doch nicht erst nach 2 Lohnzahlungen auf, dass vielleicht EEETWAS nicht stimmen könnte und ich mal nachfragen sollte.

Ne ....

Beitrag von kerstini 18.01.11 - 13:14 Uhr

Natürlich musst du das Geld zurück zahlen!

Da hast du die ganze Sache wohl etwas schleifen lassen?! Bei sowas muss man schon hinterher sein und sich auch drum kümmern.


Kerstin mit #stern Madita & #stern Leo + #stern 12.SSW + Ida 40.SSW #verliebt

Beitrag von vwpassat 18.01.11 - 14:58 Uhr

Was hast Du denn seit September gemacht?

Sei froh, dass Du mit dem Rückzahlen damit rauskommst. Streng genommen ist das Betrug, was Du getan hast!

Bist Du denn auch arbeitslos gemeldet?

Beitrag von nick71 18.01.11 - 19:12 Uhr

"wie dem auch sei, die zeitarbeitsfirma musste weiter zahlen."

Unter dem Hintergrund hätte dir bewusst sein müssen, dass die Kündigung nicht rechtens sein kann. Wenn du aber im Nachhinein eine rückwirkende Kündigung unterschrieben hast, musst du das Geld, dass du zu viel erhalten hast, natürlich zurückzahlen...es steht dir ja nicht zu. Ich sehe höchstens die Chance, dass du von einem entsprechenden Fachanwalt (Arbeitsrecht) prüfen lässt, ob die rückwirkende Kündigung überhaupt rechtlichen Bestand hat...

Beitrag von parzifal 19.01.11 - 09:49 Uhr

Der Arbeitgeber hat von der Schwangerschaft gewußt und Dir fristlos gekündigt? Und Du hast Dich nicht dagegen gewehrt?

Dann ist die Kündigung wirksam und nicht unwirksam wie viele hier schreiben.

Und dann besteht auch kein Anspruch auf Lohn.

M.E. haben beide Fehler gemacht. Du das Du dich nicht gegen die Kündigung gewehrt hast (Kardinalfehler). Dann hättest Du nämlich weiterbezahlt werden müssen.

Das unterschreiben der nachträglichen Kündigung war natürlich ebenfalls unklug. Rechtlich war es allerdings nicht so schlimm wie teilweise angenommen, da die Kündigung ja im nachhinein ohnehin wirksam war.

Nur das hat die Firma gar nicht begriffen.

Du hättest Dich auch viel taktischer verhalten müssen. Die Firma ging von einem Beschäftigungsverbot aus. Sie hat ja gar nicht begriffen, dass die Kündigung wirksam war. Diese verlangt ja wohl erst aufgrund der von Dir unterschriebenen rückwirkenden Kündigung das Geld zurück.

Hier hättest Du etwas aushandeln können.

Jetzt nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, bist Du letztlich zur Rückzahlung verpflichtet. Eventuell lässt sich noch etwas aushandel (z.B. Du zahlst die Hälfte zurück, wenn die die Sache damit erledigt ist. Ansonsten müssten diese klagen und dann sehe man was daraus wird).

Deine Unterschrift hat deine Verhandlungsposition aber sehr geschwächt. Ein Versuch kann ja nicht schaden.

Auf jeden Fall kannst und solltest Du es aber notfalls zu einer Klage kommen lassen, wenn der AG stur auf die voplle Rückzahlung besteht. Ein Kostenrisiko für Dich besteht nicht, wenn Du die Sache ohne Anwalt bis zur Güteverhandlung durchziehst (vielleicht besteht ja auch ein Anspruch auf PKH, obwohl die Erfolgsaussichten der Abwehr nicht so gut aussehen)

Vielleicht kommt ja über den Richter ein brauchbarer Vergleich zustande.

Gruß
parzifal